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 The Game of Heaven and Hell

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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mo Aug 10, 2015 7:43 pm

Midori

Meine Miene hellte sich sofort auf, als mir Curio mitteilte, dass er ein Nephilim sei. Ich war hier nicht alleine... Gott sei Dank! Als Curio mich dann aber fragte, ob ich ebenfalls ein Nephilim sei, nickte ich sofort und konnte nach wie vor mein Glück noch nicht ganz registrieren. Ich war hier wirklich nicht alleine! Das Schicksal schien es scheinbar doch nicht so schlecht mit mir zu meinen, wie ich Anfangs gedacht hatte. Jetzt könnte nicht einmal Camael mir diesen Tag ruinieren! Nein, diese Laune würde mir niemand verderben können!
„Ich komme ursprünglich aus Japan“, sagte ich und lächelte ihn wieder an. Dann überlegte ich aber etwas. „Hmm... Meine Name bedeutet 'grün'. Ziemlich unspektakulär, ich weiß“, sagte ich und grinste dann etwas schief. „Liegt wahrscheinlich daran, dass ich damals in einer grünen Decke eingewickelt und vor dem Waisenhaus abgelegt wurde“, grübelte ich und zuckte dann mit meinen Schultern. „Ich würde nur zu gerne wissen, wer mich da hingelegt hat, immerhin scheinen die Frauen bei der Geburt von Halbengeln zu sterben...“, sagte ich und stützte meinen Kopf dann wieder auf meiner Hand ab, ehe ich leise seufzte.
Ich schüttelte meinen Kopf und stand dann auf. Ohne etwas zu sagen räumte ich Curios und mein Tablett weg, ehe ich ihn einfach an der Hand mit mir mitzog. „Komm! Ich möchte meinen freien Tag noch genießen solange ich kann. Ich hab auf dem Schulgelände ein schönes Plätzchen gesehen, als Camael mir die Schule gezeigt hat, außerdem will ich noch mehr über dich wissen!“, sagte ich strahlend und lief dann einfach mit Curio los. Ich konnte es einfach noch immer nicht glauben, dass es hier einen zweiten Nephilim gab und er auch noch so nett war. Ich hoffte nur, dass wir uns beide auch gut verstanden, aber warum auch nicht? Er schien ja wirklich nett zu sein.
Ich lief mit Curio durch die vielen Gänge und Flure, ehe ich mit ihm das große Gebäude verließ und über den Schulhof rannte. Nach kurzer Zeit kamen wir an einer grünen Wiese an. Ich ließ Curios Hand los und ließ mich dann auf das Gras plumpsen. „Komm setz dich zu mir!“, lächelte ich.



Ophelia


Ich hörte Luzifer aufmerksam zu, auch wenn es für mich zunehmend immer schwieriger wurde, mich auf seine Worte zu konzentrieren, da er mir wieder so nah war und ich keine Ahnung hatte, wie ich reagieren sollte oder wie ich überhaupt seinen Blicken ausweichen konnte, denn sie fühlten sich zunehmend unangenehmer auf meiner Haut an und hinterließen ein brennendes Gefühl an den Stellen, wo er mich ansah. Er hatte schon vorher auf mich einschüchternd gewirkt, doch jetzt... jetzt musste ich mich konzentrieren, nicht jeden Moment in Panik zu geraten. Am liebsten hätte ich ihn einfach von mir gestoßen und wäre aus dem Zimmer gerannt, doch befürchtete ich, damit alles schlimmer zu machen, als es eh schon war.
Als ich dachte, es könnte nicht noch schlimmer kommen, belehrte mich Luzifer mal wieder eines besseren und packte mich an meinen Haaren und zog meinen Kopf so mit nach oben. Dann nagelte er mich an der Wand fest und rutschte mit seinem Knie zwischen meine Beine, weswegen ich mir kurz auf meine Unterlippe biss. Doch war das natürlich nicht genug und Luzifer leckte mir über den Hals. Kurz darauf vergrub er auch schon seine Zähne in meinem Hals, weswegen ich meine Augen für einen kurzen Augenblick weitete und darauf ein leises Keuchen erklingen ließ. Mein Körper verkrampfte sich augenblicklich und ich versuchte das Geschehene irgendwie auszublenden, auch wenn dies als eher schwierig herausstellte, da Luzifer seine Zähne immer tiefer in meinem Hals vergrub. Irgendwie...
Ich biss mir auf die Unterlippe, fuhr dann aber mit meiner Hand zu seinem Kopf und platzierte sie in seinem Haar, durch welches ich mit meinen Fingern fuhr und es leicht raufte. Meinen Hals streckte ich Luzifer ein wenig entgegen und schloss dann meine Augen. Okay... jetzt war es offiziell... Ich war furchtbar! Wie konnte ich meiner Familie das überhaupt zumuten? Wie konnte ich über meine Familie nur solch Schande bringen? Ich war eine schlechte Tochter und eine noch schlechtere Schwester.
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Lioness



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mo Aug 10, 2015 11:08 pm

◇ Mercutio ◇

Sie war ein Nephilim. Sie war tatsächlich ein Nephilim! Obwohl ich das bereits vermutet hatte, war es doch etwas völlig anderes es aus ihren Mund zu hören. Das Lächeln konnte ich mir von da an nicht mehr verkneifen und kam mir gerade deshalb auch ein wenig dämlich vor. In meinem Magen begann es erneut zu kribbeln, doch war es nicht der Hunger der an mir nagte. Was dann? Auf jeden Fall fühlte es sich gut an. Und dass sie mir entgegen lächelte steigerte meine Euphorie. Dann erfuhr ich, dass sie aus Japan kam und ihr Name 'grün' bedeutete und was es mit ihrer Namensgebung auf sich hatte. "Wirklich? Du kommst aus Japan? Ich meine... das klingt jetzt blöd wenn ich das so sage, aber sind Japaner nicht für gewöhnlich dunkelhaarig und -äugig? Und deine Augen sind nicht so mandelförmig..." , eher groß und leuchtend wie die Sonne, beendete ich den Satz in keinen Gedanken und war fasziniert und verblüfft zugleich. Vielleicht waren ihre Eltern ja vom Ausland nach Japan gezogen und dort war ihnen etwas geschehen, dass Midori ins Waisenhaus kam? Das war in dem Moment die einfachst Erklärung für mich. "Kann ich verstehen," antwortete ich darauf, dass sie meinte sie sei neugierig wer sie dorthin gelegt hatte und fuhr dann fort, "aber bei der Geburt sterben die Frauen nicht. Ich muss es wissen, schließlich hat mich meine Mamma großgezogen. Wenn sie bei meiner Geburt gestorben wäre, wüsste ich das." Versuchte ich ihr es sachte zu sagen, da sie ja direkt auf den Schluss gekommen war und ich wollte ihr nicht vor den Kopf stoßen. Doch behielt ich ein leichtes Lächeln.
Dann plötzlich stand sie einfach so auf, räumte unsere beiden Tabletts weg und ohne eine Vorwarnung griff sie meine Hand mit den Worten, dass sie mit mir an einen schönen Platz gehen und sie mehr über mich erfahren wollte. Meine erste Reaktion darauf war Panik! Ein hübsches Mädchen fasste mich einfach so an der Hand und das löste in mir eine Explosion von Gefühlen aus. Dort wo sie mich berührte begann meine Haut angenehm zu kribbeln und ich spürte wie mein Kopf heiß wurde. Dann wechselte es zu Freude und so grinste ich breit bis über beide Ohren. Aber dann...! Dann realisierte ich, dass sie doch wirklich gesagt hatte, dass ihr Camael das Gebäude gezeigt hatte! "Warte, warte, warte... Camael? Der Camael?" Fragte ich als wäre ich Begriffs stutzig, da ich meinen Ohren nicht traute. Sie hatte mich inzwischen auf eine Wiese gezerrt und forderte dass ich mich neben sie setzte. Ich ich ging neben ihr erst in die Knie ehe ich mich hinsetzte. Es war wirklich nicht schlecht hier. "Wir reden hier schon vom gleichen Engel oder? Der Camael dessen Mosaik du vorhin angestarrt hast?" Hagte ich nach und mir wurde nun klar warum sie auf das bunte Fenster gestiert hatte. "Man, dann hab ich dir ja eben gar nichts neues erzählt..." kratzte ich mir verlegen den Kopf und sah auf die Grashalme. Sie wusste sicher schon alles über ihren Mentor und ich kam an und versuchte mit dem Wissen dass ich von Askael hatte zu glänzen. Tolle Leistung Curio, wirklich toll.
Ich schnaubte, dann sah ich ich ihr entgegen und zog einen Mundwinkel hoch. "Also ich bin eigentlich gar nicht mal so interessant. Meine Mamma, meine Großeltern und ich wohnen in einer Kleinstadt in Italien. Sonst habe ich nie sowas wie seltsame Träume gehabt oder was weiß ich... eben nichts großartiges. - Naja bis Baltazar kam. Er war der Botenengel der mich geholt hatte mit einer Seraphim, aber ihren Namen habe ich vergessen." Gestand ich den letzten Teil lächelnd. "Und dann hier oben wurde ich Askael zugeteilt. Er ist ganz cool, vielleicht lernst du ihn ja mal kennen." Sah ich ihr aufmunternd entgegen. "Wer hat dich eigentlich hierher gebracht?" Fragte ich Midori interessiert und setzte mich in Schneidersitz.


○ Luzifer ○

Sollte sie ruhig verunsichert sein. Sollte sie ruhig Angst haben. Mich brachte das nur noch mehr in Stimmung und gerade jetzt nachdem ich so lange niemanden mehr hatten, schrie es in mir nach einem Hochgefühl. Ich wollte immer mehr von ihr, wollte sie spüren. Und sie? Sie wollte es auch, das konnte sie nun nicht mehr leugnen, denn ohr eigener Körper verriet sie. Ein dunkles Grinsen überflog meine Lippen, als sie mir durch das Haar strich und mir ihren Hals bereitwillig präsentierte. Auch wenn sie sich nur zart bewegte, trieb mich eben diese kleinen Gesten weiter an. Meine Bisse endeten in zärtlicheres Knabbern, ehe ich mit der Zunge von dort aus weiter über ihr Schlüsselbein zu ihrem Dekolleté fuhr. Ihre Haut war so glatt und weich, dass ich es mir nicht nehmen ließ ihr in den Brustansatz mit den Zähnen zu zwicken, bevor ich diese mit feurigen Küssen besähte, die ständig von gelegentlichem Knabbern unterbrochen wurden. Meine Hand ließ ihr Haar los, wanderte über ihren Hals, über ihre Bust zu ihrem Bauch und tiefer. Ich ließ sie auf ihrer Rückseite verschwinden und umgriff ihr Hinterteil, während ich mich immer noch über ihre Brüste her machte.
Ich hielt inne. Sah zu ihr auf und wieder war das bösartige Grinsen von vorhin über meine Züge gekommen. Ohne auch nur etwas zu sagen hielt ich den Blickkontakt und ließ meine andere Hand, die nicht ihr Gesäß ergriffen hatte, bis zu ihrem Schritt vorstoßen. Ich wollte ihr Gesicht sehen, wie sie darauf reagierte.
Am liebsten hätte ich Ophelia auf den Boden geworfen und wäre über sie her gefallen wie ein Tier. Ich hatte sie auf Höhenflüge gebrachte und mit Sicherheit war sie mit einem Mann noch nicht intim geworden, da im Himmel sehr konservative Gesellschftsregeln herrschten und bevor ein Engel nicht verheiratet war, durfte er auch keine körperliche Nähe zu anderen ersuchen. Schließlich wäre es ein Skandal, wenn es ein uneheliches Kind im Himmel geben würde. Und Azul hatte nichts von einem Ehemann bei Ophelias Vergangenheit erwähnt... von daher glaubte ich derjenige zu sein der ihr ihre Unschuld nehmen würde, wenn das in diesem Tempo so weiter ging.

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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Di Aug 11, 2015 12:27 am

Midori

Gerade als ich dachte, Nichts und Niemand könnte mir meine gute Laune verderben, schaffte es Curio mit einer einzigen Aussage, mir all meinen Elan zu nehmen. Die Frauen starben also nicht, wenn sie einen Halbengel zur Welt brachten? Das würde dann bedeuten... Ich glaube das war der mit Abstand schlimmste Tag in meinem ganzen Leben. Das wovor ich mich als kleines Kind so sehr gefürchtet hatte, schien mit einem mal wahr geworden zu sein. Meine Mutter schien mich tatsächlich nicht gebraucht zu haben. War ich in ihren Augen vielleicht sogar eine Belastung gewesen? Wollte sie mich nicht bei sich haben oder hasste sie mich vielleicht sogar, weil ich nicht wie andere Kinder war?
Ich nahm Curios Fragen nur noch am Rande mit, da ich schon fast wie versteinert auf der Wiese saß und ins Leere starrte. Doch als er dann auch noch auf Camael zu sprechen kam, war meine Laune endgültig auf dem Nullpunkt gesunken und dabei fing es doch gerade erst so gut an! Wieso musste mir dass jetzt wieder kaputt gemacht werden? Klar, ich sollte mich für Curio freuen, dass wenigstens er noch seine Mutter hatte, doch ließ mir die Tatsache, dass meine eigene mich weggegeben haben muss, nicht wirklich die Chance dazu, mich richtig für ihn mit zu freuen, was mir irgendwie leid tat, da er wirklich nett wirkte.
Curio wurde plötzlich etwas verlegen und erst jetzt sah ich ihm wieder in die Augen, ehe ich mich zu einem Lächeln zwang. „Doch, du hast mir etwas Neues erzählt. Ich hatte keine Ahnung, dass Camael einer so hohen Position angehörte. Aber mein Bild von ihm hat sich trotzdem nicht geändert. Ich kann ihn nach wie vor nicht ausstehen!“, grummelte ich. „Der hat sich total aufgeregt, als der Hoherat ihm aufgetragen hat, mich auszubilden. Dass ich auch alles andere als begeistert von meinem neuen Lehrer war, interessierte ihn nicht und dann kommt da noch diese Emotionslosigkeit und Gleichgültigkeit... Grr! Der Kerl bringt einen total auf die Palme und ausgerechnet ich muss ihn jetzt ertragen!“, jammerte ich ziemlich frustriert, seufzte dann aber und sah entschuldigend zu Curio. „Tut mir leid, dass interessiert dich wahrscheinlich gar nicht“, sagt ich. „Und um deine andere Frage zu beantworten... Camael und Uriel haben mich in den Himmel geholt. Uriel war im Gegensatz zu Camael freundlich und nicht so ungeduldig.“ Ich ließ mich dann aber auf den Rasen fallen und starrte nach oben. „Ich weiß, ich sollte mich glücklich schätzen, einen so guten Lehrer wie Camael bekommen zu haben... aber der Kerl macht mich echt fertig“, seufzte ich und hielt mir dann die Hand vor die Augen, um nicht geblendet zu werden. „Ich bin ja schon gespannt, wie dass Training morgen wird“, nuschelte ich. Dann fiel mir aber wieder seine erste Frage ein und ich sah zu Curio. "Warum ich nicht wie die anderen in Japan aussehe weiß ich nicht so recht, vielleicht kam meine Mutter ja aus einem anderen Land dort hin", überlegte ich, schüttelte dann aber den Kopf. "Genug davon", lächelte ich und setzte mich dann langsam wieder auf. "Ich würde mich freuen deinen Lehrer einmal kennenzulernen!"


Ophelia

Ich biss die Zähne zusammen, als ich Luzifers Berührungen und Küsse spürte. Bloß nicht stöhnen, Ophelia! Auch wenn ich zugeben musste, dass alles was er mit mir anstellte sich verdammt gut anfühlte. Verboten gut... Ich sollte mich nicht so von ihm umgarnen lassen, doch schien sich mein Verstand bei seinen Berührungen komplett verabschiedet zu haben. Ich sollte es eigentlich nicht schön finden oder es gar genießen. Immerhin war ich ein Engel und sollte Gott dienen, doch hatte dieser mich eh verstoßen, verraten und dazu auch noch im Stich gelassen. Seine Meinung war die letzte, auf die ich noch etwas geben sollte. Der Himmel war nicht länger mein Zuhause und Gott entschied nicht länger für mich.
So sehr ich Luzifers Berührungen auch genoss, so sehr war es mir unangenehm, dass er mir so tief in die Augen sah. Darum wanderte mein Blick zur Seite, als er dann jedoch mit seiner Hand zwischen meine Beine wanderte, konnte ich mir ein leises Stöhnen einfach nicht verkneifen, weswegen ich mich am liebsten selbst geschlagen hätte. Ich biss mir sofort auf die Unterlippe um ein weiteres Stöhnen zu verhindern und krallte mich stattdessen mit meinen Händen in seinem Rücken fest.
Doch dann sah ich wieder dieses Grinsen auf seinen Lippen... Dieses dreckige Grinse...! Ich presste meine Zähne etwas aufeinander, dachte dann aber kurz nach. Okay, wenn das für Luzifer nur ein Spiel war, sollte er ruhig seinen Spaß bekommen, aber dem Sieg würde ich ihm sicherlich nicht überlassen!
Vom Ehrgeiz gepackt, ging ich mit Luzifer ein paar Schritte und drückte ihn dann aufs Bett, ehe ich mich auf seinen Schoß setzte und ihm nun ebenso tief in die Augen sah, ehe ich frech grinste. Endlich war die alte Ophelia wieder da! „Ich schätze mal auf den Heiratsantrag kann ich noch lange warten, was?“, fragte ich ihn frech grinsend und machte eine Anspielung auf das verklemmte Leben der Engel dort oben im Himmel. Dann wanderte ich aber mit meinen Lippen zu seinem Ohr. „Ich könnte es für dich unerträglich machen~“, raunte ich ihm verführerisch ins Ohr, ehe ich Luzifer ins sein Ohrläppchen biss und dann seinen Hals, runter zu seinem Bauch küsste und wieder hoch, ehe ich bei seinen Lippen einen kurzen Stopp einlegte, ihn aber kurz darauf in einen leidenschaftlich und feurigen Zungenkuss verwickelte und um ihn noch ein wenig zu ärgern begann ich damit, meinen Unterleib an den seinen zu pressen, während ich mich hin und wieder auf ihm bewegte, was mir immer mal wieder ein leises Keuchen entlockte. So einen respektlosen Umgang war er von der Weiberschar hier unten sicherlich nicht gewohnt... mal sehen wie er reagieren würde.  
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Lioness



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Di Aug 11, 2015 4:44 pm

◇ Mercutio ◇

Als ich so sorglos vor mich her plapperte und schon beinahe von Camael zu schwärmen begann, stellte ich erst nach einer Weile fest, dass Midori gar nicht mehr so zauberhaf lächelte und stattdessen Trübsal blies. War ich schuld daran? Aber was hatte ich falsches gesagt? Ich durchforstete fieberhaft mein Gehirn auf der Suche nach etwas was ich gesagt hatte, dass sie gekränkt haben könnte. An Camael konnte es nicht liegen, zumindest vermutete ich das. Er war schließlich der Vorzeige-Engel schlichtweg. Er kam nicht nur aus der Erzfamilie, sondern war zudem auch noch sehr begabt im Kampf! Zumindest war es das was man über ihn zu hören bekam. Aber was war es dann? Was dann...? Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Natürlich! Midori war eine Weise! Sicher hatten ihr meine Worte zum Thema 'Mutter' auf die Nieren geschlagen. Mist! Mal wieder super hingekommen Curio! Verpasste ich mir mental eine ordentliche Schälle. Da triffst du mal ein schönes Mädchen, dass sich sogar mit dir unterhält und dann verbockst du alles. Ja, große Klasse! Ich musste das irgendwie wieder grade biegen und mich dafür entschuldigen. "H-hey... wegen deiner Mutter... tut mir leid." Sah ich auf meinen Schoß und bekam die Schuldgefühle einfach nicht von mir abgeschüttelt. "Aber vielleicht wollte sie dich gar nicht abgeben? Vielleicht hatte sie einfach keine andere Wahl?" Versuchte ich diese Aussichtslosigkeit zu durchbrechen und nahm somit Midoris Mutter auch teilweise in Schutz. Immerhin hatte es in meiner früheren Gemeinde auch Weisenkinder gegeben, doch meistens wurden sie von ihren Eltern schlicht und ergreifen verlassen, weil diese einfach nicht genügend Geld für Essen und sonstiges Baby-Zeugs aufbringen konnten. Und da hatten sich viele entschieden ihre Kinder lieber abzugeben, damit sie es besser hatten, statt die Kleinen verhungern zu lassen. Konnte doch gut möglich sein, dass Midoris Mutter es nicht getan hatte, weil sie ihr Kind nicht wollte, sondern weil sie es liebte. "Meine Mamma hätte auch nicht weiter gewusst, wenn meine Großeltern nicht hinter ihr gestanden hätten." Murmelte ich und erst jetzt wurde mir bewusst wie viel Glück ich letztendlich hatte, so verständnisvolle Großeltern zu haben, denn ohne ihren Rückhalt wäre meine Mutter in den Ruin getrieben wurden und ich wahrscheinlich aus den gleichen Gründen wie die anderen Kinder auch im Waisenhaus gelandet. Im Stillen stieß ich ein Dankesgebet zu meinen Großeltern aus.
Als ich glaubte der Blauäugigen nichts neues erzählt zu haben, überzeugte sie mich dann doch eines anderen und meinte sie hätte nichts über Camael gewusst, gefolgt von der Aussage, dass sie ihn nicht ausstehen konnte. Meine Kinnlade klappte runter, weil ich meinen Ohren einfach nicht traute. Was? "Warum...?" Winselte ich kleinlau wie ein verlorener Welpe. Wieso passierte immer mir so etwas? Da fand ich ein Mädchen toll, das nicht gleich vor mir flüchtete und sie verachtete eines meiner größten Idole! Waruuuum...? Und in meinen Augen hatte sie schon riesiges Glück an einen Mentor wie Camael gekommen zu sein. Vielleicht konnte man ja die Lehrer tauschen? Als ihre Erklärung dafür jedoch folgte, konnte ich nur schmunzeln um mir ein Lachen zu verkneifen. "Nein nein, mir macht das nichts aus.... du bist echt noch nicht lange hier." Lächelte ich bloß den Boden entgegen, als sie geendet hatte und meine, dass es mich sicher nicht interessierte. "Engel werden dazu erzogen gefühllos zu sein... ich weiß, es klingt unvorstellbar und ich kann auch nicht wirklich glauben, dass ich einmal so werden kann... aber mein Mentor meinte, wir müssen so sein um funktionieren zu können." Ich sah hinauf dem blauen endlosch scheinenden Himmel entgegen blinzelnd. "Du darfst es ihm nicht verübeln. Er hat erst seit kurzem seine Ausbildung abgeschlossen und muss schon wieder hierher zurück. Da wäre ich auch frustriert." Wandte ich mich beim letzten Satz Midori zu und lächelte sie munter an.
Ich machte große Augen. "Dann wurdest du ja von zwei Erzengeln hierher geholt!" Stellte ich fast atemlos fest und grinste sie dann von der Seite aus an. "Da könnte man ja eifersüchtig werden." Als sie sich dann fertig mit der Welt hinlegte und ja doch so zuversichtlich auf ihr Training schien, musste ich einfach lachen. "Dann wünsche ich dir viel Spaß!" Und schob noch grinsend hinterher, "Das wird schon schief gehen."
"Hm... ja sowas ähnlich hab' ich auch schon überlegt..." nickte ich in Gedanken als Midori auf ihr Äußeres zu sprächen kam.
"Was m-meinen Mentor? Warum denn das?" War ich zuerst überrumpelt von ihrem Wunsch, dann aber grinste ich und kniff die Augen zusammen. "Okey, ich werd' ihn dir bei Gelegenheit vorstellen."




○ Luzifer ○

Dass Ophelia auch immer mehr Lust bekam war nicht nur daran zu erkannen, dass sie sich fortwährend auf die Lippen biss, um meine Berührungen zu ertragen, sondern auch daran dass sie aufstöhnte, dabei hatte ich nur mit meinen Fingerspitzen über ihre kleine Blüte gestreift und dass noch mit ihrer Kleidung. Mein Grinsen wuchs und ich fand Gefallen daran, ihr solche Gefühle zu geben. Mein Ziel war es, dass sie endlich los ließ, dass der Knoten platzte und die Schwarzhaarige endlich ihre Gedanken ausschaltete. Sie sollte intuitiv handeltn, ohne an die Konsequenzen zu denken. Wie es aussah schaffe ich es dann mit meinem fordernden Blick ihr Fass zum überlaufen zu bringen, denn übernahm sie nun die Führung, ging mit mir durch das großzügig eingerichtete Zimmer zum Bett und drückte mich auf dieses nieder. Ich folgte ihr, gab auch ihrem Druck nach und legte mich langsam auf den Rücken. Ich spielte einfach mal mit, mal sehen wohin das führen würde. Sie setzte sich breitbeinig auf meinen Schoß, auf meine ohnehin bereits gut durchbluteten Lenden und dann sah ich etwas in ihrem Antlitz aufleuchten, dass ich bis jz bloß bei unserem ersten Aufeinandertreffen flüchtig erhaschen konnte. Ich sagte doch, dass in ihr etwas steckte und das schien ich erweckt zu haben. Auf ihr freches Grinsen antwortete ich mit spiegelnder Mimik und ließ ihre sarkastische Bemerkung über einen Hochzeitsantrag passieren. Dann aber lehnte sie sich zu mir hervor und klang mit ihrer Stimme ungemein reizvoll, dass ich sie hier und jetzt nehmen wollte. Daraufhin ließ ich ein charmantes Lächeln à la Cavalier auf meinen Lippen erscheinen und kreuzte meine Arme hinter den Kopf während ich ihr antwortete. "Na dann leg mal los, Liebes." Es war wie ein Startschuss den ich ihr erteilt hatte, denn biss sie mir ins Ohrläppchen, begann daraufhin meinen Hals bis zu meinem Bauch hinunter zu liebkosen und wieder hinauf. Vor meinem Gesicht hielt sie inne und ich musterte sie aus leicht verengten Augen, da ich wissen wollte was sie nun vor hatte, aber eh ich darauf gefasst war presste sie ihre weichen Lippen auf meine und öffnete ihren Mund um mich in einen wilden Zungenkuss zu verwickeln in dem ich kräftig mitwirkte. Zu allem Überfluss begann sie dann schließlich auch noch ihr Becken vor und zurück zu schieben, woraufhin ich die Hände hinter meinem Kopf hervor holte, Ophelia so enger an mich zog und mit ihnen über ihren Rücken auf und ab fuhr, bis zu ihrem Nacken hoch. Nach der dritten Runde knöpfte ich ihr Oberteil auf, ohne die feurige Verbindung unserer Lippen zu unterbrechen. Wenn sie keuchte war es wie betörende Musik in meinen Ohren und es gab mie die Sicherheit mir im Gewissen zu sein, dass sie ebenso geil im Moment war wie ich. Ich löste mich von ihrem Kuss, als ich ein letztes Mal an ihrer Unterlippe knabberte, ehe ich ihr das Oberteil über den Kopf zog und es irgendwo auf dem Boden landete. Wie gebannt sah ich auf den elegant geschwungenen weiblichen Körper vor mir und fuhr mit meinen flachen Händen von ihrem Hals aus über ihre Schlüsselbeine und Brüste zu ihrem flachen Bauch. Ich sah auf in golden leuchtende Augen und spürte wie sich mein eigener Brustkorb vor Erregung und der Leidenschaft die in dem vorherigen Zungenkuss gesteckt hatte sich heftig hebte und senkte. Aus meinem Blick war jegliches Grinsen verschwunden. "Ophelia..." raunte ich mit tiefer Stimme und umfasste ihre Seiten. "...Ophelia..." wiederholte ich und überlegte über diesen Namen. Sie konnte niemand aus einer hoch gestellten Familie sein, diese Engelnamen endeten mit '-el', oder '-ella'. Vielleicht hatte Vater sie deshalb hier hinunter gelassen? Mir sollte es nur recht sein, denn das Engelchen bereitete mir in jeglicher Hinsicht Freude, wie man sehen konnte. Sie war besser als jeder andere noch so reine Engel. Ich nahm ihren Kiefer in die eine Hand und führte sie so zu mir hinunter, wo ich sie bereits mit heißem Atem empfing und mit meiner Zunge in ihren Mund eindrang. Mir kam da noch eine andere Stelle in den Sinn, wo ich in ihr eindringen wollte. Das Grinsen war wieder da, dieses mal fast schon spitzbübisch in den Kuss hinein. Da schwang ich mich ohne vorherige Andeutungen oder Zeichen auf sie. Nun war ich es der oben lag, zwischen Ophelias Beinen. Und ich fiel regelrecht über sie her.

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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Di Aug 11, 2015 7:58 pm

Midori

Ich sah Curio wieder in die Augen, als er sich bei mir entschuldigte. Scheinbar wegen meiner Mutter. „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen“, sagte ich und lächelte dann ein wenig. „Ich hätte es früher oder später eh erfahren, dass die Frauen es überleben und es ist besser, wenn ich dich frage, anstatt Camael. Der würde mich eh wieder als Idiotin abstempeln, so ersparst du mir eine Menge Ärger. Also danke“, sagte ich und lachte dann ein wenig. Je weniger ich mit Camael reden musste, desto besser, dies galt besonders für Fragen die ich hatte. Ich erinnerte mich noch gut, wie ich ihn heute Morgen mit meinen ganzen Fragen gelöchert hatte. Es schien ihn ziemlich genervt zu haben, doch konnte er es doch relativ gut verstecken. Aber nicht gut genug für jemanden, der so viele Fassetten an Gefühlen wie ich bot.
Ich wollte Curio eigentlich gerade mein Beileid aussprechen, als er auf seine Mutter und seine Großeltern zu sprechen kam, da winselte er schon ein kleinlautes 'Warum?' Verwirrt legte ich meinen Kopf etwas schief und sah Curio fragend an. Was war denn plötzlich mit Curio los? Hatte ich etwas falsches gesagt? Hmm... Plötzlich begann es in meinem Gehirn zu rattern und ich hätte mir am liebsten mit der flachen Hand gegen die Stirn geklatscht. Wie dumm konnte ich eigentlich sein?! Eben hatte Curio noch von Camael gesprochen, als wäre er Gott höchstpersönlich und ich haute dann einfach achtlos raus, dass ich ihn nicht ausstehen konnte. Ohje... Da waren wieder die berühmten Fettnäpfchen, in welche ich scheinbar durchgehend mit Anlauf zu springen schien. Genau wie jetzt auch.
„Sorry, tut mir leid, ich wollte nicht schlecht von deinem Vorbild reden. Nur... haben Camael und ich zwei völlig verschiedene Charaktere. Stress ist da vorprogrammiert, auch wenn ich mir Mühe gebe, diesen zu umgehen“, sagte ich und seufzte dann einmal leise. Ich hatte keine Ahnung wie lange das tägliche Training ging, wie lange ich Camael ertragen musste und wie lange wir aufeinander hocken mussten, bis wir wieder getrennte Wege gehen könnte. Aber das interessanteste von allen war, wie lange ich wohl für die Ausbildung brauchen würde. Danach konnten er und ich ja scheinbar getrennte Wege gehen.
Erneut seufzte ich und winkelte dann langsam meine Beine an, ehe ich sie mit meinen Armen umschlang und meinen Kopf auf meine Knie legte. „Aus manchen Leuten werde ich einfach nicht schlau“, murmelte ich leise. „Camael ist sicherlich kein schlechter Engel... Im Gegenteil, ich sollte glücklich sein, einen Lehrer wie ihn zu haben. Er kann mir sicherlich eine Menge beibringen und wird eine Menge Erfahrung haben, alleine schon wegen seinem Alter und seinem Rang als Seraphim... doch irgendwie...“ Ich sah etwas beschämt beiseite und machte mich etwas kleiner. „Habe ich das Gefühl, im Moment eher einen Freund als einen Lehrer zu brauchen. Jemanden mit dem ich reden kann, der mir zuhört und falls nötig auch tröstet. Das ist vielleicht ein egoistischer Wunsch und wahrscheinlich auch viel zu viel verlangt, aber im Moment ist es mein einziger Wunsch, so jemanden zu haben“, gestand ich leise und sah dann beiseite. „Camael würde niemals ein solcher jemand sein. Nicht mit dem Bild, dass ich momentan von ihm habe...“, sagte ich, zuckte dann aber plötzlich zusammen, da ich einen Schatten sah. Der Position nach, war diese Person direkt hinter mir. Ich schluckte leer und drehte mich dann langsam nach hinten um. 'Bitte lass es nicht Camael sein! Bitte lass es nicht Camael sein! BITTE LASS ES NICHT CAMAEL SEIN!', flehte ich in Gedanken.


Ophelia

Ich musste mich hin und wieder mal wegen Luftmangels von Luzifers Lippen trennen, auch wenn ich es kaum abwarten konnte, ihn wieder zu küssen. Da sich mein Verstand schon lange verabschiedet hatte, konzentrierte ich mich eher darauf, dass geschehene zu genießen. Das schien mir momentan die beste Lösung, oder es war einfach die einzige, die ich akzeptieren wollte, weil sie mir schmackhafter als die anderen erschien. Ich wollte nicht nachdenken, was passieren könnte und wie es danach weiter gehen würde. Das einzige woran ich jetzt dachte, war meinem Verlangen nachzugeben. Mehr wollte ich gar nicht.
Als Luzifer begann mir mein Oberteil aufzuknöpfen, ließ ich dies bereitwillig zu und half ihm sogar ein wenig dabei, es mir abzustreifen, küsste ihn danach aber wieder gierig und presste mich wieder dichter an Luzifer heran. Doch lange behielt ich nicht mehr die Oberhand, da er uns plötzlich drehte und mit einem mal über mir kniete. Noch bevor ich etwas sagen konnte, fiel Luzifer regelrecht über mich her. Stören tat es mich jedoch nicht. Ganz im Gegenteil, ich ging auf alles ein, was er mit mir tat und genoss es sogar.
Ich schlang meine Beine um Luzifers Becken und schlang meine Arme um seinen Nacken, ehe ich ihn dichter an mich heranzog und meinen Körper nur so gegen den seinen presste. Meine Hände wanderten zu seinem Rücken und ich war wirklich froh, dass er heute kein Oberteil anhatte. Also wanderten meine Hände zu seinem Hosenbund und öffneten seinen Knopf und den Reißverschluss, ehe ich sie ihm abstreifte und meine linke Hand schließlich zwischen seine Beine ging und dort einmal fest zu packte. Ich keuchte leise, als ich spürte, wie hart er dazwischen war. Lasziv grinsend sah ich Luzifer in die Augen, ehe ich mir einmal über die Lippen leckte und kurz darauf meine Lippen wieder auf die Seine legte und Luzifer innig küsste.
Ich hatte keinen Plan wie es nun weiter gehen sollte. Ob ich Luzifer wirklich meine Unschuld schenken oder ihn weiter zappeln lassen sollte. Doch wenn ich ihn zappeln lassen würde, müsste auch ich noch warten und das war in diesem Augenblick unvorstellbar für mich. Ich wollte ihn. Ich wollte ihn so sehr...!
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Lioness



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Fr Aug 28, 2015 1:51 pm

◇ Mercutio ◇

"Wieso sollte er das denn tun?" Fragte ich sie und verstand nicht warum Midori das alles mit Camael so negativ sah. Weshalb sollte er sie gleich als Idiotin abstempeln? Gut, laut Midori war er nicht so gefühlsbeladen wie wir mit unserem teils menschlichem Blut - da war es vorprogrammiert dass die Gemüter sich manchmal erhitzten - doch war selbst mein eigener Mentor nicht das was man aufgeschlossen nannte. Er war tolerant, ja. Er war im Grunde auch ganz nett, aber dafür musste man über die Distanzierung in seinem Blick hinweg sehen und das war einfach unmöglich. Obwohl Askael doch einen freundlichen ersten Eindruck auf mich gemacht hatte, war mir am zweiten Tag an dem ich mit ihm zusammen war aufgefallen, dass er sich doch immer darum bemüht hatte nicht all zu viele Emotionen aufkommen zu lassen. Es war... es war kühle Freundlichkeit. Schon beinahe aufgesetzt. Aber nur beinah.
Als sie sich dafür entschuldigte, dass sie über mein Idol her zog, war das allerdings kein Grund für sie damit aufzuhören. Denn versuchte sie zwar zu erklären, dass es qn den unterschiedlichen Charakteren beider lag, doch ich empfand dass sie trotzdem da etwas übertrieb. Dann hörte ich etwas dass mich noch aufmerksamer werden ließ als ich ohnehin bei unserem Gespräch bisher gewesen war. Sie brauchte keinen Freund, keinen Lehrer? Das klang für mich nach der Chance, die ich ergreifen musste!Ich lie eine Pause über uns ergehen, ehe ich nach einiger Zeit des Schweigens etwas nervös sagte. " Wenn... wenn du mal reden willst, ich bin ein relativ geselliger Mensch und kann immer 'ne gute Story vertragen." Grinste ich sie an. Jedoch kam sie daraufhin wieder auf Camael zurück. Mochte da meine Überzeugung aus mir sprechen, aber wie lang kannten sich schon? Und sollte sie sich so schnell ein Urteil über ihn bilden? Am Ende würde es sowieso nicht so schlimm werden wie sie glaubte. Zumindest war es aus meiner Erfahrung meist so gewesen. "Du kennst ihn doch bloß seit ein paar Stunden, verurteilst du ihn nicht zu schnell?" Fragte ich skeptisch. Doch kaum hatte ich zu Ende gesprochen, setzte eine andere Stimme an. "Lass das lieber nicht den Richtigen hören!" Klang eine mir bekannte Stimme. Ich blinzelte gen Sonne und erkannte die schwarze Silhouette Askaels, stand auf und lächelte breit. "Midori, das ist mein Mentor Askael. Askael, Midori. Sie ist quch ein Nephilim." Grinste ich und man konnte mir die Freude daran, dass jemand anderes der von der Erde kam hier war ansehen.
"Sehr erfreut." Nickte der Seraphim der Blonden höflich, aber mit einem Lächeln entgegen.

○ Camael ○

Türen aus Elfenbein und Klinken aus Weißgold. Geschwungene Gravierungen in das strahlend weiße Material kunstvoll hineingearbeitet, mit einem so preziesem Auge fürs Detail, dass es einen zu perfekten Anschein machte. Ich war der einzige in dem geschmackvoll eingerichteten und weitläufigen Warteraum. Das Gefühl bereits mehrere Stunden hier drinnen zu verweilen beschlich mich, doch war es ja bekanntlich so, dass die Zeit langsamer zu vergehen schien, wenn man auf etwas oder jemanden wartete. In aufrechter Haltung, die Hände sorgfältig auf die Beine gelegt und mit standfesten Beinen, saß ich auf der bepolsterten Bank und ließ den Blick durch das Zimmer schweifen, während ich meinen Gedanken nach ging. Mamorende Säulen. War es geplant, dass ich der Lehrmeister Midoris werden sollte? Mamorende Säulen die in Rumdbögen an der Decke übergingen. Warum wurde ich überhaupt nach so kurzer Zeit zu einem Mentor ernannt? Die Sockeln bestanden meist aus riesigen kugelförmigen Diamenten. Warum wurde gerade ich einem Nephilim zugeteilt? Daneben thronen Staturen der Großen Drei. Die Tür öffnete sich und eine in weiß gekleidete junge Dame trat zu mir ein. "Ihr Vater ist nun bereit Sie zu empfangen." Teilte sie mir mit und ich folgte ihr in den Raum meines Vaters. "Ihr Sohn ist nun hier." Sie verließ wieder den Raum. Ich war somit mit ihm allein. "Vater, ich bin gekommen um mit dir über meine Mentorenrolle zu reden." Erklärte ich warum ich her gekommen war. "Was gibt es da noch zu bereden? Alles was du wissen musst wurde bereits gesagt." "Deshalb bin ich nicht hier." Nach meinen Worten stand mein Vater auf und überragte selbst mich in meiner Größe. "Weshalb dann?" "Wie komme ich zu der Ehre, kurz nach meiner Ernennung zum Seraphim ein Mentor zu werden? Dazu noch der eines Nephilim." Schilderte ich sachlich meine Unstimmigkeiten. "Nun," Vater ging um seinen Tisch herum, auf mich zu. "Wie du sicherlich weißt, sind viele von deinem ausgezeichneten Abschluss angetan. Sie sind regelrecht von dir begeistert." Er sagte zwar diese Worte, doch schaffte er es hinter dieser objektiven Maske etwas abwertendes hervorzubringen. "Es ist an der Zeit für dich. Außerdem du weißt dass Nephilim schwieriger zu unterrichten sind. Wer wäre da besser geeignet als mein eigener Sohn?" Ein leichtes Schimmern eines Lächelns hatte sich doch tatsächlich auf seinem Gesicht verirrt. Ich hatte mit dieser Geste nicht gerechnet, doch ließ mir nichts anmerken. "Dann werde ich nicht meines Amts behoben werden können?" Der so ungewöhnliche Ausdruck in seinen Augen die ich nur seltend so sanft gesehen hatte verschwand mit meinen Worten und wurden hart. "Nein." Klang es bestimmend. Ich sah zu Boden, um ihn meinen Respekt entgegen zu bringen. "Dann entschuldigt Vater, dass ich euch gestört habe." Verabschiedete ich mich und verließ das Ratsgebäude.
In der Ausbildungsstätte angelangt mahcte ich mir Gedanken über den morgigen Unterricht, wie ich ihr am besten die Grundlagen beibringen, mit was ich anfangen würde. Als ich nach einiger Zeit zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis kam, beschloss ich im Gartengelände etwas spazieren zu gehen. Vielleicht würde das ja Abhilfe schaffen.
Als ich meines Weges ging, viel mir etwas Goldenes ins Auge. Meine blonde Schülerin befand sich ebenfalls hier mit Askael und wie es aussah einem weiteren Schüler. Ich stand so dass die beiden Schüler mit dem Rücken zu mir gewandt waren, allerdings konnte der Seraphim mich sehen und kaum hatte ich herüber geschaut, wurde mein Blick eben von diesem erwidert und er sah mich aufmunternd an her zu kommen.
Warum ich seiner Aufforderung folgte, das wusste ich nicht zu beantworten, doch als ich näher kam beugte sich Askael etwas zu den beiden Schülern und sprach etwas zu ihnen. Jedoch lag es außerhalb meiner Hörweite. Angekommen stellte ich mich hinter meine Schülerin und den schwarzhaarigen Jungen. "So sieht man sich wieder." "Ich grüße auch dich, Askael." Entgegnete ich objektiv auf die direkten Worte des Brünetten. "Ich hörte dass deine Schülerin ebenfalls irdischen Blutes ist." Erkundigte er sich freundlich gestimmt. Ich nickte. Askael hatte seine Hände auf die Hüfte gelegt und lächelte sacht.
Es dämmerte, die Sonne war bereits unter gegangen. "Komm, lassen wir die Jungen Leute allein, es gibt viel zu bereden, mein alter Freund." War Askael bereits einen Schritt weiter gegangen. Ich seufzte, gab mich geschlagen. "Wir sehen uns morgen." Verabschiedete ich mich von Midori und ging mit Askael. Hinter uns hörte ich wie sich der Junge voller Enthusiasmus äußerte, dabei hatte er eben kein Wort herausbekommen. Dann schien er sich zu verabschieden, den rest bekam ich nicht mehr mit, da der andere Mentor begann mit mir zu reden.


○ Luzifer ○

Sobald ich auf ihr lag, schlang Ophelia ihre grazielen Beine um mein Unterleib und rieb sich förmlich an meinen Körper, indem sie mich näher zu sich heran zog. Sie war gierig nach mir. Und mich gierte es nach ihr. Ihre Hände strichen über meinen Rücken und hinterließen Hitze auf meiner Haut. Es war mir gleich, ob sie die Narben fühlen konnte, die ich seit meinen Abstieg dort trug, wo einst meine alten Schwingen gelegen hatten. Es war mir gleich, da meine Gedanken und all meine Sinne nur auf eines fixiert waren: Ophelia.
Ihr schienen die zwei wulstigen Male auch nichts auszumachen, zumindest linderten sie nicht ihre Lust, denn drang ihre Hand nun in meine Hose und umfasste meine prachtvolle Männlichkeit. Ihr Reaktion darauf ließ mich siegerisch grinsen und bereits darauf trafen unsere Lippen aufeinander. Sie machte mich nur noch geiler und ich konnte es kaum noch erwarten. Ich drang erneut mit der Zunge in ihr ein und schenkte dem Kuss somit leidenschaftliches Feuer. Ich spürte ihren warmen Körper, ihre weiche Haut und ihren heißen Atem der mit meinem verschmolz. Ich zog ihr nach und ließ meine Hand zwischen ihre Beine gleiten. Doch statt dort sie zu liebkosen, zog ich ihr auch noch die letzten Reste ihrer Kleidung, sprich ihre Unterwäsche, aus. Sacht strich ich ihr das Unterteil das Becken, während meine Zunge sich von ihrer löste und ihr den Hals herunter fuhr.
Kaum abwartend war ich kurz davor uns völlig vereinen zu lassen, ihr das Gefühl zu geben wie sich es anfühlte mich in ihr zu spüren, da hämmerte es an der Tür. Ich ging zwar nicht wie geplant weiter vor, konnte aber nicht aufhören ihren flachen Bauch zu küssen. Es klopfte abermals und als ich wieder nicht darauf reagierte, öffnete sich die Tür. "H-Herr," der Dämon klang als wäre es ihm peinlich zu sprechen, "wir haben einen Raben erhalten mit Nachricht von Lilith." Ich ließ darauf hin von Ophelia ab, rollte mich neben sie auf die Seite und stützte meinen Kopf auf der Hand ab. "Ist es von solch bedeutender Wichtigkeit, dass du mich in meinen Beschaftigungen stören musst?" Ließ ich genervt hören und strich mit der freien Hand über die Wange des Engelchen neben mir. "Es ist eine Eilmeldung, Herr... " "Nh..." genervt hievte ich mich auf und ließ den Dämon abziehen, indem ich ihm mit einer flüchtigen Handbewegung weg schickte.
Meine Hose über das Hinterteil ziehend, blickte ich zu der Schwarzhaarigen auf meinem Bett. "Die Pflicht ruft, Liebes." Seufzte ich und zog mit einem charmanten Lächeln die Schultern hoch, als hätte sie mich gefragt was das sollte. Doch bevor ich hinaus ging, schritt ich zu ihr, legte meine Hand auf ihre Hüfte und beugte mich zu ihr herunter ehe ich ihr noch einen letzten Zungenkuss gab, der zwar nur von kurzer Dauer aber dafür erfüllt von leidenschaftlichem Feuer war.
Dann trat ich hinaus.

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Fr Aug 28, 2015 7:18 pm

Midori

Ich konnte gar nicht in Worte beschreiben, wie unsagbar erleichtert ich war, dass nicht Camael sondern ein anderer Engel hinter uns stand und scheinbar Curios und mein Gespräch ein wenig belauscht hatte. Dem Engel, dem ich meinen halben Herzinfarkt zu verdanken hatte, stellte sich als Askael heraus -der Lehrer von Curio. Schnell stand ich auf und lächelte dann etwas. „Ebenfalls“, sagte ich, als Askael meinte, er sei erfreut. Curio hatte zwar gemeint, dass er mir seinen Mentor bei
Gelegenheit vorstellen würde, aber ich hätte niemals damit gerechnet, dass es dann doch so schnell passieren würde.
Wir unterhielten uns etwas, doch da erhob plötzlich Askael seinen Kopf und schien auf etwas zu blicken, dass hinter uns lag. Etwas verwundert drehte ich mich um und war ein wenig verwirrt, als ich Camael dort sehen sah. Aber noch verwirrter war ich, als eben dieser seufzte. Die erste Gefühlsregung des Tages! -Mal abgesehen mit dem kleinen Ausraster, als man ihm sagte, er solle mich unterrichten. Dann wanderte mein Blick aber zu Curio, welcher kein Wort raus brachte, weswegen mir ein kleines Kichern entfloh. Irgendwie sah Curio ja doch ganz süß aus, wenn es ihm die Sprache verschlug und man glaubte, dass er jeden Moment Sternchen- oder Herzchen Augen bekommen würde.
Askael ging an uns vorbei und ich machte ihm Platz, ehe mein Blick noch ein letztes mal auf Camael fiel. „Wir sehen uns Morgen“, sagte er und ich nickte bloß stumm, ehe ich den beiden Engeln nachsah. Dann wandte ich meinen Blick aber wieder zu Curio, welcher sich ebenfalls von mir verabschiedete. „Vielleicht bis Morgen“, sagte ich und lächelte ihn etwas an. Als dann aber auch er ging, blieb ich noch ein wenig auf dem Fleck stehen, auf welchem ich mich gerade befand und sah hinauf in den Himmel. „Wie schön...“, murmelte ich leise, als ich die vielen Millionen Sterne am Nachthimmel sah. Auf der Erde hatte ich bis jetzt noch keinen Ort gesehen, welcher Nachts so viele Sterne am Himmel zeigte. Der Anblick war irgendwie... überwältigend und ein wenig majestätisch.
Ein kleines Lächeln legte sich auf meine Lippen, doch dann schüttelte ich meinen Kopf und trat den Rückweg zum Mädchenwohnheim an. Als ich dort ankam, ging ich direkt in mein Zimmer und zog mich aus, ehe ich zum Kleiderschrank ging und eine kurze graue Jogginghose und ein weißes Top heraus kramte. Beides zog ich mir über, ging dann aber zu meinem Bett und ließ mich dort hinein fallen, ehe ich wohlig seufzte. Dann setzte ich mich aber auf und krabbelte bis an den Kopfanfang des Bettes und setzte mich hin. Ich machte das Haargummi aus meinem Haar und legte es auf das Nachtschränkchen neben meinem Bett. Ich hob die Decke an und kuschelte mich unter diese, ehe ich mich etwas auf die Seite drehte und das Foto auf dem Nachtschränkchen musterte. „Ihr fehlt mir so sehr“, sagte ich leise, schloss dann aber meine Augen und schlief schon kurz darauf ein.


Ophelia

Ich war mir etwas unsicher gewesen, als Luzifer mir auch noch meine Unterwäsche ausgezogen hatte. Ich war nie sonderlich zufrieden mit mir gewesen, weder was meine Leistungen anging, noch wegen meines Äußeres. Im Gegenteil. Ich hasste das, was ich im Spiegel ansehen musste. Es war anders und unrein. Es passte einfach nicht in dieses sogenannte 'Paradies' welches Vater erschaffen hatte. Ich stach aus der Masse wie ein bunter Pudel und es war mir unangenehm. Besonders die Blicke, die mir die Leute zu warfen waren für mich abstoßend. Ich hatte mich zwar mittlerweile dran gewöhnt anders als die anderen zu sein, aber die Zeiten, in denen ich es nicht akzeptieren konnte, hatten so ihre Narben auf mir hinterlassen.
Ich raufte Luzifer immer mal wieder durch die Haare und erwiderte jeden einzelnen seiner Küsse, freute mich sogar auf das, was noch kommen sollte, doch wurden wir 'leider' zuvor gestört und ein Dämon berichtete Luzifer, dass er eine dringende Botschaft von einer Frau Namens Lillith bekommen hatte. Während der Dämon im Zimmer war, hatte ich versucht, meinen Körper so gut es ging zu bedecken und sah hin und wieder unsicher in Luzifers Augen, doch genoss ich es auch, als er mir über die Wange streichelte, da ich nicht damit gerechnet hätte, dass er in der Lage war, jemanden so sanft zu berühren.
Dann erhob sich Luzifer aber doch noch und zog sich wieder an, eigentlich wollte ich es ihm gleich tun, doch bevor ich mich überhaupt einen Zentimeter bewegen konnte, kam Luzifer wieder auf mich zu und küsste mich erneut. Etwas überrascht von seinem Handeln, zuckte ich kurz zusammen und war nicht mal in der Lage seinen Kuss zu erwidern. Doch dann verschwand er auch schon und ich selbst starrte gedankenverloren an die Decke oder eher an den 'Himmel' des Himmelbettes. Für einen kurzen Augenblick schloss ich meine Augen und dachte nach. „Was hab ich hier eigentlich gerade getan?“, fragte ich leise in die Stille hinein, schüttelte dann aber meinen Kopf und erhob mich von dem großen Bett, ehe ich meine Klamotten zusammen suchte und mich anzog. Ich wollte hier noch weg sein, bevor Luzifer wiederkam.
Als ich wieder angezogen war, verließ ich das Zimmer und machte mich nach dem Zimmer auf die Suche, in dem ich eigentlich 'untergekommen' war. Nachdem ich mich einmal verlaufen hatte, fand ich es aber dennoch und öffnete vorsichtig die Tür. Doch anders als erwartet war ich nicht alleine, sondern der Kerl von eben stand im Zimmer. Sofort wich ich ein paar Schritte zurück und sah ihn giftig an. Wehe der würde mich noch mal in den Keller verschleppen!
„Da bist du ja endlich. Ich war so frei und habe dir ein paar Kleidungsstücke hingelegt, damit du was ordentliches zum Anziehen hast, wenn du Luzifer das nächste mal begegnest“, sagte er kalt und drängte sich dann einfach an mir vorbei und knallte die Tür zu. Etwas verdutzt sah ich dem Typ nach, schüttelte dann aber meinen Kopf und ging auf das Bett zu, wo die Sachen lagen. Ich beäugte die Stücke etwas und stellte fest, dass besonders die Kleider wunderschön waren. Einige von den Teilen sahen jedoch ziemlich gewagt aus und ich war mir nicht sicher, ob ich eines dieser Stücke so schnell am Körper tragen würde. Aber es war immer noch besser, als immer die gleichen Sachen zu tragen. Außerdem hatte ich hier schon so einige leicht bekleidete Damen gesehen, weswegen es hier wohl schon gang und gebe zu sein schien.
Ich entschied mich dafür nicht länger darüber nachzudenken und schnappte mir kurzerhand ein dunkel lila, langes Schlafkleid und verschwand dann im angrenzenden Badezimmer, wo ich erst mal duschen ging und irgendwie versuchte, Luzifers Berührungen und Küsse von mir 'abzuwaschen'. Vergebens. Ich konnte die ganze Zeit nur an das denken, was wir in seinem Zimmer beinahe getan hätten, was mir die Röte ins Gesicht schießen ließ. Ich schluckte leer und duschte mich noch schnell fertig, ehe ich aus der Dusche kam und mich abtrocknete. Dann zog ich mir das Schlafkleid an und ging zurück ins Zimmer. Ich entschied mich dafür, keine Zöpfe mehr in meine Haare zu machen, wie ich es sonst die ganze Zeit hatte, weswegen ich mich direkt ins Bett legen konnte und dort schon müde meine Augen schloss. Es dauerte auch nicht mehr lange und ich schlief ganz ein.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Fr Aug 28, 2015 9:24 pm

○ Camael ○

Askael war mit mir in ein ansehnliches Wirtshaus gegangen und hatte mich auf ein Glas Weißwein eingeladen. Wir kannten uns noch aus unserer Schülerzeit, er war ein paar Jahrhunderte älter als ich, dennoch sah man ihm das nicht wirklich an und die Frauenwelt schien es nicht zu kehren, immerhin war er einer der begehrtesten Junggesellen im ganzen Himmelreich. Als unsere Getränke serviert wurden, griff der brünette Engel elegant um den Hals des Glases und schwank den Wein darin erst mit einer leichten Handbewegung ehe er einen Schluck zu sich nahm. "Welch ein Zufall, dass unsere beider Schüler Nephilim sind, habe ich nicht recht?" War ein sanfter und kameratschaftlicher Ausdruck unter der kühlen Maske am aufkeimen. "Ja, welch ein Zufall." Griff ich nach meinem Glas und wieder holte seine Worte, wobei ich versuchte den Sarkasmus in meiner Stimme so gut es ging zu unterdrücken. Ich glaubte nicht daran, dass es zufällig geschehen war, zumindest was meine Schülerin anging. Vater hatte explizit mich für diese eine Nephilim ausgesucht, nur das warum konnte ich nicht bestimmen. Aber lag es nicht in meiner Autorität dies zu hinterfragen. Es war so gekommen und ich hatte es zu akzeptieren. Nun mussten wir alle spuren, damit wir in Gottes Plan passten.
"Sag, wie steht es bei dir mit einer Gefährtin?" Fragte mein Kamerad aus alten Tagen, als wir bereits etwas getrunken hatten und der Abend spät war. Ich atmete tief ein und lehnte mich zurück. " Ich schätze anders als bei dir." Antwortete ich mit leicht hochgezogenen Augenbrauen. Er lachte. "Dir fallen die Blicke der Damenschaft gar nicht auf? Du bist begehrt." Er lehnte sich nach vorne. "Sieh mal, wir sind in unseren besten Jahren... außerdem musst du doch auch..." er fing an zu grinsen und sah bedeutend zu zwei weiblichen Engeln die in unserer Nähe saßen. Ich hätte die Augen verdreht, doch schien mir das zu dick aufgetragen, also sah ich nur bedeckt zur anderen Seite. "Komm es ist spät, wir sollten gehen." Wich ich seiner Frage aus. Wir verließen die Gastronomie und traten den Weg zum Institut an. "Du hast meine Frage noch nicht beantwortet." Ließ Askael nach einiger Zeit von sich hören. "Nein. Bis jetzt kam ich auch gut ohne eine Gefährtin in meinem Leben aus, da werde ich es in Zukunft auch schaffen." "Sehnst du dich denn nie nach jemanden den du in den Armen halten kannst? Sicher, wir haben unsere Familien, wir lieben sie, doch ist es eine andere Art der Liebe." Sagte er den Blick wieder zu mir richtend und wenn ich ihn mir so ansah, wirkte er schon beinahe einsam auf mich, so wie er darüber redete. "Mag sein, aber meine Zeit ist noch nicht gekommen. Wie sieht es bei dir aus?" Fragte ich nicht nur aus Höflichkeit, denn es interessierte mich nun zunehmend wie es bei ihm aussah. "Du weißt ich hatte einige Bekanntschaften, aber es war nie die Richtige dabei." Er zuckte mit den Schultern und setzte wieder das Engel-typische emotionslose Gesicht auf. Wir waren im Mentorenflügel angekommen. Ich legte ihm die Hand auf seine Schulter. "Mag sein, dass deine Zeit auch noch nicht gekommen ist." Versuchte ich ihn aufzumuntern und konnte ihm soagr ein halbherziges aber dankendes Lächeln abgewinnen. Dann gingen wir getrennte Wege, in unsere Zimmer.
Ich erwachte vor dem Sonnenaufgang, duschte, zog mich um, kemmte mein Haar. Dann ging ich zum Zimmer der Nephilim... Midori. Pünktlich bei Sonnenaufgang klopfte ich drei mal und wartete dann.



○ Luzifer ○

Ich trat in den Vorsaal ein, dort wurde mir der Rabe mit dessen Botschaft überreicht. Ich nahm das Papier mit den geschwungenden Schriftzeichen darauf. Ich las die Aufschrift und zerknüllte den Zettel in der Hand. Grummelnd schmiss ich es auf das Silbertablett auf dem es mir gebracht worden war. "Als ob ich das nicht schon wüsste." Sagte ich ärgerlich zu mir selbst und klang eher, als würde ich zu der Verfasserin des Briefes reden als zu irgendjemanden sonst. Ich erblickte den Dämon der mich bei meiner Zweisamkeit mit Ophelia gestört hatte und fuhr ihn unverwand an. "Dafür hast du mich gestört?!" Der Dämon zuckte zurück da ich so aufbrausend auf ihn zu stürmte und packte ihm am Hals. "Ich sollte dir das Genick brechen und dich dann wieder holen nur um dir nochmals das Genick brechen zu können." Knurrte ich zwischen zusammen gebissenen Zähnen. Hätte der Dämon nicht warten können bis ich das Engelchen beglückt hatte? Nun staute sich all meine Erwartungen und Vorfreude, all meine Gier und Lust nach ihr an, wollte rausgelassen werden, doch würde das Himmelsgeschöpf sicherlich nicht auf meine Rückkehr in meine Gemächer warten. Mit einem verächtlichen Blick warf ich den Dämon zu Boden und ließ ihn dort. Gutes Personal war nunmal schwer zu finden und nicht jeder konnte ein Volltreffer sein wie Azul mit seiner herausragenden Leistungen. Mich von dem Dämon abwendend, ging ich in den langen Flur. "Werft ihn aus dem Schloss und wehe euch es wird wieder ein solch inkompetenter Bastard als Briefmeister ernannt!" Fauchte ich den nächsten Besten in meiner Nähe an.
Mit strammen Schritten war ich zurück in meinen Raum gekehrt. Wie erwartet war keine Ophelia anzutreffen. Selbst wenn ich es im stillen gehofft hatte. Dann hätten wir das zu ende bringen können womit wir angefangen hatten. Doch spürte ich die Müdigkeit in meine Knochen und Augenlider kriechen. Nach dem Hoch folgte bekanntlich schnell das Tief. So legte ich mich mit dem Rücken auf mein Bett und schloss die Augen. Ich stellte mir vor, wie Ophelia noch vorhin erst unter mir gelegen hatte, die Beine gespreizt, die blasse Haut entblößt. Alles perfekt. Ich sah ihr Gesicht vor mir, ihre goldenen Augen umramt von schwarzen dichten Wimpern. Ich hatte es auf sie abgesehen. Sie würde vor meiner Lust nicht mehr lange in Sicherheit sein. Nicht immer ließ ich ein solch heißes Vorspiel meine Geilheit aufputschen, auch wenn es die Sache um so interessanter und schöner machte. Manchmal überkam mich die Lust einfach so und ich konnte mich dann nicht mehr im Zaun halten. Anders als eben.

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Aug 29, 2015 12:27 am

Midori

Anders als sonst hatte ich dieses mal einen ruhigen Schlaf. Ich hatte angenehme und schöne Träume, umso trauriger war ich, dass ich so früh schon aufwachte. Zuerst wusste ich gar nicht, wo ich war, bis ich mich daran zurück erinnerte, dass mich Camael und Uriel ja in den Himmel gebracht hatten und ich nun in einem Art Internat für Seraphime war. Und dabei hatte ich gehofft, dass das ganze nur ein Traum war... Das wäre wohl zu schön gewesen um wahr zu sein. Aber naja, ich würde einfach das Beste drauß machen und heute beim Training würde ich Camael davon überzeugen, dass er mit seiner Einschätzung falsch lag und ich sehr wohl zu etwas zu gebrauchen war. Ich würde hart an mir arbeiten und jeden Tag mein Bestes geben! Ich wollte jedem zeigen, dass Nephilim mindestens genauso viel wert wie richtige Engel waren!
Noch bevor die Sonne aufging, war ich bereits aufgestanden und ging in das angrenzende Badezimmer, wo ich mich erst mal duschte und frisch machte. Das kühle Wasser auf meiner Haut weckte mich ein wenig mehr auf und ich seufzte einmal zufrieden, doch weil ich nicht wusste, wie viel zeit mir noch blieb, entschied ich mich dazu, mich zu beeilen und trat aus der Dusche, ehe ich mich abtrocknete und das Kleid anzog, welches Camael mir gestern noch besorgt hatte. Ich hatte es gestern noch nicht getragen, da ich mich für meine Schuluniform entschieden hatte, doch irgendwie musste ich mich hier oben ja anpassen, außerdem wollte ich Camael ja nicht irgendwie beleidigen, weil ich das Kleid nicht trug.
Ich nahm mir die Bürste auf dem Schminktisch und begann damit, meine Haare zu kämmen, doch dann klopfte es plötzlich an der Tür, zu welcher ich dann etwas verwundert sah. Es klopfte drei mal, ehe ich mich wieder fing und mit der Bürste in der Hand zu der Tür ging, welche ich kurz darauf öffnete. Vor mir stand niemand geringeres als Camael, welchen ich etwas verwirrt musterte. Warum war er denn hier?
„Gute Morgen. Was machst du hier? Ich dachte wir wollten uns vor dem Trainingsgebäude treffen“, meinte ich etwas verdutzt, schüttelte dann aber meinen Kopf. „Tut mir leid. Bin gleich fertig“, sagte ich und ließ die Tür offen, ehe ich die Bürste auf dem Schminktisch ablegte und dann kurz überlegte. Wo hatte ich es denn nur wieder hingelegt? Etwas nachdenklich sah ich mich im Raum um, erinnerte mich dann aber wieder an gestern Abend zurück und ging die zwei großen Stufen zu meinem Bett hinauf. Daneben war eines der Nachtschränkchen und dort drauf fand ich auch mein Haargummi, welches ich mir sogleich schnappte und meine langen, blonden Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen band, wobei jedoch wieder zwei Strähnen links und rechts raus hingen. Noch ein letztes mal wanderte mein Blick auf das Foto von dem Waisenhaus und deren Bewohner, ehe ich mich dazu durchringen konnte, zu Camael zurück zu gehen. „Okay, ich bin soweit. Machen wir zuerst Theorie oder Praxis?“, fragte ich meinen Mentor und sah dabei zu ihm hinauf, wobei ich meinen Kopf etwas in den Nacken legen musste, da er doch etwas größer war als ich selbst. Nicht unbedingt angenehm, diese Position, aber auch nicht wirklich etwas, wo ich sagte, dass ich das nie wieder machen wollte. Immerhin war das momentan mein kleinstes Problem.


Ophelia

Die Nacht verlief wie die meisten eher unruhig. Ich hatte Albträume, bildete mir Stimmen in meinem Kopf ein und hatte das Gefühl, von kalten, hasserfüllten Augen verfolgt zu werden. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass ich, als ich am nächsten Morgen alles andere als ausgeschlafen war.Ich war so müde, dass ich mich am liebsten direkt wieder hingelegt und geschlafen hätte, doch würde das nicht viel bringen, weshalb ich mich dafür entschied, aufzustehen und mich fertig zu machen.
Langsam robbte ich an die Bettkante des Bettes und ließ erst mal meine Füße etwas baumeln, ehe ich diese auf den Boden stellte und schließlich aufstand. Mein Blick wanderte durch das luxuriöse Zimmer und ich war am Überlegen, was ich jetzt tun konnte. Ich wollte nicht hier irgendwo in den Gängen umher wandern, dass wäre zu gefährlich, daher entschied ich mich dafür, aus Langeweile etwas hübsch zu machen. Ich ging zu dem Stapel mit den ganzen Klamotten und suchte mir ein schwarzes Kleid mit einem Stich von lila aus. Es wirkte auf den ersten Blick doch recht freizügig und ich war mir nicht ganz sicher, ob ich es wirklich anziehen sollte. Doch fand ich es wirklich schön und probierte es direkt an. Um den Hals musste ich mir eine Schleife binden, die das ganze Kleid oben hielt (es ist das Kleid auf dem Bild ihres Aussehens, aber ist das vorne geschlossen). Konnte ich das Kleid wirklich tragen? War es nicht doch ein wenig zu gewagt, gerade weil es am Bauch und am Rücken tiefe Einblicke zuließ. Dann erinnerte ich mich aber wieder an gestern und schluckte etwas. Luzifer hatte mich ja eh schon nackt gesehen, dagegen war ich jetzt zugeknöpft wie eine Nonne.
Ich entschied mich dafür, mir nicht länger den Kopf darüber zu zerbrechen, sondern setzte mich an den Schminktisch und begann meine Haare zu machen. Zuerst kämmte ich mir meine Haare, nahm dann aber ein paar Haarsträhnen und band sie zu einem Zopf. Das gleiche machte ich ein zweites mal, nur auf der anderen Seite und schon war ich fertig (sieht aus, wie auf dem Bild^^). Kurz starrte ich mein Spiegelbild an, seufzte dann aber etwas. Und jetzt war die Langeweile wieder zurück. Was sollte ich jetzt noch tun?
Ich sah in mein Spiegelbild und blickte in die goldenen Augen. Diesmal war keine Gefühlsregung in ihnen zu erkennen und ich selbst fühlte mich auch ziemlich fremd in meinem eigenen Körper. Wahrscheinlich musste ich mich erst an diesen Anblick gewöhnen. Aber das würde schon werden... Ich würde das schon irgendwie schaffen, denn etwas anderes blieb mir auch kaum übrig, als mich meiner Umgebung anzupassen.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Aug 29, 2015 11:42 am

○ Camael ○

Nach meiner Ankündigung an Midoris Tür, wartete ich noch eine höfliche Zeitspanne ehe ich abermals zum Klopfen ansetzte, vielleicht hatte sie mich nicht gehört, oder schlief sogar noch? Just in dem Moment in dem ich meine Hand erhob, um meine Fingerknöchel gegen das Holz erklingen zu lassen, öffnete sich die Tür und die kleine Blonde trat in den Türrahmen. Verwunderung war in ihrem Blick zu erkennen, was mich etwas die Brauen heben ließ. Daraufhin wünschte sie mir einen guten Morgen und fragte was ich hier mache, da unser vereinbarter Treffpunkt doch das Trainingsgebäude war. Wenn ich ehrlich war, hatte ich befürchtet, dass sie sich im Gebäudekomplex verlaufen könnte, hilflos herum irrte und es deshalb besser ist sie abzuholen, damit sie nochmals eine Chance hätte, um sich die Umgebung einzuprägen. Das sagte ich natürlich nicht. "'Guten Morgen'," wiederholte ich ihren Gruß der irdischen Ursprungs sein musste, da ich ihn hier oben noch nie zu Ohren bekommen hatte, ehe ich auf ihre Frage einging, "ja, das wollten wir. Wenn es dir unangenehm ist kann ich vorgehen und du kommst nach." Schlug ich vor, doch verschwand sie bereits wieder mit einer Entschuldigung ins Zimmer zurückkehrte, um etwas zu holen. Dann band sie ihr in der Morgensonne gold leuchtendes Haar zusammen und gab bescheid dass sie nun bereit zum gehen sei, bevor sie mir wieder eine ihrer vielen Fragen stellte. "Theorie. Es ist wichtig für dich die Geschichte unserer Vorfahren zu kennen. Aus ihr können wir lernen und alte Missstände begleichen. Komm." Während meiner Antwort hatte ich ihr unentwegt in die himmelsblauen Augen gesehen und mich erst beim losgehen abgewend. Während des Weges sprach ich nicht, da ich ihr Zeit geben Wollte sich alles in Ruhe nochmals einzuprägen.
Direkt gegenüber im Flur der Trainingshalle waren die Lehrräume zu finden. Ich öffnete eine Tür und ließ meiner Schülerin den Vortritt, dann folgte ich ihr in den Faum und schloss die Tür. Das Zimmer war wie zu erwarten war in hellen Farbtönen eingerichtet und mit einer hohen Decke versehen, gestützt von mamorenden Säulen, die das Gewicht der Bogendecke auffingen. In der Mitte des Raumes standen drei Lernbänke mit je einem Tisch nebeneinander im Halbkreis um ein Stehpodest. Ich deutete auf die Bänke, als Aufforderung dass sie sich setzte. Ich stellte mich hinter dem Puld der Wand zugedreht, die auf einem einzigen breiten Bücherregal gestand. "Was genau haben sie dir über den Himmel beigebracht?" Fragte ich und begann einige Grundlagenbücher heraus zu suchen. Oft mals waren Nephilim nicht sonderlich mit uns vertraut oder hatten ein komplett falsches Bild. So würde ich erstmal ihr vorhandenes Wissen überprüfen müssen um dann daran anzusetzen.




○ Luzifer ○

Ein weiterer Tag in der Hölle, ein weiterer verschwendeter Tag ohne meine Filia. Mit diesem Gedanken hatte ich den gesamten Morgen verbracht und er hing mir auch noch im Geiste, als es Mittag wurde. Während der Generalssitzung, bei welcher sich meine militärischen Befehlshaber wiedereinmal gegenseitig fast die Köpfe vom Leibe rissen, während der Besprechung mit meinen Beratern, wobei Lilith aufgrund ihrer Mission fehlte, und während ich nach Azul geschickt hatte hing mir dieser Gedanke fortwährend im Hinterkopf. Ich hatte mich seit ich das kleine Geschöpf in meinen Armen gehalten hatte nie wieder so vollkommen gefühlt. Stattdessen war ein gewaltiges Loch in mich gerissen worden, seit ich meine kleine Tochter weggeben musste. Und dieses Loch war unendlich tief und unendlich schmerzvoll. Damals hatte ich noch geglaubt, nichts sei schlimmer als von Vater in die Verbannung geschickt worden zu sein und dass er meine alten Flügel ausgerissen hatte. Doch seit ich meine Filia erblickte wusste ich, das alles war es wert. Seit ich meine Filia verlor wusste ich, die Qualen und Schmerzen die ich bis dahin durchleiden musste waren nichts, absolut gar nichts im Vergleich zu dem Leid dem ich nun tagtäglich ausgesetzt war. Mit dem klaffenden Loch in meinem Herzen das durch nichts anderes ausgefüllt werden konnte.
Das einzige was mir verbleib war die Erinnerung. Erinnerung und Ablenkung. Ich riss mich mit Gewalt von meiner Tochter los, da ich mir sicher war es nicht mebr lange ertragen zu können weiter darüber nachzudenken. Stattdessen kam mir in den sinn dass bereits morgen schon Lilith von ihrer gescheiterten Mission zurück kommen würde. Dann hätten wie alle wieder die egozentrische Adamsfrau wieder in unserer Mitte. Ich musste gestehen, dass obwohl sie einen wahnsinnig machen konnte, sie trotzdem die einzige war unter allen Dämonen die bereits schon so lange unter meinen Diensten lebte. Als ich bemerkte dass dieser Gedanke abgeschlossen war wechselte ich schnell zu Azul. Er war einer meiner Besten und ich wollte ihm mit einer für mich wichtigen Aufgabe vertraut machen.
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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Aug 29, 2015 1:05 pm

Midori

Ich sah zu Camael hinauf und nickte, als er meinte, dass wir heute erst mal an der Theorie arbeiten würden, da es wichtiger sei, die Geschichte unserer Vorfahren zu kennen. Es war zwar jetzt nicht unbedingt, das was ich machen wollte, da es mich doch stark an den Religionsunterricht auf der Erde erinnerte, doch vielleicht würde ich sogar ein paar Dinge erfahren, die mir für das Training nützlich sein könnten.
Camael lief los und ich blieb dicht hinter ihm. Ich war ihm ehrlich gesagt ziemlich dankbar, dass er sich so Zeit mit dem Laufen ließ, so konnte ich mir in aller Ruhe noch mal alles genau ansehen. Immerhin wollte ich nicht wieder auf Curios Hilfe angewiesen sein, nur weil ich mich verlaufen hatte. Er hatte immerhin auch besseres zu tun, als einem tollpatschigen Mädchen Tag für Tag den Weg zu zeigen. Er wurde schließlich auch zu einem Seraphim ausgebildet, weshalb er mit sich selbst genug beschäftigt war. Camael hatte mir ja schon gestern kurz nach Ankunft hier im Himmel erklärt, dass es für Nephilim eine seltene Ehre sei und das es in den ganzen Jahrtausenden es gerade mal fünf von ihnen zu einem Seraphim geschafft hatten -und wohl gemerkt waren drei von ihnen schon ausgelöscht worden, welch rosige Aussichten das doch wieder für Curio und mich waren! Egal, es würde schon klappen.
Camael und ich liefen durch das riesige Gebäude, ehe wir vor einem Raum stehen blieben. Mein Mentor öffnete die Tür und ließ mir den Vortritt, wofür ich mich flüchtig bei ihm bedankte, beachtete ihn dann aber nicht weiter, sondern sah mich etwas in dem Raum um. Kurz darauf deutete mein Mentor mich mit einer Handbewegung zu setzen, was ich dann auch tat, jedoch schweifte mein Blick dabei weiter durch die Gegend. Doch kurz darauf ergriff Camael das Wort und fragte mich, wie viel ich über den Himmel denn wissen würde. Ich grübelte etwas und dachte nach. 'Hätte ich doch nur besser im Religionsunterricht aufgepasst!' dachte ich mir und kramte in meinem Hirn, nach brauchbares rum.
Ich seufzte etwas. „Ehrlich gesagt hab ich kaum eine Ahnung. Auf der Erde gibt es die Bibel, an der ich als Christ glauben sollte... Diese wird in das alte Testament und in das neue Testament aufgeteilt. Im alten Testament stehen die Dinge, die vor der Erschaffung der Menschen, vor Jesus geschehen sein sollten. Allerdings wird darüber kaum im Religionsunterricht gesprochen. Daher ich weiß ich gerade mal das im Himmel das Paradies liegt und das es hier sogenannte Erzengel gibt, die sich von den anderen abheben. Achja und dann wurde uns noch etwas von einem Luzifer erzählt, der bei uns auch 'Satan' genannt wird. Er hat sich gegen Gott und die Engel gestellt, hat einen Krieg angezettelt und wurde daraufhin mit einigen anderen Engeln, die zu ihm gestanden haben in die Hölle verbannt. Das war's eigentlich schon... Mehr fällt mir momentan nicht ein“, sagte ich leicht nachdenklich. Im Grunde war es wirklich nicht viel, was ich wusste, doch hatte ich mich damals mehr auf den Sportunterricht konzentriert. Wenn ich die Aufnahmeprüfungen in Sport schaffen würde, hätte ich auf eine hoch angesehen Schule gehen und dort meinen Abschluss machen können. Tja... meinen Platz wird sich jetzt wohl jemand anderes krallen. Menno! So viel Arbeit für Nichts, dass war doch nicht fair!


Azul

Ich war bereits seit den frühen Morgenstunden wach und hatte mich, nachdem ich mich fertig gemacht hatte, wieder im Kerker des Schlosses eingefunden, um mich ein wenig zu amüsieren. Ich musste mir selbst eingestehen, dass ich wohl einen besseren Dämon als Engel abgab. Doch das sollte mir nur recht sein, immerhin würde ich mein ganzes Dasein nun als solch einer verbringen und wenn man auf Blut und Schmerzen stand, dann waren dies sicherlich nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um ein guter Dämon zu sein.
Ich schritt durch die dunklen und kahlen Gänge des Gefängnis und man hörte schon von weitem die Verzweiflung der Gefangenen hier unten. Dies hier war mit Sicherheit der grausamste Ort zwischen Himmel und Hölle und es war mir eine wahre Freude, dass ausgerechnet ich, freien Zutritt hier hatte und je nach Lust und Laune mir einen der Gefangenen aussuchen und ihn foltern konnte. Über die Jahrhunderte, die ich hier schon verbracht habe, sind mir sogar schon ein paar nützliche Techniken eingefallen, um das Leben der Leute hier, so schlecht wie möglich zu gestalten. Ich genoss es, ihre Schreie zu hören, erquickte mich an dem Anblick der vielen Wunden auf Körper und Seele und ergötzte mich an der Verzweiflung, die hier unten herrschte. Es gab keinen Ort, an dem ich lieber war, als hier.
Ich blieb vor einer einzelnen Zelle stehen und öffnete diese, ehe ich hineintrat und die schwere Stahltür hinter mir wieder schloss. Ein finsteres Grinsen formte sich auf meinen Lippen und in meinen Augen bildete sich der reinste Wahnsinn, ehe ich mit dem Gefangenen anfing 'zu spielen'.

Die Zeit verflog wie im Nu und ehe ich mich versah, hatten wir es schon wieder Mittag, doch das sollte mich nicht weiter stören, ich hatte ja noch etwas Zeit zum Spielen -dachte ich zu mindestens. Denn gerade als ich mich einem neuen Opfer zu wenden wollte, kamen Luzifers Handlanger und sagten mir, er wollte mich sehen, da er einen Auftrag für mich habe. „Schade, dabei hat es gerade so viel Spaß gemacht~“, seufzte ich theatralisch, grinste zum Schluss aber etwas. „Dann werde ich mich dir halt heute Abend noch zuwenden“, sagte ich diabolisch und ließ von meinem neuen Opfer ab, ehe ich den Wachen folgte, welche mich direkt zu Luzifer brachten. Hoffentlich hatte er ein neues Opfer!
Bei Luzifer angekommen, ließen die Wachen uns alleine und verbeugten sich, ehe sie verschwanden. Auch ich verbeugte mich einmal, ehe in seine Augen sah. „Ich würde mich freuen, wenn du mir sagen würdest, dass ich ein neues Spielzeug habe. Die Lappen da unten machens nicht mehr lang und es macht auch keinen Spaß ihre gebrochenen Seelen zu foltern, ich hätte mal wieder Lust auf eine Herausforderung“, meinte ich, verschränkte dann aber meine Blut getränkten Finger hinter meinem Kopf verschränkte. „Aber ich schätze mal, dass mir auch dieses Glück verwehrt bleibt?“, stellte ich meine Frage.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Aug 29, 2015 10:08 pm

○ Camael ○

Entgegen meinen Erwartungen wusste Midori doch ein paar Dinge über unsere Welt, wenn auch wir diese Stoffe vertiefen mussten. Immerhin, es war ein Anfang. Ich drehte mich um und nickte. "Wenigstens bist du ehrlich." Lobte ich ihre Offenheit mir gegenüber als sie meinte, dass sie nicht viel darüber wüsste. "Die Bibel ist eine Ansammlung von Schriften der irdischen Gelehrten. Die Einteilung vom neuen und alten Testament stimmen, doch gibt es weit aus mehr was du über uns wissen musst. Sicher ist dir die Schöpfungsgeschichte bekannt: Am Anfang gab es nichts, bis Gott die Erde erschuf und alles Leben darauf. Doch bevor er dies alles erschuf, hatte er bereits unsere Heimat - deine Heimat - den Himmel erschaffen. Und das erste Wesen das er erschuf war Luzifer. Er war der prachtvollste und stärkste aller Engel. Der Erste seiner Art. Ihm folgten Michael, Gabriel, Raphael und Uriel. Das sind die fünf Erzengel. Sie stehen an der Spitze der Hierarchie und belegen verschiedene Aufgabenbereiche, die sie leiten. So ist Michael der Kommandant aller Himmelsheere und darüber als Darchenschlächter bekannt, da er gegen den Kräften der Finsternis kämpft.
Gabriel, oder auch Gabriella genannt, ist es zuteil sich um die Verkündung von kommenden Nachwuchs im Jenseits und Diesseits zu kümmern. Sie verkündete beispielsweise Maria, dass sie Jesus gebären werde und Zacharias, dass seine Frau Elisabeth Mutter von Johannes dem Täufer werde. Gabriel war der Engel, der Daniel den Sinn der messianischen Offenbarung erklärte. Als Verkünderin der Geburt Jesu, wurde Erzengel Gabriel auch der Engel der Geburt und der Hoffnung. Zu ihrer Aufgabe gehört es, die ungeborenen Seelen der Kinder durch die Schwangerschaft bis zur Geburt zu geleiten." Erklärte ich meiner Schülerin und deutete dann über meine Lippen. "Die Stelle zwischen Nase und Oberlippe wird die Markierung des Gabriel genannt, weil sie die Babys dort berührt, um sie zu ermahnen, die heiligen Gesetze zu beachten." Drang ein leichtes Lächeln bei meinen Worten hervor, welches ich sofort unterdrückte und von dem ich hoffte dass es meine Schülerin nicht bemerkt hatte. Ich fuhr unberührt fort. "Gabriel und ihre Helfer holen die Seelem aus dem Paradies und erziehen sie während der neun Monate der Schwangerschaft.
Raphael ist der Engel des Heilens, aber auch der Wissenschaft und des Wissens. Er unterstützt jede Heilung, Regeneration, Verjüngung und Erneuerung auf der Erde und im gesamten Kosmos. Er ist der göttliche Helfer und Heiler und sendet uns Unterstützung und Kraft bei jedem Heilungsprozess. Er schenkt die Umsicht zu erkennen, dass wir durch die Hilfe vieler, mehr Chancen auf Heilung haben, als durch die Hilfe eines einzelnen.
Erzengel Uriel ist der Engel der Offenbarung und Prophezeiung. Er gilt als Regent der Sternenwelt, als Wächter über die Gesetze aller Welten. In dieser Funktion ist Uriel der Erzengel der am stärksten mit der Erde verbunden ist. Ist mit den Riten und Bräuchen der Menschen vertraut wie kein zweiter.
Sie alle sind die leitenden Köpfe ihrer Gemeinde: Michael ist das Oberhaupt der Seraphim, Gabriel das Oberhaupt der Helfer der ungeborenen Seelen, Raphael von den Heilern und Uriel von den Boten. Die Erzengel bilden den Hohen Rat. Das ist eine Verbindung die alle wichtigen und ausschlaggebenden Entscheidungen für uns trifft, Gesetzte Gottes durchsetzt, sie uns mitteilt und uns bei Missständen anhört. Sie sind die verbinde Instanz zu Gott, da sie ihm am nächsten stehen." Endete ich und ließ es erstmal sacken. "Hast du bis hierhin Fragen?" Hagte ich nach, da ich so früh wie möglich Unverständlichkeiten klären wollte.



○ Luzifer ○

Auf den breiten abgerundeten Eichentisch aufgelehnt, begutachtete ich nochmals die Pläne der Legionärsherren. Marabas, der Stellvertreter Liliths, stand neben mir an den Tisch gelehnt mit den Armen vor der Brust verschenkt. Zur Abwechslung war er in seiner humanitären Erscheinungsform anzutreffen. Trotzdem umrahmten seine braun-blonden langen Locken seinen Kopf und seine bernsteinernden Augen waren konzentriert auf die Pergamente fixiert. "Wenn du die Truppen Amons ebenfalls aufstockst würde es funktionieren." Schlug er vor. Ich gab ein grübelndes Geräusch von mir. "Sieht so aus. Nur wo soll ich all die Dämonen her nehmen?" Rief ich a la Amphitheater aus und stützte mich vom Tisch ab. "Wenn du die Sucher mehr Menschen rekrutieren lässt..." "Ich weiß, ich weiß, ich weiß!" Fauchte ich bissig mein Nebenan zu. "Siehst du nicht das Problem dabei?" Fragte ich vorwurfsvoll und stämmte sie Hände in die Hüfte. "... nein, Sir..." ich seufzte nach seiner Antwort. "Nicht jeder Dämon wird zum Krieger. Ich brauche Kanonenfutter!" "Die Sucher könnten die Lage trotzdem zum besseren wenden." Beharrte er ehrlich auf seine Meinung. Und in dem Punkt hatte er nicht unrecht. Ich gab Marabas mit einem Handwink zu verstehen, dass er es ausführen sollte. Der Dämon war noch nicht mal einen Schritt gegangen, da Azul kam in den Saal, gefolgt von meinen Wächtern.
Nach kurzem verbeugen fragte er indirekt warum ich nach ihm geschickt hatte. "Ich hätte da tatsächlich jemanden der mir seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge ist. Faril, du kennst ihn, schmächtig, zu nichts zu gebrauchen. Er scheint etwas zu verheimlichen. Unterschätze ihn nicht, er ist sturer als ein Esel." Gab teilte ich ihm mit. "Doch das ist nicht der Grund, weshalb ich dich gerufen habe." Trat ich näher zu ihm. "Ich will dass du ein Auge auf unser Engelchen hast. Sei der Schatten in der Dunkelheit. Berichte mich alles was sie tut wenn sie alleine ist, wenn sie jemand besucht. Ich will alles wissen." Sah ich ihn aus überzeugenden Augen an.
Die Tore des Saals wurden aufgestoßen und prallten an den Wänden wieder ab. "Luzifer!" Bellte eine hallende Stimme begleitet von eiligen hohen Absätzen. Ich sah zum Ursprung des weiblichen Rufs und erkannte die rothaarige Dämonin, in einen schwarzen Kaputenumhang, der durch die Luft flatterte, jedoch keinerlei Aussicht auf ihren Körper frei gab. "Lilith." Stellte ich mit erhobenen Augenbrauen fest und hatten den Kopf zur Seite geneigt. "Ich dachte du kehrst erst morgen zurück." "Das habe ich gemerkt!" Schnappte sie verärgert und schritt zügig auf mich zu bis sie mir direkt gegenüber stand. Ihr folgte Amon, der in Wolfsgestalt von gut etwas mehr als zwei Metern sich trabenden Schrittes zu uns gesellte. "Wie kommst du dazu mein Zimmer an jemand anderes zu vergeben!" Vorderte Lilith sichtlich aufgebracht. "Meine gesamten Kleider und Schuhe stehen da drinnen!" Typisch Frau. Typisch Lilith. Ich musste grinsen. "Niemand hat deine Kleidung angefasst." Meinte ich locker und verlagerte das Gewicht von einem zum anderen Bein. Sie trat einen Schritt vor sodass sich unsere Gesichter direkt gegenüber standen. "Das will ich hoffen." Knurrte sie drohend, während Amon sich gelassen hinsetzte. "Dann hast du also schon Bekanntschaft mit Ophelia gemacht?" Fragte ich und wandte mich von der Dämonin ab. "Bitte," sie verdrehte die Augen, "ich habe auf dem Absatz kehrt gemacht als ich die andere Aura nur gespürt habe!" Dann viel ihr Blick auf Marabas und Azul, wobei er auf letzterem etwas länger verweilte. "Komme ich etwa ungelegen?" Fragte sie nun nicht mehr ganz so schnippisch. "Nein nein, wir waren sowieso gerade fertig." Winkte ich ab. "Was deine Mission angeht, darüber reden wir später." War meine Stimme um eine Oktave tiefer und mein Ausdruck ernster geworden. Sie blickte zu mir und hob eine Braue an. "Was ist nun mit meinem Raum?" Forderte sie zu wissen. "Ja ja, sie wird in Baels altes Zimmer gebracht." Ein abschätziger Ton klang von der Dämonin als sie den Saal wieder verließ.

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Aug 30, 2015 10:35 am

Midori

Ich hörte Camael aufmerksam zu und versuchte mir möglichst alles zu merken, auch wenn das, was er mir erzählte ein bisschen viel für den Anfang erschien. Morgen würde ich mir einfach Stift und Papier mitnehmen, dann konnte ich alles, was Camael mir mitteilte, aufschreiben und es am Abend dann wiederholen, damit es für den nächsten Tag perfekt saß, sollte er mich abfragen. Immerhin war dieses Wissen wichtig. Außerdem sollte Camael ja sehen, dass ich es ernst meinte und auch willig war, mein Bestes zugeben.
Mein Mentor sprach weiter und auch die restlichen Dinge versuchte ich mir zu merken. Doch als er sich plötzlich zu einem einem kleinen, wenn auch kurzem Lächeln durchringen konnte, musste ich es mir doch tatsächlich verkneifen, ihn nicht vollkommen verdattert anzugucken. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass ich sein Lächeln jemals zu Gesicht bekam. Seltsamerweise fing sogar mein Herz an, etwas schneller zu schlagen, was mich etwas aus dem Konzept brachte. Ich ließ mir von außen natürlich nichts anmerken, doch war ich innerlich dabei, mir eine Ohrfeige zu geben, um wieder zur Besinnung zu kommen.
Ich hatte mich langsam wieder gefangen und hörte Camael weiter zu, da dieser unbeirrt fort fuhr. Er schien zu denken, dass ich es nicht gesehen hatte. Falsch gedacht! Ich musste mir ein freches Grinsen verkneifen und konnte mich auf ein kleines, minimales Schmunzeln einigen. Doch dann sagte Camael etwas, was mich aufhorchen ließ. Ich ließ ihn noch zu Ende sprechen und behielt meine Frage im Hinterkopf. Als er dann aber nachhakte und fragte, ob ich denn noch Fragen hätte, nickte ich langsam. „Du sagtest Raphael sei unter anderem der Engel des Heilens... Wie entscheidet er, wenn er jemanden heilt oder bezieht sich sein heilen auf andere Dinge? Auf der Erde hört man so oft von Menschen die zur falschen Zeit, am falschen Ort waren. Also warum werden sie nicht geheilt?“, fragte ich schon fast etwas wehmütig, da ich mit den Opfern und den Familien großes Mitleid hatte. Das musste sicherlich schrecklich für sie sein. Zumal viele von solchen „Zufallsopfern“ noch so jung waren...
Ich hielt kurz inne, doch fiel mir dann noch etwas ein. „Achja... Curio hat mir gestern erzählt das du der älteste Sohn von Erzengel Michael bist“, sagte ich etwas nachdenklich. Wie sollte ich meine Frage jetzt am besten stellen? Hmm... Einfach raus damit, brachte ja auch nichts um, den heißen Brei zu reden! Also sah ich Camael tief in die Augen. „Sollten dein Vater irgendwann seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen können -warum auch immer- würdest du dann seinen Platz einnehmen oder jemand anderes?“, fragte ich. Die Frage kam zwar jetzt etwas überraschend, aber vielleicht konnte er sich schon denken, dass diese früher oder später kam. Außerdem wollte ich es wirklich wissen, denn wenn Camael tatsächlich den Platz seines Vaters annehmen würde und wir bis dahin noch nicht mit meiner Ausbildung fertig waren, würde ich mit Sicherheit einen neuen Mentor bekommen... oder nicht?


Azul

Ich nahm meine Befehle von Luzifer entgegen und hatte mich am Anfang sogar gefreut, dass ich scheinbar wirklich jemand neues zum Spielen bekommen würde. Doch hielt meine Freude nicht lange an, da er mir doch tatsächlich auftrug, ein Auge auf diesen kleinen Bastard in Lillith's Zimmer zu werfen. „Das ist jetzt ein schlechter Scherz, oder?“, fragte ich schlecht gelaunt und sah dabei in die Augen von Luzifer. Er sah nicht so aus, als würde er Scherze machen. „Na super...“, grummelte ich. Ich hatte ja auch nichts besseres zu tun, als meine kostbare Zeit damit zu verschwenden, mich um eines dieser abartigen himmlischen Geschöpfe zu kümmern. Ich hätte ja nichts dagegen gehabt, mich in der Hinsicht um sie zu kümmern, wenn ich sie foltern sollte. Aber selbst das blieb mir verwehrt, wo blieb denn da der ganze Spaß bei der Sache?! Ich hatte mir wirklich mehr von der ganzen Sache versprochen!
Eigentlich wollte ich gerade gehen und mich um den Engel kümmern, da erhörte ich auch schon eine aufgebrachte Frauenstimme. Kurz darauf knallten auch schon die Türen des Saals auf und ich sah zu der rothaarigen Dämonin, welche mit wütenden Schritten zu Luzifer trat und ihn an meckerte, was er sich denn dabei gedacht habe, ausgerechnet ihr Zimmer jemand anderem zu geben. Ich konnte mir ein kleines Schmunzeln einfach nicht verkneifen, da es doch ziemlich amüsant war, wenn Lillith wieder mal einen ihrer Wutausbrüche hatte und nicht einmal davor zurückscheute, Luzifer anzuschnauzen. Dies traute sich immerhin kaum ein anderer, daher war es hin und wieder mal eine willkommene Abwechslung in meinem sonst so öden Alltag. Das war manchmal sogar besser als Folter.
Ich sah mir das ganze Szenario an und als Lillith ihren Blick kurz zu Marabas und mir schweifen ließ, erwiderte ich diesen nur gefasst. Danach folgte noch eine kurze Unterhaltung zwischen ihr und Luzifer und kurz darauf verschwand auch schon die Dämonin mit feuerrotem Haar. „Ich geh dann mal, die Show zwischen den beiden will ich mir nicht entgehen lassen!“, grinste ich und verließ dann auch schon den Saal. Der Tag schien doch noch ein paar nette Überraschungen für mich bereits zu haben.
Grinsend steuerte ich den Weg zu zu Lilliths Zimmer an und traf nur kurz nach ihr ein. Ich lehnte mich an den Türrahmen und verschränkte die Arme vor der Brust, ehe ich zu Ophelia sah, welche im Zimmer stand. „Darf ich vorstellen? Das ist Lillith. Lillith, Ophelia“, sagte ich grinsend, da ich mir sehr gut vorstellen konnte, dass Lillith nur wenig begeistert von dem Gast in ihrem Zimmer war. Nicht nur, weil Ophelia ein Engel war, sondern wahrscheinlich auch, weil sie es nicht abhaben konnte, wenn jemand ohne ihre Erlaubnis in ihr Zimmer kam. Das hatte sie gerade eben immerhin ziemlich deutlich gemacht.
Mein Grinsen auf dem Gesicht erstarb und ich sah wieder zu dem Engel, ehe ich sie verachtend ansah. Dann ging ich aber in Lilliths Zimmer, nahm Ophelias Klamotten und legte sie mir über die Schulter. „Komm mit, du bekommst ein eigenes Zimmer“, meinte ich unterkühlt und ging auch schon voraus, da ich damit rechnete, dass mir der Engel folgen würde. Wäre ich an ihrer Stelle, würde ich jedenfalls nicht zu lange bei Lillith abhängen, nicht unter diesen Umständen zu mindestens. Wer hatte schon Bock, sich einen Anschiss von dieser -naja nennen wir es kaltblütigen- und doch so hitzigen Dämonin abzuholen? Ich hätte dabei zwar gerne zugesehen, wie die beiden sich zoffen, doch sollte ich auf Ophelia -mehr oder weniger- aufpassen. Wenn ich diese Pflicht vernachlässigen würde, gäbe das sicherlich Stress mit dem Chef und darauf konnte ich nun wirklich verzichten.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Aug 30, 2015 12:39 pm

○ Camael ○

Midori schien mir mit vollster Konzentration zuzuhören, was ich sehr begrüßte. Vielleicht würde ihre Ausbildung doch nicht so anstrengend werden wie es mir alle hatten weiß machen wollen? Vielleicht brauchte sie bloß diese Extrastunden in unserer Geschichte und der Rest verlief wie bei einem vollblütigen Engel? Konnte aber auch sein, dass mich die Zuversicht gepackt hatte und da die Blauäugigkeit aus mir sprach. Wissen konnte ich es erst, wenn wir in die Praxis übergingen. Doch bis dahin hieß es abwarten und auch im stillen hoffen.
Nachdem ich sie aufgefordert hatte mir bei Bedarf Fragen zu stellen, hatte sie tatsächlich welche. Das war gut, immerhin zeugte das von Interesse oder zumindest vom Willen etwas zu lernen. Als sie dann ihre ertse Frage stellte nickte ich ruhig daraufhin und ging auf sie zu. "Ich habe mich nicht genau mit der Heilkunst Raphaels beschäftigt, daher kann ich dir nicht sagen, wie er seine Entscheidungen trifft. Aber Raphael ist zwar ein Erzengel, doch er ist nicht Gott. Und bevor du fragst, ich weiß nicht warum Gott das zulässt. Was ich aber weiß ist, dass der Anteil an Einfluss der Dämonen auf der Erde beachtlich ist und nicht ignoriert werden darf. Raphael und seine Heiler tun zwar ihr bestes, doch können und dürfen sie sich nicht nur auf die irdischen Probleme und Leiden beschränken. Sie müssen für beider Welten da sein und das ist eine gewaltige Aufgabe." Ich stand nun vor dem Tisch Midoris, als sie nach kurzem zögern mich noch eine Frage stellte, die mir unangenehm war. Neben der Frage wer dieser 'Curio' war schwebte mir eine weitere im Kopf herum. Würde ich Vater vertreten? Eine Antwort darauf war ich ihr zumindest schuldig. Ich schloss die Augen und atmete langsam aus ehe ich antwortete. "Ja, nach dem Brauch würde ich sein Erbe antreten. Solange mir zumindest nichts zustößt. Ansonsten käme der Zweitgeborene an meiner Stelle und so weiter." Bestätigte ich die Vermutung meiner Schülerin. Mir war immer noch unangenehm darüber zu reden, bloß warum? Ich wusste es nicht. Vielleicht wegen der unausgesprochenen offensichtlichen Tatsache die daraus resultierte? "Du weißt was das für dich bedeuten würde?" Hatte ich es doch noch geschafft mit fester Stimme zu sprechen. "Doch bis meinem Vater etwas zustößt ist es hoffentlich noch lang." Gab ich preis und empfand so aus zweierlei Gründen. Zum einen wollte ich nicht unter dem Verlust leiden. Auch wenn wir ein eher distanziertes Verhältnis zueinander hatten. Irgendwie sah ich doch zu meinem Vater auf und weiß Gott, wie sehr ich mich Tag für Tag bemüht hatte und werde ihm ein guter und würdiger Sohn zu sein!



○ Lilith ○

Was zur Hölle fiel Luzifer eigentlich ein? Mein gesamtes Hab und Gut war in meinem Zimmer! Das bedeutete all meine Kleidung, all meine Kosmetikutensilien, all meine Schuhe und all mein Schmuck! Männer wussten den Wert solch materieller Sachen eben nicht gebührend zu schätzen. Bei allen sieben Höllen, wie lang hielt ich es schon mit diesem Stümper aus? Doch wenigstens war nicht nur ich auf ihn angewiesen, sondern er auch auf mich. Das hatte mir unter anderem meine gute Position verschafft. Doch dass ich jedes mal wenn ich nach einer Mission zurückkehrte eine seiner Überraschungen auf mich wartete konnte ich nicht dulden! Letztes mal hatte er doch tatsächlich den Dämon der Seuche und Pest neben mir angesiedelt. Keine Ahnung wie dieses stinkende Geschöpf sich nannte, doch was mir noch lebhaft in Erinnerung bleib war der üble Geruch. Es hatte bis in meinen Raum bestialisch gestunken! Und nun kam ich nach Hause und fand eine andere in meinem Gemach vor? Es reichte mir!
Ohne anzuklopfen riss ich die Tür auf, dass es schäpperte, da es schließlich mein gutes Recht war in mein eigenes Reich eintreten zu können wann ich es wollte. Eine junge Frau, noch ein Mädchen in meinen Augen, war vor mir und mit einem Mal wurde mir mitgleich ihrem Anblick bewusst, um was es sich bei ihr handelte. Der Widerspruch zwischen ihrem Äußeren und ihrer Herkunft ließ mich meinen Ärger erstmal vergessen und machte mich neugierig. "Ein Engel?" Fragte ich erstaunt, die Augen geweitet. "Ein Baby-Engel?" Musste ich aussprechen um es mir selbst nochmals zu verdeutlichen. Dann konnte ich nicht anders und musste einfach darüber lachen. Luzifer hatte schon immer einen seltsamen Humor gehabt, aber das? Nachdem ich mich gefangen hatte ging ich präzise auf das Mädchen zu. "Schätzchen, ich hoffe für dich du hast keine meiner Klamotten angepackt, ansonsten sieh zu dass  du ganz schnell Land gewinnst." Sagte ich noch gut gestimmt und mit einem Grinsen auf meinen Lippen. Mit verschränkten Armen hörte ich von hinter mir eine männliche Stimme die ich Azul zuordnet, der uns einander vorstellte. Ich wandte den Kopf zum Dämon und fixierte ihn. "Danke, aber vorstellen kann ich mich auch selbst." Ließ ich schnippisch von mir hören und wartete mit durchgestreckten Rücken, dass die Andere verschwand. Ich gab ja zu, ein bisschen nagte noch der Frust an mir meine Mission fehlgeschlagen zu haben. Immerhin war das die erste vergeigte Mission seit einigen Jahrtausenden! Das kratzte doch schon erheblich an meinem Stolz. Als Azul dann die Sachen des Engelmädchens holte und ihr ein anderes Zimmer zuteilte, war ich ihm dankbar, auch wenn er es noch nicht mal selbst zu bestimmen hatte und ich mich sicherlich nicht dafür erkenntlich zeigen würde und setzte mich mit gekreuzten Beinen auf den gepolsterten Hocker meiner aus Ebenholz angefertigten Schminkkomode, auf der meine Pinsel, Puder mit den entsprechenden Quasten, Lippenstifte und Parfum  angeordnet waren. Als die beiden verschwunden waren ließ ich einen Stoßseufzer aus und wandte mich meinem Spiegelbild zu. Ich betrachtete mich. Der Umhang stand mir nicht, zumindest verschleierte er viel zu viel meiner natürlichen Reize. Auch mein Haar war durch die lange Reise nicht mehr perfekt gerichtet. An die Arbeit!, dachte ich mir, zog die Schnur der Schleife auf, die den Kaputenumhang festhielt. Dieser glitt an meinem Körper herunter und fiel leicht wie eine Feder zu Boden. Ich stand auf ging auf meinen Kleiderschrank zu und suchte mir eine Korsage heraus mit langem Reifrock. Fertig angezogen widmete ich mich meinem Haar und steckte sie in mühevoller Kleinstarbeit Strähnenweise zu einer Hochsteckfrisur. Ich liebte es mich her zu richten, jeden Tag anders, auch wenn es mich einiges an Zeit kostete.




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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Aug 30, 2015 3:08 pm

Midori

Ich sah Camael dabei zu, wie er auf mich zu kam und als er dann vor mir stand, musste ich meinen Kopf in den Nacken legen, um Camael noch in die Augen sehen zu können, er war ohnehin schon größer als ich und da ich jetzt auch noch saß, überragte er mich um ein Vielfaches. Doch konzentrierte ich mich nicht darauf, wie unbequem es gerade für mich war, sondern kümmerte ich mich mehr um die Antworten, die Camael mir gab. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass er sie mir ein zweites mal beantwortet hätte, nur weil ich nicht richtig aufgepasst hätte, außerdem würde mich das nur in ein schlechteres Licht rücken und ich wollte gar nicht wissen, wie schlecht er schon von mir dachte.
Ich hätte nicht gedacht, dass Camael mir eine Antwort auf meine zweite Frage gab, da diese doch etwas persönlicher zu sein schien, was mir jedoch erst aufgefallen war, als ich sie schon geäußert hatte. Bei mir war der Mund meisten schneller als der Kopf, was mich hier und da schon in ein paar unangenehme Situationen gebracht hatte und dabei sollte ich mich gerade hier gut benehmen und nicht mit Anlauf von einem Fettnäpfchen in das nächste rennen, sonst würde ich die Zeit mit Camael sicherlich nicht so unbeschadet bestehen, wie ich es momentan noch am hoffen und beten war und wie Curio es mir -mehr oder weniger- Prophezeit hatte. Ich würde Camael zwar eine Chance geben, aber das brachte mir eher weniger was, wenn ich es selbst war, die dazu beitrug, dass das zwischen uns nicht klappte.
Auch bei der zweiten Antwort hörte ich meinem Mentor wieder zu und nickte dann langsam, als er fragte, was das für mich bedeuten würde, wenn er das Erbe seines Vaters antreten würde. „Ich schätze mal, dass ich dann einen anderen Lehrer bekommen würde...?“, sagte ich leicht nachdenklich. Immerhin hatten die fünf Erzengel unglaublich viel zu tun, da hätte Camael keine Zeit, sich um eine Nephilim zu kümmern.
Plötzlich begann es in meinem Hirn zu rattern und ich begann nachzudenken. Die Erzengel die momentan am 'herrschen' waren, schienen noch die erste Generation gewesen zu sein, doch sie wurden kurz nach Luzifer erschaffen und dieser war wiederum Gottes erstes Wesen... Scheiße waren die alt! M-Moment mal... Wenn Camael tatsächlich Erzengel Michaels ältester Sohn war... Wie alt war er dann er erst?! Die Dinge die er mir noch beibringen und mich lehren würde, hatte er wahrscheinlich miterlebt oder war vielleicht sogar dran beteiligt. Kein Wunder, dass er war wie er war. In einer so langen Zeitspanne hatte sich mit Sicherheit das ein oder andere Drama abgespielt, er hatte wahrscheinlich Dinge gesehen, die man mit eigenen Worten gar nicht erklären konnte. Und langsam konnte ich Camael verstehen und verspürte sogar soetwas wie Mitgefühl für ihn. Ich wollte gar nicht wissen, wie oft ihm Dinge aufgetragen wurden, die er nur ungern tat. Da war es mit Sicherheit einfacher seine Emotionen hinter einer Maske zu verstecken, aus Angst noch mal verletzt zu werden. Aber wenn er wirklich so denken, oder fühlen sollte, dann würden ihm auch all die schönen Momente durch den Lappen gehen! Das war es doch mit Sicherheit nicht wert!
„Duu?“, fragte ich Camael, wobei ich das 'u' etwas länger zog. „Wenn es die Erzengel schon so lange gibt, dann dürftest du doch auch schon ein paar Jahre auf dem Kasten haben oder? Und wenn das der Fall ist, wie kommt es dann das du die Prüfung zum Seraphim erst vor kurzem abgeschlossen hast? Dauert die wirklich so lange? Heißt das, dass ich hier noch ein paar Hundert, Tausend oder vielleicht sogar eine Million Jahre verbringen muss, weil ich ein Nephilim bin und nicht so vollwertig wie einer von euch bin?“, fragte ich Camel und wurde zum Schluss sogar etwas enttäuscht. Ich hatte meine Hand in meine Handflüche gestützt und sah meinem Mentor wieder in die Augen. „Wenn es tatsächlich so lange dauert... Dann werden die Menschen, die ich auf der Erde kenne nie wiedersehen. Ich glaube kaum das ein Engel, der diese Prüfung nicht besteht, jemals dort unten war. Das heißt Uriel hat mich angelogen... Es war sehr wohl ein Abschied für immer!“, sagte ich und meine Laune war nun wirklich auf dem Nullpunkt angekommen, was man deutlich an meiner Stimmenlage erkennen konnte, die nun etwas gesunken war. „Und jetzt komm mir bloß nicht mit diesem 'Sie-werden-für-immer-in-deinem-Herzen-bleiben'- Gerde. Das wäre nicht das gleiche“, nuschelte ich und starrte dann aus dem Fenster.
Na toll gestern hatte ich von Curio mitbekommen, dass die Frauen nicht bei der Geburt starben und meine Mutter mich scheinbar freiwillig vor dem Waisenhaus abgelegt hatte und heute erfuhr ich, dass ich Marta und die anderen Kinder wohl nie wieder sehen würde. Konnte es denn noch beschissener laufen?! Es fühlte sich so an, als würde mir mein Herz raus gerissen werden und als würde jemand noch mal ordentlich drauf herum trampeln. Ich musste mir sogar die Tränen unterdrücken, um nicht gleich in einem Heulkrampf zu verfallen, obwohl ich es nicht unterdrücken konnte, dass meine Augen glasig wurden und man es wahrscheinlich schon erahnen konnte, was gleich kommen würde. Aber nein. Ich würde ganz sicher nicht vor Camael weinen, dass wäre mega peinlich und er würde mich für noch schwächer halten und nerven würde es ihn auch noch. Super. Midori, du hast das ganz große Los gezogen!


Ophelia

Ich war etwas zusammengezuckt, als jemand mit einem mal die Tür aufstieß. Ich hatte bis eben nur im Raum gestanden und aus dem Fenster gestarrt, doch hatte sich mein Blick ganz schnell vom Fenster abgewandt, als eine Frau die Tür so donnernd aufriss. Erst sah sie mich wütend an, doch im Nachhinein war es nur noch ein Starren. Warum, fiel mir erst im Nachhinein ein. Es könnte gut an meinem Äußeren liegen. Die meisten trauten ihren Augen nicht so recht, wenn sie mein Aussehen begutachteten und ihnen dann gesagt wurde, dass ich ein Engel sei. Mir waren solche Begegnungen immer unangenehm, da ich einfach meine Ruhe haben und es nicht jedes mal aufs Neue erklären wollte.
Auf ihre Aussage, dass ich ein 'Baby-Engel' sei, erwiderte ich nichts, da sie zu einem Gewissen Maß nicht ganz unrecht hatte. Ich war gerade mal 500, da war ich so gesehen noch 'frisch Fleisch'. Aber was soll's. Augen zu und durch. „Nein, hab ich nicht“, sagte ich, als mir die Dämonin sagte, dass ich hoffentlich nicht ihre Sachen angefasst hatte. Dann ergriff aber schon der andere Dämon das Wort und ich nickte langsam, ehe aus dem Zimmer der Dämonin verschwand und dem purpurhaarigen Mann folgte. Er blieb nach einiger Zeit vor einer Tür stehen und öffnete diese dann. „Das wird ab heute dein Zimmer sein. Ein paar Handlanger werden dir nach und nach noch ein paar Sachen bringen, damit du dich hier richtig einrichten kannst. Ihr Weiber braucht da ja immer ein bisschen mehr“, sagte er und ich hob nur eine Augenbraue hoch. „Weiber? Ernsthaft jetzt?“, fragte ich ihn nun etwas genervter. „Wie auch immer, hier sind deine Sachen, du kannst dich hier einrichten, wie immer du auch willst“, meinte er. „Ich geh dann mal, hab noch besseres zu tun, als Babysitter für dich zu spielen“, sagte er und legte meine Klamotten dann auf dem Himmelbett ab, ehe er an mir vorbei ging. „Warte mal. Wie heißt du eigentlich?“, fragte ich, ohne mich nach ihm umzudrehen. „Azul“, ertönte die Antwort kühl und schon kurz darauf verschwand er auch schon in den Gängen. Ich hingegen schloss nur die Zimmertür hinter mir.
Ich sah mich im Zimmer um. Es war relativ groß und auf dem ersten Blick fiel einem sofort das viele Schwarz auf. Der Raum war schwarz und Silber eingerichtet. Ein schwarzer Teppich, silberne Nachtschränkchen, ein schwarzes Himmelbett mit vier silbernen Säulen, ein silberner Sessel mit schwarzer Lehne und schwarzem Kissen, ein silberner Tisch, ein schwarzer Schrank mit silbernen Schnörkeln, die das ganze verzierten und dann gab es noch einen großen, schwarzen Stehspiegel mit den gleichen silbernen Schnörkeln wie auf dem Schrank. Das Zimmer ähnelte wirklich stark dem meinen oben im Himmel, nur hatte ich noch einen Schminktisch und war mein Fenster auch nicht ganz so groß wie dieses hier, aber auch nur fast. Ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie oft ich auf der Fensterbank saß und einfach nur hinaus ins Leere gestarrt hatte, während ein Buch auf meinem Schoß lag.
Ich seufzte etwas und setzte mich auf das Bett, neben dem Stapel mit meinen Klamotten. Mein Blick wanderte zu einem schwarzen Regal, welches leergeräumt war. Bücher würden sich sicherlich gut dort drin machen. Mal sehen, ob ich hier welche finden würde. Luzifer selbst hatte mit Sicherheit besseres in seiner Freizeit zu tun als zu lesen, auch wenn mich der Gedanke zum Lachen brachte, dass er mit einer dieser irdischen Brillen auf der Nase, in einem Sessel sitzend zu lesen begann.
Ich lachte leise, stand dann aber vom Bett auf und begann meine Klamotten in den leeren Schrank zu räumen. Als ich fertig war, legte ich mich auf das Bett und zog meine Beine ganz nah an mich heran. Meinen Blick richtete ich auf das Fenster und starrte hinaus in die Ferne. Wie in Trance begann ich eine alte Formel vor mich hinzumurmeln und kurz darauf kamen wie aus dem Nichts dunkele Dornenranken und schwarze Rosen aus dem Boden und den Wänden. Sie bedeckten einen Großteil des Zimmers und auch an dem Bett, auf dem ich lag, traten welche an den Säulen hervor. Als ich dann die Formel zu Ende gesprochen hatte, war ein Großteil des Boden voll von dunklen Dornenranken und schwarzen Rosen. Ohne Schuhe sollte man diesen Raum lieber nicht betreten, es sei denn man hatte Lust auf blutende Füße.
Langsam verstummte ich, von dem angenehmen Rosenduft betört schloss ich meine Augen und vergaß für einen kurzen Augenblick die Anspannung in meinem Körper und meiner Umgebung. Alles hier fühlte sich mit einem mal so leicht an. So schwerelos und fehlerfrei... perfekt einfach...
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Aug 30, 2015 7:22 pm

○ Camael ○

Es war seltsam mit meiner Schülerin darüber zu reden, dass ich Vaters Stellung irgendwann einnehmen würde. Zum einen weil ich noch nie ein Schüler gehabt hatte und mir deshalb auch nicht sicher war, ob ich ihr soviel über mich erzählen sollte, zum anderen weil ich diesen Gedanken bisher mit niemand anderem Geteilt hatte. Sicher hatte Vater mir schon unzählige Male seit meiner frühsten Kindheit immer wieder eingeleut wie ein guter Engel zu sein hatte. Wie sein Nachkomme, sein Erbe zu sein hatte. Und wie ich ihn Ehren würde mit meinem Handeln. Doch mit meiner Mutter oder meinen Geschwistern hatte ich nie darüber geredet, zumindest nicht so, dass sie es nicht für eine Selbstverständlichkeit hielten, dass ich in die Fußstapfen meines Vaters treten würde. Midori war die erste die nicht direkt davon ausgegangen war, auch wenn sie dafür nichts konnte, schließlich wollte sie alles erlernen. Doch warum störte es mich? Warum war es mir so unangenehm über meine Bestimmung zu reden, als hätte ich eine Wahl?
Während ich gedanklich noch damit beschäftigt war, beantwortete Midori bereits meine Frage, indem sie meinte sie würde einen anderen Mentor zugewiesen bekommen. Ich hatte nur mit halben Ohr zugehört, weshalb ich etwas abwesend nickte. Es war sonst nicht meine Art mit geteilter Aufmerksamkeit zu reagieren oder in Kommunikation mit jemanden zu stehen, doch beschäftigte mich dieser Gedanke schon seit jungen Tagen, weshalb ich ihn wenn er einmal aufgekommen war nicht sofort wieder verwerfen konnte. So allmählich drang sich mir eine Frage auf. Eine Frage die ich bisher immer verdrängt hatte und mich auch jetzt nicht einmal traute auch nur zu denken. Also sperrte ich sie in die hinterste Ecke meines Gehirns aufdass sie dort für ungewisse Zeit verborgen bleiben würde.
Kaum hatte ich mich nun wieder auf meine goldhaarige Schülerin konzentriert, hörte ich ein lang gezogenes 'duu?' und erkannte es als eher ungewöhnliche Anrede an. Und kaum dass ich darauf mit meiner Aufmerksamkeit reagierte, wurde ich wieder unter einen Berg von Fragen begraben. Zuerst wollte sie wissen, ob ich schon einiges 'auf dem Kasten' hatte, was ich zugegebenermaßen nicht verstand. Vielleicht sollte ich Uriel später danach fragen, was es bedeutet, schließlich kennt er sich mit dem irdischen Fachjargong aus. Oder aber ich fragte Midori gleich selbst was es damit auf sich hatte. Dann folgte auch schon warum ich meine Prüfungen erst vor kurzen abgeschlossen hatte und ob sie selbst dann als eine Nephilim bis zu einigen Jahrtausenden lernen musste um sich als Seraphim betiteln zu können. Was mich an dieser Aussage von ihr störte, war dass sie sich als minderwertig empfund. Jedoch schaffte ich es noch nicht einmal daraufhin das Wort zu ergreifen, lediglich den Mund zu öffnen, ehe sie auch schon fortfuhr und sich für meinen Geschmack in die Sache mit ihren sterblichen Freunden und Uriels Aussage zu sehr hinein steigerte. Weshalb ich mich auch von ihr abwandte, damit sie nicht sah dass ich genervt nach oben ins Leere blickte. "Ich bin dir keine Rechenschaft schuldig." Sagte ich bestimmt und kühl. Es war zu laut für ein flüstern, allerdings auch zu leise um als Gegenteil anerkannt zu werden. Ich drehte mich zu ihr um. "Und wenn du dich geschickt anstellst wirst du genauso schnell fertig werden wie die anderen auch, das hat nichts mit deinem Blutstatus zu tun!" Redete ich ruhig weiter auch wenn ich meine Stimme unbeabsichtigt erhob. Dann jedoch stütze ich mich mit beiden Händen auf dem Tisch ab, sodass ich etwas näher an ihr Gesicht herankam. Ich sah in die blauen Augen mit festem Blick. "Und rede nie wieder so über Uriel." Ermahnte ich sie streng, merkte erst zu spät dass dieses seltsame in Midoris Augen zurückgehaltende Tränen waren. Ich ließ daraufhin von ihr ab, wusste nicht wie man in solch einer Situation reagierte. Unbrauchbar, wie fehl am Platz kam ich mir in diesem Moment vor. Wieso fühlte sich mein Herz nun so schwer an? Warum bedauerte ich die Art und Weise wie ich gesprochen hatte? Ich sah von Midori zu Boden. Wieso brachte mir diese Nephilim solch eigenartige Gefühle ein? Es war nicht nur dass sie mich mit Fragen durchlöcherte, es war so, dass ich mich selbst mit Fragen überhäufte und mir meiner selbst in ihrer Gegenwart nicht mehr sicher schien. Wie reagiert man auf ejne Situation die man vorher nie erlebt hatte?



◇ Anastasia ◇

Das Zimmer war groß. Es war gut, denn dann konnte sich die gesamte Luft mit dem Klang der Musik erfüllen. Durch das Fenster viel ein Lichtstrahl schräg auf den Boden und bildete das Fensterkreuz auf den blau grauen Teppich ab. Schwarz war nur der Flügel, an dem ich saß und mit meinen Fingern die Noten von Christopher Youngs 'The Grudge' über die Tasten spielen ließ. Es war ein einfaches Stück. Zumindest kamen mir seit dem letzten Jahrhundert alle Musikstücke einfacher vor als früher. Es war als hätten meine Hände durch die immer währenden Bewegungen und Berührungen mit dem Flügel ein geheimes Abkommen mit dem Instrument geschlossen und es mir so ermöglicht nach belieben fehlerfrei zu spielen. Ab und an langweilen mich auch bereits bestehende Stücke und ich kreirte meine eigenen. Jedoch war ich gerade in der Stimmung für dieses Lied und ließ all meine Sinne darin aufgehen. Ich hörte die Musik nicht nur, ich konnte sie sehen. Ich sah wie sie sich duch die kühle Luft ausbreitete und Wellen erzeugte. Ich roch die Musik. Ihren schweren klang konnte ich fühlen und ihre Bitterkeit auf der Zunge schmecken. Ich ging voll und ganz in ihr auf.



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Aug 30, 2015 9:12 pm

Midori

Ich hörte Camael aufmerksam zu, begann im Nachhinein aber etwas mit meinen Zähnen zu knirschen, um nicht doch meinen Tränen freien Lauf zu lassen. Ich sollte nie wieder so von Uriel sprechen?! Er war es doch der mich angelogen hatte! Typisch Engel! Sobald einer unangenehme Tatsachen erläuterte, die einen anderen Engel schlecht dastehen ließen, kam ein anderer und verteidigte ihn auch noch! Camael war ja so ein Gefrierfach! Der hatte das Einfühlungsvermögen eines Steines!
„Na dann“, meinte ich fast schon gleichgültig und setzte mich dann seitlich auf den Stuhl, ehe ich meinen Ellenbogen auf den Tisch stützte und meinen Kopf auf meine linke Faust abstützte. Eine meiner Haarsträhnen verdeckten mein Gesicht und Camael konnte nicht sehen, wie mir Tränen die Wange hinunter liefen. Auch versuchte ich meinen Atem möglichst ruhig zu halten, doch hatte ich selbst bemerkt, wie sich mein Brustkorb etwas schneller hob und wieder senkte, weswegen ich mir verkrampft auf die Unterlippe biss. Ich wollte nicht schon wieder als Schwächling dastehen! Ich wollte ihm nicht die Bestätigung geben, dass er mit seinem Bild von den Menschen recht hatte! Wir hatten Makel und waren alles andere als perfekt. Wir waren dazu im Stande, grausame Dinge zu tun. Aber wir waren nicht schwach!
Ich stand mit einem mal auf und drehte mich so, dass ich Camael nun ganz den Rücken zugedreht hatte, da ich spürte, wie nun immer mehr Tränen sich über den Weg bahnten und ich wollte nicht, dass sie alle auf meinem Kleid landeten, dass würde nur zu deutlich zeigen, was gerade Sache war, auch wenn 'Prinz Eisenherz' mit Sicherheit nicht mal dann wüsste, was gerade passiert, wenn man es ihm buchstabieren würde!
Ich ging einige Schritte vor und brachte zwischen Camael und mich ein paar Meter Abstand. „J-Jedenfalls...“, begann ich, brach aber sofort ab, als ich mit einem Mal entsetzliche Kopfschmerzen bekam. Ich wanderte langsam mit meinen Händen zu meinem Kopf und presste diese dagegen, in Hoffnung, dass die Schmerzen auf diese Weise verschwinden würde, doch Fehlanzeige. Stattdessen kam zu den Kopfschmerzen noch eine Stimme, die in meinem Kopf hallte. Sie war rau, dunkel, kalt und auch angsteinflößend. Ein leises, aber dennoch schmerzerfülltes Keuchen kam über meine Lippen. Und als die Stimme lauter wurde, ging ich schließlich in die Knie, während mein Körper sich verkrampfte und gleichzeitig stark am zittern war. „V-Verschwinde endlich!“, sagte ich und biss die Zähne etwas mehr zusammen. „Raus aus meinem Kopf!“, verlangte ich und presste meine Hände noch mehr gegen den Kopf. „SEI ENDLICH LEISE!!!“, schrie ich, da ich mir nicht anders zu helfen wusste, wie ich mit diesen unerträglichen Schmerzen zurecht kommen sollte. „B-Bitte... Hör auf... Es tut so weh“, flehte ich mich Tränen in den Augen. Es schmerzte noch mehr als sonst. Ich konnte es nicht verhindern und so rannen mir schon binnen weniger Sekunden unzählige Tränen über meine Wangen.
Nach einer mir gefühlten Ewigkeit verschwand die Stimme wieder und meine Hände ließen von meinem Kopf ab und ließ sie stattdessen schlaff neben meinem Körper baumeln. Kurz starrte ich ins leere, kippte aber schon kurz darauf ohne Vorwarnung um und verlor das Bewusstsein.


Ophelia

Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich ins Leere starrte. Auf der einen Seite fühlte es sich wie eine Ewigkeit an und auf der anderen hatte ich das Gefühl, es waren nur wenige Minuten gewesen. Wie lange es nun wirklich war, konnte mir wahrscheinlich niemand sagen. Aber das war ja auch unwichtig. Hauptsache ich konnte ein wenig Zeit damit totschlagen. Wer wusste schon, wann ich das nächste mal wirklich etwas zu tun hatte? Mir war so langweilig, dass ich mich sogar über einen Besuch von Luzifer gefreut hätte, aber selbst das blieb mir verwehrt. Oh man... Wie verzweifelt ich auf andere doch wirken musste.
Ich schloss meine Augen und seufzte leise, doch plötzlich hörte ich ein paar Geräusche und lauschte ihnen. 'Klingt wie ein Flügel' dachte ich mir und stand langsam auf. Ich ging durch das Zimmer, direkt zur Tür und öffnete diese, ehe ich dem Weg folgte, von dem ich glaubte, dass er mich zu den Geräuschen führen würde. Es dauerte auch nicht lange und ich stand schon sehr bald vor dem Zimmer, von dem die Klänge kamen. Sie waren jetzt lauter als zuvor, aber das war auch kein Wunder, immerhin stand ich nun näher an der Quelle.
Etwas unschlüssig über mein verhalten, ob ich ins Zimmer treten sollte oder nicht, verharrte ich einige Momente vor der Tür, behielt meine Hand aber auf der Türklinke. Da ich aber von Natur aus, ein recht neugieriges Geschöpf war, entschied ich mich dazu, das Zimmer zu betreten und der ganzen Sache auf den Grund zu gehen. Also öffnete ich die Tür und sah mich im Zimmer um. Tatsächlich war es ein Flügel gewesen, welcher die Töne von sich gab. Verwundert über diese Erkenntnis war ich nicht wirklich. Nein. Das was mich wirklich verwunderte war die Tatsache, dass ein kleines Mädchen hinter dem großen, schwarzen Flügel saß und in die Tasten haute. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet...
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mi Sep 02, 2015 7:27 pm

○ Camael ○

Noch immer fühlte ich mich unwohl in meiner Haut. Dieses Mal nicht etwa weil es um die persönliche Geschichte meiner Familie ging. Dieses Mal war es anders, denn war Midori der Grund warum ich mich schlecht fühlte. Ihre Reaktion, offensichtlich verletzt von meinen harschen Worten, brachte mein Herz dazu schwer wie Blei zu werden und genau so stand ich auch da. Das Gewicht meines Herzens drückte mich an Ort und Stelle fest, sodass ich mich nicht mehr fort bewegen konnte. Die Gleichgültigkeit mit der Midori versuchte zu sprechen, stellte sich aufgrund ihrer hervor kommenden Tränen als Bluff heraus.
Was sollte ich denn ihrer Meinung nach machen? Die Hand ausstrecken, ihr auf die Schulter klopfen und in mit beschwichtigenden Tonfall ein 'Na, na.' von mir erklingen lassen? Nein. Sie musste lernen wie sie sich zu verhalten hatte und was sie lieber für sich behalten sollte, statt nach Lust und Laune einfach frei Schnauze all die Gedanken ausplauderte die ihr in den Sinn kamen.
Was mich am meisten davon gestört hatte, war dass sie behauptet hatte, Uriel habe sie belogen. Was für einen Grund sollte er gehabt haben ihr das zu erzählen? Wenn es nicht der Wahrheit entsprechen würde, dass eine Chance besteht, dass Midori ihre Menschen auf der Erde besuchen kann, dann hätte es Uriel nie erwähnt. So etwas konnte nur ein unerfahrener Geist von sich geben. Sie hatte noch viel zu lernen und Vertrauen in die richtigen Leute zu haben schien eines ihrer Hauptprobleme zu sein. Doch damit das geschah, brauchte sie erstmal Vertrauen zu mir. Ob es funktionieren würde, wagte ich zu bezweifeln. Ich hatte schon flüchtig von Menschsn gehört, die nie einem anderen Wesen vertrauen können und nur auf sich selbst gestellt und fixiert leben. Doch meiner Meinung nach war das kein Leben. Wenn du demjenigen nicht hilfst, der es schwer hat, der deine Hilfe draucht, wie kannst du dann erwarten selbst Hilfe zu bekommen? Und warum sollte man diese nicht dnakend annehmen? Menschen waren mir ein Rätsel und würden es wahrscheinlich auch für immer bleiben, was rosige Aussichten auf die Beziehung zu meiner Schülerin freigab.
Midori entfernte sich von mir, fühlte scheinbar in meiner Gegenwart genauso unwohl wie ich mich selbst. Sie begann einen Satz, führte ihn aber nicht zu Ende und brach ihn ab, indem sie sich langsam den Kopf hielt. Eine himmlische Vision? Diese Fähigkeit war unter Engeln bekannt und da Midoris Fähigkeiten gerade am ausreifen waren, sich entgegen ihrer irdischen Unterdrückung behaupteten, vermutete dass sie eine Vision bekommt und es eine ihrer Gaben sei. Doch schnell wurde ich vom Gegenteil überzeugt, als sie schmerzlich keuchte und rief dass ich verschwinden sollte. Verständnislos sah ich sie an. Erst als sie ausrief, dass jemand aus ihren Kopf verschwinden sollte, begriff ich es sofort. Ich tat nur einen Schritt, um direkt bei ihr zu stehen. Sie hatte nicht mit mir gesprochen. Die Blonde presste ihre Hände gegen ihren Kopf, immer fester und biss die Zähne zusammen. "Midori!" Sie schien mich durch ihren Schmerz hindurch nicht zu hören. "Midori!!" Sie hörte mich immer noch nichts. Ich packte sie, drehte sie zu mir und legte ihr meine Hand auf. Es musste ein Dämon sein der zu ihr sprach. Nur solche Kreaturen lösen Schmerzen bei noch jungen Engel aus, wenn sie mit ihnen telepathisch kommunizieren. Die Verse für die Ausbreitung fielen mir augenblicklich ein und ich sagte laut die alten Worte, mit all meiner Kraft auf Midori konzentriert. Der Dämon muss unfassbar stark gewesen sein, denn verschwand er nicht sofort nach den Heiligen Worten, sondern beumte sich dagegen auf! Wie war das möglich? So etwas hatte ich noch nie erlebt. Midori schrie. Er solle doch leise sein. Ich betrieb hingegen weiter den Exorzismus, die Worte ebenfalls zunehmend lauter.
Nach ihrem Aufschrei konnte ich den Schmerz in ihrem Gesicht ablesen.  Deshalb machte ich weiter. Vers für Vers, Strophe um Strophe. Mirdori jammerte nur noch unter Tränen, die ihre von Anstrengung geröteten Wangen hinab rannnen. Es war noch nicht vorbei, noch lange nicht, aber aus irgendeinem Grund wurde die andere Macht schwächer. Die fremde dunkle Aura zog sich zurück, als hätte sie dem Ausruf Midoris erhört. Diese erschlaffte und starrte mich mit leeren Blick an, ehe sie in sich zusammen sackte.
Aus Reflex fing ich sie auf. Ich glaube nicht, dass sie mich in ihrem Blick wahrgenommen hatte. Nun war es zumindest vorbei und sie hatte keine Qualen mehr zu erleiden, war in Ohnmacht gefallen. Doch was war das für eine unbekannte Kraft, die ich bei ihr gespürt hatte?
Das Mädchen in den Armen, sah ich auf das noch immer gerötete Gesicht der Nephilim, ehe ich sie in meine Arme hob und in ihr Zimmer brachte.
Hier hatte sie wenigstens eine Umgebung in der sie sich wohl fühlte und ich brauchte nicht allzu viele Utensilien, um meine Schülerin wieder in bessere Verfassung zu bringen, sobald sie aufgewacht war. Jetzt musste sie aber schlafen und sich von den Strapazen zu erholen.
Ein Tuch in eine Schüssel voll klarem Wasser getaucht, wrang ich den Stoff aus und legte das Kühle auf ihre Stirn, während ich mich neben sie gesetzt hatte. Sie brauchte keinen Heiler. Ich hatte schon einige Besessene gesehen um Sicherheit sagen zu können, dass Midori keine bleibenden Schäden davon tragen würde.
Ich sah noch einen Moment in das rosawangige Antlitz, als mir auffiel dass ihr eine ihrer sonnengoldenen Haarsträhnen ins Gesicht hing. Behutsam, als bestünde Midori aus hauchdünnem Porzellan, strich ich ihr das Haar zur Seite.


○ Luzifer ○

Die Verbindung verblasste. Ich kehrte wieder in die Tiefen der Höllentrakte zurück, in meine Hülle. Kaum waren meine Seele und mein  Körper wieder vereint musste ich einen tiefen Atemzug nehmen, als hätte ich während der gesamten Zeit die Luft angehalten. Dabei roch ich den Rauch, den Schwefel und die Asche die mit ihrem schweren bitter-süßlichen Geruch die Luft erfüllten. Meine Augen waren noch zurückgerollt, weshalb ich mir wieder eine Sicht verschaffte und sobald ich etwas erkennen konnte den dunsenden Qualm in Schwaden aufsteigen sah. Ich blickte vor mich auf den Boden. Asche rauchte dort vor sich her, war Erzeuger des üppigen Geruchs den ich nicht mehr aus meiner Nase verbannen konnte. Für eine Zeit blickte ich bloß auf den grauen Haufen, musste verarbeiten was geschehen war. Ich packte den Dämon neben mir. Im Nacken hatte ich meine Pranke versenkt uns zog ihn nun zu mir hinunter, dass er sich bücken musste. "Du sagtest, es würde nicht schmerzen!" Knurrte ich noch betäubt vom Rauch. "Du sagtest, es würde ihr kein Leid zufügen!" Rief ich wütend dem verdatterten Hexer ins Gesicht. "A-aber... es h-hätte gar nicht weh tun dürfen." Fiebste er kleinlaut und beugte sich unterwürfig. "Das hat es aber!" Wurde ich noch lauter. Mein Griff um seinen Nacken verengte sich. "H... Herr..." war es krächzend zu hören. "SCHWEIG!" Brüllte ich ihn an, war aus meiner sitzenden Haltung aufgestanden, hatte nun meine beiden Hände um seinen Hals gelegt. Der Hexer wollte etwas sagen, bekam jedoch durch den Druck auf seiner Kehle keknen einzihen jämmerlichen Ton heraus. Ich lehnte mich zu ihm vor, sah ihm ohne Umwege in die Augen. "Schweig." Wiederholte ich nun durch zusammen gebissene Zähne knurrend, während ich ihn erdrosselte. Würgegeräusche, verzweifelte Finger die in Hektik versetzt versuchten meine einsernen Hände von seinem Hals zu lösen, die Gurgel zuckte ohne Luftholen zu können. Dann sah ich es. Das sterbende Licht in seinen Augen.
Ich ließ den toten Körper achtlos auf den Boden fallen. Verdammter Hexer! Und der sollte der Beste der schwarzen Magier sein? Dass ich nicht lache! Er hatte mir sein Wort gegeben und sogar seine Seele dafür geschworen. Nun gehörte sie mir. Und meine Filia? Sie hatte unertragbare Schmerzen erleiden müssen. Ich hatte alles gespürt was sie auch gefühlt hatte. Es war als würde ihr Kopf, mein Kopf, jeden Moment zuerbersten und in abertausende kleine Fetzen explodieren. Ein Reißen, dass ich so in der Art jnd weiße noch nie erlebt hatte. Verärgert über das Resultat des gescheiterten Versuchs mit meiner Tochter in Verbindung zu treten, schnappte ich mir den nächst besten Gegenstand und schleuderte ihn mit voller Wucht gegen die Wand, begleitet von meinem wütenden Schrei. Das Lehm zersprang, fiel klirrend zu Boden und bildete einen breiten Radius an Scherben. Immer noch aufgebrahct tigete ich durch den Raum. Wie konnte so etwas nur passieren?! Waren denn alle die ich beauftragte mit meiner Tochter etwas zu unternehmen solche Stümper sein?! Das Problem war: mir selbst waren die Hände gebunden. Ich konnte nicht meinen Einflussbereich, spricht die Unterwelt, verlassen und von einem Aufstieg in den Himmel wollte ich gar nicht erst anfangen! Warum kamen alle Leute die ich auf meine Filia ansetzte zu spät oder bauten nur Mist? Ich war von Idioten umstellt!





◇ Anastasia ◇

Das Stück näherte sich seinem Höhepunkt und dem baldigen darauf folgenden Ende zu. Die Tone hallten laut und deutlich in der klaren Luft wieder. Die Kälte die den Raum umklammerte spürte ich schon lange nicht mehr. Sie war meine stetige Begleiterin geworden und ich hatte mich an sie gewohnt, so wie man sich an einen lästigen Mitbewohner gewohnt. Das Problem bei der Sache war, dass die Kälte nicht von außen in mejne Knochen eindrang. Nein, sie kam aus mir selbst. Die Kälte war ein Teil von mir geworden. Ich war die Kälte.
Das Lied endete mit einer letzten dunklen C-Note und klnag noch lange im Raum nach. Ich hatte die andere Aura schon seit der Hälfte des Liedes gespürt, gefühlt dass sie mir zu sah und den Klängen lauschte. Ohne mich umzudrehen richtete ich mich an meinen Zuschauer. "Was suchst du hier?" Klang die helle und leise Kinderstimme meiner Selbst die sich seit zwei Jahrhunderten nicht verändert hatte, während meine Finger ein paar neue Noten anstimmten, von denen ich nicht wusste, wo ich die Melodie schon einmal gehört hatte.


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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Do Sep 03, 2015 1:35 am

Midori

Unruhig wälzte ich mich hin und her, murmelte immer wieder einige Namen im Schlaf und flüsterte leise, dass sie mich nicht alleine lassen sollten, dass ich bald wieder da war und ihnen helfen würde. Immer wieder drehte sich im Schlaf alles um meine Familie auf der Erde, darum, dass es mir leid tat, sie so plötzlich da alleine gelassen zu haben und auch darum, dass ich mein Bestes geben würde, alles wieder gut zu machen.
Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich geschlafen hatte, bis ich wieder aufgewacht war. Doch es war auf jeden Fall schön zusehen, dass ich nicht alleine war. Ich setzte mich langsam auf, wobei mir ein weißer Lappen auf dem Schoß fiel. Als ich diesen etwas verwundert musterte und ihn schließlich umgriff, fiel mir auf, dass er ungewöhnlich warm war. Ich legte meine linke Hand auf mein Gesicht und atmete einmal tief ein, ehe ich meine Augen für einen kurzen Moment schloss ich meine Augen und überlegte, was passiert war, da ich mich irgendwie... verwirrt fühlte. Eine große Lücke war in meinem Kopf, welche im ersten Moment nicht direkt füllen wollte. Dann erinnerte ich mich aber wieder. Da war wieder diese Stimme... Ich hatte sie auf der Erde schon unzählige Male gehört, sie warnte mich, wenn ich in Gefahr war, sprach zu mir, wenn sich mein Schicksal abrupt änderte und kam sogar in meinen Träumen vor. Doch dieses mal war es anders als die anderen Male gewesen. Auch die Schmerzen waren anders als zuvor. Sie waren unerträglich und ich hoffte, kein zweites mal solche Schmerzen fühlen zu müssen.
Ich hielt mir meine Hände vor mein Gesicht und rieb mir über die Augen, damit ich mich etwas besser an das Licht gewöhnen konnte. Als dies soweit klappte, sah ich langsam zu Camael, welcher auf einen Stuhl neben meinem Bett saß. „Du bist ja noch hier...“, murmelte ich leise und sah dann etwas zur beiseite, da es mir fast schon ein wenig unangenehm war. Außerdem hätte ich damit nicht gerechnet, dass er so nett war und tatsächlich bei mir geblieben war. Aber wahrscheinlich lag es das nur an seinem 'Ehrgefühl'. Wahrscheinlich konnte er es kaum erwarten, endlich von hier zu verschwinden. Von der kleinen, schwachen, heulenden Nephilim die schon wegen Kopfschmerzen zusammenbrach. Das waren ja super Aussichten auf unser zukünftiges Training. Immerhin mussten Seraphim in der Lage sein zu kämpfen. Sie sollten stark sein und ich? Ich brach schon zusammen, weil ich Kopfschmerzen hatte... So musste es auf jeden Fall für Camael aussehen, auch wenn ich selbst wusste, dass es nicht so war.
„Camael? Was war das? Ich hab diese Stimme schon unzählige Male gehört. In Träumen oder einfach so, aber nie hatte ich so starke Kopfschmerzen wie sonst. Warum ist das so?“, fragte ich ihn, da ich es einfach nicht verstand. Es ergab für mich überhaupt keinen Sinn und alleine der Gedanke an die Schmerzen, ließ mich erschaudern. Ich schloss meine Augen wieder und legte mich langsam zurück in die Kissen, da ich mich unglaublich schlaff und erschöpft fühlte. Wahrscheinlich waren die Ereignisse von gestern und heute doch etwas zu viel. Etwas anderes konnte ich mir in diesem Moment zu mindestens nicht erklären und ehrlich gesagt, wollte ich auch nicht länger darüber nachdenken. Eigentlich wollte ich in diesem Moment überhaupt nichts, als nur da zu liegen und gar nichts zu tun. Mein Kopf fühlte sich eh so an, als würde er jeden Moment platzen, fühlte es sich ganz gut an, mal nichts zu tun. „Und anders als sonst bin ich so müde... Apropos... Wie lange habe ich eigentlich geschlafen?“, fragte ich ihn.


Ophelia

Ich hörte dem kleinen Mädchen dabei zu, wie es am Klavier saß und spielte. Sie hatte in etwa wie gleiche Größe, wie meine kleine Schwester Astera. Auch war sie genauso Musikbegabt wie sie. Astera spielte zwar kein Klavier, doch konnte sie die Harfe spielen wie keine zweite und das obwohl sie so klein war. Doch nachdem sie die Krankheit heim gesucht hatte, musste auf diese Art von Freizeitbeschäftigung verzichten, da es für sie schlichtweg zu anstrengend gewesen wäre. Sie hatte es zwar noch einige Male versucht und sich dabei jedes mal aufs Neue aus dem Bett geschlichen, doch war sie immer wieder zusammengebrochen und hatte es letzten Endes doch verstanden und blieb von alleine liegen.
Ich war etwas zu sehr in meine Gedanken vertieft und hatte erst etwas später gemerkt, dass das kleine Mädchen ihre Stimme erhob. „T-Tut mir leid!“, sagte ich schnell und auch etwas mit der Situation überrumpelt. „Ich wollte dich nicht stören. Ich habe nur die Töne gehört und bin neugierig geworden“, gestand ich und lächelte etwas schief und auch sogar etwas verlegen. „Ich weiß von meiner kleinen Schwester, dass es alles andere als angenehm ist, bei der Musik gestört zu werden... Tut mir leid“, lächelte ich. „Bis irgendwann... vielleicht“, sagte ich, verließ dann aber das Zimmer und schloss leise die Tür hinter mir, um das Mädchen nicht weiter zu stören. Was nun? Am besten sah ich mich hier ein wenig in der Gegend um...
Und so machte ich mich auf den Weg, das riesige Schloss ein wenig zu erkunden und kam nach ca. 10 Minuten an einer Tür an, welche ich etwas zögerlich öffnete. Vor mir erschien ein riesiger Garten -oder zu mindestens das, was davon übrig geblieben war. Er war riesig, doch die Blumen waren alle ausgetrocknet. Es sah so aus, als hätte sich seit Jahren niemand mehr um diesen Ort gekümmert. Schade, er könnte so schön sein.
Da ich Zeit und Langeweile hatte, entschloss ich mich dazu, den Garten wieder in voller Blühte erstrahlen zu lassen. Ich kniete mich vor die Blumen, schloss meine Augen und konzentrierte mich, ehe ich meine Hände ausstreckte und die Pflanzen sich zu regen begannen. Schon in kürzester Zeit erstrahlte der Garten in neuem Glanz. Schwarze Rosen mit dunkelgrünen Stängeln -wie sollte es auch anders sein? Ich pflückte eine der Rosen und lächelte etwas, als ich ihre Schönheit bewunderte, doch plötzlich hörte ich ein lautes Klirren, gefolgt von einem wütenden Schrei, was mich zusammen zucken ließ. Ich brauchte nicht zwei mal hinzuhören um zu wissen, dass es sich dabei um Luzifer handeln musste. Ich stand auf und strich mein langes schwarzes Kleid glatt, ehe ich mit der Rose in der rechten Hand, in die Richtung ging, aus der ich den Lärm hörte. Es ging tief hinunter und bald sah ich Luzifer, welcher aufgebracht durch den Raum schritt. Auf dem Boden lag eine Leiche und ich konnte mir schon denken, was passiert war.
Ein leises Seufzen drang über meine Lippen. „Ein anderer Weg deine Tochter wiederzubekommen wäre sicher einfacher, als sie zu entführen oder in ihren Kopf einzudringen“, sagte ich und deutete dann mit meinem Finger auf den toten Körper des Hexers. Jeder kannte ihn. Sogar im Himmel waren seine Fähigkeiten berühmt berüchtigt. „Deine Methoden verwundern mich schon ein wenig. Deine Tochter ist bei den Menschen aufgewachsen, ohne Familie oder Verwandte. Gerade du, der dieses Volk so sehr hasst wie kein Zweiter, sollte sich mit ihren Methoden auskennen. Es wäre doch dumm etwas zu hassen, was man nicht richtig kennt, oder?“, fragte ich Luzifer und legte den Kopf etwas schief. „Worauf ich hinaus will... Deine Tochter wird wahrscheinlich in einem Waisenhaus groß geworden sein, sollte sie nicht in eine Pflegefamilie gekommen sein. Solche Kinder wünschen sich nichts sehnlicher als ihre leiblichen Eltern kennenzulernen, den Grund warum sie sie weggegeben haben. Ein einfacherer Weg wäre ihr jede Nacht ein und den selben Traum zu schicken, sie zu hypnotisieren, ihr zu sagen, dass sie an einen Ort kommen soll, wo ihr Vater auf sie wartet. Dabei solltest du aber lieber nicht erwähnen, dass du, Luzifer es bist. Immerhin wurde deine Tochter von den Menschen aufgezogen. Diese Vertrauen mehr in Gott als in dich und fürchten dich sogar. Da wäre das ganze doch eher kontraproduktiv“, meinte ich ruhig und wandte meinen Blick dann von Luzifer ab und ging stattdessen zu der Leiche auf dem Boden und kniete mich zu dem toten Mann hinunter. Ich drehte ihn so, dass er auf dem Rücken lag. Ich nahm seine Hände und legte sie friedlich ruhend auf seinen Oberkörper und legte dann die schwarze Rose in seine Hände, ehe ich noch seine Augen zu machte. „Im übrigen ist es genauso kontraproduktiv die falschen Leute zu töten. Er hätte dir dabei behilflich sein können, deiner Tochter die Träume zu schicken. Jetzt wirst du dafür wohl jemand anderes suchen müssen“, sagte ich ruhig und stand dann wieder auf. „Noch was... Solltest du dich tatsächlich dafür entscheiden, in ihren Träumen mit ihr zu sprechen, spreche sie mit ihrem sterblichen Namen an, sonst könnte sie denken, dass die Träume nicht für sie bestimmt sind. Wenn ich mich recht entsinne ist ihr sterblicher Name Midori Kahoko“, sagte ich, nachdem ich kurz in meinem Gehirn rum gekramt, um mich an die letzte Vision zu erinnern. „Und wenn du nicht so voreilig gewesen wärst, hättest du sogar mich in den Himmel schicken können, damit ich sie hier runter gebracht hätte. Doch bezweifele ich, dass ich da oben noch willkommen bin“, seufzte ich. Dann wurde ich aber wieder ernster. „Kaum einer kann deinen Schmerz nachvollziehen. Ich kann nur erahnen wie leer es in dir aussehen muss. Und auch wenn ich dich nicht ausstehen kann, aber dieses Leid wünsche ich nicht mal dir“, meinte ich ruhig und sah ihm tief in die Augen. „Also überleg' dir einen neuen Plan deine Tochter zurückzuholen, als die Leute zu töten, die dir später noch von Nutzen sein könnten.“  
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Di Sep 22, 2015 6:44 pm

○ Camael ○

Das Licht fiel warm durch das Fenster auf die schlafende Nephilim und verlieh ihr etwas einzigartiges, etwas was ich nicht genauer in Worte fassen konnte. Den Kopf schreg angewinkelt, musterte ich sie und kam nicht drumrum die vorherige Situation nochmals zu überdenken. Es lief alles zum wiederholten mal vor meinem geistigen Auge ab und ich kam immer noch zu dem Entschluss, dass es sich dabei um einen Dämonen handeln mussten, der meine Schülerin heimsuchente. Nur warum in aller Himmels Namen sollte er das tun und was hatte ein Dämon davon einen Engelschüler heimzusuchen? Ich legte meine Hand auf die Wange Midoris und fühlte ihre hohe Temperatur. Daraufhin nahm ich den Lappen von ihrer Stirn und tauchte ihn in das kalte Wasser, ehe ich ihn ihr wieder auflegte. Etwas von der kühlen Flüssigkeit rann an ihrer Schläfe entlang.
Im Stillen glaubte ich, dass sie ihr Äußeres von ihrem himmlischen Elternteil geerbt haben musste, so makellos wie es war. Doch dass sie ihr Gesicht bei ihrem Schlaf verzog, ließ mich in Sorge geraten. Sie wurde unruhig, begann zu murmeln. Wahrscheinlich musste sie die Geschehnisse erst noch verarbeiten, also ließ ich sie schlafen. Während der ganzen Stunden bis zum Mittag als sie erwachte, wartete ich bei ihr. Inzwischen hatte ich mir einen Stuhl genommen und neben ihr Bett gestellt um mich dort nieder zu lassen, statt wie zuvor auf ihrer Bettkante zu sitzen. Als sie mich erblickte, schien es mir als wäre kurz ein Lächeln über ihre Züge gehuscht. Dann setzte sie sich auf, stand dabei noch sichtlich neben sich und erinnerte sich scheinbar nur nach und nach an den Vorfall. Ich stand auf, ging zu einem kleinen Tisch auf dem ein Glas stand und ging zurück zu Midori, um ihr das Glas welches gefüllt mit Wasser war, auf die Nachtkomode zu stellen. Ich setzte mich nun wieder in aufrechter Haltung hin und ließ meiner Schülerin Zeit sich zu sammeln. Dann richtete sie sich an mich und schien verwundert darüber, dass ich bei ihr war. "Natürlich bin ich hier, ich bin dein Mentor." Antwortete ich ihr ruhig und sah ihr entgegen. Es war nicht nur so, dass ich ihr gegenüber verpflichtet war. Ich würde für sie bürgen, für sie einstehen. Es war wie ein ungeschriebenes Gesetz, dass ich sie nun unter meine Fittiche nehmen musste und für sie gerade stehen musste. Selbst bis über ihre Ausbildung hinaus würde ich ihr beratend zur Seite stehen und ihr Unterstützung geben. Denn Mentor wurde man nicht auf eine gewisse Zeit, Mentor war man sein Leben lang.
Midori sprach mich auf den Vorfall an und ich hörte heraus, dass die Stimme welche zu ihr gesprochen hatte dies nicht zum ersten Mal getan hatte. Dann versetzte mich ins überlegen und ich durchforstete mein Gedächtnis nach mir bekannten Fällen, in welchen ein Engelschüler jemals von einem Dämonen heimgesucht wurde. Das schloss logischer Weise auch Fälle nephilimnischen Ursprungs mit ein, jedoch war mir sowas zuvor noch nie zu Ohren gekommen. Bei Menschen, ja. Aber bei Nephilim, nein. "Das kann ich dir nicht sagen. Es ist mir neu, dass es Unsereis überhaupt passieren kann." Hatte ich noch grübelnd auf den Boden gestarrt, ehe ich dann mit den folgenden Worten zu Midori sah. "Midori, die Stimme gehört einem Dämon. Du hast sicherlich schon von Besessenen in deiner Welt gehört und von daraus resultierenden Exorzismen. Das betraf bis her nur Menschen... du scheinst da eine Ausnahme zu bilden. - Wir müssen es dem Rat mitteilen, vielleicht wissen sie was dagegen zu tun ist. Exorzismus ist nicht mein Fachgebiet, es schneidet zu sehr in die Menschenlehre ein. Aber ich bin mir sicher Uriel oder Raphael werden da mehr Wissen zur Verfügung haben." Antwortete ich meiner Schülerin im vertrauten Ton. Doch als sie meinte, dass sie anders als sonst müde sei runzelte ich die Stirn. "Ich werde versuchen mehr darüber heraus zu finden." Versicherte ich ihr und stand auf. Auf ihre Frage wie lange sie geschlafen hatte erwiderte ich. "Bloß einige Stunden. Wenn du dich in der Lage dazu fühlst kannst du etwas essen gehen, es müsste mittlerweile angerichtet sein." Sah ich auf die im Bett liegende.



○ Luzifer ○

Mein Blut kochte, ich sah rot. Wenn ich zu meiner Tochter sprach, hatte es ihr nie so sehr Schmerzen zugefügt. Sobald ich mir jemanden suchte der es für sie völlig schmerzfrei gestalten sollte, waren die Qualen die sie erlebte nicht auszuhalten! Ich würde diesen Sohn einer räudigen Hündin wiederholen, um ihn dann noch mals seines Lebens zu berauben. Diese Mal allerdings langsamer, qualvoller. Er sollte erleben was es bedeutet sich nach dem Tod zu sehnen. Ich hörte eine Stimme und ordnete sie Ophelia zu. Ich sollte Recht behalten, denn stand der mickrige Engel in der Halle und deutete auf den Leichnam zu keinen Füßen, während er mich mit seinen Worten nur noch mehr verärgerte. "Halt dein vorlautes Mundwerk und misch dich nicht in meine Angelegenheiten ein!" Knurrte ich sie fixierend, ehe ich mit Abscheu auf den toten Körper blickte. "Nur weil ich dich zu meinem Vergnügen am leben halte, bedeutet dass nicht, dass ich dich auslöschen werde, sobald du mir auf den Sack gehst!" Konnte ich die Wut mit der ich geladen war nur schwer unter Kontrolle bringen. Die Hände fest vor Zorn zu Fäusten geballt atmete ich schwer. Ich dachte an den letzten Engel der vor Jahrhunderten an mich gebunden war. Bei diesem hier würde es scheinbar nicht anders verlaufen. Die Worte des Engels brannten immer mehr und mehr in meinen Ohren! "Glaubst du wirklich ich hätte diesen Trottel nötig gehabt?! GLAUBST DU ICH WÄRE NICHT SELBST IN DER LAGE MIT IHR IN VERBINDUNG ZU TRETEN?!" Platze es aus mir heraus und ich brüllte Ophelia entgegen. Der Boden begann zu beben. Donnernde Klänge waren aus dem Inneren des Grunds zu hören hallten durch den Saal und die Mamorplatten rissen auf. Tief ragten die Spalten hinab in die Tiefen der Höllenfeuer. Mir wurde heiß, kochendheiß! Eh ich mich versah stand ich in Flammen. Meine Hörner wuchsen sichtlich und die schwarzen Schwingen die ich mir selbst verschafft hatte kamen nun in voller fürchterlicher Pracht zum Vorschein. Feuer grenzte den Raum ab, von der Decke bröckelte es durch das dröhnende Beben. Meine Stimme klang noch tiefer, noch lauter als sonst. "Du weißt gar nichts über mich." Sah ich die andere aus düsteren Augen an. Ich spürte nichts mehr, außer das unstillbare Verlangen meine Tochter endlich bei mir zu wissen. Ich sehnte mich seit schon so langer Zeit nach einer Familie und es würde mir auf immer verwehrt. Das Verlangen brodelte wütend in meinen Adern. Meine Hand nach dem Leichnam ausstreckend bewirkte ich, dass seine Seele wieder in ihre Hülle einkehrte. Der Schwarzmagier schlug die Augen auf, zog gierig die Luft in seine Lungen. Mit einer weiteren Bewegung setzte ich ihn Flammen, die anders als bei mir, ihm Schmerz erfüllte Schreie aus seiner Kehle stießen ließen. Mit einer ruckartigen Bewegung sah ich zum Engel der gefangen saß, vom Feuer und brennenden Bruchteilen eingekesselt. "IST ES DAS WAS DU DIR WÜNSCHST? SOLL ICH ALL DIE TOTEN ZURÜCKHOLEN?!" Ein finsteres Grinsen legte sich auf meine Lippen. Die Schreie verstummten qualvoll. "Diese Idee gefällt mir." Der inzwischen verbrannte leblose Körper des Magiers begann sich darauf hin in unnatürlichen Bewegungen aufzurichten. Es knackte und knirschte bei jeder Muskelregung als gingen die Knochen zu Bruch. Die Haut war schwarz versenkt von den Flammen und der Körper rauchte noch. Es stank nach verbranntem Fleisch und ich setzte diesem Geruch sofort mit den Hexenverbrennungen in Verbindung. Der Körper bewegte sich zwar, jedoch besaß er längst kein Eigenleben mehr. Mit weißen, toten Augen packte er den Engel und bohrte seine mit Brandblasen übersähten Finger klauenartig ins Fleisch der Schwarzhaarigen. Immer noch grinsend verengte ich die Augen zu Schlitze. Der Mund der Leiche öffnete sich und schwarzer blutiger Speichel rann sein Kinn herab.
"...Luzifer...!" Drang es leise durch das knistern des Feuers und dannern des Bodens zu mir. Ich ignorierte die Stimme gekonnt und sah mir genüsslich das Spektakel an.




◇ Lilith ◇

Mitten auf dem Weg zur kleinen Eiskönigin waren leichte Erschütterungen im Gang zu spüren die ich zuerst nicht ganz wahr nahm. Iritiert hielt ich an und drehte mich um, dass mein breiter Reifrock von meiner Bewegung nachschwung. "Was zum...?" Entfleuchte es mir ehe ich verstand, als ich duch die Fenster im gegenüberliegenden Gebäude die Scheiben von einer Druckwelle aus hellleuchtenden Flammen zersprangen. Ich ließ daraufhin einen Stoßseufzer aus und begann kehrt zu machen. Je näher ich kam, desto stärker schien das Beben zu werden. Ich begann zu rennen, was in diesen Overknee-Stiefeln einiges an Körpergefühl und Balance abverlangte. Doch jahrtausend langes Üben ermöglichte es mir so schnell ich konnte auf die große Halle zuzusteuern. Die Tore waren verschlossen, doch glühte das Metall orang auf von der Hitze im Raumesinneren. Sauer verzog ich das Gesicht und begann gegen das Tor zu hämmern. Doch kaum hatte meine Faust das Metall berührt zog ich sie reflexartig zurück. "Ah!" Zog ich scharf die Luft ein und hielt mir die Hand. Das verdammte Metall war so heiß, dass ich mich doch glatt verbrannt hatte! "Verflucht!" Fauchte ich ärgerlich und sah dann zu den Toren auf. "LUZIFER!" Rief ich. "LUZIFEEER!!!" So laut ich konnte schrie ich mir meine Seele auf dem Leib, doch geschah nichts. Na ganz große Klasse! Es war nicht so, dass es mir großartig störte dass er einen Wutausbruch erlitt und andere Dämonen wären jetzt besser aufgehoben wenn die das Weite suchen würden. Doch handelte es sich herbei um meine Inneneinrichtung die er da ruinierte! Und wer durfte es am ende wieder einrichten und hatte den ganzen Stress der Aufräumarbeiten? Na wer wohl: Ich!

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mi Sep 23, 2015 7:21 pm

Midori

Camaels Antwort störte mich irgendwie. In meinen Ohren klang das ganze so, als wäre er nur bei mir geblieben, weil er mein Mentor war. Gut, wahrscheinlich war es wirklich so, aber trotzdem störte mich das ganze ein wenig. Ich wusste zwar nicht so recht warum, aber es war einfach so. Ich sollte mir deswegen wohl besser keinen Kopf zerbrechen, immerhin hatte ich momentan genug andere Dinge an die ich denken musste, da konnte ich mich nicht noch mit so etwas eigentlich völlig unbedeutendes herumschlagen.
Da ich ja mittlerweile wieder im Bett lag, konnte ich gut an die Decke starren, auch wenn es eher der Saum des Himmelbettes war. Dann wanderte mein Blick aber zu dem Glas mit dem Wasser, welches auf einem der Nachtschränkchen stand. Ich setzte mich langsam wieder auf und nahm einen Schluck. Ich behielt als ich fertig war, das Glas in meinen Händen und starrte etwas auf das Wasser. Gedankenverloren dachte ich über Antworten nach. Ich hatte wieder so unzählige Fragen, die zu meinem Pech nicht einmal Camael beantworten konnte. Er meinte zwar, dass er Raphael und Uriel fragen würde, doch hatte ich dieses dumpfe Gefühl, dass nicht mal sie uns weiterhelfen konnten. Ich wünschte mir zwar, dass es nicht so war, doch tief im Inneren kannte ich schon jetzt, wie das ganze Enden würden.
Ich hielt das Glas etwas fester umgriffen, drehte aber Däumchen und kaute mir nervös auf der Unterlippe herum. Das Camael noch mit mir sprach nahm ich kaum noch mit. Ich verstand nur irgendwas von Essen und angerichtet. Er war mittlerweile aufgestanden und mir blieb nicht mehr allzu viel Zeit, dann würde Camael wieder verschwunden sein, also räusperte ich mich kurz und schluckte den Klos in meinem Hals so gut ich konnte runter. „Ähm... Camael...“, begann ich und wurde zunehmend nervöser. Blickkontakt hielt ich auch keinen, da mir das ganze doch mehr als unangenehm war. „Also... wegen vorhin... Tut mir leid...“, sagte ich. „Ich wollte dir mit meinen ganzen Fragen nicht zu nahetreten und schon gar nicht wollte ich schlecht über Uriel reden“, murmelte ich. „Ich bin mir mittlerweile im Klaren darüber, dass du es dir ebenso wenig wie ich es ausgesucht hast, hier zu sein.“ Ich sah nach wie vor nicht zu meinem Mentor hinauf, da mich das nur noch nervöser gemacht hätte. „Danke, dass du mich unterrichtest... Ich bin froh, dass ich die Chance habe, ausgerechnet von dir unterrichtet zu werden. Ich werde mir in Zukunft mehr Mühe geben und dir versprechen, dass ich immer mein Bestes geben werde. Ich bin zwar nicht die klügste und kann auch sehr ungeschickt sein..., aber ich dankbar von einem so großartigen Lehrer wie dir unterrichtet zu werden“, sagte ich und traute mich am Ende Camael mit einem Lächeln auf den Lippen in die Augen zu sehen.


Ophelia

Es war wahrscheinlich für jeden im Schloss fühlbar, wie Luzifers Stimmung umschlug. Seine ganze Energie veränderte sich. Wurde dunkler. Kälter... aber auch irgendwie... heißer. Seine Nähe ließ meine Haut brennen und eine unerträgliche Hitze erfüllte den Raum. Aber nicht nur seine Stimmung änderte sich schlagartig sondern auch sein Aussehen. Seine Hörner wuchsen ein ganzes Stück und zwei riesige Schwingen prunkten aus seinem Rücken und hatten eine Größe, die ich noch nie zuvor bei irgendeinem Engel gesehen hatte. Kein Wunder warum Luzifer ein so großes Selbstvertrauen hatte...
Meine Aufmerksamkeit klebte nicht allzu lange an Luzifers angsteinflößender Gestalt, denn plötzlich erhob sich der bis eben noch Tote Hexer. Er schrie schmerzerfüllt auf, als er in Flammen stand und ich weitete meine Augen. Die Knochen des Hexers knackten, als würden sie alle nacheinander brechen. Das Knacken wurde erst dann weniger, als der bis eben noch tot geglaubte Magier in einer mehr oder weniger aufrechten Position stand. Ich blickte ihm tief in die Augen und erstarrte zeitweilig, als der Kerl seine Hände nach mir ausstreckte. Noch bevor ich hätte reagieren können, vergrub er seine Finger in meinem Hals und drückte mir die Luft ab. Ein schmerzerfülltes Keuchen drang über meine Lippen und ich kniff meine Augen für einen kurzen Moment zusammen. Ich konnte den Schmerz kaum beschreiben, doch wusste ich, dass er nahezu unerträglich war und es mit jeder Sekunde immer schlimmer wurde.
Langsam nahm der Typ eine Hand von meinem Hals und schlug mir mit seiner Faust in den Bauch, weswegen ich mich sofort krumm machte und sogar Blut spucken musste. Ich sog die Luft tief ein und noch bevor ich weiter hätte reagieren können trat mich der Kerl und ich fiel zu Boden. Ich wollte mich eigentlich sofort aufrappeln, doch wurde bevor ich auch nur daran denken konnte, verhinderte sein Fuß auf meinem Bauch, dass ich mich bewegen konnte. Der Hexer zog einen Dolch aus seiner Manteltasche und umgriff diesen fest mit seiner Hand, als eben diese auf mich zu schnellte.


Azul

Kaum einer hatte das Beben nicht mitbekommen. Auch Luzifers Gebrüll war im ganzen Schloss zu hören und eigentlich würde jeder mit einem gesunden Verstand den Kerl meiden, doch da ich immer auf der Suche nach einem Kick -und auch einfach unglaublich neugierig- war, entschied ich mich dazu, runter in den Keller zu gehen um dem ganzen Spektakel zuzusehen. Ich konnte mir schon denken, warum Luzifer so sauer war. Nur ein einziges Thema brachten diesen Mann derart in Rage. Seine Tochter. Es hatte mich ehrlich gesagt auch gewundert, dass er Lilith nicht den Kopf abgerissen hat, als sie ohne seine Tochter ins Schloss zurückgekehrt war. Immerhin kannte unser Chef bei diesem Thema keine Gnade.
Ich war unten im Keller angekommen und je näher ich meinem Ziel war, desto stärker war das Beben und umso lauter waren Luzifers wütende Schreie. Wie sich wenig später herausstellte, war ich auch nicht der einzige, welcher sich hier unten befand. Vor der riesigen Tür, welche zwischen den Flur und den Raum voneinander trennten, stand Lilith, welche ihre scheinbar verletzte Hand hielt und alles andere als begeistert aussah. Als ich bei ihr angekommen war hob ich eine Augenbraue hoch und sah von ihr und ihrer verletzten Hand zu der schweren Tür, ehe ich sie einfach auslachte. „Ihr Weiber seit alle so selten dämlich!“, grinste ich sie frech an, trat dann aber mit einem heftigen Schwung die Tür mit meinem Fuß auf. Sofort gab die Tür nach, flog sogar aus den Angeln. Mein Blick wanderte sofort durch den Raum und ich sog tief die Luft ein. Was ist denn hier passiert?! Der Raum war kaum noch wiederzuerkennen! Überall waren Dornenranken, vereinzelte schwarze Rosen und auch Feuer war zu erkennen. Ich trat einen Schritt näher rein und erkannte Luzifer, Ophelia und einen unserer Hexer. Doch schien dieser tot zu sein. Spitze Dornenranken hatten seinen Körper förmlich durchlöchert und ihn auf diese Art und Weise vollkommen entstellt.
Mein Blick verweilte schließlich bei Luzifer und Ophelia. Letztere drehte ihren Kopf langsam in unsere Richtung. Sie schien wissen zu wollen, wer die 'Eindringlinge' waren und da sie ja mit dem Rücken zu uns gewandt stand, konnte sie erst einen Blick auf uns werfen, als sie sich mit dem Kopf drehte, doch blieb ihr Körper nach wie vor auf ein und dem selben Fleck stehen. Als ich ihr in die Augen sehen konnte, sog ich tief die Luft ein, da mir erst jetzt die wirklichen Ausmaße der Zerstörung hier klar wurden.
Ophelia war bereits so weit und hatte blutrote Augen, aus denen ebenso rote Tränen rannen und sich ihre Wege über ihre Wangen bahnten. „Ich glaube wir sollten gehen...“, sagte ich an Lilith gewandt und dachte gar nicht erst daran ihr Zeit zum Antworten zu lassen. Ich hatte sie mir einfach über die Schulter geworfen und wandte Luzifer und Ophelia schon den Rücken zu. Kurz vor der Tür -oder dem, was davon noch übrig geblieben war- blieb ich stehen, da ein dumpfes Geräusch zu hören war. Ich drehte meinen Kopf nach hinten und sah, dass Ophelia auf die Knie gefallen war. Ihren Kopf ließ sie hängen und schien ihr Gesicht scheinbar in ihren Händen vergruben zu haben. Kurz sah ich noch zwischen ihr und Luzifer her, ehe ich mich wieder Lilith auf meinen Schulter zu wand und einfach ging.
Gerade als ich ein paar Meter gegangen war, erfüllte die Gänge ein lauter und qualvoller Schrei, welcher scheinbar von Ophelia ausgestoßen wurde. Ein Schrei, der nur zu gut heraushören ließ, wie schlecht es seinem Besitzer ging. Wundern tat mich diese Reaktion nicht. Das Engelchen kam nicht damit klar, dass es anders als die anderen Engel war und verlor oft bei Kämpfen die Kontrolle über sich. Wurde blutrünstige und zeigte keine Gnade. Ihr machten diese Fähigkeiten Angst. Sie hasste sie, weil sie dies wieder deutlich von den anderen Engeln abhob. Sie wollte dazugehören und besonders dieser Charakterzug von ihr würde dafür sorgen, dass sie das blieb war sie war. Ein Monster.
Ich hatte mit Lilith den Keller verlassen und war in der ersten Etage angelangt. „So, wo darf ich ihre Hoheit denn hinbringen, dass Gemach der Dame oder wollt Ihr vielleicht noch Speisen?“, fragte ich sie frech grinsend, konnte ihr dabei aber 'leider' nicht in die Augen sehen, da Lilith nach wie vor über meiner Schulter hing und ihr Hinterteil das einzige war, wohin ich gucken konnte. Aber hey, darüber wollte ich mich nicht beschweren, sie hatte immerhin einen richtigen Knackarsch. Ich war ja schon am Überlegen, ob ich ihr nicht einfach auf den Hintern schlug, doch hatte ich keine Lust auf eine Ohrfeige von ihr -ohne scheiß, dass Weib wusste, wie man jemandem eine klebte! Aber ich mochte ja feurige Frauen, mit denen wurde es nie langweilig~
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mi Sep 23, 2015 10:53 pm

○Camael

Midori hatte sich das Glas, welches ich ihr auf ihren Nachttisch gestellt hatte, genommen und hielt es nun in beiden Händen fest, während sie mir zuhörte. Dabei kam ich nicht drumrum zu glauben, dass sie mir nicht so recht zuhörte, wobei ich es ihr nicht nach sah. Sie hatte schließlich eben noch einen Dämonen in ihrem Verstand gehabt, da war es nicht verwunderlich wenn man nicht mit voller Aufmerksamkeit allem folgen konnte. Auf meinen Namen hin reagierte ich, indem ich zu Midori sah welche jedoch den Blick von mir abwand. Kurz wunderte ich mich über diese Geste, ehe sie sich wegen ihres vorherigen Verhaltens entschuldigte. Damit kam ich noch zurecht. Es war nicht so dass ich es erwartet hätte, aber ganz ausgeschlossen hatte ich es auch nicht, weshalb ich mit einem gefassten jedoch auch um Freundlichkeit bemühten Nicken antwortete, dass ich es zur Kenntnis genommen hatte. Ich hatte auch überlegt ihr etwas zu sagen, doch fehlten mir die Worte, angesichts ihrer Erkenntnis und wenn ich ehrlich war, war ich noch nie darin gut gewesen meine Gefühlswelt auszudrücken. Doch was dann über die rosigen Lippen der jungen Nephilim kam, ließ mich aus allen Wolken fallen. Die Blonde bedankte sich dafür, dass ich ihr Mentor war - sie hatte sich bedankt[/i]. Ich sah ihr einen Augenblick lang überrascht entgegen. Sie hatte sich zu einem Lächeln durchgedrungen. Ich sah ihr einen weiteren Augenblick lang entgegen. Dann fasste ich mich, schluckte, sah kurz von ihr weg, ehe ich dann schließlich doch nicht den Blick von ihr abwenden konnte. "Du sagtest vorhin, du wärst nicht 'vollwertig', da du als eine Nephilim geboren bist. - Ich stehe immer noch zu dem was ich gesagt habe. Du bist ein genauso wertvolles Mitglied wie sonst irgendein Engel auch. Durch unsere Adern fließt das selbe Blut. - Vergiss das nicht." Sprach ich im sanften Ton und sah unbewusst mit einem versöhnenden Lächeln auf die im Bett liegende hinab. Dann wandte ich mich zum gehen, hielt auf der Türschwälle inne. "Wenn es dein Wunsch ist, können wir gemeinsam zu Raphael und Uriel gehen, sobald es dir besser geht und du dich in der Lage dazu befindest." Sagte ich ohne zurück zu dem Mädchen zu sehen und ging dann hinaus in den Flur, wo ich die Tür sachte hinter mir schloss.



[b]○ Luzifer ○


Es verschaffte mir eine abartige Genugtuung zu sehen, wie der Leichnam unter meinem stummen Befehl auf das Engelchen losging. Es belustigte mich schon beinahe und dazu hatte ich das Himmelsgeschöpf ja auch schließlich bei mir behalten: zu meinem persönlichem Vergnügen. Doch als es dann interessant wurde als es zu Boden fiel und der Tote den Dolch auf die zurasen ließ, war ich von der plötzlichen stoppenden Bewegung irritiert. Schnell war eine Dornenranke ausgemacht die den verbrannten Arm umschlungen hatte und davon abhielt die Metallklinge ins Fleisch der jungen Frau zu versenken. Ich sah mie sas Spektakel genüsslich an, wie die Hülle des Magiers versuchte sich frei zu zerren und schneiden. Immer mehr Ranken schienen aus dem Nichts zu kommen und immer wieder ein neues Hindernis darzustellen. Doch dann hatte er das engelchen doch noch erreicht, hob den Arm um ihn erneut zu zustoßen, doch wurde er selbst von einer Ranke druckbort, die wie ein Geschoss durch den Körper stieß. Weitere Ranken begannen den Magier nun zu umschlingen und wegzuziehen. Ein breites schreges Grinsen formte sich auf meinen Lippen. Ich entzog der Leiche meiner Kraft und so war sie nun leblos wie sie sein sollte zwischen dem Gestrüpp von Dornen und schwarzen Rosen gefangen. Meinen Blick auf den Engel heftend, bemerkte ich dass sie begonnen hatte zu weinen. Noch nicht Tränen. Es war Blut was aus ihren ebenso roten Augen quoll und über ihr Gesicht rann. Ich trat auf sie zu, da sprang das Tor aus den Angeln und Azul stand plötzlich im Raum. Unbeeindruckt von ihm richtete ich mich nun wieder dem anderen Wesen vor mir zu und erkannte es wieder als Individuum, als Ophelia an. Meine Rage war vorbei, doch die Flammen in der großen Halle brannten noch lichterloh und der Rauch sammelte sich bereits an den hohen Decken. Als Ophelia auf die Knie fiel und ihr Gesicht in die Hände vergrub, wusste ich sie war gebrochen. "Aber aber Liebes." Tröstete ich sie unter Vorbehalt meines selbstsicheren Grinsens, als sie mit einem Schrei ihren angestauten Gefühlen Platz verschaffte. "Willst du nun doch nicht mehr, dass ich sie zurück hole?" Stellte ich die rhetorische Frage und stand nun unmittelbar vor ihr. Ich ging in die Hocke. "Wäre es nicht wunderbar, wenn ich das mit allen Dahingeschiedenen machen würde?" Raunte ich ihr entgegen. Dann wurden meine Züge ernst und ich streichelte ihr über den Kopf. "Siehst du denn nicht welche Macht in dir steckt? Welch eine besondere Begabung du besitzt?" Strich meine Hand über ihre Wange zu ihrem Kinn und hob es sahcte jedoch fordernd an, sodass sie mich ansehen musste. "Welch ein Geschenk die zuteil wurde?"




◇ Lilith ◇

Immer noch teilweise ratlos und teilweise verärgert stand ich vor dem verschlossenen Tor, als ich Schritte hörte die sich mir näherten und Azul der mich wegen meiner verbrannten Hand auslachte. Empört stieß ich Luft aus und stemmte die Fäuste gegen die Hüfte. Wütend über sein unnötiges Kommentar warf ich ihm einen dementsprechenden Blick zu. "Sieh lieber zu dass du das Tor... !" Fauchte ich ihm entgegen, doch noch bevor ich zuende sprechen konnte hatte er bereits seines Amtes gewaltet und mit solch einer Wucht die Tore aus den Angeln gerissen, dass sie im Innenraum landeten. Ich lugte in den Raum hinein und mir fiel die Kinnlade vor Entsetzen hinunter. "Meine Vorhänge!" Klagte ich so verzweifelt wie man es nur sein konnte und packte mir an den Kopf. Nein, nein, nein, nein, nein! Alles, absolut ALLES war nicht nur verbrannt, womit ich ja noch gerecht hätte, es war auch von dicken Wurzeln und Ranken bewachsen! Wie sollte ich dieses Zimmer jeh in seinen alten Zustand bringen? Konnte mir das einer mal verraten?! Immer noch ungläubig in meiner Position verharrend, meinte Azul zu mir dass wir gehen sollten, doch ich dachte gar nicht daran! "Gehen?!" Dann urplötzlich wurde ich von zwei starken Händen über eine Schulter geworfen und eilig weggetragen. "Lass mich runter! Hörst du?! Lass mich gehen!" Trampelte und hämmerte ich zu Anfang noch gehen Azuls Rücken, gab es dann jedoch schnell auf und sah wehleidig dem immer kleiner werdenen Raum hinterher, bis mir um eine Ecke bogen und er sich völlig meinem Sichtfeld entzog. Mit dem Arm an den Rücken meines Entführers gestützt legte ich meine Wange deprimiert auf meine Faust ab und ließ die andere Hand baumeln. Großartig. Das waren ja tolle Aussichten da drinnen gewesen. Eines stand für mich schon mal fest: den Scheiß würde ich nicht wegmachen! Das war nicht auf meinem Mist gewachsen.
Im ersten Stock richtete sich Azul an mich und fragte ob er mich in meinem Zimmer absetzen sollte, oder im Speisesaal. "Weder noch! Ich war auf dem Weg zum russischen Dämonenkind, bring mich dort hin - oder besser noch, lass mich selbst laufen!" Ließ ich meinen Frust den ich bei dem Anblick meiner zerstörten Innenarchitektur gesehen hatte an dem Dämon aus. Dann hatte ich einen Sinneswandel und lugte über seine Schulter. Aha! Erwischt! Genervt ließ ich wieder locker und begann ins Leere zu starren. "Die Aussicht scheint dir ja zu gefallen." Spielte ich schnippisch auf meinen Arsch an, der nicht weit entfernt von seinem Blickwinkel lag. "Pff... Kerle, sind doch alle gleich." Ließ ich meine Stimme bewusst abwertend klingen, konnte mir aber ein dazu im Kontrast stehendes Grinsen nicht verkneifen, als ich Azul Contra gab.


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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Do Sep 24, 2015 6:21 pm

Midori

Ich hörte Camael in aller Seelenruhe zu, dachte aber auch etwas über seine Worte nach. Ich empfand mich nach wie vor nicht vollwertig. Immerhin floss das Blut eines Menschen durch meine Adern, zwar auch dass eines Engels, aber vielleicht war es ja nicht annähernd so doll ausgeprägt, wie bei richtigen 'vollwertigen' Engeln... Hmm... Vielleicht konnte ich ja noch in ein paar Büchern etwas darüber nachlesen, oder ich würde einfach Curio später etwas darüber ausfragen -sofern wir uns heute noch trafen. Camael hatte ja immerhin gesagt, dass ich einige Stunden geschlafen hätte. Das heißt es musste Mittags sein. Da war Curio vielleicht noch mit seinem Training beschäftigt und ich selbst war nach wie vor noch ziemlich müde, weshalb ich mich später wohl direkt hinlegen würde. Immerhin wollte ich morgen topfit sein, wenn Camael mir wieder etwas beibringen wollte. Besonders wenn er mit mir das körperliche Training begann musste ich vollkommen gesund sein, anders könnte ich keine 100%ige Leistung erbringen und eben das hatte ich Camael ja noch versprochen und was ich versprach, dass würde ich auch einhalten! Davon wollte ich Camael unbedingt überzeugen. Es war mir wichtig, dass er wusste, dass er sich auf mich verlassen konnte.
Ich sah wieder in Camaels Gesicht, doch was ich dann erblickte, ließ mich schwer schlucken, während mein Herz unglaublich schnell am Rasen war. Ich hatte nicht mit diesem versöhnenden Lächeln gerechnet und auch sein sanfter Tonfall war mir neu. Ich hatte nichts dagegen, keinesfalls, allerdings war es trotzdem irgendwie seltsam... Immerhin hatte ich Camael als einen ganz anderen Mann kennengelernt. Doch beschweren wollte ich mich nicht. Im Gegenteil. Es war irgendwie ganz schön zusehen, wie er langsam damit begann Gefühle zuzulassen. Das würde die Zeit, die uns noch bevor stand umso spannender und wahrscheinlich auch schöner machen. Wer mochte schon emotionslose Lehrer, mit denen man nicht hier und da ein bisschen Quatsch machen konnte? Ich bezweifelte zwar, dass man mit Camael -wie man so schön sagt- Pferde stehlen konnte, doch war ein Lächeln doch ein ganz guter Anfang. Und er hatte ein wirklich sehr schönes Lächeln. Er wirkte dadurch tatsächlich... wie ein Engel. Einer wie sich kleine Kinder sie ausmalten. Warmherzig, sanft, verantwortungsbewusst. Mit bloß einem einzige Lächeln schaffte Camael all dies auszustrahlen. Das war irgendwie... bemerkenswert...
Ich sah meinem Mentor kurz geistesabwesend nach und ließ einiges an Zeit verstreichen. Doch dann schüttelte ich den Kopf und robbte langsam zum Rand des Bettes, ehe ich mich aus eben jenem erhob. Anfangs war ich noch etwas wackelig auf den Beinen, aber ich fand relativ schnell das Gefühl in den Beinen wieder und ging langsam zur Tür, welche ich öffnete. Camael war bereits weg, was mich allerdings nicht wunderte. Er meinte, dass Essen müsste bereits fertig angerichtet sein und da ich heute Morgen noch nichts gegessen hatte, war es eine willkommene Abwechslung für mich, mal wieder den Speisesaal betreten zu können!
Gesagt, getan. Ich war im Speisesaal angekommen, nahm mir etwas zu Essen und setzte mich an einen freien Tisch, stocherte aber die meiste Zeit nur in meinem Essen herum, da ich nicht aufhören konnte, an heute zu denken. Das mit dem Dämon lag mir irgendwie noch immer schwer im Magen.


Ophelia

Ich fühlte mich mit der Situation sichtlich überfordert und schaffte es einfach nicht mit dem Weinen aufzuhören. Ich konnte nicht beschreiben, wie sehr es in diesem Moment am Schmerzen war. Es war, als würde mir der Schmerz die Luft abschnüren. Es war ein grauenhaftes Gefühl, zu denken, dass man jeden Moment an seinen eigenen Tränen ersticken könnte und doch rannen sie unaufhaltsam meine Wange hinunter. Hunderte von Fragen bildeten sich in meinem Kopf und ich fand auf keine einzige von ihnen eine Antwort, was mich nur noch mehr frustrierte. Wie lange würde ich das hier unten noch aushalten können, bevor ich aufgeben würde? Wie lange konnte ich meinen Geist noch aufrecht erhalten und wann würde ich einen Schlussstrich unter die Sache ziehen? Konnte ich das überhaupt so einfach oder würde mir Luzifer vorher noch im Weg stehen und es mir nicht gestatten? Würde er mich wiederholen, sollte er zu spät sein? Ich hatte keine Ahnung.
Ich nahm es nur am Rand wahr, wie Lilith und Azul den Raum betraten und ihn auch schon kurz darauf wieder verließen. Viel zu sehr war ich damit beschäftigt, meine Gedanken neu zu ordnen. Ich versuchte zu verarbeiten, was gerade geschah, wozu ich tatsächlich in der Lage war. Ich erkannte mich selbst kaum wieder. Wie musste das Bild dann erst von außen hin wirken? Wie wirkte ich auf andere Leute? Man brachte mich mit Worten wie 'Monster' in Verbindung... Ich denke, dass war eine recht passende Umschreibung für das, was mit mir passiert, sollte ich meine Fähigkeiten nicht mehr kontrollieren können.
Ich begann Luzifer zuzuhören, ignorierte dabei allerdings seine provokanten Kommentare, da es mir egal war, wie sehr es ihn amüsierte, mich so zusehen. Erst als Luzifer mein Kinn anhob galt ihm meine volle Aufmerksamkeit. Ich war ihm gezwungen in die Augen zusehen, konnte meine Tränen aber noch immer nicht ganz versiegen lassen. Im Gegenteil. Ich befreite mich aus Luzifers sanften Griff und fiel ihm dann tatsächlich in die Arme. Ich legte meine Hände und meinen Kopf an seine Brust und weinte weiter. „Ich will diese Fähigkeiten aber nicht haben! Ich will kein Monster mehr sein!“, schluchzte ich. „Ich will mich nicht von den anderen unterscheiden! Ich will dazugehören und meinen Platz finden!“, sagte ich weiter und drückte mich etwas dichter in Luzifers Arme. Warum musste das ausgerechnet mir passieren?! Warum musste ich mich so sehr von den anderen unterscheiden?! Warum konnte ich nicht einfach in Ruhe mein Leben leben?


Azul

„Zum Dämonenkind? Was willst du denn von Anastasia?“, fragte ich Lilith etwas verwundert. Ich fragte mich wirklich, was sie von diesem kleinen Zwerg wollte. Für mich hatte Anastasia noch keine nützlichen Fähigkeiten. Zumindest hatte ich noch keine gesehen, welche meine Neugier erweckt hatten. Aber vielleicht kannte Lilith sie ein Stück besser als ich und wusste vielleicht auch mehr über ihre Fähigkeiten? Naja, im Grunde war es mir auch egal, da ich wohl nie etwas mit der Kleinen zu tun haben würde, dafür waren unsere Welten zu verschieden. Ich interessierte mich immerhin für Folter und Anastasia für Musik, da eine Gemeinsamkeit zu finden dürfte eher schwierig werden.
„Ich soll dich runter lassen?“, fragte ich Lilith. „Hmm... Vielleicht wenn du ganz lieb 'Bitte, bitte' sagst“, grinste ich Lilith frech an, da ich mir sicher war, dass sie sich niemals derart erniedrigen lassen und sich mir gegenüber geschlagen geben würde. Nicht bei mir und auch bei niemand anderes würde sie jemals soweit gehen, so viel wusste ich schon mal. Aber es machte ja trotzdem Spaß sie ein wenig zu necken, weswegen ich damit auch noch etwas weiter machen würde. Es war mir eine willkommene Abwechslung sie etwas zu ärgern, immerhin hatte ich den ganzen Tag nur mit psychischen Wracks zu tun. Nicht das es mich störte, aber etwas Abwechslung war hin und wieder auch ganz gut.
„Die Aussicht?“, fragte ich grinsend. „Joa... nicht schlecht. Allerdings hast du meiner Meinung nach etwas zu viel Stoff an“, grinste ich sie frech an und ging mit ihr weiter in Richtung von Anastasias Zimmer. „Wir Männer sollen alle gleich sein und ihr Frauen etwa nicht?“, fragte ich und hob eine Augenbraue an, während ich mich auf den Weg konzentrierte. „Bei euch geht es doch immer nur um Klamotten und Schminke und dieser ganze Klatsch und Tratsch immer... Nervtötend! Wie kann man seine Zeit nur derart verschwenden? Wir Männer nutzen sie wenigstens, in dem wir nach frischer Beute Ausschau halten!“, rechtfertigte ich mich frech grinsend. „Und ehrlich gesagt gefällt mir die Beute, die ich gerade mit mir rumschleppe echt gut. Hmm... Ich glaube wir sollten direkt in mein Zimmer gehen und danach kannst du zu der kleinen Anastasia gehen. Vorausgesetzt du kannst danach noch stehen~“, meinte ich zweideutig und grinste Lilith dabei vielsagend an. Dann kamen wir aber vor der Zimmertür des Dämonenkindes an und ich ließ Lilith widerwillig hinunter. „Da wären wir die Dame... Bekomme ich zum Dank vielleicht noch einen Kuss?“, fragte ich die rothaarige frech grinsend.
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Lioness



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Do Sep 24, 2015 9:44 pm

○ Camael ○

Den Gründen für Midoris Heimsuchung hatte ich vor unverzüglich nachzugehen. Da sie mir auf das Angebot mich zu begleiten nicht weiter eingegangen war, wollte ich auch nicht weiter nachhacken und hatte beschlossen selbst die Erzengel um Rat zu fragen.
Das Institut hatte ich verlassen, doch als ich im Gebäude des Rats nach Uriel fragte, war dieser auf einer Mission und stand zur Zeit nicht verfügbar. Doch zu Raphael konnte ich gelangen. Jedoch musste ich dafür in seinen Tempel. Es war im Grunde ein Heilzentrum. Wahrscheinlich nannte es jedermann so, da die Einrichtung stark an einen Tempel erinnerte und hier vorallem die geschundene Seelen und Engel in Ruhe genesen und sich auskurieren konnten. Der Tempel lang auf einer Insel, weit weg vom städtischen Trubel. Hier würde ich ihn wohl irgendwo vorfinden.

○ Luzifer ○

Selbstzweifel. Das alte Drama um die Vorwürfe, Ausgrenzung und Verachtung begann von vorn. Aber hatte es je aufgehört? Ophelia war ein Wrack. Schon bevor die in mein Reich gekommen war. Von der selbstbewussten, in ihrem Tun und Handeln sicheren jungen Frau von gestern war jegliche Spur verloren, die ich da unter mir liegen hatte und beinahe ihrer Unschuld beraubt hätte. Nun lag sie mir zerbrechlich in den Armen und weinte bitterlich. Sie sprach das aus was auf ihrer Seele lag und sie scheinbar schon seit langer Zeit belastete. Ich ließ sie weinen, ich ließ sie reden. Erst als ich mir vollends sicher war, dass sie geendet hatte setzte ich an. " 'Monster' nennst du das? Was ich eben gesehen habe war kein 'Monster'. Es war etwas mächtiges, etwas wunderschönes mit einer solchen Kraft, dass sich alle Engel vorsehen sollten." Ich fasste sie an den Oberarmen und führte sie einen halben Schritt von mir entfernt, damit ich ihr in die Augen sehen konnte. "Du willst deinen Platz? Im Himmel wirst du ihn nie finden." Ich suchte ihren Blick, sprach fest und bestimmend zu ihr. "Du wirst erst deinen Frieden finden können, wenn du deine wahre Natur akzeptierst." Musterte ich die tiefschwarzen Augen, die von dicken dunklen Wimpern umramt wurden. "Weißt du wer die wahren Monster sind?" Fragte ich in dunkler verheißungsvoller Stimme. "Die Himmelsschaaren!" Rief ich in den bewachsenen Saal, breitete die Arme aus und sah hinauf. "All die Heiligenschein tragenden Mistkerle, all die perfekten Wesen da oben über unseren Köpfen!" Ich sah zu der vor mir stehenden Ophelia, legte ihr ohne Berührungsängste meine Hände auf die Seiten. "Sie sind die Monster, nicht wir." Ich strich ihr eine Strähne ihres rabenschwarzen Haares hinters Ohr. "Nur Monster wie sie können dir über all die Jahrhunderte solch ein Leid zufügen." Versetzte ich meinen Worten mit Nachdruck Bedeutung und verengte die Augen.


◇ Lilith ◇

"Ach bloß 'Weiberkram' - interessiert dich nicht." Antwortete ich ihm auf seine Frage hin gleichgültig und war nun leicht angespannt. Er hatte wahrscheinlich eher aus Reflex gefragt, als aus wirklichem Interesse. Aber das war ja auch klar, schließlich war sich jeder selbst der nächste und wären wir nicht voneinander abhängig, würden wohl alle Dämonen hier unten getrennte Wege gehen.
Azul meine ich sollte darum bitten herunter gelassen zu werden. Das ich nicht lache! "Darauf kannst du lange warten." Erwiderte ich sarkastisch und erhob eine Augenbraue. Sah ich denn aus wie seine Dienstmagt? Nicht einmal in meinen absurdeskten Träumen hätte ich mir so etwas vorstellen können! Ich hatte damals nicht das Paradies und alle Annehmlichkeiten zurückgelassen, um jetzt hier für einen Handlanger Luzifers das Schoßhündchen zu spielen! Nein, nicht mit mir. Da würde ich mich eher Stunden lang tragen lassen, das schonte mir sogar meine Sohlen und die Absätze. Demnach hatte das ganze doch etwas positives was ich ihm abgewinnen konnte.
"Das kann ich nicht bringen. Würde ich nackt herum rennen, würde es Mord und Totschlag geben." Grinste ich selbstzufrieden zu Azul herüber. "Außerdem, wo bleibt denn der Reiz ohne ein paar verdeckte Körperstellen? Das regt doch viel mehr die Fantasie an." Machte ich mir noch nicht einmal die Mühe meine Anspielung hinter einem zweideutigen Gedanken zu verstecken, schließlich hatte ich nichts zu verbergen, in jeglicher Hinsicht.
Dass sich schon beinahe ein richtiges Gespräch mit dem folternden Dämon ergab, hätte ich zu Anfang nicht geglaubt. Umso mehr fand ich es lustig wie er versuchte sich und die restliche Männerschaar zu rechtfertigen, woraufhin ich mich ein kichern nicht verkneifen konnte. "Dann will ich dich deiner Illusion nicht berauben. Schließlich hatte ich ja auch vor mit Anastasia ein Kaffeeklatsch abzuhalten." Trieften meine Worte nur so vor Ironie. "Schmink und Modetipps, Männer und all so ein Zeug." Es stimmte ja auch, wenn man das zuvor von mir genannte durch eher politisch-strategische Arrangements ersetzen würde und aus dem Kaffeeklatsch eine beratende Zusammenkunft machte.
Als Beute betitelt zu werden ging mir gegen den Strich. "Hah! Na klar." Ich war nicht irgendeine Beute die man ergatterte. Ich war DAS große Los, DER Hauptpreis! Meine Gunst musste man sich verdienen, nicht jagen. Dennoch empfand ich dieses kleine Spielchen das sich da zwischen uns entwickelt hatte interessant, weshalb ich auch einen Kommentar dazu abgab als Azul mich dann endlich absetzte. Ich strich mir die Falten aus dem Rock die ihn zerknitterten und unschön wirken ließen, dann sah ich mit durchgestreckten Rücken in die vor mir stehende rote Augenpartie, die mich fragend ansahen. "Was für einen Dank denn? Ich wurde von dir entführt." Sah ich ihn vorwurfsvoll an und tat entrüstet. "Ich werde von dem ganzen Stress noch einen Schwächeanfall erleiden! Oh, wenn mir doch nur ein tugendhafter Gentleman zur Hilfe eilen könnte!" Hatte ich meinen Handrücken auf die Stirn gelegt und tat als drohte ich einer Ohnmacht nahe zu kommen, indem ich meine Haltung verlor und meine Beine wegknicken ließ.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Fr Sep 25, 2015 5:38 pm

Midori

Ich stocherte noch eine ganze Weile in meinem Essen herum, verspeiste es dann aber, da mein Magen sich zu Wort gemeldet hatte. Doch konzentrierte ich mich nicht aufs Essen, sondern auf die Fragen, welche noch in meinem Kopf herumschwirrten. Wem gehörte diese seltsame Stimme in meinem Kopf? Würde es das nächste mal wieder so sehr weh tun, wenn die Stimme zu mir Sprach? Und wann würde überhaupt das nächste mal sein? Ich seufzte, stand dann aber auf und brachte das halbvolle Tablett weg, ehe ich deprimiert den Speisesaal verließ. Curio war auch nirgends zu sehen... Schade. Ich hätte mich gerne noch ein wenig mit ihm unterhalten und ihn gefragt, ob es ihm auch schon so wie mir ergangen war.
Da mir gerade nichts besseres einfiel ging ich in der riesige Bibliothek der Schule und sah mich ein wenig um. Es gab unzählige, riesige Regale voll bepackt mit den verschiedensten Büchern. Tische, Stühle, Lampen und alles was sonst noch so in eine Bibliothek hingehörte. Wenn das ganze nicht so prachtvoll und schon nahezu übertrieben wäre, könnte man es mit einer Bibliothek auf der Erde vergleichen.
Ich ging zu eines der Regale und suchte mir ein paar Bücher heraus, die mein Interesse geweckt hatten. Kurzerhand schnappte ich sie mir und setzte mich auf einen der Stühle an einem länglichen Tisch und schlug das erste Buch auf und begann zu lesen. Solange Camael nicht da war, konnte ich meine freie Zeit dazu nutzen, das Wissen zu vertiefen, welches er mir noch vor einigen Stunden beigebracht hatte. Immerhin hatte ich Camael versprochen, dass ich mein Bestes geben würde und ich hielt die meine Versprechen!


Ophelia

Aufmerksam lauschte ich den Worten Luzifers und beruhigte mich langsam. Meine Tränen versiegten und ich ließ mich weiter von Luzifer um den kleinen Finger wickeln. Er wusste, wie man es schaffte, andere Leute von seiner Meinung zu überzeugen. Er war ein... außergewöhnlicher Mann. Nie zuvor hatte ich jemanden kennengelernt, dem ihm auch nur annähernd ähnlich war. Weder äußerlich, noch vom Charakter. Vielleicht war es ja das, was mich so sehr an ihm faszinierte. Er gab mir einen völlig neuen Blick auf die Dinge und dafür war ich ihm jetzt auch auf eine gewisse Art und Weise dankbar.
Ich hörte Luzifer schon fast wie in Trance zu und verinnerlichte jedes einzelne Wort, welches er aussprach. Es schien für mich endlich alles einen Sinn zu machen. Ich hatte zwar noch immer einige Fragen, die mir auf der Seele brannten, doch waren jetzt wenigstens einige beantwortet und ich hatte das Gefühl, dass ich nicht mehr allzu langen brauchen würde, mich hier einzugewöhnen und mit meiner Vergangenheit abzuschließen. Ich hatte stets versucht, eine gute Tochter zu sein, doch ich hatte nicht länger die Kraft dazu, dem Himmel zu dienen. Ich wollte nicht länger zu denen gehören, die mich nicht willkommen hießen, die mich verachteten und mich gar fürchteten. Die mir gegenüber Vorurteile hatten... Nein... Ich wollte nicht mehr unter den Befehlen solcher Leute stehen!
Langsam überbrückte ich die ohnehin schon kleine Distanz zwischen Luzifer und mir. Langsam legte ich meine Hände wieder an seine Brust und lehnte mich kurz an diese. „Bitte befrei mich...“, hauchte ich leise und drückte mich dichter an Luzifer heran. „Bitte befreie mich von diesen Monstern. Im Gegenzug will ich für immer nur dir dienen“, flüsterte ich und verkrampfte mich ein wenig, sah dann aber zu Luzifer hinauf.


Azul

Ich bezweifelte doch sehr, dass Lilith ausgerechnet mit Anastasia über solche Dinge wie Mode und Make-up quatschen würde. Doch ging mich das ganze eh nichts an, weswegen ich nicht weiter nachhakte. Das einzige was mich daran störte, war dass mich Lilith anlog. Das war eine Eigenschaft die ich bei niemandem ausstehen konnte. Ich hatte zwar schon selbst auf kleine Notlügen gegriffen, doch in der Regel umging ich sie. Es lag nicht daran, dass ich ein schlechtes Gewissen hatte, sondern, dass es mir auf den Sack ging, dass die Leute dachten, ich würde sie nicht durchschauen können. Sie dachten alle ich wäre zu dämlich um sie zu durchschauen und ich fragte mich wirklich, warum sie dies dachten.
Eigentlich wollte ich noch etwas auf ihre frechen Kommentare erwidern, doch da bot mir Lilith eines ihre melodramatischen Schauspiele und tat so als würde sie den Halt verlieren. Natürlich schlang ich meine Arme um Liliths Taille, zog sie dann aber schön nah an meinen Körper und grinste sie frech an. „Gib schon zu, dass du das alles geplant hast“, grinste ich. „Du wolltest mir einfach nur nah sein. Aber dafür hättest du nicht so eine Show abziehen müssen. Es hätte gereicht, wenn du dem unwiderstehlichen Azul einfach nur darum gebeten hättest. Dann würde ich dir so nah kommen, wie schon lange niemand mehr“, sagte ich und drückte Lilith dann gegen die Wand, während ich ihr ganz nah kam. „Ich würde dich zum Schreien bringen, wie kein anderer~“, raunte ich der rothaarigen ins Ohr und leckte dann über ihr Ohrläppchen. Wie gerne ich doch jetzt einfach über sie herfallen würde!
Ich ließ langsam von Lilith ab und seufzte, ehe ich mir durch mein Haar strich. „Ich würde zu gerne noch etwas Spaß mit dir haben, allerdings hat Luzifer mir befohlen noch ein Auge auf Faril zu haben. Er soll Luzier schon lange ein Dorn im Auge sein“, sagte ich leicht genervt, verabschiedete mich dann aber von Lilith und ging meine Wege.
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The Game of Heaven and Hell
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