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 The Game of Heaven and Hell

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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mo Dez 26, 2016 12:13 pm

Midori

Camael legte seine Hand auf meinen Kopf und streichelte mich vorsichtig. Ein müdes Lächeln legte sich auf meine Lippen. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich nicht alleine aufwachen würde, wenn ich jetzt einschlief. Camael würde wie schon vorhin an meiner Seite sein, wenn ich wieder bei mir war. Mir würde nichts passieren können, solange er nur bei mir war. „Danke“, flüsterte ich, schloss dann aber meine Augen und schlief ein.

Nach gut zwei Stunden war mein Schlafphase vorbei und ich kam wieder zu mir. Vorsichtig setzte ich mich auf und stützte mich mit einer Hand leicht an Camaels Bauch ab. Mit der anderen rieb ich mir mein eines Auge und fokussierte anschließend meinen Lehrer mit meinen müde blickenden Augen. Ich brauchte eine kleine Weile, bis ich realisiert hatte, was Sache war. „Du bist ja immer noch da“, stellte ich -wenn auch müde- voller Freude fest. Ich hatte mich nicht geirrt. Camael ist tatsächlich die ganze Zeit über bei mir geblieben.
„Du? Camael? Wann glaubst du, können wir mit dem Training wieder beginnen?“, fragte ich ihn und sah zu ihm. Die Tatsache, dass ich bloß in einem Schlafkleid auf meinem Lehrer drauf saß, wollte mir gar nicht so recht auffallen. Ich dachte viel mehr daran, dieses Zimmer endlich wieder verlassen zu können. Es war nicht meine Art, den ganzen Tag im Bett zu liegen und gar nichts zu tun. Ich brauchte meine Bewegung, sonst würde ich hier drin noch wahnsinnig werden! „Können wir vielleicht ein wenig spazieren gehen? Ich möchte an die frische Luft. Es muss auch nicht zu lange sein.“ Ich glaubte eh nicht daran, dass ich einen allzu langen Spaziergang durchhalten würde. Dafür war das Fieber noch zu hoch und mein Körper zu geschwächt, aber ich war davon überzeugt, dass es besser werden würde, würde ich endlich etwas anderes als die Wände dieses Zimmers zu Gesicht bekommen.



Ophelia

Er erzählte mir seine Sicht der Dinge und das was mir Luzifer da sagte, ließ mich einige Zeit vor Unglauben erstarren. Mein Vater soll sich seinen Tod herbei gewünscht haben? Er bevorzugte den Tod? Wollte nicht mehr weiter leben? Er musste lügen! Mein Vater war stark, er würde sich niemals unterkriegen lassen! „Lüge..!“ Ich entfernte mich langsam einige Schritte von Luzifer, solange bis ich die Wand in meinem Rücken spürte und nicht weiter gehen konnte. Zitternd legte ich meine Hände an meinen Kopf, ehe meine Beine nachgaben und ich die Wand hinab zum Boden runter rutschte. Meine Augen waren weit aufgerissen und ich presste meine zitternden Hände mehr und mehr an meine Ohren. Ich wollte von all dem nichts mehr hören.
„SEI ENDLICH STLL!“, schrie ich Luzifer an, als er meinte, ich solle mir keinen Zwang antun und auf ihn los gehen. Ihn schlagen, treten, würgen oder was auch immer. Doch anstatt seinen Worten nach zu kommen, wurde ich von einem dunklen Gefühl abgelenkt, dass sich wie eine riesige Welle in mir breit machte. Ich spürte seine Macht, aber auch die pure Boshaftigkeit, die sich hinter diesem Gefühl versteckte. Der Hass, die Schmerzen, die Verzweiflung, aber auch die ganze Wut, die sich all die Jahre in mir gestaut hatten, drohten auszubrechen und die Oberhand über meinen Geist und meinen Körper zu nehmen. Das Gefühl in mir wurde unerträglich und ich stieß einen langen, schmerzerfüllten Schrei aus. Es wurde windig um uns herum, etliche rote Rosenblüten wurden durch das Zimmer gewirbelt. Sie waren messerscharf, was man daran erkennen konnte, dass alles was sie berührten, tiefe Risse bekam. Egal, ob es sich dabei um Holz oder Stoff handelte. Sogar das Glas im Zimmer zersprang und nur wenig später ertönte ein bestialischen Schrei. Langsam nahm ich meine Hände von meinem Kopf und starrte den riesigen Drachen an, der nun mitten im Zimmer stand. Er hatte einen schwarzen Körper mit roten Adern und ebenso roten Flügeln und Augen die Flügel bestanden aus vereinzelten Rosenblättern. Doch konnte sich das Tier vor mir erst nicht richtig bewegen. Leuchtende Stahlketten umschlingen den riesigen Drachen und ich begann mich zu erinnern. Erzengel Michael hatte diese Ketten damals persönlich um das Tier gelegt und seine Macht damit versiegelt. Dieser Drache erschien das erste mal, als ich einen Gefühlsausbruch hatte und sorgte damals für viel Ärger. Man hatte mir erzählt, je negativer meine Gefühle seien, desto stärker und unberechenbarer wäre der Drache. Er sei ein Erzeugnis aus meinen Sünden und meinem Hass und dennoch... Dieses Wesen war von einer unbeschreiblichen Schönheit und die Anmut die es verkörperte, konnte nicht einmal von diesen Stahlketten getrübt werden.
Doch dann geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hätte. Die Ketten hörten auf zu leuchten und zersprangen, ehe sie laut klirrend auf den Boden fielen. Der Drache wuchs noch ein ganzes Stück und brachte sogar die Decke zum Einstürzen, ehe er seine Flügel spreizte und einen erneuten Schrei von sich gab. Anschließend fokussierte er Luzifer mit seinem Blick und machte sich zum Angriff bereit. „Nein!“, schrie ich panisch. Ich wollte nicht, dass auch nur einer von den beiden verletzt wurde, jedoch hatte ich keine Kontrolle über die Situation und sah einfach nur flehend zu Luzifer hinüber, den ich mit meinem Blick darum bat, das Wesen vor uns nicht zu verletzen.
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Lioness

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mo Dez 26, 2016 6:11 pm

Camael


Überrascht zog ich die Augenbrauen hoch, als ich das Danke meiner Schülerin hörte. Das war etwas, was ich nicht allzu oft zu hören bekam. Um die Wahrheit zu sagen, so gut wie gar nicht. Alles was ich tat, waren Befehle auszuführen die mir aufgetragen wurden. Es wurde vorausgesetzt, dass ich meine Missionen zu vollster Zufriedenheit meiner Auftraggeber erfüllte. Da gab es kein Danke. Es gab bloß einen neuen Fall den es zu lösen gab. Und bei Gott, ich fand jedes mal eine Lösung. Jedes mal tat ich mein Bestes und nie kam etwas zurück.
Ich war es ganz einfach nicht gewohnt, deshalb war es ungewohnt gewesen es von ihr zu hören.


Irgendwann musste ich auch eingeschlafen sein, denn durch Midoris Bewegung wurde ich wach und sah, dass sie sich noch schlaftrunken die Augen rieb, ehe sie mich erkannte und freudig feststellte, dass ich noch hier war. Ich schenkte ihr ein Lächeln. Kein großes, kein breites, aber eines von immenser Bedeutung für mich. Dann fragte sie mich, wann sie ihr Training wieder aufnehmen konnte. Es war lobenswert, dass sie so eifrig war, doch war ich immer noch um ihr Wohlergehen besorgt. „Es freut mich dass du deine Pflichten ernst nimmst, doch musst du an deine Gesundheit denken. Ich möchte nicht, dass sich dein Zustand wieder verschlechtert.“ Daraufhin schlug sie vor, spaziere zu gehen. Aufgeben war wie es aussah keine ihrer Eigenschaften. Ich kam nicht umhin etwas zu schmunzeln, biss mir dann aber auf die Zunge und zwang mich es hinunter zu schlucken. Ich setzte mich auf, legte meine Hand auf ihre Stirn und sah ihr in die Augen. „Deine Temperatur ist immer noch sehr hoch. Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist.“ Erst jetzt, da ich saß bemerkte ich dass meine Schülerin breitbeinig auf eben meinem Schoß saß. Just in dem Moment in dem ich das bemerkte, sprang ich auf als wäre der heilige Geist in mich gefahren, sodass meine Schülerin auf ihr Bett fiel. Ich musste aus dieser Lage schnellstmöglich heraus. Ich wusste nicht einmal wie ich hineingeraten war, doch es war unzüchtig. Es war verboten und ich wusste einfach nicht damit umzugehen. Doch die Sorge um Midori war wieder einmal stärker als die Gebote des Himmels. „Midori…“ begutachtete ich meine Schülerin sorgenvoll und seufzte schließlich. „Meinetwegen.“ Gab ich mich geschlagen. „Wir gehen spazieren. Aber überanstreng dich nicht.“ Reichte ich ihr die Hand.




Luzifer

Sie wollte es einfach nicht wahrhaben. Warum hielten sich die Engel an ihre Trugbilder fest? Es waren doch bloß Lügen, die sie sich selbst erzählten um nachts besser schlafen zu können. Gerade von meiner Ophelia hätte ich ein realistischeres Denken erwartet. Doch Engel blieb wohl Engel.
Dann kam Ophelia endlich in fahrt! Als sie schrie begann ein zerstörerischer Sturm aus Rosen alles im Raum zu erfassen. Ich selbst wurde auch nicht verschont, doch was waren schon ein paar kleine Kratzer? Aus meinem Grinsen wurde ein Lachen, aus dem ein Jubeln erwuchs. „Endlich!“ Rief ich in den Sturm hinein. „Zeig mir was du drauf hast!“ Mit meinen Worten bildeten sich aus den Rosen ein Körper… ein… ein Drache? Ich machte eine anerkennende Geste. „Ziemlich originell.“ Gab ich zu und beobachtete dann wie die Ketten von denen der Drachen im Zaun gehalten wurde auf sprangen und die Rosenechse um ein weiteres mal wuchs, sodass das Zimmer wie ein zu klein geratener Käfig für sie wirkte. Tückisch grinsend tat ich es der Gestalt, die aus Midoris Kraft herangewachsen war, gleich und fixierte sie ebenso. Ich rührte keinen Finger, auch nicht als sich der Drache mit einem weiteren ohrenbetäubenden Schrei auf mich stürzte. Kurz bevor der Schlund des Ungetüms mich mit Haut und Haar verschlingen konnte, hielt er jedoch unerwartet an und schnappte mit seinem gewaltigen Kiefer nur um Haaresbreite vor mir zu, sodass ich den warmen Atmen des Tieres, der aus seinen Nüstern mir gegen meinen Gesicht schlug, spürte und den Duft den er verströmte! Er roch wie Ophelia nach Wildrosen, nur viel intensiver. Wütend funkelten mich die kleinen schwarzen Augen an und ich begann wie ein Verrückter voller Hysterie zu lachen. „Warum denn so schüchtern?“ Fragte ich das Ungetüm vor mir. Daraufhin streckte sich der Drache und sein Maul raste ein weiteres Mal auf mich zu. Dieses mal hielt er nicht an. Er verschlang mich, würgte mich seinen langen schwarnenartigen Hals hinunter. Alles hier drinnen war dunkel. Ich konnte nicht einmal mehr meine eigene Hand vor Augen sehen. Kurz überlegte ich, ob ich nicht etwas Licht in die Sache bringen und meine Hände entflammen sollte. Ich entschied mich dagegen. Nein, ich würde nichts dergleichen tun.
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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Di Dez 27, 2016 2:08 pm

Midori

Camael setzte sich irgendwann auf, wodurch wir beide uns nur noch näher kamen. Ich dachte mir nichts dabei, war sowieso viel zu sehr auf seine Worte und Gestiken konzentriert. Er legte mir seine kühle Hand an die Stirn und ich schloss für einen kurzen Moment meine Augen, einfach um es zu genießen. Als er dann jedoch von meinem Fieber zu sprechen begann, da öffnete ich sie wieder und sah ihn eine kurze Zeit lang einfach nur an. Zu sehr viel mehr hatte ich auch nicht die Chance, denn Camael sprang ohne Vorwarnung, wie von der Tarantel gestochen, auf und schmiss mich dabei zurück auf die Matratze. Ich gab einen erschrockenen Laut von mir und fragte mich wirklich, was plötzlich in den Vorzeigeengel gefahren war.
Ich setzte mich wieder auf und sah meinen Lehrer etwas irritiert an. Dieser schien sich jedoch nicht mehr dazu äußern zu wollen, was ich respektierte und nicht mehr nachhakte, auch wenn es mich schon ein wenig interessierte. Doch als er sich dann geschlagen gab und meinte, wir würden spazieren gehen, da lächelte ich glücklich und nahm seine Hand entgegen, damit ich vom Bett aufstehen konnte.
„Gut, ich gehe mich nur noch schnell umziehen“, sagte ich lächelnd und schnappte mir aus dem Kleiderschrank in meinem Zimmer, frische Wäsche, ehe ich mich ins Badezimmer verkrümelte und mich in aller Ruhe umzog. Ich war mir jetzt im Nachhinein selbst nicht mehr sicher, ob das so eine gute Idee gewesen war, spazieren zu gehen, denn ehrlich gesagt machte es mich schon schlapp, wenn ich mich nur umziehen musste. Ich seufzte leise, konzentrierte mich dann aber weiter aufs Anziehen, ehe ich aus dem Bad kam. „Okay, wir können“, informierte ich Camael und lächelte ihn leicht an, ehe ich guter Dinge mit ihm los spazierte.

Spoiler:
 



Ophelia

Luzifer erfreute sich an dem Anblick des Monsters vor ihm und provozierte es noch richtig. Der erste Angriff meines Rosendrachens ging daneben, jedoch war der zweite ein Volltreffer und der Drache verschlang Luzifer mit Haut und Haar. Mit großen Augen beobachtete ich das Szenario und musterte das riesen Tier vor mir ungläubig. Es hat... Es hat doch tatsächlich Luzifer verschlungen! den Luzifer! Und so wie ich den Für der Unterwelt kannte, wusste ich, dass er nicht pingelig bei dem Versuch sein würde, sich aus dem Bauch der riesen Echse zu befreien. Nur hoffte ich inständig für ihn, dass er dem Wesen nichts antat, ansonsten würde er es mit mir zu tun bekommen!
Der Drache fixierte mich für einen kurzen Moment mit seinen glühend roten Augen, breitete dann aber seine Schwingen aus und flog einfach hinauf. Die restlichen Stockwerke über uns stürzten reihenweise ein und riesige Löcher waren zu erkennen. Ich biss kurz die Zähne zusammen, entschied mich dann aber, dem Drachen zu folgen -immerhin war Luzifer noch in dessen Bauch und ich wollte nicht, dass das ganze komplett eskalierte. Ich breitete meine schwarzen Flügel aus und flog der riesen Echse nach, musste jedoch konzentriert darauf achten, dass ich nicht von dem entgegenkommenden Geröll erwischt wurde.
Wir hatten das Schloss durch die Decke verlassen und flogen noch ein ganzes Stückchen weiter hoch. Von hier oben hatte man das komplette Reich gut im Blick, doch wirklich konzentrieren konnte ich mich nicht, was da unten so vor sich geschah, denn begann das Wesen vor mir damit, das gesamte Reich anzugreifen. Dazu nutzte es riesige Dornenranken, die an ihrem Schweif hervorkamen. Sie besaßen eine unglaubliche Durchschlagskraft, denn sie rissen ganze Gebäude ein. Auch die Dämonen unter uns wurden nicht verschont und so geschah es, dass nach und nach etliche Dämonen aufgespießt wurden. Einige verloren bei diesem Angriff ihre Gliedmaßen und andere direkt ihr Leben. Ich sah etwas überfordert von den Leuten weg und sah die riesige Eidechse mit Flügeln flehend an. „Komm schon, Mädchen. Sei brav und hör auf damit“, versuchte ich sie umzustimmen, doch sie schrie erneut ohrenbetäubend laut auf und machte in ihrer Wut nur noch weiter. Leicht überfordert sah ich mich um und versuchte einen Ausweg für das ganze Chaos zu finden. Der einzige, der dem ganzen noch Einhalt geboten könnte, wäre Luzifer, doch dieser war noch immer in dem Bauch des Drachens.
Ich biss mir auf die Unterlippe. „Tut mir leid, Mädchen“, sagte ich, ließ dann aber ein riesiges Loch im Bauch des Drachens entstehen, indem ich die Rosenblüten aus dem er bestand, einfach für einen Moment entfernte. Die Bestie schrie laut vor Schmerzen auf und ich wandte meinen Blick zu Luzifer, dem man in dem Loch erkennen konnte. „Luzifer, sie ist völlig außer Kontrolle!“, sagte ich sichtlich überfordert.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Di Dez 27, 2016 7:06 pm


Camael

Midori schien angetan davon dass wir einen kleinen Ausflug unternehmen würden, was auch nicht verwunderlich war schließlich war es ihr Wunsch gewesen. Sie wollte sich nur kurz umziehen, was ich ihr nicht verdenken konnte, schließlich war sie bisweilen nur im Nachthemd gekleidet. Als meine Schülerin im Badezimmer verschwand wartete ich, was ich in letzter Zeit ziemlich häufig tat. Dann, als sie wieder hinaus trat hatte sie ein eindeutig angemesseneres Kleid angelegt, um unter die Leute zu gehen.
Draußen führte ich Midori durch den Garten, der hinter dem Speisesaal lag. Es war wie immer ein sommerlicher angenehm warmer Tag und die Vögel tanzten umher, während der Wind ihr Gesang mit deinem Spiel durch die Baumkronen begleitete. An sich ein perfektes Bild, doch ich verschwendete gar keinen Gedanken daran. Viel mehr achtete ich darauf, dass unser Schritttempo für Midori erträglich war und ich war es auch, der öfters vorschlug uns hinzusetzen, damit sie etwas verschnaufen konnten.
Gerade als wir auf einer Bank saßen, hörte ich vom weitem das Knirschen von Hufen auf dem beigen Kiesweg und das typische Schnauben. Ich sah in die Richtung, von wo ich den Tumult wahrnahm und erkannte eine Herde Pegasi, die hinter einem Engel her trabten.




Luzifer

Ich saß gemütlich auf den weichen Blütenblättern im Inneren des Ungetüms, da wurde es erschüttert und ein ohrenbetäubender Schrei erfüllte den dunklen Raum. Ich hielt mir aus reflex die Ohren zu, doch als es vorbei war, hatte mein Gehör dennoch Schade davon getragen und ich hörte alle Geräusche die ich vorher sauber und klar wahrgenommen hatte, nur noch dumpf. Alles wurde von einem schrillen Pfeifen übertönt, dass nur sehr langsam abklang. Währenddessen spürte ich weiter Erschütterungen und purzelte im Bauch des Drachens hin und her, da dieser sich in Bewegung gesetzt hatte. Der pfeipende Ton ebbte ab. In einer liegenden Position mich wieder findend, machte ich es mir vorerst bequem. Die Beine überkreuzt und die Arme hinterm Kopf verschränkt, konnte ich mich allerdings nicht lange entspannen, denn schon bald erschien knapp neben mir - eher unter mir - ein Loch, durch das ich hinaus ins Freie fiel. Zuerst unbeholfen mich im freien Fall befindend, breitete ich dann meine Schwingen aus und wurde von Unterdruck der Luft aufgefangen. Mit kräftigen Schlägen schwang ich mich die Route wieder empor, die ich gestürzt war und fand mich in der Ophelias wieder, die mir zuvor etwas zugerufen hatte. „Und was erwartest du jetzt von mir zu tun? Der Drache besteht aus deiner Kraft. Ich sagte dir, dass ich dich nicht aufhalten werde und daran werde ich mich halten.“ Beharrt ich. „Wenn du willst, dass er - sie - gestoppt wird, musst du sie kontrollieren… oder vernichten. Aber du kannst das. Du hast es eben schon bewiesen, als du mich heraus geholt hast. Das war nicht ich, das warst ganz allein du.“ Ich flog näher an Ophelia heran. „Wovon hast du denn Angst? Vor deiner eigenen Macht? Komm schon, Ophelia. Liebes, du hast einen starken Willen. Ich weiß wovon ich spreche, ich hab ihn gesehen.“ Und es stimmte. Ophelia war stark, schon als ich sie das erste mal gesehen hatte, war ihre Macht spürbar. Zwar unscheinbar und in die hinterste Ecke ihrer selbst gedrängt, doch immer noch ungebrochen. Als hätte ihre Macht nur darauf gelauert auszubrechen. Kaum hatte ich geendet, ertönte ein weiterer dröhnender Schrei der die Luft erzittern ließ. Ophelias Drache zerstörte alles was ihm in die Quere kam, ganz gleich ob niedriger oder höherer Dämon, ob Biest oder verdammte Seele. Alles wurde dem Erdboden gleichgemacht.
Ich verschenkte wartend die Arme vor der Brust. „Entweder du tust es, oder niemand.“
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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Di Dez 27, 2016 9:53 pm

Midori

Mein Lehrer und ich verließen das Gebäude und ich genoss sofort die ersten, warmen Sonnenstrahlen, als wir herausgetreten waren. Selten hatte ich die frische Luft so sehr vermisst, wie jetzt gerade in diesem Moment und ich wünschte mir nichts sehnlicher, als dass dieser Moment nie wieder aufhören würde. Ich fühlte mich wie ein Junkie, der gerade seine Drogen einnahm und einfach nicht aufhören konnte.
Wir setzten uns auf Camaels Wunsch immer mal wieder hin und ich musste zugeben, dass mir diese kleinen Pausen wirklich gut taten. Denn die Strecke, die wir zurücklegten, hätte ich niemals in einem geschafft, so viel war sicher. In meinem normalen Zustand wäre das zwar kein Problem gewesen, aber so war das ein Ding der Unmöglichkeit.
Der Engel und ich hatten uns gerade wieder hingesetzt und ich sah mir die schöne Gegend an, ehe ich den Hunger bemerkte, der sich langsam aber sicher in mir breit machte. „Du? Camael?“, fragte ich, sah den Engel aber nicht an. „Können wir gleich zurück gehen? Ich habe irgendwie Hunger bekommen“, sagte ich und sah für einen kurzen Moment zu Boden, hörte dann aber ebenfalls das laute Getrappel und sah mich neugierig um. Ich sah eine Horde komischer Tiere und sah neugierig zu Camel. „Was sind das für Tiere?“, fragte ich ihn.



Ophelia

Luzifer weigerte sich, mir zu helfen. Er fragte, wovor ich denn Angst hätte und kam auf die schwachsinnige Idee, dass ich Angst vor meiner eigenen Macht hätte. „Nein natürlich nicht. Aber ich will sie nicht verletzen“, sagte ich und sah dann zu dem Drachen, der weiterhin alles dem Erboden gleich machte. Ich sah in eines ihrer Augen und erkannte den Schmerz und das Leid, die sich darin widerspiegelten. Sie musste so lange in Gefangenschaft leben und teilte die selben Schmerzen mit mir. Ich wollte diese Kreatur beschützen und sie keinesfalls verletzen, dennoch konnte ich nicht zu lassen, dass sie alles zerstörte, was ihr in den Weg kam.
Da ich mich nicht mehr auf Luzifer verlassen konnte, musste ich die Sache wohl wirklich alleine erledigen. Ich flog zu der riesen Echse und wollte gerade auf sie einreden, als wir von unten mit Kanonenkugeln angegriffen wurden. Die Dämonen begannen sich zu wehren. Der Drache legte einen seiner Flügel schützend um mich und wehrte auf diese Weise den Angriff ab. Sie packte mich mit ihrem Schweif und setzte mich auf ihren Rücken, ehe sie zum Sturzflug ansetzte und die Dämonen mit all ihrer Kraft bekämpfte.

Es war ein langer, kräftezehrender Kampf und es gab nach wie vor Verluste. Noch so einige Dämonen mussten ihr Leben lassen, während mein Mädchen immer wieder schwerere Verletzungen davon trug. Der letzte Angriff dieser Dämonen hatte es besonders ins sich. Sie schossen eine Kugel durch ihren Flügel und sie stürzte laut schreiend in die Tiefe. Da ich noch immer auf ihrem Rücken saß, fiel ich logischerweise mit ihr in die Tiefen. Sie gab mir das Zeichen, von ihrem Rücken zu springen, damit ich nicht mit ihr in die nächste Hauswand donnerte, doch ich ließ mein Mädchen sicher nicht alleine.
„Alles wird gut. Wir schaffen das“, flüsterte ich ihr sanft zu und strich beruhigend über ihren Rücken, schloss dann aber meine Augen und spürte schon kurz darauf die entsetzlichen Schmerzen, die dieser Sturz mit sich brachte. Wir waren volle Kanne in einen Teil des Schlosses herein geprescht und ich verlor dabei mein Gleichgewicht und war von ihrem Rücken gefallen, als sie Bekanntschaft mit dem Boden machen musste. Durch die Wucht wurde mein Körper förmlich über den Boden gefegt, ehe er irgendwann liegen blieb. Ich spürte die Schmerzen und verzog für einen kurzen Moment mein Gesicht. Ich raffte mich so schnell es ging wieder auf und suchte nach meinem Mädchen. Humpelnd lief ich zu ihr und erkundigte mich nach ihrem Zustand. Sie lebte noch. Zum Glück! Ich lächelte dem Wesen vor mir, erschöpft entgegen. Sie war ganz ruhig geworden und schien auch kein Chaos mehr anrichten zu wollen. Liebevoll strich ich ihr über die Schnauze, bemerke aber schon sehr bald, wie mir etwas flüssiges die Schläfe hinunter lief. Ich tastete vorsichtig an die schmerzende Stelle und sah mir anschließend meine Finger an. Blut. Ich schloss meine Augen für einen Moment, humpelte aber anschließend ein paar Schritte rückwärts und lehnte mich gegen eine Wand, an der ich mich zu Boden gleiten ließ. Mein rechtes Bein und mein linker Arm taten höllisch weh, genauso wie mein Kopf, aber dennoch war meine Erleichterung riesig, dass mein Mädchen noch lebte. Allerdings kam mit meiner Erleichterung auch die Erschöpfung ein, die dieser Kampf mit sich gebracht hatte.
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