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 The Game of Heaven and Hell

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Lioness

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Sep 26, 2015 11:53 am

◇ Mecrutio ◇

Askael hatte heute das Kampftraining mit mir begonnen und ich musste zugeben, auch wenn ich bei sportlichen Sachen immer der erste war der dabei war und der letzte der daran an Gefallen verlor, war es ganz schön hart gewesen. Naja trotzdem hatte es mir tierisch Spaß gemacht und ich hoffte spätestens morgen noch einmal trainieren zu dürfen. Doch jetzt nachdem ich mich geduscht hatte sollte ich in die Bücherei gehen und die Elementen-Lehre mir angucken. Was genau das war wusste ich nicht aber Askael schien zuversichtlich dass ich es schon herausfinden würde. Außenstehende würden jetzt sagen, dass alle Klischees auf mein Aussehen bezogen zutreffen. Ich war gut gebaut, groß und kräftig. Gegen lesen und all so Sachen hatte ich nichts, aber sie lagen mir nicht so wie praktisches Training. Das war dann doch eher meine Stärke.
Jedenfalls hatte ich mich auf den Weg in die riesige Bücherei gemacht. Dabei bin ich auf ein paar bekannte Gesichter gestoßen und grüßte sie gelegentlich, wenn sie nicht gerade in ein Gesprach verwickelt waren.
Die Bücher die ich suchte waren mehr oder weniger schnell gefunden und ich suchte mir eines davon heraus. "Die Kunst der Elemente für Einsteiger." Las ich den Titel des in Samt eingebindenen Buchs. Klang schonmal ganz gut. Mit diesem im Schlepptau wollte ich mir ein ruhiges Plätzchen suchen, als mir der blonde Schopf ins Auge viel. Ein freudiges Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus und ich steuerte mit beflügelten Schritt auf die mit dem Rücken zu mir gewandte zu. "Tag! Lang nicht gesehen." Grinste ich breit und stellte mich neben Midori. "Wurden dir auch Arbeiten aufgebrummt?" Witzelte ich etwas und setzte mich auf dem Platz ihr gegenüber, legte dabei das Buch vor mich. Es war schön Midori hier zu treffen, denn ich michte sie und dadurch dass sie da war, war die Tatsache dass ich dieses Buch lesen sollte nur noch halb so schlimm.



○ Luzifer ○

Ophelia suchte erneut nach körperlichem Kontakt. Sie lehnte sich gegen meine Brust und sprach die bedeutenden Worte. Ich sollte sie befreien - wie sie wollte. Ich sah zu ihr hinunter. "Dann schwör deinem Gott ab. Schwöre meinem Vater ab und sei mein." Raunte ich ihr ins Ohr durch das dunkle Haar hindurch und hatte meine Arme fest um sie gelegt. Sie war verspannt und sah zu mir hinauf. Dies nutzte ich um mich zu ihr hinunter zu beugen und meine Lippen auf ihre auftreffen zu lassen. Ich drückte sie näher an mich, dass sich unsere Körper aneinander rieben bei jeder kleinen Bewegung. Mit meinen Lippen die ihren öffnend drang ich mit der Zunge ein und ließ derweil meine Hände von ihrem Rücken hinab zu ihrem wohl geformten Hintern gleiten. Meine Küsse wurden leidenschaftlicher, feuriger. Bis irgendwann meine Hände unter ihr Oberteil wanderten.



◇ Lilith ◇

Mein Plan ging auf und ich wurde von dem starken Dämonen aufgefangen bevor ich zu Boden ging. Dass er es durchschaut hatte war allerdings nicht verwunderlich, schließlich würde nur ein Dummkopf auf solch eine dreiste und vorgespielte Nummer reinfallen. Ich grinste zu ihm auf. "Selbstverständlich ziehe ich eine Show ab." Sah ich ihm ohne Umschweife in die Augen. Dann drückte er mich gegen die Wand. " 'Schon lange niemand mehr'?" Zitierte ich ihn in fragwürdiger Weise. "Woher willst gerade du das wissen?" Da schimmerte wieder die Diva in mir durch und obwohl er recht hatte, liebte ich es andere im Unwissen zu lassen was meiner selbst anging. Ich spürte Azuls warmen atmen auf meiner Haut und fühlte wie sich dazu mein Puls erhöhte. Ich war schließlich auch nur eine Frau. In der Regel wurde ich nicht bei jedem daher gelaufenen weich wie Butter, doch dieser Dämon hatte in mir schon seit einigen Jahrzehnten ein Bedürfnis nach ihm geweckt, wenn er in den Raum trat. Und auch wenn ich es mir selbst nur ungern eingestand, fühlte ich mich von ihm angezogen. Sonst kannte ich es bloß anders herum, dass ich den Männern den Kopf verdrehte. Als er mir dann diese betörenden Dinge ins Ohr flüsterte kam ich nicht umweg mit den Händen seinen Oberkörper lang zu fahren und mein Bein schlug sich wie von selbst um seins. "Vielleicht bin ich es die dich zum Schreien bringt." Reckte ich den Hals als er an meinem Ohrläppchen leckte und musste mir auf die Unterlippe beißen um nicht jetzt schon lustvoll aufzustöhnen.
Dann ließ er mit einem mal ab, seufzte und strich sich durch sein purpurfarbendes Haar. Ich hatte vor gehabt Azul am Kragen zu packen und ihm zu sagen dass er doch mal Luzifer für einen Moment vergessen sollte, doch da war er schon auf und davon. Mein Herz schlug immer noch schneller, aber ich strich wieder meinen Rock glatt und streckte dann meinen Rücken durch. Ich klopfte an die Tür und als ich sie öffnete oxidiert mein Atem vor Kälte, dass er eine kleine Wolke bildete.



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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Sep 26, 2015 4:56 pm

Midori

Ich hatte begonnen mir die Bücher durchzulesen und machte mir wichtige Notizen, auf einen Block, damit ich heute Abend im Bett noch mal alles schnell wiederholen konnte. Soweit ging es mir ja gut, daher glaubte ich, dass Camael das Training morgen mit mir fortsetzen würde. Ich wusste zwar nicht, ob ich morgen wieder Theorie oder doch Praxis hatte, doch wäre es sicherlich nicht falsch, trotzdem noch ein wenig über die Lehre des Himmels etwas zu wissen. Auch wenn das meiste in den Büchern genau das war, was Camael mir erklärt hatte, fand ich es hier drin noch etwas detaillierter vor und als ich dann noch ein Stückchen weiter las, kam ich bereits zu einem neuen Thema, über das ich neue Informationen finden konnte. Luzifers Fall... Auch hier begann ich aufmerksam zu lesen, auch wenn ich mit einem Mal ein seltsames Gefühl bei der Sache bekam. Teilweise wollte ich sogar gar nicht mehr weiter lesen, doch riss ich mich zusammen. Immerhin war das ganze nur ein Buch.
„Tag! Lang nicht gesehen.“ Ich zuckte stark zusammen, als ich die Stimme hinter mir vernahm und bekam sogar einen kurzen, aber schmerzhaften Stich in meinem Kopf, weswegen ich mir diesen sofort hielt und meine Augenbrauen verzog. Als es dann aber wieder ging, sah ich zu Curio, welcher sich mir gegenüber hinsetzte. Ich lächelte ihn ein wenig an. „Wenn für dich ein Tag lang ist, dann hast du wohl recht“, lachte ich. „Hast du heute mal Theorie?“, fragte ich ihn lächelnd und deutete dann auf das Buch, welches er bei sich hatte. „Und nein, mir wurden keine Strafarbeiten aufgebrummt“, schmunzelte ich. „Ich will nur für die nächsten Stunden vorbereitet sein, desto schneller wird mit dem Stoff durch sind, desto eher kann ich diese Ausbildung beenden“, sagte ich und lächelte etwas. „Weißt du eigentlich, wie es mit dir nach deiner Ausbildung aussieht? Was machst du danach und wo wirst du Leben? Wirst du danach wieder auf die Erde zu deiner Familie zurückkehren?“, fragte ich ihn leicht nachdenklich. „Darfst du das überhaupt entscheiden?“


Ophelia

Ich sah Luzifer nach wie vor in die Augen, nickte dann aber langsam. „Ich schwöre es... Ich werde bis in alle Ewigkeiten nur dir gehören“, sagte ich leise. Schon kurz darauf spürte ich Luzifers Lippen auf den meinen und zuckte augenblicklich zusammen, da ich damit nicht gerechnet. Ich war unschlüssig, wusste nicht, ob ich es wirklich tun wollte und ob das hier überhaupt der geeignete Ort dazu war. Auch fühlte es sich irgendwie ganz anders an, als das letzte Mal. Ich hatte den Verstand verloren, war auf seine Spielchen eingegangen und hatte mit Vergnügen mit gemacht. Aber jetzt... jetzt fühlte es sich so an, als würde meine Haut bei jeder noch so kleinen Berührung verbrennen. Ich wusste nicht, ob es ein gutes oder ein schlechtes Brennen war. Vielleicht wurde das Brennen aber auch nur durch meine Angespanntheit ausgelöst. Ich wartete auf eine Bestrafung von oben. Ich wartete auf einen Blitz, der mich traf, auf einen schmerzenden Rücken, wenn mir meine Flügel raus gerissen werden würden. Ich wartete auf irgendetwas, doch kam nichts dergleichen. Lag es daran, dass ich schon in der Hölle war? Konnte nicht einmal Gott das Geschehen hier beeinflussen oder lag es vielleicht sogar an Luzifer, der nicht zuließ, dass uns jemand gerade jetzt störte? Ich hatte keine Ahnung. Doch wusste ich, dass mich meine allgemeine Angespanntheit empfindlicher für Berührungen werden ließ. Daher vielleicht auch das Brennen... Ich wartete nur darauf, jeden Moment unerträgliche Schmerzen zu verspüren. Als Luzifer dann auch noch seine Hände zu meinem Hintern wandern ließ, wurde mir nur noch klarer, wie sensibel ich momentan auf Berührungen reagierte, denn obwohl ich einen ausgestellten schwarzen Rock mit mehreren Lagen Stoff anhatte, hatte ich das Gefühl, jeden Zentimeter seiner Hände genaustens fühlen zu können. Das er dann aber auch noch seine Hände unter mein Oberteil fahren ließ, sorgte bei mir für einen kurzen Herzstillstand und ich verkrampfte mir nur noch mehr, ehe ich den Kuss löste und unsicher zu Luzifer hinauf sah. „Bist du dir sicher?“, fragte ich leise. Die Frage müsste eigentlich heißen, ob ich mir sicher war, denn immerhin war ich diejenige, die in ihren Berührungen zögerte. „An einem Ort wie hier? U-Und was ist, wenn ich noch bestraft werde?“, fragte ich zum Schluss nahezu ängstlich.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Sep 26, 2015 10:14 pm

◇ Mercutio ◇

Auch wenn ich Midori erschreckt zu haben schien, grüßte sie mir doch freundlich zurück und fragte auch gleich ob ich heut Theorie hätte, aber auch dass sie scheinbar freiwillig hier bei den Büchern ihre Zeit verbrachte. "Wow, dann bist du ja ganz schön fleißig!" Bewunderte ich sie und dachte reumütig daran dass ich mir ein Beispiel an ihr nehmen konnte. "Ne ne... hat heut endlich Praxis. Das erste mal übrigens!" Grinste ich als sie fragte ob ich denn heute Theorie hätte und fuhr fort. "Aber Askael hat mir, ich würde es mal 'Hausaufgaben' nennen, aufgetragen. Ich soll bis morgen etwas über die Beziehung der Seraphim zu den Elementen lernen, habe aber keinen blassen Schimmer darüber." Gab ich verlegen zu und sah von ihr weg.
Ich schlug das Buch vor mir auf und las die Überschrift des ersten Kapitels durch, da stellte mir Midori Fragen über meine Zukunft. Ich sah zu ihr. "Ich denk mal ich werde das tun was jeder Seraphim macht: im himmlischen Heer dienen, vielleicht mache ich auch eine weiterführende Ausbildung, dass ich schneller zum Kommandant einer Legion werden kann. Naja, zumindest soweit mir das erlaubt ist. Wir haben zwar gewisse Spielräume in denen wir entscheiden dürfen, aber im groben wird dann doch unsere Laufbahn vorbestimmt. Wie du dir ja auch nicht aussuchen durftest ob du eine Seraphim wirst oder nicht. Ich glaube es war so, dass der Rat das nach Fähigkeiten aber danach in welchem Bereich sie Engel brauchen. Werden die Botenengel knapp, werden eben mehr von ihnen rekrutiert und so auch in den anderen Bestimmungen." Dann legte ich eine Pause ein. Wollte ich überhaupt über meine Mutter und Familie reden? Ich fasste mir ans Herz. "Ich werde nie wieder bei meiner Familie leben können." Ich spürte wie mir bei den Worten unwohl wurde, da ich meine Familie vermisste und allein über sie zu reden bereitete mir Heimweh. Doch war ich mich unserer Pflicht bewusst. "Wir würden gegen unsere Einwilligung verstoßen, außerdem auch unser Wort brechen. Und ich wusste nicht ob ich wieder zurück auf die Erde wollen würde... selbst wenn ich meine Familie vermisse."




○ Luzifer ○

Sie schwor mir für alle Ewigkeit mein zu sein. Ich hielt meine ernste Mine aufrecht, doch innerlich grinste ich. Sie war nun einen Packt mit dem Teufel eingegangen, mit mir. Es war eine Verbindung über den Tod hinaus und lief auf eins tieferer Ebene hinaus als alle anderen, denn diese konnte man brechen. Doch hatte man mit mir etwas abgeschlossen galt es für alle Zeit.
Dass Ophelia allerdings sich so versteifte und meine Bemühungen nicht genoss dämpfte mich aus und als sie dann den Kuss löste sah ich sie fragend an. Sie sollte doch endlich ihre Ängste vergessen und sich einfach fallen lassen. "Wieso sollte ich dich bestrafen? Hast du mir etwa was zu sagen?" Hagte ich grinsend nach und legte den Kolf schief. "Oder meinst du Vater könnte dir etwas antun?" Lachte ich schon fast über meine Worte. "Er hat hier unten keinerlei Macht noch Einfluss. Es ist einzig und allein mein Reich und ich bestimme über alles was du hier findest." Ich ließ von Ophelia ab und ging Richtung Ausgang. "Was glaubst du warum auch 'schlechten' Menschen 'gutes' widerfährt? Weil noch nicht einmal Vater auf der Erde überall seine Finger im Spiel haben kann. Nicht mal alle seiner ach so geliebten Menschen erwidern seine Zuneigung. Es gibt sogar welche die sich auf meine Seite schlagen. - Aber das ist etwas anderes." Schloss ich kurz die Augen und mir kam das Bild der nackten Ophelia in den Sinn, die sich unter mir gerekelt hatte. "Wichtig ist, dass dich kein Gotteszorn erschüttern wird, solange du unter meinem Schutz stehst." War ich an der Tür angelangt und sah hinüber zu Ophelia. "Ich hoffe dein neues Zimmer sagt dir zu?" Wechselte ich das Thema. "Komm ich bring dich dorthin." Streckte ich einladend den Arm aus.
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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Sep 27, 2015 10:05 am

Midori

„Ach was. Es ist immerhin eine willkommene Abwechslung für mich. Immerhin will ich ja selbst möglichst viel über den Ort wissen, wo eines meiner Elternteile ursprünglich hergekommen ist“, winkte ich lächelnd ab, als Curio meinte, ich wäre ganz schön fleißig. „Dann muss ich Camael wenigstens nicht mehr so viel ausfragen, ich hab' so das Gefühl, dass es ihm tierisch auf die Nerven geht. Er gibt sich zwar größte Mühe es sich nicht anmerken zu lassen, aber hin und wieder kann ich es ihm doch ansehen“, lachte ich, hielt mir dann aber wieder meinen Kopf. „Das ist ja der reinste Kater“, nuschelte ich zu mir selbst. Es waren zwar immer nur ganz kurze Stiche, die kaum länger als eine Sekunde anhielten, aber dafür hatten die es in sich. Ich sollte mich gleich am Besten wohl noch etwas hinlegen.
Curio erzählte mir seine Pläne für die Zukunft und ich hatte dabei meinen Kopf in meine Handflüche abgestützt, während ich ihm aufmerksam zuhörte. „Dann habt Ihr Euch ja einiges vorgenommen Kommandant Mercutio“, lachte ich. „Aber ich finde es klingt gut. Viel Glück für alles weitere“, lächelte ich. Doch als die Stimmung mit einem mal so bedrückt wurde, nahm ich meinen Kopf von meiner Hand und legte meine Hände in den Schoß, ehe ich auf diese hinabsah. Ich erinnerte mich daran, wie sehr ich geweint hatte, als mir klar wurde, dass ich Marta und die Kinder nie wieder sehen würde. Mein Blick wanderte zu Curio und ich war mir sicher, dass er sich zurückhielt. Vielleicht wollte er einfach nicht, dass jemand ihn weinen sah. Doch ich war wohl die erste, die dafür Verständnis hätte.
„Haben sie denn mittlerweile deinen himmlischen Elternteil ausmachen können?“, fragte ich Curio nach einiger Zeit des Schweigens. Es würde für ihn sicherlich alles leichter machen, wenn er seinen leiblichen Vater um sich herum hatte. Wenn jemand für ihn da war, der zu seiner Familie gehörte. Sicher, er hatte noch Askael. Aber ob er diesen wirklich zu seiner Familie zählte, empfand ich als fraglich. Es klang jetzt wahrscheinlich etwas hart und gemein, aber Camael zählte ich auch nicht zu meiner Familie -jedenfalls noch nicht. Aber dies beruhte wahrscheinlich auf Gegenseitigkeit. Ich war für ihn sicherlich bloß ein winziger Teil seines schon so langen Lebens. Ich war da und würde sicherlich auch wieder verschwinden und wenn erst mal ein paar Jahre ins Land gegangen waren, würde er mich sicherlich vergessen haben. Verübeln würde ich es ihm keinesfalls. Jemand der solange lebte, konnte sich unmöglich an alle Begegnungen erinnern. Ich war mir sicher, dass es so sein musste, doch bekam ich ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken, vergessen zu werden. Ich hatte schlichtweg Angst davor, doch so war es nun mal. Dagegen konnte ich nunmal nichts ausrichten.


Ophelia

Als Luzifer mich grinsend fragte, ob ich ihm etwas zu sagen hätte, schüttelte ich schnell den Kopf, sah dann aber sofort wieder zu ihm hinauf und hörte ihm zu, was er zu sagen hatte. Es beruhigte mich allgemein, als er sagte, dass Gott mir nichts anhaben könnte, solange ich unter Luzifers Schutz stand. Ich konnte deutlich spüren, wie die Anspannung von mir abfiel und ich auch etwas lockerer wurde. Mich würden also keine Schmerzen erwarten... Da hatte ich noch mal Glück gehabt. Auch wenn meine Flügel schwarz und nicht weiß waren, wollte ich nicht auf sie verzichten, da sie ein Teil von mir waren und irgendwie... begann ich sie langsam zu mögen, wie alles andere auch, was mich von den Engeln dort oben abhob.
Luzifer war zur Tür gegangen und meinte, er würde mich in mein Zimmer bringen. Ich nickte und ging zu ihm, ehe ich mich langsam bei ihm einhakte und dann erneut nickte. Wir verließen den Keller und ich sah etwas durch de Gegend. „Das Zimmer ist perfekt“, sagte ich etwas nachdenklich. „Ich hab dem Ganzen bloß eine 'persönliche Note' verliehen“, erklärte ich und sah kurz zu Luzifer hinauf, da er doch ein Stückchen größer war als ich. Ich erklärte ihm nicht, was ich damit meinte, als ich sagte, ich hätte dem Zimmer eine persönliche Note verliehen, immerhin würde er es gleich selbst sehen. Das Zimmer war an sich das gleiche geblieben, ich hatte keine Möbel verschoben und es auch nicht neu eingerichtet. Einzig und allein die Rosen und das ganze Gestrüpp waren neu dazu gekommen. Aber ich wollte nicht drauf verzichten, da es mir half, mich in meiner Umgebung wohler zu fühlen. Außerdem roch es dann immer so schön.
Luzifer und ich waren vor meiner Zimmertür angekommen. Ich ließ von meinem Begleiter ab und öffnete die Tür. Sofort kam mir dieser herrliche Geruch entgegen und ich schloss meine Augen, um diesen angenehmen Duft zu verinnerlichen. Dann schritt ich aber langsam auf das große, silber schwarze Himmelbett zu und setzte mich an dessen Ende, ehe ich Luzifer in die Augen sah, welcher mir nun direkt gegenüber noch immer in der Tür stand. Dann ließ ich mich aber ohne ein Wort nach hinten auf das Bett fallen, während ich an nach oben ins leere Starrte. Was in Zukunft wohl alles auf mich zukommen wird...?
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Sep 27, 2015 12:09 pm

◇ Mercutio ◇

"Naja, wenn ich dabei an meinen Einsatz bei solchen Dingen denke..." erwiederte ich als Midori meinte dass es für sie keine große Sache wäre hier freiwillig ihre Zeit zu verbringen, da schließlich einer ihrer Eltern hier lebte. "Ach dafür ist dein Mentor doch da. Ich habe Askael auch mit Fragen durchbohrt und tu es ja immer noch!" Grinste ich den letzten Teil. "Kann sein, dass es so ist weil wir uns in dieser Welt nicht auskennen und alles lernen müssen." Überlegte ich laut und bemerkte aber dann, dass mit Midori etwas nicht zu stimmen schien, da sie sich mit verzogenen Gesicht den Kopf hielt. "Alles ok?" Fragte ich vorsichtig und in Sorge.
"Danke!" Lächelte ich schreg und zwinkerte ihr zu als sie mich Kommandant genannt hatte. "Aber du sagst das so, als wäre es ein Abschied." Wollte ich klingen als ob ich es wieder albern gemeint hätte, doch klang leider auch meine Unsicherheit mit. "Ich habe ja nicht gleich vor von hier auszuziehen." Wollte ich sie aber auch mich selbst beruhigen und lächelte dabei.
Als Midori dann das Thema wechselte und sich nach meinem Vater erkundigte, musste ich grinsen. "Ja! Ich werde ihn morgen abend nach dem Training sehen können. Askael meinte er wäre viel beschäftigt. Sowieso macht er ein riesen Geheimnis daraus und will mir einfach nicht verraten wer mein Vater ist!" Gab ich schon fast etwas beleidigt von mir und stützte frustriert die Unterarm auf dem Tisch ab. Als ich die Nachricht heute morgen erfahren hatte, konnte ich vor Aufregung gar nichts mehr essen, weshalb mir etwas flau im Magen geworden war. Dabei fiel mir ein, dass ich noch immer nichts gegessen hatte. Aber wenn ich ehrlich war hatte ich gar keinen großen Hunger. Zu sehr freute ich mich einfach darauf endlich meinen Vater kennen zu lernen. "Weißt du, meine Mutter hatte mir immer gesagt mein Vater hätte viel zu tun und hilft den Menschen, deshalb konnte er nicht nach Hause kommen. Damals dachte ich er wäre Soldat oder soetwas in der Art... ein Geheimagent oder so. Jetzt versteh ich sie." Lächelte ich bei meinen kindlichen Vorstellungen und fragte mich wie er wohl aussehen würde. Hatte ich mein Aussehen von ihm geerbt? Oder kam ich eher nach Mamà? Meine Großeltern hatten immer gesagt, dass ich meine schwarzen Haare und den dunklen Hautton von ihr hatte. Meine grünen Augen aber  hätte ich wohl von meinem Vater und auch meine muskulöse breite Statur, da Mamà eher kleiner und sehr schlank ist. Ich war einfach richtig gespannt auf das morgige Treffen!


○ Luzifer ○

Ophelia meinte sie hätte dem Zimmer eine persönliche Note gegeben. Mich sollte es nicht stören, solange sie mir gehorchte konnte sie mit dem ihr zugeteilten Raum anstellen was sie wollte. Selbst wenn sie ihn in die Luft jagte, man konnte es immed noch neu errichteten. Da sah ich nicht das Problem. Allgemein war ich nicht auf solch Materielles versteift, mochte es nun mit meiner Herkunft zusammenhängen, wo es mir beigebracht wurde, oder aber mit meinem Fall, bei welchen ich schließlich alles verloren hatte. ALLES - bis auf mein Leben. Das hatte Vater dann doch nicht übers Herz gebracht und Michael war einfach zu schwach um mich auszulöschen. Hah, mein kleiner Bruder. Glaubte sich dort oben wie Vaters Rechte Hand aufspielen zu können und im Grunde gelang ihm doch gar nichts. Nicht einmal er wusste momentan, dass meine Tochter oben bei ihm war. Was wahrscheinlich auch bessef für sie war. Michael und ich hatten nicht das beste geschwisterliche Verhältnis gehabt, wenn man es gemildert ausdrückte. Er war der vorzeige Sohn gewesen, mir war dafür alles in den Schoß gefallen, obwohl ich Vaters Anweisungen hinterfragte und mir eine eigene Meinung bildete, die ich auch vertrat.
Von daher war ich der Ansicht, dass man alles was soetwas anging ersetzten konnte - immerhin hatte ich es sogar geschafft mir meine Flügel zu ersetzen. Lilith dagegen... ich hatte die Dämonin auf eigenem Wunsch damals den Entwurf und alles andere was die Einrichtung anging überlassen. Mittlerweile glaubte ich, dass sie sich sogar insgeheim freute wenn man etwas zerstörte, da sie jedes mal aufs neue eine immense Freude am neu einrichten hatte. Doch davor musste ich mir erstmal wieder ihr gemecker anhören. Klar, ich könnte ihr den Mund verbieten wie noch zu Anfang unserer Bekanntschaft, doch würde das nur wieder so enden dass sie mir ihren Dienst verweigerte. Dabei war ich auf sie angewiesen. Ich hatte mir mittlerweile ein System aufgebaut, eine Hierarchie erstellt und sie unterstützte es, nicht zuletzt weil sie einen recht hohen Stellenwert in diesem System hatte. Ihr Einfluss den sie auf andere ausübte und ihre Fähigkeiten waren für mich unentbehrlich geworden.
An Ophelias Zimmer angekommen stieß mir ein leichter süßer Geruch entgegen und ich konnte die gleichen schwarzen Rosen erkennen wie im anderen Geschossvon dem wir her kamen. Das Engelchen ließ sich aufs Bett nieder und legte sich hin. "Meide die nächsten Tage lieber Lilith." Verabschiedete ich mich und schloss Tür hinter mich.
Ich würde bald ein Treffen organisieren müssen, um auf den neusten Stand zu sein. Klar, meine Ratsmitglieder hielten intern öfter mal treffen ab, doch ab und an war ich dann auch dabei. Doch erstmal hatte ich noch etwas anderes vor, schließlich warteten einige Seelen auf mich, sie meine Händler für mich hier herunter gebracht hatten.

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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Sep 27, 2015 1:23 pm

Midori

„Ja, alles Bestens“, winkte ich lächelnd ab, als Curio wieder so sorgenvoll geklungen hatte. Ich wollte ihm seine gute Laune nicht verderben. Es freute mich, dass er morgen seinen Vater kennenlernen würde. Er war wirklich nett und ich gönnte es ihm von ganzen Herzen. „Ich hoffe trotzdem, dass du deinen Vaters in Zukunft öfters sehen kann, auch wenn er ein sehr beschäftigter Mann ist“, lächelte ich Curio an, dachte dann aber wieder nach. „Schon wieder ein unterschied zwischen Menschen und Engeln“, meinte ich nachdenklich. „Wäre ich an der Stelle deines Vaters, hätte ich alles stehen und liegen gelassen, um dich kennenzulernen. Ich hätte keine Sekunde lang länger warten wollen. Pflichten hin oder her... Ich werde wahrscheinlich der schlechteste Engel von allen!“, lachte ich. Da wird auf Camael und mich noch ein ganzes Stückchen Arbeit zukommen. Der Arme tat mir irgendwie jetzt schon leid...
„Wäre ich du, würde ich jetzt auf der Stelle zu Askael gehen und ihn solange mit Fragen durchlöchern, bis er endlich sagt, wer dein Vater ist“, grinste ich. „Es würde zwar nichts daran ändern, da dass Treffen nach wie vor erst später ist, aber das wäre mir egal“, sagte ich und lachte schon wieder, da ich mir gerade vorstellte, wie ich Camael wieder unter einem Berg von Fragen vergrub. Der Arme hatte es aber auch nicht leicht mit mir.
„Du? Curio?“, fragte ich etwas nachdenklich. „Wenn dein Treffen mit deinem Vater vorbei ist, kommst du dann in mein Zimmer und erzählst mir alles?“, fragte ich ihn und lächelte ihn an. „Wenn ich schon schlafen sollte, weck' mich einfach.“ Ich lächelte noch immer etwas, musste dann aber gähnen und rieb mir müde die Augen. Es war wirklich ungewöhnlich, dass ich nach dem der Dämon zu mir gesprochen immer noch müde war. Es war zwar schon hin und wieder vorgekommen, aber das lag daran, dass die Stimme in meinem Kopf öfters zu mir gesprochen hatte, wenn ich am Schlafen war und dadurch war ich am nächsten Tag immer etwas müder gewesen. Verwunderlich war das also nicht. Doch dass ich es jetzt war, obwohl ich gut geschlafen hatte schon. Naja. Spätestens Morgen würde alles wieder in Ordnung sein, ich würde mich heute einfach etwas eher zu Bett begeben, um ein wenig länger schlafen zu können.


Azul

Das was ich aus Faril schon raus bekommen hatte, war doch recht interessant gewesen. Kein Wunder, dass Luzifer ein seltsames Gefühl bei ihm hatte. Der Kerl schien tatsächlich das ein oder andere vor Luzifer zu verschweigen. Am besten wurde es allerdings, als ich Luzifers Dolch bei ihm gefunden hatte. Der Dolch war vor einiger Zeit aus Luzifers 'Sammlung' verschwunden. Ich hatte keine Ahnung wie sehr ihm dieser Dolch bedeutete, doch war er doch recht missgestimmt gewesen, als er dessen Fehlen bemerkt hatte.
Ich hatte Faril nachdem ich ihm dabei erwischt hatte, wie er mit dem Dolch bewaffnet im Zimmer des Engels herumschnüffelte, direkt im Verlies eingesperrt und mich ein wenig mit ihm amüsiert. Er war zwar noch nicht lebensbedrohlich verletzt, aber das würde schon noch kommen. Luzifer hatte ja bereits gesagt, dass der Kerl sturer als ein Esel war und wenn das tatsächlich der Fall war, würde ich nicht mal in seinen Kopf eindringen können, um ihm seine Informationen zu entlocken. Außerdem machte so etwas auch keinen Spaß. Ich genoss es viel eher, ihn zu foltern, seinen Geist zu brechen und ihm so auf diese Art und Weise eine Information nach der anderen zu entlocken. Besonders bei einem Kerl wie Faril machte es Spaß. Es brach wenigstens nicht so schnell wie die anderen Leute so schnell zusammen. Ja, für jemanden wie mich war dieser Kerl ein wahrer Volltreffer und ich würde jede einzelne Sekunde auskosten.
Als ich beschlossen hatte, Faril fürs Erste in Ruhe zu lassen, verließ ich mit dem Dolch, welcher in einem roten Tuch eingewickelt war, dass Verlies. Ich beschloss als aller erstes zu Luzifer zu gehen, um ihm meinen aktuellen Stand zu berichten. Ich fand ihn auch relativ schnell. Er ging gerade durch die Flure. Sofort ging ich auf ihn zu und blieb direkt vor ihm stehen. „Das hab ich bei Faril gefunden“, sagte ich und hielt Luzifer den Dolch hin. „Ich hab ihm mit dem Ding im Zimmer vom Engelchen erwischt. Er war ganz schön missgestimmt, als er bemerkt hatte, dass sie nicht da war“, sagte ich und grinste am Ende etwas. „Er wollte Ophelia ganz auslöschen, so dass nicht mal du ihre Seele zurückholen kannst. Wundern tuts mich nicht, der Kerl hasst Engel wie kaum ein anderer“, schmunzelte ich. Dann setzte ich allerdings ein nachdenkliches Gesetz auf. „Hab ich noch was vergessen?“, fragte ich mich selbst. „Achja! Du wolltest ja, dass ich noch ein Auge auf deine holde Maid habe“, stichelte ich Luzifer grinsend. „Also... Bevor sie zu dir runter in den Keller gekommen war, war sie erst bei unserer kleinen Anastasia, mit der sie kurz geredet hat und danach hat sie die Blumen im Garten wieder auf Vordermann gebracht. Der Garten sieht gar nicht so schlecht aus... Auf jeden Fall erkennt man jetzt wieder, was es sein soll“, lachte ich. „Das war's eigentlich. Hast du noch irgendwelche Anliegen oder Wünschen?“, fragte ich Luzifer, während ich mit ihm um die nächste Ecke gebogen war.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Fr Okt 02, 2015 6:19 pm

◇ Mercutio ◇

Noch völlig im freudigen Gedanken an meinem Vater, bemerkte ich nebensächlich dass Midori ebenfalls lächelte und konzentrierte mich dann auf sie. Dieses strahlende Lächeln könnte man einfach nicht ignorieren. Ihre Worte freuten mich, doch taten sie mir auch indirekt weh. Ja, warum hatte er mich denn nicht bei der Nachricht meiner Geburt kennen lernen wollen? Ich verstand dass er viel zu tun hatte und sah auch ein dass er wahrscheinlich deshalb nicht besonders viel Zeit mit mir verbringen könnte, doch versetzte es mir schon einen kleinen Stich ins Herz. Welches Kind hörte auch schon gerne, dass man nicht das wichtigste für seine Mutter oder für sein Vater war? Schätze niemand. Ich lachte auch als die Blonde vor mir über sich selbst zu lachen begann, um den Dämpfer den sie mir in meiner Freude verpasst hatte zu überspielen. Denn wollte ich noch weniger, als dass ich meinen Vater nichts bedeutete, dass Midori etwas davon mitbekam.
Ich stützte meine Wange auf meine Handfläche ab und grinste. "Meinst du das hätte ich nicht getan?" Fragte ich ironisch als sie meinte, dass sie an meiner Stelle meinen Mentor mit Fragen durchlöchert hätte, bis er aussah wie ein Schweizerkäse. "Aber er ist da ein noch größerer Sturkopf als ich... und das macht mich noch neugieriger!" Meinte ich fast schon verzweifelt und ließ mich auf die Tischplatte fallen.
Da hörte ich ein echt süßes "Du? Curio?" von der schönen Stimme. Ich blickte zu ihr auf. Sie war auf dieser Ansicht wunderschön. Wobei wenn ich es mir recht überlegte, sah Midori aus allen Blickwinkeln und zu jeder Tageszeit wunderschön aus. "Hmm?" Fragte ich darauf, gebannt von den hellblauen strahlenden Aigen, ehe sie auch schon loslegte, doch darauf was sie da sagte, war ich nicht gefasst gewesen. "I-ich soll was...?" Zeigte ich verdattert auf mich selbst und achtete dabei darauf meine Stimme unten zu halten.
"A-aber du weißt schon dass wenn ich wiederkomme bestimmt schon Sperrstunde ist?" Hatte ich versucht ihrer Idee auszuweichen, da ich wenn ich ehrlich war mit der Situation überfordert war und mich anstrengen musste, dass mir der Kopf nicht knallrot anlief. Ich setzte mich auf und krazte mir verlegen den Kopf. "Aaalso wenn du willst kann ich es dir schon erzählen... du musst mir nur sagen wo deine Zimmertür ist. Hab nämlich keinen Plan vom Mädchenschlafhaus - selbst wenn ich mich da mal verirrt hab." Witzelte ich nervös den letzten Teil, um die Atmosphäre etwas aufzulockern. Ich fragte mich warum sie es so dringend wissen wollte. Zuerst hatte ich noch die Hoffnung geschöpft, dass sich Midori vielleicht für mich interessieren könnte, doch dann fand ich die Möglichkeit wahrscheinlicher, dass sie es nur wissen wollte, weil ihr Elternteil bisher noch nicht einmal ausfindig gemacht werden konnte. Sie tat mir leid. Vielleicht hatte ich deshalb eingewilligt.



○ Luzifer ○

Mit den Händen hinter dem Rücken verschränkt, ging ich forschen Ganges den Flur entlang. Ich hatte eine Melodie auf den Lippen die ich pfiff und die nur von den Klängen meiner Schritte begleitet wurden. Ich hatte es doch tatsächlich geschafft. Die erste Hürde in Bezug auf das Engelchen war mit Pravour gemeistert worden. Lob an mich selbst. Wenn es so weiter ging, würde Ophelia wie Butter in meiner Hand schmelzen. Und es erfüllte mich mit Vorfreude wenn ich daran dachte, dass sie mir nicht nur Treue und Gehorsam geschworen hatte sondern auch dass ich darauf aus war sie zu einer Frau zu machen. Sie war schließlich schon längst im geschlechtsreifem Alter, da verstand ich nicht warum man länger warten sollte. Es war doch ein so wunderbares Gefühl, warum es vermeiden? Warum es unterdrücken?
Azul riss mich dann aus meinen betörenden Gedanken und überreichte mir etwas in ein Tuch gewickeltes. Ich nahm es an mich und schlug das Tuch auf nur um meinen verschwundenen Dolch vorzufinden. Ich verengte die Augen und hörte dem Dämon aufmerksam zu. "So ist das gewesen... ich frage mich nur wie sich ein niederer Dämon wie er an meinen Wachen vorbeischleichen konnte." Kommentierte ich ruhig und für mit den Fingernägel den kalten Stahl der Seelenklinge entlang. Ich sah vom Dolch zu Azul auf. "Vernichte ihn." Befahl ich, nachdem mir zu Ohren gekommen war, dass Faril das Engelchen hatte auslöschen wollen. "Vernichte seine Seele, aber tu es lamgsam und schmerzvoll." Begann ich mein Gegenüber ein diabolisches Lächeln zu schenken und setzte dann meinen Weg weiter fort. Azul hielt mit mir Schritt und unterrichtete mich dass die Schwarzhaarige den Garten auf Fordermann gebracht hatte. "Interessante Gabe die unser kleines Engelchen da hat, hab ich nicht Recht?" Murmelte ich eher zu mir, wandte mich jedoch zu dem Rothaarigen. Dieser erkundigte sich dann bereitwillig ob ich sonst noch irgendwelche Aufträge für ihn hätte. Ich musste sagen, dass mir Azuls Art gut gefiel. Sein Auftreten, sein Erscheinungsbild... nur an seinem Tonfall und Wortwahl könnte er noch feilen. Jedoch täuschte dies nicht über seine Talente hinweg. Blinder Gehorsam und Sadismus. Ein absolut perfekter Gefolgsmann!
"Azul..." begann ich freudlich und legte brüderlich meinen Arm um seine Schultern als wir nebeneinander her hingen. In der anderen Hand hielt ich den Dolch in meiner Faust. "Du warst mir seit du den Himmel verlassen hast ein äußerst nützliches Kerlchen." Verkündete ich ihm feierlich. "Obwohl du damals noch so jung und unerfahren warst, habe ich gleich dein Potenzial erkannt. Willst du wissen woran?" Ich begann den Kopf zu schütteln. "Nicht an deinem Stolz oder an deinem militärischen Erfolg. Nein." Sah ich zu dem anderen und ließ dann die Dolchklinge auf meinen äußeren Wangenknochen tippen, damit die Spitze auf mein darüber liegendes Auge zeigte. "Es lag etwas in deinen Augen... und es war Hass. Hass der dich zu dem gemacht hat was du heute bist." Ich ließ von Azul ab und stellte mich ihm gegenüber. "Du hast dich zu einem äußerst wertvollem Mitglied entwickelt, dessen Fähigkeiten für mich unentbehrlich scheinen. Ich möchte dass du weißt, dass du mich weder damals noch heute je enttäuscht hast. Nur was könnte ich dir als Lob dafür anbieten...?" Überlegte ich und begann den Dämon musternd zu umkreisen. "Ich hab's!" Rief ich schreg grinsend. Die Entscheidung war gefallen. "Ich bin im Begriff meinen Rat zu erweitern - schließlich wächst auch mein Reich und Gefolge stetig an. Ich will dass dir die Ehre zu Teil wird ein Ratsmitglied zu werden." Teilte ich ihm frohen Mutes mit. "Dir werden viele Privilegien zuteil werden, jedoch gehen auch so einige Pflichten damit einher." Sprach ich das für und wieder von einem der am meisten begehrtesten Plätze in meinem ganzen Reich aus. "Was sagst du? Willigst du ein?"


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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Okt 03, 2015 5:27 pm

Midori

Ich lächelte Curio aufmunternd an, als er sich auf den Tisch hat fallen lassen und so frustriert reagierte. Ich konnte mir gut vorstellen, dass er jetzt ziemlich aufgeregt sein musste. Ich wurde es ja selbst bei dem Gedanken, meine Mutter oder meinen Vater zu sehen und dabei stand es nicht einmal fest, ob ich einen von ihnen jemals zu Gesicht bekam. Immerhin mussten sie erst diese Person finden und dann musste sich noch herausstellen, ob sie wirklich noch am Leben war. Immerhin war das Leben als Engel nicht ganz ungefährlich und 17 Jahre waren -für mich jedenfalls- eine sehr lange Zeit in der so einiges passieren kann.
Als Curio dann aber plötzlich so perplex auf mich einredete, sah ich ihn etwas verwundert an und legte meinen Kopf etwas schief, ehe ich den dunkelhaarigen vor mir musterte. „Du musst nicht zu mir kommen, wenn du nicht möchtest. Schon gar nicht will ich, dass du meinetwegen Ärger bekommen könntest. Ich wollte dir einfach nur anbieten, dass du mit jemandem über dein Treffen mit deinem Vater reden kannst. Ich dachte, dass du danach unbedingt jemanden bräuchtest, der sich alles anhört. So war das jedenfalls bei mir immer gewesen, wenn sich etwas in meinem Leben positiv verändert hatte. Hmm... 'Tschuldige. Ich wollte dir nicht zu nahe treten“, sagte ich und versuchte das frustrierte in meiner Stimme zu unterdrücken. Vielleicht war ich Mercutio ja zu aufdringlich und er wollte gar keine Zeit mit mir verbringen. Vielleicht wollte er mit jemand anderes über das Treffen mit seinem Vater reden, als mit mir. Verständlich... Wir kannten uns kaum und ich hatte eh die ganze Zeit nichts anderes zu tun, als mich über Camael zu beschweren oder rum zu heulen, dass ich zurück auf die Erde wollte. Wenn ich so darüber nachdachte, war es wirklich kein Wunder, wenn ich Curio auf die Nerven gehen würde. Es würde mich nicht mal wundern, wenn er ab sofort auf Distanz ging oder sich gar ganz von mir entfernte. Toll jetzt würde sich ausgerechnet die Person von mir distanzieren, die ich hier im Himmel am meisten liebgewonnen hatte. Super gemacht Midori! Spitze!
In meinen Augen funkelte etwas auf, doch ich konnte die aufkommenden Tränen glücklicherweise zurückdrängen, daher blieb es nur bei einem leichten Glitzern in meinen Augen. „Also... Falls du dich wirklich dazu entscheidest, mir alles zu erzählen... mein Zimmer ist im ersten Stock, die 13. Tür von rechts. D-Du musst aber nichts kommen, wenn du nach dem Treffen noch etwas besseres zu tun oder einfach keine Lust auf ein Gespräch hast!“, sagte ich noch schnell, um dass wieder ein wenig gut zu machen, was ich eben falsch gemacht hatte.


Azul

Luzifer grinste mir diabolisch entgegen, dass ich Faril langsam und qualvoll sterben lassen sollte. Ob es jetzt daran lag, dass der Kerl das Mädchen töten wollte oder weil er den Dolch geklaut hatte, wusste ich nicht. Vielleicht war es ja ein Stückchen von beidem. Luzifer hatte immerhin auch mich angeschnauzt, weil ich gesagt hatte, dass er das Engelchen auslöschen sollte. Außerdem hatte sich schnell das Gerücht rum gesprochen, dass er dabei gestört wurde, wie er Ophelia die Unschuld nehmen wollte. Ich verstand nicht ganz, was Luzifer so toll an ihr fand. Immerhin gab es -meiner Meinung nach- viel schönere Frauen als sie -zum Beispiel Lilith. Außerdem war sie ein Engel! Wer wollte schon mit diesen widerlichen Geschöpfen etwas zu tun haben, geschweige denn, sich an ihnen vergreifen?! Luzifer hatte schon einen sehr eigenwilligen Geschmack, was Frauen anging.
„Joa nicht schlecht“, meinte ich etwas in Gedanken vertieft, als er meinte, dass Ophelia Interessante Fähigkeiten habe. Mich interessierten sie nicht wirklich. Ich war eher darin vertieft, mir neue Foltermethoden für Faril auszudenken. Ich wollte, dass man seine qualvollen Schreie durch das ganze Schloss hören konnte. Jeder sollte wissen, was ihn erwartete, wenn er bei mir landete. Ich wollte, dass die Dämonen mich anfingen mehr zu fürchten und zu respektieren. Bisher war das nicht immer der Fall gewesen, doch das wollte ich schleunigst ändern. Ich hatte lang genug auf solche Dinge wie Respekt und Ehrfurcht verzichten müssen! Ich war immerhin nicht irgendein Dämon!
Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als mir Luzifer mit einem mal den Arm um die Schultern legte. Etwas verwundert musterte ich ihn, blieb dann aber stehen, als er sich vor mich hinstellte. Was hatte er denn jetzt schon wieder vor? Dieser Mann war mir nach wie vor ein Rätsel und das obwohl ich hier schon das ein oder andere Jährchen verweilt hatte. Luzifer blieb einfach Luzifer. Daran würde sich wohl leider auch in den nächsten Jahrmillionen nichts ändern. So glaubte ich zu mindestens.
Ich hatte mich auf ihn und seine Worte konzentrierte, doch was er dann aussprach ließ mich ihn perplex mustern. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. „Ich soll ein Ratsmitglied werden?“, fragte ich, um mir die Worte noch einmal auf der Zunge zergehen zu lassen. Dann grinste ich aber breit. „Da fragst du noch?!“, fragte ich. „Natürlich nehme ich an!“, sagte ich bestens gelaunt. Dann fiel mir aber etwas ein und ich grinste etwas schief. „Dann seh' ich Lilith ab sofort wohl öfters. Die wird mir noch den Kopf abreißen, wenn sie bemerkt, dass jemand in ihrem Zimmer war“, sagte ich und lachte dann schief. „Ich hab keine Ahnung, was Schminke, Schmuck und Klamotten betrifft, daher habe ich ihre Sachen durchstöbert, damit ich Ophelia ein paar Sachen bringen konnte, damit sie sich für dich jeden Tag herrichten kann. Immerhin gibst du mich nur mit dem Besten vom Besten zufrieden, was Chef?“, fragte ich und grinste dann wieder. „Egal, ich sag einfach, dass es einer Recherche zugute kam“, schmunzelte ich, streckte mich dann aber. „Wenn du keine weiteren Anliegen hast, gehe ich mich dann um meinen neuen 'Gast' kümmern“, grinste ich sadistisch.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Okt 03, 2015 8:40 pm

◇ Mercutio ◇

Oh nein, oh nein, oh nein, oh nein! Nicht weinen! Bitte! Ich wusste nicht warum es so war, aber ich konnte es nicht ertragen wenn jemand den ich mochte zu weinen begann. Allein schon das Aufkommen von Tränen in den Augen ließ mich von Schuldgefühlen heimgesucht werden. Midori mochte ich, sehr sogar. Deshalb hielt ich es nicht aus sie so vor mir zu sehen. Klar, sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen, aber sie war auch nur ein Mensch. Ich hielt es einfach nicht mehr aus, vor allem nach ihren Worten, die für so mich klangen als würde sie glauben ich würde sie nicht mögen, dabei war das komplette Gegenteil der Fall! Ehe ich mich versah hatge ich ihre kleinen Hände unter meinen begraben und sah ihr aufmunternd aber auch fest in die Augen. "Natürlich werde ich dir von dem Treffen erzählen! Du wirst die erste sein die alles darüber erfahren wird. - Ich war mir nur nicht sicher, weil..." toll jetzt hatte ich den Satz angefangen, ohne ihn zu Ende bringen zu können und mich gleichzeitig dabei zum Affen zu machen. Deshalb ließ ich den Satz auslaufen, sah von Midori weg und zuckte mit den Schultern. Es war schließlich so, dass ich in deinem Heimatdorf nie der große Frauenheld war. Ich tat zwar immer auf cool und als würde ich alltäglich mit Mädchen reden, doch sobald eines mich ansprach überschlugen sich meine Gedanken und ich bekam einen völlig trockenen Mund. Ich war einfach der untalentierteste Typ was das andere Geschlecht anging. Midori war da keine Ausnahme. Sie schaffte es regelmäßig meinem Herz kleine Aussetzer zu verpassen. Ob es nun an ihrer offenen Art lag oder an ihrem wirklich gutem Aussehen. Da fiel mein Blick auf unsere Hände, oder fiel mehr auf meine Hände die über den ihren lagen. Schlagartig wurde mir die Berührung nun bewusst und ich lief puderrot an. Mist! Ich zog meine Hände vorsichtig zurück und wagte es nicht ihr in die Augen zu sehen. Es kostete mich unglaublich viel mit dann doch auf in die hellen mir gegenüber liegenden Saphire zu blicken. Bestimmt immer noch mit hochrotem Kopf rang ich mich zu einem Lächeln durch. Eins war sicher: ich konnte mich nun garantiert nicht mehr auf meine Aufgaben konzentrieren!



○ Luzifer ○

Wie nicht anders erwartet willigte Azul ein. Selbst wenn er zu Anfang schlecht von Begriff schien, so glaubte ich musste er diese freudige Nachricht erst einmal verdauen. "Wunderbar!" Schnurrte ich breit grinsend als der Gefallene dem Posten zusprach. Er würde mir von großem Nutzen sein und so aufstrebend und zuversichtlich wie er war schien ihm noch eine große Zukunft voraus zu liegen. Aber was wusste ich schon? Ich war schließlich kein Hellseher. Dennoch hatten sich meine langjährigen Erfahrung schon mehr als oft bewährt, was die Zukunft von meinen Untertanen anging. Bei Lilith war es nicht anders gewesen. Sicherlich gab es Ausnahmen wie Faril, doch selbst da hatte mich zu guter Letzt mein Bauchgefühl nicht getäuscht. Wenn man es so betrachtete, hatte ich demnach dann schon in jeglichen Fällen recht behalten.
Die Begeisterung die mir Azul Aufgrund der voraussichtlichen heufigeren Begegnungen mit Lilith entgegen brachte, ließen mich immer noch grinsend die Augenbrauen heben. Interessierte sich der ehemalige Engel etwa für die Dämonin? Gut zu wissen, schließlich wollte ich nicht der letzte sein, der erfuhr er mit wem gewisse Beziehungen pflegte. Was Azul dann aber von sich gab, ließ mich laut und beherzt auflachen. "Dein Kopf wird nicht das einzige sein worauf du achten solltest!" Lachte ich und spielte indirekt auf eine mögliche Kastrierung Azuls an, die Lilith so wie ich sie kannte sicherlich höchst persönlich und mit ihren bloßen Händen durchführen würde. Dann wurde ich jedoch etwas ernster. "Sagen wir's so, eine schöne Verpackung macht das Geschenk nicht zwingend besser oder schlechter, aber es steigert ungemein die Vorfreude." Hatte ich ein doppeldeutiges Grinsen wieder in meinem Gesicht verirrt. Ich wäre zu gern dabei, wenn Lilith herauszufinden würde was Azul in ihrem Zimmer zu suchen hatte, doch schätzte ich diese Wahrscheinlichkeit eher gering ein. Doch war schon allein der Gedanke daran amüsant und ich schien nicht der einzige zu sein. Beherzt klopfte ich Azul auf den Rücken. "Du wirst es schon überleben - und selbst wenn nicht bin ich ja noch da um dich wieder zu holen." Zwinkerte ich dem anderen zu und  nickte bestehtigend als der Dämon sich um Faril kümmern wollte. Ich hatte ebenfalls noch etwas vor. Es hatte keine Eile, trübte aber nicht die Wichtigkeit dieses Geschehens.




◇ Lilith ◇

Die Besprechungen mit der kleinen Eisprinzessin hatten genauso lange gedauert wie sie anstrengend gewesen waren. Schrecklich! Warum nur gab es immer wieder vereinzelte Dämonen die sich gegen meinen alten Bekannten auflehnten, statt ihm zu gehorchen. Ach ja, ich vergaß. Macht. Gier. Ein freier Wille. Alles Komponenten die ich auch ausfüllte und zu pflegen wusste, jedoch lehte ich mich deshalb nicht gegen den Fürst der Unterwelt auf. Das war einfach nur dumm. Würden diese stumpfsinnigen Kreaturen nur begreifen, dass sie mit Luzifer fiel leicher und schneller an ihre Ziele kommen würden, solange sie ihn bei Laune hielten. Doch scheinbar waren nur einige wenige so weit vorausdenkend. Ein Glück dass mich Gott mit genügend Hirnmasse geschaffen hatte! Wenigstens etwas was dieses verklemmte Wesen nicht völlig versäumt hatte. Wobei ich zugeben musste, dass ich mit meinem Körper recht zufrieden war. Manchmal sah ich mich i Spiegel und wunderte mich darüber wie gut ich aussah. Und zwar nur ich, das hieß ungeschminkt und nackt. Doch wäre ich nicht ich, wenn ich nicht ein Fable für Klamotten, Schuhe und Kosmetika hätte. Spontan beschloss ich während ich noch die paar Schritte von meinem Zimmer entfernt war, gleich einige Kleider und Stiefel anzuprobieren. Ich spielte auch mit dem Gedanken die neuen Ketten die ich mir geangelt hatte vor meinem Schmunkspiegel anzuprobieren und welche Sachen dazu passen würden. Das hatte ich mir nach  diesem Treffen redlich verdient. Da bemerkte ich dass meine Türe nicht geschlossen war, sondern einen Spalt weit abstand. Ich schloss sie immer wenn ich ging. Neugierig und skeptisch öffnete ich meine Tür und trat ein. "Zur Hölle... NEIN!" Lief ich wütend auf meinen offen stehenden Kleiderschrank zu und bemerkte dass einige meiner Sachen fehlten! Wer war das? Der oder diejenige konnte sich auf etwas gefasst machen!
Ich stapfte aufgebracht raus. "Hey du!" Rief ich energisch einer zufällig vorbeikommenden Wache entgegen. "Ja du! Hast du jemanden in mein Gemach gehen seh'n?" War ich aufbrausend auf den Dämon zugekommen, der sichtlich nicht damit umzugehen wusste. "Nein...?" Fragte er eher als mir eine vernünftige Antwort geben zu können. "Fein." Knallte ich ihm dieses eine Wort entgegen und drehte mich um. Ich würde den Täter schon nich finden! Da kam mir ein Gedanke. Dieses Engelsmädchen war doch während meiner Abwesenheit in meinem Zimmer untergebracht wurden. Die konnte etwas erleben! Doch auf halben Weg zu ihr besann ich mich darauf, dass Azul sie weggebracht hatte. Ich verengte die Augen. Männer! Die machen mich fertig!
Die Treppen des Kerkers hinunter schreitend hörte ich das beinahe ohrenbetäubende Schreien der Gefangenen und wurde dadurch nur noch kratzbürstiger. Aufgebracht fand ich dann schließlich den Gesuchten. "Azul!" Rief ich hart und blieb sauer stehen. Gut zwei Meter trennten und voneinander. "Hast du..." obwohl ich weiter sprach wurde meine Frage von einem der gerade gefoltert wurde unterbrochen, da er laut zu schreien begann. "HEUL LEISE!" Schnauzte ich ihm entgegen, wandte mich dann an den Purpurhaarigen. "Bist du dafür verantwortlich, dass ich meine Kleider nicht mehr finde?!" Fragte ich ihn vorwurfsvoll und verschenkte zähneknirschend die Arme unter der Brust.



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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Okt 03, 2015 9:59 pm

Midori

Ich hatte nach wie vor mit meinen Tränen zu kämpfen, doch plötzlich legte Curio seine Hände auf meine und ich sah ihn etwas verwundert an, da ich mit dieser Geste von ihm nicht gerechnet hätte. Er war wirklich ein seltsamer Kerl... Aber ich mochte ihn. Sehr sogar! Daher wollte ich auch so viel Zeit mit ihm verbringen und das lag nicht nur daran, dass er genauso wie ich ein Nephilim war. Curio war in meinen Augen etwas besonderes. Jemand, der Einfühlungsvermögen besaß und sehr liebevoll war, vielleicht auch ein wenig verpeilt. Aber eben das machte ihn ja so sympathisch für mich. Er versuchte in dieser Welt nicht perfekt zu sein. Verstellte sich nicht. Er war einfach... er und gerade das gefiel mir ja so.
Curio begann einen Satz, sprach ihn aber nicht zu Ende. Es schien ihm im Nachhinein unangenehm zu sein, darüber zu reden. Doch er musste den Satz nicht zu Ende reden, wenn er nicht wollte. Mich hatten schon die ersten Worte glücklich gemacht, weshalb ich ihn wieder anlächelte. Es freute mich, dass ich die erste war, die von dem Treffen erfahren würde. Es war für mich eine besondere Ehre, dass er es mir zuerst anvertraute und nicht Askael. Ob es nur ein Versuch war, mich nicht traurig zu machen, wusste ich nicht, doch selbst wenn es so war, war ich sehr glücklich darüber, dass sich Curio Gedanken über meine Gefühle machte und sein Bestes gab, mich nicht zu verletzen. Ich war wirklich froh, jemanden wie ihn hier oben gefunden zu haben! Jemand der wie jeder andere, nett war, doch war er auch jemand, der sich von der Masse abhob und wie kein zweiter hier im Himmel zu sein schien.
„Danke“, sagte ich und lächelte Curio nahezu überglücklich an. Ich dankte ihm dafür, dass er bei mir war, dass er mir vertraute, dass er sich Mühe gab, mich nicht zu verletzen. Für alles wollte ich ihm einfach danken! Er war ein besonderer Mensch für mich und ich war dankbar und glücklich darüber, die Zeit hier, gemeinsam mit ihm verbringen zu können!


Azul

Ich war wieder hinunter in meinen Folterkeller gegangen und hatte begonnen, mich um Faril zu kümmern. Luzifer hatte mir immerhin den Befehl gegeben, ihn langsam und qualvoll töten zu lassen und diesen Gefallen würde ich ihm auch tun. Immerhin bereitete es mir eine große Freude, Seelen zu brechen und da Faril ein besonders großer Sturkopf war, war der Drang nach der Jagd besonders groß, zumal ich hier schon lange niemanden mehr hatte, der es länger als zehn Minuten mit mir aushielt. Im Grunde genommen, war das für mich schon eine Art Kompliment, doch wurde es auf Dauer auch unglaublich langweilig. Das Verhalten der Leute war so voraussehbar geworden, wie eine Wettervorhersage auf der Erde.
Ich seufzte etwas und schlug erneut mit der Peitsche zu. Wieder spürte ich neue Blutspritzer auf meiner Haut. Ich wollte eigentlich erneut zuschlagen, doch da hallten auf einmal laute Schritte im Kerker und sah auf. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, als ich dann auch noch Liliths wütende Stimme vernahm. Ich kicherte leise, räusperte mich dann aber und nahm eine ernste Miene an, als die hübsche Dämonin vor mir erschien. „Lilith. Meine Schönheit. Ist etwas passiert?“, fragte ich gespielt ahnungslos und musste mir ein lautes Lachen verkneifen. Besonders dann, als sie dem Dämon befahl, 'leise zu heulen'.
„Ob ich dafür verantwortlich bin, dass deine Kleiner unauffindbar bin?“, fragte ich. „Indirekt“, grinste ich sie an. „Ich habe einem Dämon befohlen, sich um die Kleider für das Engelchen zu kümmern. Er wusste genauso wenig wie ich, wie sich eine Dame Stilbewusst kleidet, daher sollte er sich etwas einfallen lassen, damit dass Engelchen etwas schönes zum Anziehen hat. Er scheint deine Kleider zu einer Schneiderin gebracht zu haben, damit sie etwas hat, wonach sie sich richten kann“, grinste ich Lilith an. Dieser Blick... Dieser wütende Blick! Zum dahinschmelzen! Wie schön es doch wäre, ihre Seele zu brechen! Sie zum Schreien zu bringen, zum Verzweifeln... zum Betteln und Flehen!
Ich seufzte fast schon schwärmerisch bei dem Gedanken, beherrschte mich aber. Ich legte die peitsche beiseite und ging zu Lilith. „Man sagt, dass Luzifer kurz davor war dem Engelchen die Unschuld zu nehmen. Wer hätte gedacht, dass er derart interessiert an diesem erbärmlichen Geschöpf ist, wo er doch Frauen wie dich hier um sich hat“, raunte ich der Rothaarigen Schönheit ins Ohr und zog sie an der Taille zu mir heran. „Aber ich wollte ihm den Gefallen tun und das Beste aus dem Engel herausholen, daher konnte mir nur eine so stilbewusste Frau wie du mir helfen“, hauchte ich und sah Lilith dann tief in die Augen. „Ich werde mich selbstverständlich sofort um deine Kleider kümmern, aber lass mir dir doch wenigstens etwas geben, was das Warten für dich erträglicher macht“, sagte ich fast schon verführerisch, ließ dann aber von der Dämonin ab und grinste charmant. Dann ging ich aber an Lilith vorbei. Ich war mir sicher, dass sie mir schon folgen würde, weshalb ich direkt mein Zimmer ansteuerte. Ich wartete auf sie und als sie dann ebenfalls mein Zimmer erreichte, kramte ich aus meinem Schrank eine schwarze Schatulle. „Mach die Augen zu“, sagte ich und bewegte Lilith dann so, dass sie vor meinem Spiegel stand. Ich öffnete die Schatulle und holte eine wunderschöne Kette heraus. Behutsam legte ich sie um den Hals der Dämonin. Die Kette wog einiges, aber Lilith zwängte sich ja sogar Tag für Tag in solch unbequeme Schuhe, da würde sie die hier sicherlich mit Freude tragen, auch wenn man es eher für besondere Anlässe gedacht war. „Du kannst die Augen wieder öffnen“, hauchte ich Lilith ins Ohr. „Und gefällt sie dir?“, fragte ich grinsend. Ich hatte zwar nur wenig Ahnung von Schmuck, doch war diese Kette eines der besonderen Ausstellungsstück und es hatte mich einiges gekostet an sie heran zu kommen. Aber es war ja für einen guten Zweck. Immerhin hing ich an meiner Männlichkeit!

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Okt 04, 2015 12:00 am

◇ Mercutio ◇

Ich war heil froh dass Midori nicht weiter nachhakte. Ich hätte nicht gewusst was ihr ihr dann hätte antworten sollen, vor allem weil ich schließlich gerne in Fettnäpfchen trat und auch da sich wieder die Chance dazu anbahnte. Stattdessen lächelte sie mir entgegen und bedankte sich. Dieses eine Wort spiegelte alles wieder was sie fühlte. So nahm sie mir auch etwas von meiner Nervosität und ich wurde etwas beruhigter. Ich konnte nicht anders und erwiederte ihr Lächeln. "Ach, ist doch nichts dabei." Spielte ich das Ganze runter und lehnte mich etwas zurück. "Aber sicher dass ich auch wenn es spät ist kommen soll? Ich mein, ich will dich ungern wecken..." grinste ich etwas unbeholfen zu ihr herüber und begann etwas mit dem Stuhl zu kippeln. Das war so eine Marotte von mir. Es dauerte keine fünf Minuten und ich begann schon auf den hinteren oder vorderen Stuhlbeinen zu wippen. "Bin gespannt wie er aussieht. Und was er macht. Und wer er ist!" War ich wieder gedanklich woanders und sah auf ein Bücherregal, doch sah ich statt der Papiere einen Umriss vor meinem Inneren Auge und wünschte ich wüsste genau wie mein Vater aussah. Es war so aufregend dass ich es kaum erwarten konnte! Doch dann ließ ich das kippeln sein und sah Midori an. "Was ist wenn er mich nicht mag?" Fragte ich nervös und bekam schon Panik, dass ich nie der Sohn für ihn sein würde den er schich erhofft hatte. Langsam wurde mir schlecht...



◇ Lilith ◇

Dieses dreiste Grinsen! Glaubte Azul wirklich er konnte mir etwas vorspielen? "Frag nicht so blöd! Sag mir lieber Bescheid!" Fordedte ich forsch an zu wissen und ignorierte sein Kompliment mir gegenüber, auch wenn ich spürte wie das meinem Ego zugute kam. Welche Frau wollte schon nicht gerne als 'Schönheit' bezeichnet werden? Doch war ich immer noch zu aufgebracht um mich davon einwickeln zu lassen. Dann erfuhr ich endlich was mit meinen wunderbaren Klamotten geschehen war. Mir fiel ein Stein vors Herz. Wenigstens hatte dieses ach so reine Engels-Jungfrauen-Mädchen nichts von meinen Sachen angezogen! Ich zeigte mich sichtlich erleichtert. "Solange Viperia meine Kleider hat... ich hoffe für dich, dass sie und niemand sonst sie hat!" Begann ich dem größeren Dämonen zu drohen und funkelte ihm entgegen. Er legte sein Folterinstrument zur Seite und ging geradewegs auf mich zu, erzählte mir von dem Gerücht dass Luzifer dem Mädchen die Unschuld beinahe genommen hätte. Ich erhob eine Augenbraue. Deshalb war sie von seinen Feuerbrünsten bei seinem Wutausbruch verschont geblieben. Der verfluchte Mistkerl hatte es sich zur Aufgabe gemacht sie zu nageln! Auch wenn ich immer noch Verachtung für das Engelkind empfand, so überwiegte just in diesem Moment die Feministin in mir und ich sah es nun als meine Pflicht an, das Mädchen vor Luzifers ungebändigter Lust zu schützen. Auch wenn es mir nicht auf lange Sicht gelingen würde, schließlich konnte ich nicht überall zur gleichen Zeit sein, so konnte ich dennoch mein bestes geben damit ihr so lange es noch ging eine traumatische  Erfahrung erspart blieb. Ich konnte zwar nicht wissen wie Luzifer im Bett war, doch konnte ich mich nur noch zu gut an meine eigene Entjungferung erinnern was dieser Drecksmensch Adam zu verschulden hatte. Idiotenpack! Allesamt diese Männerschar! Dafür hatte ich es ihm und dieser willenlosen Eva heimgezahlt! All diese Gedanken spielten sich in einem Bruchteil einer Sekunde in meinen Gedankengängen ab und so bekam ich noch mit wie Azul mir undiskret und auf einer in meinen Ohren notgeilen Art und Weise mir schon wieder ein Kompliment machte. Was war denn mit ihm los? Würde er morgen hingerichtet werden und wollte mich noch schnell für eine Nummer haben? Als Azul mich zu sich zog entfuhr ich mir ein überraschter Laut und auch wenn ich es mir in diesem Moment nicht eingestand, genoss ich doch diese Berührung von ihm um meine Taille.  "Meine Beziehung zu Luzifer besteht aus rein geschäftlicher Basis." Ließ ich distanziert hören, konnte mir aber ein "Nicht dass er es noch nicht schon versucht hätte..." nicht verkneifen mit einem dabei entstandenen Grinsen. Als der Dämon mich dann auch noch stielbewusst nannte verdrehte ich die Augen. In einer anderen Situation, wie zuvor noch als wir vor Anastasias Zimmer standen, wäre ich schon längst über ihn hergefallen - Gefangene hin oder her. Aber ich war noch immer wegen meiner Sachen verstimmt und ließ das meine Umgebung nur zu gerne spüren. "Hör doch mal auf mir Honig ums Maul zu schmieren." Klang ich genervt, wurde dann aber von dem intensiven Blick Azuls gefesselt. Verdammt aber auch! Warum hatte er solch eine Anziehungskraft auf mich?!
Ich folgte ihm, kommentierte nicht weiter, lief stumm hinter ihm her, mit erhobenen Hauptes. Wir verließen die Katakomben und ich vermutete dass er auf sein Gemach zugehen wollte. So so, hier lag also sein Zimmer... ich trat ein, sah mich etwas um wobei ich mich bemühte es nicht zu offensichtlich zu machen. Vor einem Schrank begann der athletische Mann dann zu wühlen, sodass ich die Muskelpartien unter seiner Haut spielen sehen konnte. Ich musste mich von diesem Anblick losreißen als er mit einer schwarzen Schatulle sich schließlich zu mich wand und meinte ich solle die Qugen schließen. "Du willst mich auf den Arm nehmen?" Fragte ich trocken und sah von ihm zur Schatulle und wieder zu ihm hinauf. Ich wollte schon wissen was dort drinnen war. Ich stieß geschlagen die Luft aus. "Aber bring mich nicht um!" Schloss ich mit diesen Worten die Augen und wurde dann von seinen starken Händen an den Schultern gepackt und woanders hingeleitet. Ich spürte wie sich etwas kühles auf mein Dekolleté legte und um meinen Nacken wo letztendlich Azuls raue Finger kurz meine Haut berührten. Ich hoffte er hatte die Gansehaut die nicht das Kalte Material das er mir umgehangen hatte auslöste, sondern seine Begründung. Dann wurde mir zugehaucht, dass ich die Augen wieder öffnen könne und ich sah meinem Spiegelbild entgegen - mit einer kunstvoll verzierten und geschlungenen Silberkette an der ein riesiger Klunker hing. Meine Augen weiteten sich, als ich erkannte dass es ein Rubin war und wie rein er aussah. Zudem passte die Kette perfekt zu meinem jetzigen Kleid das ich trug. Ich ließ meine Fingerkuppen über den Rubin fahren, während ich noch immer ungläubig in den Spiegel starrte. Ich hatte so einiges erwartet, wie dass er mir Ketten anlegte - Ketten wie die im Kerker, oder dass er mich doch mit einem Dolchstoß tötete, doch damit sicher nicht. Ich sah im Spiegel von der Kette zu Azul, als er mich fragte ob wie mir gefiel. Weswegen machte er mir solch ein wertvolles Geschenk? Wir standen in keiner engen Beziehung zueinander, wenn nicht sogar in gar keiner. Warum also?
Naja, aber die Kette war schon hübsch. Ich wandte meinen Kopf um, damit ich Azul wirklich ins Gesicht sehen konnte und hätte nicht gedacht dass er mir so nah war. Ich nickte, als Bestätigung auf seine Frage, doch dann zogen sich meine Augenbrauen zusammen. "Wieso gibst du mir sie? Was ist der wahre Grund?" Verlangte ich zu wissen, klang dabei jedoch nicht mehr so stürmisch und aufbauend wie noch in den Katakomben. Er wollte sicherlich eine Gegenleistung dafür. Ich sah nichmal in den Spiegel und betrachtete die Kette die kurz über meinem Ausschnitt hing.


Liliths Kleid:
 



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Okt 04, 2015 9:24 am

Midori

Ich sah zu Curio und war sichtlich erleichtert, als er wieder anfing zu Lächeln. Auf seine Frage hin, ob er wirklich zu mir ins Zimmer kommen sollte, nickte ich. „Wer weiß, vielleicht bin ich ja auch aufgeregt, weil ich mich so für dich freue“, schmunzelte ich. „Das ist mir schon öfters passiert. Meine Freundin auf der Erde wurde auf einer Eliteschule, für besondere Talente angenommen und im Nachhinein war ich diejenige die aufgeregt war“, lachte ich etwas verlegen. „Ich schätze ich steigere mich in gewisse Dinge einfach zu sehr rein“, sagte ich schief lächelnd und dachte an die Zeit von damals.
Plötzlich begann Curio mit seinem Stuhl zu kippeln und fragte sich, wie sein Vater wohl aussehen würde und was er machte. „Du wirst es ja bald erfahren“, sagte ich lächelnd, doch als Curio so ernst wurde scheinbar schon Angst bekam, dass sein Vater ihn vielleicht nicht mögen könnte, lächelte ich ihn aufmunternd an. „Ich bin mir sicher, dass er sich sehr stolz auf dich ist. Du bist ein Nephilim und wirst als Seraphim ausgebildet. Diese Ehre wird nicht jedem Zuteil! Und wenn er dich nicht sehen wollte, würde er erst gar nicht auf das Treffen mit dir eingehen. Er ist auch nur ein Engel und muss sicherlich erst mal gucken, wohin mit seinen ganzen Gefühlen. Ich bin mir sicher, dass er mindestens genauso aufgeregt ist wie du, auch wenn er es vielleicht nicht so sehr zeigen wird“, meinte ich fast schon liebevoll. „Du bist das, was ihn an die Frau erinnert, die er so sehr liebt. Deine Mutter. Da kann nichts schief gehen!“, sagte ich aufmunternd lächelnd. „Er wird sicher im inneren vor Freude weinen, wenn er sieht was für einen großartigen Sohn er da hat“, sagte ich und zwinkerte Curio dann zu.


Azul

Ich sah zu Lilith hinab, als sie ihren Kopf umdrehte und wir uns wieder direkt in die Augen sehen konnten. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich strich ihr eine verrutschte Haarsträhne beiseite. Meine Hand wanderte zu ihrer Wange und ich streichelte sanft mit meinem Daumen über meine Lippen. „Warum ich dir diese Kette schenke?“, wiederholte ich ihre Frage und sah tief in ihre Augen. „Vielleicht steh ich ja einfach nur auf dich. Vielleicht aber macht es mir auch Freude, eine Frau zu beschenken oder aber ich hatte Angst, dass du mich kastrierst, wenn du bemerkst, dass deine Kleider nicht mehr da sind“, sagte ich zum Schluss grinsend, nahm meine Hand von ihrer Wange und ging einige Schritte zurück, um wieder ein wenig Distanz zwischen uns zu bekommen.
„Ich werd' dann mal gehen und deine Kleider von Viperia abholen. Sie müsste mittlerweile mit dem Schneidern fertig sein, oder zu mindestens nun wissen, in welche Richtung sie arbeiten muss“, sagte ich und drehte mich dann um. In der Tür blieb ich jedoch stehen und drehte meinen Kopf zu Lilith um. „Ich schätze wir sehen uns dann bei der nächsten Ratsbesprechung“, grinste ich die rothaarige Dämonin an. Dann verließ ich aber mein Zimmer und ließ Lilith zurück. Sie würde schon keinen Blödsinn anstellen und wenn doch... hatte ich immer noch ihre Kleider. Sie wäre sicherlich alles andere als begeistert, wenn ich die guten Stücke vor ihren Augen verbrennen würde. Bei dem Gedanken musste ich diabolisch lachen.
Ich hatte das Schloss verlassen und ging zu Viperia, wo ich mich nach den Kleidern erkundigte. „Du bist gerade richtig gekommen. Ich habe soeben das letzte Kleid fertig gestellt“, sagte sie und ich nickte, ehe ich die Kleider begutachtete. Wenn ich die Kleider so verglich sahen die vom Engelchen ganz anders aus, als die von Lilith, aber irgendwo hatten sie auch Ähnlichkeiten... Wahrscheinlich war der dunkele Stoff die einzige Gemeinsamkeit. War aber auch besser so... Lilith wäre sicherlich alles andere als begeistert, wenn irgendjemand ihren Stil kopierte. Die Dämonin konnte echt anstrengend werden, wenn es um ihre Kleidung ging und ich hatte momentan eh genug zu tun, da wollte ich mich nicht noch um ihre Launen kümmern müssen, auch wenn es hin und wieder recht amüsant war.
„Darf es noch was sein?“, fragte sie. „Keine Ahnung... Was hast du denn noch so da?“, fragte ich sie. „Was immer du brauchst, Schmuck, Parfüm, Schuhe, Kosmetika, Taschen. Alles was das Frauenherz begehrt!“, sagte sie und zeigte mir einige Dinge. „Pack von allem Etwas ein, achte darauf, dass es zu den Kleidern passt, die du gemacht hast“, meinte ich etwas nachdenklich und sie nickte sofort. „Achja, hast du noch passende Ohrringe zu der Kette, die ich vorgestern gekauft habe?“, fragte ich. „Die mit dem roten Robin?“, hakte sie nach. „Ja, die“, bestätigte ich und ich konnte Viperias erfreutes Grinsen sehen. „Selbstverständlich!“, sagte sie sofort und kramte aus einer Glasvitrine zwei wunderschöne, rote Ohrringe. „Perfekt. Die nehm' ich“, sagte ich und sie nickte sofort.
Viperia packte alles ein und gab mir die Sachen mit. Ich bezahlte alles und ging zurück zum Schloss, wo ich Lilith ihre Kleider auf das Bett in ihr Zimmer legte. Die anderen Sachen brachte ich in das Zimmer von Ophelia, welche allem Anschein nach am Schlafen war. Einzig und allein die roten Ohrringe blieben bei mir. Ich verstaute sie in meiner Hosentasche und ging dann in den Kerker, wo ich mich weiter um Faril kümmerte.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Okt 04, 2015 12:57 pm

◇ Mercutio ◇

Es war zwar lieb von Midori dass sie mich beruhigen wollte, doch ganz schaffte ich es dann doch nicht mich zu beruhigen. Aber ihre Worte taten gut zu hören und ich lächelte ihr dankbar entgegen. Noch nie war ein Mädchen so nett zu mir gewesen. Das wusste ich an ihr zu schätzen. Auf meine Aufgaben konnte ich mich wie schon gesagt eh nicht konzentrieren. Deshalb stand ich auf, auch wenn ich nur ungern gehen wollte. "Ich glaub ich geh mich fertig machen. Will ja nicht zu spät kommen." Grinste ich schief und stand noch kurz unentschlossen im Raum, nicht wissend wie ich mich richtig von Midori verabschieden sollte. Dann entschloss ich mich so wie immer von ihr zu verabschieden. "Wir seh'n uns! Und wünsch mir Glück!"
Völlig aufgeregt und nervös zog ich einfach irgendetwas anderes an, entschied mich dann aber noch drei mal um ehe ich mir sagte, dass es auch nichts mehr brachte und mein Haar zurecht legte. Mamà hat immer gesagt dass ein gepflegtes Aussehen wichtig ist und gerade hier wo wie es aussah nur Augenweiden herumrannten musste ich mich rausputzen um nicht als hässlich zu gelten. Ich hatte hinter meiner offenen und positiven Art schon immer kleine Selbstzweifel versteckt gehalten. Aber das war ok.
Askael brachte mich zu dem Park am Ratsgebäude und lächelte mir dann entgegen. "Sag es mir doch!" Bettelte ich noch ein aller letztes mal. "Du wirst es in wenigen Minuten wissen. "Gutes Gelingen." Wünschte mir der Engel und ging. Ich stand allein da. Es wurde langsam dunkel. Nervös betrachtete ich die Umgebung, da hörte ich eine tiefe Stimme. "Mercutio?" Ich drehte mich um und da stand er. Mein Vater.
Auf leisen Sohlen schlich ich mich durch den Flur im Mädchenschlafhaus. Was hatte Midori noch gleich gesagt? Links oder rechts? Ich entscheid nach Bauchgefühl und war anscheinend falsch abgebogen, da es für mich sich wie eine Ewigkeit anfühlte hier durch die Gänge zu schleichen. Vor allem wenn ich jeden Moment erwischt werden konnte. Dann endlich glaubte ich die richtige Tür gefunden zu haben. Wenn nicht wäre das sehr peinlich. Nicht dass es mir auch so schon unangenehm genug wäre.
Ich öffnete leicht die Tür. Sie war nicht verschlossen gewesen und trat in das inzwischen dunkle Zimmer. Blaue Flammen knisterten und ließen das hell gestaltete Zimmer den Anschein von einem Traum haben. Hinter mich schloss ich die Tür leise wieder und ging dann langsam aus das Himmelbett zu. "Midori?" Flüsterte ich und näherte mich der schlafenden Gestalt im Bett. "Midori...?" Puh! Jetzt erkannte ich dass sie es wirklich war. Ein Lächeln breitete sich bei mir aus als ich sie so friedlich schlafen sah. Dann fasste ich die am Arm und rüttelte leicht. "Ich bins, Curio." Flüsterte ich immer noch. Ich konnte es kaum erwarten von meinem Treffen zu erzählen!



◇ Lilith ◇

Als Azul mir eine Strähne wegstrich glaubte ich, dass meine Beine nachgeben würden - und zwar dieses mal wirklich! Nur gut dass ich mich da täuschte und immer noch fest auf dem Boden stand. Fast schön hätte ich den Dämon beim Wort genommen, als er mir auf dieser verführerischen Art und Weise entgegnete, er fände mich attraktiv und hätte ernsthaftes Interesse an mir. Doch dann gestand er dass es hierbei nur um seine Kronjuwelen gegangen war. Daraufhin breitete sich bei mir ebenfalls ein Grinsen aus. "Vielleicht sollte ich das trotzdem tun, damit es dir eine Lehre ist." Antwortete ich spitz und ließ meine Hand seinem Bauch und Unterleib hinunter gleiten, um dann bei seinem Schritt zu zupacken. Ich wusste nicht woran es lag, vielleicht mochte er diese Art von Spielchen nicht aber er schuf wieder mehr Raum zwischen und und kündigte an meine Kleider nun zu holen. Ich verschenkte wie zuvor im Kerker die Arme unter der Brust und sah ihn skeptisch an. Doch als Azul meine wir sehen uns bei ded Ratsversammlung wieder klappte mir das die Kinnlade herunter. "Du bist im Rat?" Ich fasste mich, schüttelte den Kopf und grinste. "Fängst du schon an mir hinterher zu stellen?" Dann verließ Azul den Raum. Ich hingegen sah mich noch ein wenig um, hatte jedoch nicht vor irgendetwas auch nur anzufassen. Wer wusste schon was er hier mit welchen Sachen angestellt hatte. Ich wollte gerade durch die Tür verschwinden, da hielt ich inne und lief zu seinem Bett zurück. Ich nahm das Kopfkissen und küsste es auf der unteren Ecke, sodass ein roter Abdruck meiner Lippen daran haften blieb. Ich verließ ohne weiteres Azuls Zimmer. Mal sehen ob er es überhaupt bemerken würde. Doch jetzt konzentrierte ich mich auf die mir selbst erteilte Mission Jungfrau.


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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Okt 04, 2015 2:26 pm

Midori

Ich hatte Curio natürlich viel Glück gewünscht und sah ihm noch schmunzelnd hinterher, dann versuchte ich mich allerdings auf meine eigenen Aufgaben zu konzentrieren, was mir erst nach einiger Zeit gelang. Aber immerhin. Schließlich hatte ich nicht geglaubt, nach diesem aufregenden Gespräch, überhaupt noch mal Konzentration zu fassen. Glücklicherweise waren die Notizen, die ich vor Curio gemacht hatte, auch ein kleiner Leitfaden und ich konnte meinen selbst auferlegten Hausaufgaben besser nachgehen.
Irgendwann hatte ich genug vom Lernen, weshalb ich das Buch zu machte und es wieder zurück ins Regal räumte. Ich räumte noch schnell den Platz auf, an welchem ich gesessen hatte, krallte mir dann meine Notizen und verschwand aus der Bibliothek. Ich steuerte mein Zimmer an, legte dort angekommen den Block und die Stifte auf meinen Schreibtisch und ging erst mal duschen, um einen klaren Kopf zu bekommen.
Als ich damit fertig war, zog ich mir direkt mein weißes Schlafkleid an. Da ich keinen Hunger hatte, hatte ich auch nicht vor, mein Zimmer heute noch zu verlassen. Also ging ich wieder in mein angrenzendes Zimmer zurück, schnappte mir ein Buch und las noch ein wenig, auch wenn meine Gedanken immer wieder zu Curio abdrifteten. Ich fragte mich, wie es ihm jetzt gerade wohl ging, was er machte und wie sein Vater wohl so war. Ich seufzte etwas, schüttelte dann aber meinen Kopf und legte das Buch beiseite. Stattdessen nahm ich mir die Bürste auf meinem Nachttisch, kämmte mein langes blondes Haar und entschied mich dann schlafen zu gehen.
„Midori...?“, hörte ich eine Stimme flüstern und spürte schon kurz darauf ein paar sanfte Berührungen an meinem Arm. „Nur noch fünf Minuten, Camael“, nuschelte ich verpennt. Dann wurde mir aber schlagartig etwas bewusst. „Moment! Camael würde mich niemals so sanft wecken!“, sagte ich sofort und setzte mich rasch auf. Ich sah Curios Gesicht und strahlte vor Freude, ehe ich ihn einfach umarmte. „Und wie war es? Ist alles gut gelaufen? Wie ist dein Vater so? War er nett? Sieht er so aus wie du? Worüber habt ihr gesprochen? Wann seht ihr euch das nächste mal wieder? Was hat er dazu gesagt, dass du zu einem Seraphim ausgebildet wirst? Als was arbeitet er? Hat er dir irgendetwas vor deiner Zeit erzählt und wie es jetzt weiter geht?“, durchlöcherte ich Curio sofort mit tausenden Fragen. „Ich freu mich so für dich!“, quikte ich, zog ihn dann aber einfach neben mir ins Bett und deckte ihn ebenfalls mit der Decke zu, da mir sonst zu kalt wurde. „Und jetzt erzähl! Lass kein einziges Detail aus, ja?“, sah ich Curio tief in die Augen.


Ophelia

Ich war mitten in der Nacht aufgewacht, da ich schlecht geträumt hatte. Glücklicherweise war es nur ein Alptraum und keine Vision. Woran man das beides unterschied wusste ich nicht, man hatte es nach einiger Zeit einfach im Gefühl. Ich sah an mir herab und bemerkte, dass ich noch immer meine Alltagskleidung anhatte, weshalb ich mich eigentlich umziehen wollte, doch kam mir eine bessere Idee, weswegen ich meine Kleidung anbehielt. Ich sah in den Spiegel und bemerkte, dass mein Haar etwas durcheinander war, weswegen ich mir kurzerhand einfach die Bürste schnappte und noch mein Haar noch mal schnell kämmte. Dann legte ich die Bürste wieder weg und verließ mein Zimmer.
Ich lief leise durch die Gänge, immerhin war es mitten in der Nacht, da wollte ich niemanden wecken. Mich zog es wieder in den Garten des Schlosses. Ich hatte bisher erst wenige gesehen, die so riesig waren, wie dieser hier. Ich fühlte mich alleine schon bei dem Anblick pudelwohl und wollte am liebsten nie wieder von hier weg gehen. Ich wollte mir einen klaren Kopf verschaffen, war mir aber sicher, dass ich dies sicherlich nicht mehr heute Nacht erreichen würde. Dafür herrschte ein zu großes Chaos in meinen Gedanken.
Ich kniete mich vor eines der Blumenbeete nieder und sah auf die Rosen hinab. Meine Gedanken kreisten die ganze Zeit um Luzifer und um die Dinge, die seit dem ich hier war passiert sind. Dieser Mann machte mir Angst und doch fühlte ich mich gleichzeitig zu ihm hingezogen. Ich wollte ihn meiden, doch genoss ich seine Nähe so sehr wie bei keinem anderen. Er durfte mich anfassen, mich berühren und ich hatte keine Einwände dagegen gehabt und doch war es mir irgendwie unangenehm gewesen. Ich wusste nicht wo hin mit meinen Gefühlen. Ich wusste nicht, wie ich sie deuten sollte, in welch einer Beziehung dieser einzigartige Mann zu mir stand. Das einzige, was ich wusste, war dass ich zu ihm wollte. Jetzt, auf der Stelle. Ich wollte bei ihm sein, mich in seinen Augen verlieren und ganz ihm gehören.
Erst ein kurzer Stich in meinen Fingern sorgte dafür, dass ich aus meinen Gedanken gerissen werden konnte. Ich sah hinab und bemerkte, dass ich mich an dem Dorn einer Rose geschnitten hatte. Das Blut lief mir den Finger hinab und tropfte vor meine Knie auf die kalten Steine. Kurz folgte ich mit meinen Augen den Weg der Blutstropfen, wanderte aber schon wenig später mit meinem Blick zu den roten Blüten der Rose, welche ich gepflückt hatte.
'Was stellt dieser Mann nur mit mir an?'
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Okt 04, 2015 7:03 pm

◇ Mercutio ◇

Total überfordert dass Midori direkt nach dem wach werden so viele Fragen stellen konnte, sah ich sie mit großen Augen an und wurde dann eh ich mich versah in ihr Bett unter die Decke gerissen. Ich fühlte mich als wäre ich wieder ein kleiner Junge, der sich mit seiner Freundin nachts heimlich Abenteuergeschichten erzählte weil beide noch nicht schlafen wollten. "Mein Vater ist klasse!" Platze es dann aus mir heraus und ich konnte nucht mehr aufhören. "Er ist absolut cool, witzig und richtig nett! Hätte nie gedacht, dass ich auf einen Engel treffe der Witze reißt!  Und er ist riesig! Naja... nicht riesig aber sehr groß und sehr muskulös! Er sieht aus als wäre er gerade mal 30 und hat irgendwie etwas anmutiges.  Ich wusste zuerst nicht wie ich ihn ansprechen sollte aber er meine ich soll ihn so nennen wie ich es auf der Erde tun würde. Ich habe mich dann mit Papà am Springbrunnen gesetzt - ach ja wir waren im Park vor dem Ratsgebäude - und da hat er mir dann erzählt wie sehr er sich auf das Treffen gefreut hat und dass auch er nervös war. Unglaublich oder? Aber mein Vater hatte genauso viel Angst davor ich würde ihn nicht mögen wie ich gedacht habe dass er mich nicht mögen würde! Also wir haben dann über eigentlich alles geredet, zuerst über Mamà und auch über meine Großeltern. Wie es mir auf der Erde ergangen ist und dass es ihm leid tut, dass er nicht bei mir bleiben konnte. Aber ich verstehe das. Ich habe ihm auch erzählt, dass ich zum Seraphim ausgebildet werde und er war total stolz!" Ich konnte das Grinsen gar nicht mehr sein lassen und die Wörter kamen mir einfach so über die Lippen. Es war unbeschreiblich gewesen ihn kennenzulernen! "Ach! Ich habe noch gar nicht erzählt wer er ist. Er ist - halt dich fest - mein Vater ist Raphael. Erzengel Raphael!" Grinste ich über beide Ohren. "Papà meinte ich hätte die Haare und das Gesicht meiner Mutter. Und ich weiß jetzt, dass er die selben grünen Augen hat wie ich!" Hatte ich geflüstert aber es fiel mir schwer ruhig zu bleiben, so aufgedreht wie ich noch immer war. "Er ist auch superschlau und ich habe gemerkt er weiß eigentlich alles über Medizin und Pflanzen und all das. Papà meinte auch, dass ich zum Seraphim ausgebildet werden soll ist Mamà zu verdanken weil sie eine Kämpfernatur sei. ... er ist einfach besser als ich es mir je hätte vorstellen können!" Endete ich und atmete heftig vor Aufregung.
Nd obwohl mir bereits gesagt wurde, dass mein Vater eine wichtige Position spielte, hätte ich mir eine solche doch nie im Leben vorstellen können!



◇ Lilith ◇

Ich betrachtete mich im Goldrand eingefassten Spiegel. Die Kette war sehr hübsch und ich kam nicht hinweg sie mir immer wieder anzusehen. Langsam begann ich rum zu spinnen und dachte mir, dass auf dem Schmuckstück ein Fluch liegen könnte und ich sie besser nicht tragen sollte. Oder aber sie beinhaltete Gift, dass sich bei Berührung mit der Haut freisetzte. Was hatte ich nicht schon alles erlebt, um selbst solche Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen? Das schien mir alles schlüssiger, als dass Azul mir tatsächlich bloß eine Freude machen wollte. Wobei Gift eher ein Mittel der Frauen und Eunuchen war, Männer wandten da ja lieber offensivere Methoden an.
Trotz allem Wirderspruchs, dass mit der Kette etwas nicht stimmte und obwohl sie mir sehr gefiel, legte ich sie ab und platzierte sie auf einen Kettenständer auf meinem Schminktisch. Ich hatte schließlich auch noch anderes zu tun, als mir das Köpfchen über diesen Kerl zu zerbrechen. Vor meinen Augen verwandelte sich mein Spiegelbild in eine andere Gestalt. Kleiner und gekrümmter. Meine Oberseite wich und mein Becken wurde schmaler während mein Haar kürzer und auch dünner wurde und mein Kinn markanter. Nein, ich wurde nicht zum Mann, aber zu einer alten bereits in sich gefallenen Frau. Eines der Trugbilder die ich ohne Probleme erschaffen konnte. Ich glaubte nicht, dass das Engelsmädchen sich einem dahergelaufenen Mann anvertrauen würde und ein Kind besaß nicht  die Lebenserfahrung die ich hatte und keine Autorität auf die man hörte. Ich zog meine Schuhe und das Kleind aus, achtete dabei nicht weiter auf die runzelige Haut, da ich wusste, dass sie nicht meine echte war und hülle mich in ein Schlichtes dunkelgraues Gewand, über das ich einen schwarzen Kaputenmantel zog. Dann noch schlichte braune Schuhe. Geschminkt war ich bis auf den roten Lippenstift nicht, weshalb ich ihn entfernte. Ein Blick in den Spiegel und ich sah aus wie eine völlig andere Person.
Ich verließ mein Zimmer nicht durch die Tür, sondern öffnete das Fenster und kletterte an der Wand hinunter, bis ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Mit gekrümmten Haltung und kleinen eiligen Schritten ging ich von dem kleinen Innenhof ins Gebäude hinein und musste auf dem Weg zum Zimmer vom Engel eine Fensterfront passieren, die den Blick auf den Garten frei gab. Ich hatte mich dazu entschieden nicht in meiner wahren Gestalt zu dem Mädchen zu gehen, weil ich nicht wusste wen Luzifer alles als seine Spione angeheuert hatte und musste demnach vorsichtig sein, wenn ich den Engel vor ihm warnen wollte. Ich bemerkte nur zufällig, dass der gesuchte Engel sich im Garten befand, als ich diesen passierte. Mein Ziel ansteuernd ging ich in den nun neu zum leben erweckten Garten und sah mich um. Bäume, Büsche und vor allem schwarze Rosen waren aufgeblüht. "So schön habe ich diesen Garten schon lange nicht mehr gesehen." Klang meine Stimme kratzend und strapaziert, als ich mich dem auf dem Boden hockenden Mädchen genähert hatte und es war nichts mehr von der weichen, rauchigen Ton meiner Klangfarbe zu erkennen.


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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mo Okt 05, 2015 5:11 pm

Midori

Ich hörte Curio aufmerksam zu, bekam im Nachhinein aber große Augen und konnte kaum glauben, was er da von sich gab. „Erzengel Raphael?!“, quiekte ich. „Wahnsinn!“, sagte ich und spürte, wie ich selbst ganz aufgeregt wurde. Ich hätte niemals gedacht, dass einer der Erzengel eine Beziehung mit einer Sterblichen eingehen würde, doch fand ich es trotzdem schön. Daran konnte man sehen, dass nicht einmal Gottesgesetze über die Liebe hinaus gingen. Es wäre ja auch irgendwie seltsam, wenn gerade Gott uns die Liebe verbieten würde, jedenfalls die Liebe zu einer bestimmten Person. Es würde nicht in dieses Bild vom Paradies passen.
„Ich hab dir doch gesagt, dass alles gut wird und das er bestimmt genauso aufgeregt ist, wie du!“, sagte ich lächelnd. „Wirst du dann auch die Leute kennenlernen, mit denen dein Vater zusammenarbeitet, oder wird das ganze geheim gehalten?“, fragte ich Curio und sah zu ihm hinauf. Wenn es tatsächlich geheim gehalten werden würde, fände ich das selbst etwas komisch, da ich keinen Grund dazu sah, dies zu tun. Dann fragte ich mich aber, ob es Leute gab, die von Curios Existenz wussten und ob Raphael überhaupt wusste, dass er einen Sohn hatte. Und wenn er es wusste, war es ihm zu verdanken, dass Curio nun hier oben im Himmel war? Hmm... Das ganze ging mich eh nichts an, da sollte ich mich lieber raus halten.
Plötzlich gähnte ich leise und rieb mir anschließend müde das eine Auge. Ich spürte, wie sich die Müdigkeit wieder in meinem Körper ausbreitete und das obwohl ich noch immer aufgeregt war und mich unglaublich für Curio freute. Ich fragte mich, wie es jetzt wohl in ihm aussehen musste, auch wenn ich es mir nur allzu gut vorstellen konnte. „Freut mich, dass das Treffen so gut verlaufen ist“, sagte ich müde lächelnd. „Ich hoffe, ich habe auch so großes Glück mit meinem himmlischen Elternteil“, murmelte ich müde und schloss dann langsam meine Augen, ehe ich auch schon einschlief.


Azul

Ich hatte mich zu Ende um Faril gekümmert -sprich er war jetzt tot. Zum Ende hin hat er rum gejammert wie ein kleines Mädchen, weswegen ich noch immer am Grinsen war. Kaum zu glauben, dass eine Person, die selbst von Luzifer als ein „sturer Esel“ bezeichnet worden ist, unter meinen grausamen Bedingungen so schnell einknickte. Und dabei hatte Faril in seinem Leben schon so manch einen grausamen Schmerz erleiden müssen. Das war ein Grund von vielen, warum ich besonders heute sehr stolz auf mein Werk war. Tja und da dieser abartige Dämon nun endlich Geschichte war, konnte ich mich wieder auf meine eigentliche Aufgabe konzentrieren. Ophelia. Ich sollte sie nach wie vor im Auge behalten, um Luzifer Bericht zu erstatten. Sollte ihr etwas zustoßen oder würde sie Blödsinn anrichten, war es nun mal leider mein Kopf, der rollen würde und DAS würde ich sicherlich nicht zulassen, bevor ich nicht Lilith in die Kiste bekommen hatte. Ein sehr trauriges Lebensziel, was ich mir da gesteckt hatte, ich weiß, aber hey, es war momentan das einzige, was ich wollte.
Ich hatte meine Folterinstrumente wieder auf den Tisch gelegt und verließ die Zelle, in der der Leichnam auf dem Boden lag. Ich hinterließ das reinste Blutbad und ging wieder in die oberen Etagen des Schlosses, um nach Ophelia zusehen. Wunderlicherweise war sie in ihrer Etage nicht anzutreffen, weswegen ich das Engelsmädchen suchen ging. Hoffentlich kam sie nicht auf dumme Gedanken! Ich hatte keinen Bock ihre Fehler ausbügeln zu müssen! Grr! Engel waren doch für nichts zu gebrauchen -okay, doch für den Spaßfaktor bei der Folter, aber das zählte nicht! Immerhin gefiel mir das bei so gut wie jedem!
Ich suchte an allen möglichen Orten, erinnerte mich dann aber an den Garten und ging dort suchen. Ich wurde fündig. Doch war das Engelchen merkwürdigerweise nicht alleine. Sie unterhielt sich mit einer alten Frau. Ich runzelte etwas die Stirn, als ich dann aber diese seltsame Aura wahrnahm, grinste ich breit. Lilith!
Ich kam aus meinem Versteck. „Ophelia, du solltest Nachts nicht einfach im Schloss umher laufen“, erklärte ich ruhig und ging auf das Engelsmädchen zu. Ich packte sie am Oberarm und zog sie einfach hinter mir her. Was Lilith wohl von ihr wollte Hmm... Achja! Ich erinnerte mich an ihre Reaktion, als ich ihr mitgeteilt hatte, dass Luzifer das Engelchen flachlegen wollte. Scheiße, hoffentlich hat das Höllenweib der kleinen nicht irgendwelche Geschichten erzählt! Sonst würde Ophelia Luzifer nie ran lassen und das würde wiederum bedeuten, dass Luzifer die nächste Zeit seeehr schlechte Laune haben würde. Und wessen Kopf würde rollen? Genau. Meiner! Aber sicher nicht, bevor ich Lilith geknallt hätte! Hmpf!
Ich brachte Ophelia in ihr Zimmer, redete ihr ins Gewissen, dass sie vor Morgenaufgang nicht ihr Zimmer verlassen sollte und ging dann in mein eigenes, wo ich duschen und danach direkt schlafen ging.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mi Okt 07, 2015 10:10 pm

○ Camael ○

Diese Nacht schlief ich schlecht. Statt wie üblich, dass ich auf dem Rücken lag, mit dem Gesicht zur Decke und die Hände auf dem Bauch ineinander gefaltet, wälzte ich mich unruhig hin und her. Ich träume. Sonst tat ich das nie. Diese Nacht musste es ein Albtraum gewesen sein, denn ich schreckte aus dem Schlaf hoch. Sobald ichjedoch versuchte mich an den Traum zu erinnern, verblasste er. Das einzige was ich noch wusste war, das etwas schreckliches geschehen war. Vielleicht waren es noch die Nachwirkungen von der Präsenz des Dämons der Midori heimgesucht hatte? Doch sonst reagierte ich nicht so sensibel auf die Auren von Dämonen. Ich sah ein, dass es keinen Sinn ergab sich noch weiter im Bett zu quälen, deshalb erhob ich mich und trat zum Fenster. Es war Sperrstunde. Das hieß ich durfte nicht mehr hinaus, um meinen Kopf frei zu bekommen. Aber genau das brauchte ich jetzt. Ich brauchte Ablenkung. Allerdings hatte ich nicht vor mein Zimmer zu verlassen. Ich lehnte mich gegen das Fensterglas und atmete aus. Warum bekam ich Midori nicht aus dem Kopf? Seit ich aufgeschreckt war hatte ich ihr Gesicht im Hinterkopf. Ich versuchte es zu verdrängen, aber zeichneten sich die goldenen Haare und himmelblauen Augen so lebendig vor meinem geistigen Auge ab, als stünde die Nephilim tatsächlich vor mir. Ich beschloss sie morgen an ihrem Zimmer abzuholen, denn wollte ich sicher gehen, dass es ihr noch immer gut ging. Mit diesem Gedanken setzte ich mich auf die Bank des Erkers und fiel kurz darauf in einen traumlosen Schlaf.
Ich wachte mit dem Kopf an der kühlen Scheibe angelehnt auf. Vom Erker aufstehend reckte ich mich und ging ins Bad um meine Frisur zu ordnen und bemerkte dass ich mich mal wieder rasieren konnte. Vater hatte sich schon immer beschwert, dass ich mich was das anging etwas 'gehen ließ'. Mir war mein Äußeres zwar nicht völlig gleichgültig, dennoch glaubte ich, dass nicht jedes Haar perfekt sitzen musste und jedes Barthaar getrimmt, wenn ich bloß auf eine Mission ging oder sonst welche unspektakulären Ereignisse auftraten. Bei Festivitäten und Vorladungen vor dem Hohen Rat sah die Sache schon anders aus. Ich fuhr mit einem Rasiermesser mein Gesicht entlang und spritzte mir Wasser ins Gesicht, als ich fertig war. Ich zog mich an und verließ meinen Raum.
Bei Midoris Tür angekommen klopfte ich dreimal, doch auch nach längerem Warten war niemand gekommen um die zu öffnen. Sorge fasste mich, dass Midori etwas zugestoßen sein könnte und so ging ich eilig hinein. Im Bett lag jemand von der Decke zu gehüllt. Das Lacken greifend zog ich es bei Seite und erstarrte für den Augenblick. Was machte ein Junge bei ihr im Bett? "Aufstehen! Beide!" Hörte ich mich selbst mit harten Ton die Schlafenden wecken. Der Junge blinzelte mir erst müde entgegen ehe er mich erkannte und mich mit großen Augen anstarrte. Dann, als er Begriff in welcher Situation er sich befand lief er rot an. Ich sah ohne jegliche Mimik distanziert auf die beiden hinab. Mein Blick sagte mehr als tausend Worte. Der Junge bekam keinen Ton heraus, ich packte ihm am Kragen und ging mit ihm hinaus in den Flur. "Er bist du?" Fragte ich ernst. ""M-Mercutio..." fiebste der Dunkelhaarige verängstigt und nun wurde mir seine Aura bewusst. Er war ein Nephilim. "Wer bürgt für dich?" "A-Askael..." Erst jetzt erkannte ich den Jungen wieder. Ich war auf ihn getroffen, als ich Midori bei meinem Spaziergang gesehen hatte und begegnete dadurch Askael. "Geh." Sagte ich, ließ ihn los. Er stand für einen Moment noch da, wie angewurzelt, dann senkte er den Blick und verschwand. Ich ging zurück zu meiner Schülerin und schoss hinter mir die Tür. "Was fällt dir eigentlich ein? In einer Ausbildungsstätte Gott zu lästern!" Wurde ich lauter und spürte etwas seltsames in mir aufkochen. "Wie kannst du es wagen solch unreine Tätigkeiten im Himmel auszuüben?!" Obwohl ich wütend auf sie war, wusste ich dass ich nicht wirklich auf sie wütend war, sondern auf mich. Ich hatte geglaubt, sie hätte als Nephilim den gleichen Stellenwert wie alle anderen Engel auch. Ich hatte doch tatsächlich daran geglaubt! Ich hatte ihr vertraut und mir sogar noch Sorgen um sie gemacht. War es das blauäugige Wunschdenken eines Mentors gewesen? Vielleicht. Ich ließ mir meine Wut und dieses andere komische Gefühl nicht anmerken, zumindest nicht dass es mir einen eigenartigen Stich versetzt hatte die beiden zu sehen. Meine Enttäuschung und den daraus resultierenden Zorn tarnte ich in den Tadeln eines Mentors gegenüber seiner Schülerin und darin dass ich empört über solch unkoschere Tätigkeiten war.



◇ Lilith ◇

Bevor Azul unbedingt zu dem Mädchen kommen musste und sie weg brachte, hatte ich es geschafft ihr den vorbereiteten Zettel unbemerkt in die Hand zu drücken. Gut dass ich immer ein As im Ärmel hatte, gerade für solch ungünstige Fälle. Auf dem Zettel würde dass ich ihr sobald wie möglich einen Besuch erstattete um mit ihr uber etwas wichtiges zu reden. Zu ärgerlich dass dieser Dämon unbedingt jetzt aufkreuzen musste. Ansonsten hätte ich es ihr auch ao geschafft zu erzählen. Warum machten einen die Männer das Leben immer zu schwer?
Ich blieb noch etwas im Garten, ehe ich mich sicher war dass die beiden weit genug weg waren und ging dann in die entgegengesetzte Richtung in mein Zimmer. Auf den Weg dorthin ließ ich mein Erscheinungsbild wieder zu der mir von Anfang an gegebenen schwinden. Es ärgerte mich, dass mein Plan nicht aufgegangen war. Es würde für sie um einiges leichter und schmerzloser sein, wenn ich an sie heran kommen würde. Doch wenn ständig irgendwelche Leute um das Engelkind herum schwirrten stellte sich das als Herausforderung dar. Nun gut, auch dafür würde ich einen Weg finden. Ich wusste zwar noch nicht wie, aber ich würde am Ende meinen Willen bekommen!

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Do Okt 08, 2015 4:31 pm

Midori

Ziemlich unsanft wurden Curio und ich am nächsten Morgen geweckt. Im ersten Moment verstand ich gar nicht, was los war, doch als ich mir dann nach und nach der Situation bewusst war, war selbst meine Müdigkeit verflogen. Ohje. Wie musste das für Camael nur aussehen? Gerade weil Curio und ich bei den Menschen aufgewachsen sind, müsste Camael sicherlich das denken, woran ich gerade dachte.
Noch bevor ich etwas sagen konnte, krallte sich mein Mentor Curio und schleifte ihn aus dem Zimmer heraus. Ich war zu perplex um reagieren zu können, auch wenn ich am liebsten aufgesprungen wäre und das ganze geklärt hätte. Ich wollte ja nicht, dass Curio meinetwegen noch Ärger bekam, auch wenn das wahrscheinlich zu spät war... Dennoch kam Camael 'glücklicherweise' schnell wieder zurück, so dass er dem Nephilim wohl nicht ganz so viel angetan haben könnte -war für mich jedenfalls schwer vorstellbar, immerhin waren die beiden nur kurz draußen. Okay... Wir sprechen von Camael, Curio könnte jetzt schon längst zu Tode gefoltert sein! Ich schluckte schwer bei dem Gedanken, zuckte dann aber zusammen, als ich die Tür plötzlich knallen hörte und in das Gesicht von meinem Mentor blicken konnte.
Ich durfte mir erst eine Reihe von Motzerei anhören, ehe ich das Wort ergreifen konnte. Camael dachte tatsächlich, dass Curio und ich... „Also ich weiß nicht ob ich weinen soll, weil du mir so wenig vertraust, oder ob ich lachen soll, weil du denkst, dass Mercutio und ich etwas miteinander gehabt haben“, sagte ich und stand dann aus meinem Bett auf. „Ich hatte ihm vorgeschlagen, gestern Abend zu mir zu kommen, weil er seinen Vater kennengelernt hat und der Ärmste hätte nie und nimmer bis heute Morgen warten können, sonst wäre der uns hier noch explodiert, so aufgedreht wie er war und mich hatte es auch interessiert. Ich weiß ja nicht wie das bei euch im Himmel so gehandhabt wird, aber auf der Erde hören wir unseren Freunden zu, wenn ihnen etwas auf der Seele brennt!“, meinte ich nun etwas mieser gestimmt. Es nagte schon etwas an mir, dass Camael mir so etwas zutraute, dass er dachte, ich hätte so wenig Respekt vor dem, was ich hier im Himmel hatte.
„Außerdem kennt Mercurio die Regeln hier gut und würde seinem Vater Raphael niemals Schande bringen wollen. Und im Übrigen... Ich bin noch Jungfrau und ich hatte nicht vor, meine Jungfräulichkeit, allzu schnell zu verlieren!“, sagte ich nach wie vor mies gestimmt. „So, und wenn ich gleich umgezogen bin und der Herr sich wieder beruhigt hat, können wir ja mit dem Training“, sagte ich, wartete aber nicht auf eine Antwort, sondern schnappte mir meine Kleidung und verschwand im Badezimmer, wo ich noch mal ordentlich die Tür zu knallte, ehe ich mich dort umzog und Camael alleine in meinem Zimmer zurück ließ. Ich hätte mir wirklich mehr Vertrauen von ihm gewünscht! Aber gut, wenn wir scheinbar noch nicht zu weit waren würde ich ihm auch nicht mehr vertrauen!
Ich seufzte und sah in den Spiegel über dem Waschbecken. „Nein Midori, du stehst darüber und außerdem, hättest du wahrscheinlich das selbe gedacht“, versuchte ich mich selbst zu besänftigen, um die miese Stimmung zwischen mir und Camael wieder etwas aufzulockern, auch wenn Letzterer nicht anwesend war.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Do Okt 08, 2015 5:51 pm

○ Camael ○

Meine Schülerin versuchte sich zu erklären, doch hatte sie mein Vertrauen gebrochen, wie konnte ich da mir dann sicher sein ob sie auch jetzt die Wahrheit sprach, oder bloß versuchte sich aus dem Schlamassel heraus zu reden? Nie hätte ich ihr das zugetraut, wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte. Ich hatte sie immer gleichwertig zu den anderen Engeln behandeln wollen, doch musste das einfach dem menschlichen Blut in ihr zu verschulden sein. Anders konnte ich mir dieses Verhalten nicht erklären. Dabei habe ich ihr vertraut.
Statt Midori ausreden zu lassen, nutze ich eine Gesprächspause ihrerseits. "Ich finde das keines Wegs zum lachen! Man hat sich an Regeln zu halten, die man nicht wegen ein paar Emotionen missachten darf! Wie sähe es denn aus wenn jeder nach Belieben das täte wonach ihm der Kopf steht? Ganz gleich ob ihr befreundet seit, wegen solch einer Sache dürft ihr nicht das System hintergehen!" Als Midori dann auch noch laut aussprach, dass Raphael der Vater ihres nächtlichen Besuchers war, hätte ich mir am liebsten die Hand vor die Stirn geschlagen vor so viel Naivität! Doch ich behielt meine Haltung. Wenn Raphael wirklich der Vater dieses Mercutios war, dann sollte sie das besser nicht jeden wissen lassen und hier herum schreien. "Beton das doch nicht auch noch! Es ist ohnehin schlimm genug!" Als sie dann aber mit ihrer... ihrer... Unschuld begann, klappte ich den Mund zu und sah sie fassungslos an. Wie konnte sie so einfach dieses Thema behandeln? Zumal es mich nichts anging... auch wenn es beruhigend war zu wissen und uns einiges erleichtern würde. Doch war ich nicht der richtige Gesprächspartner für soetwas und erstrecht war nicht in einem Streit die Zeit dafür um mit soetwas zu argumentieren. Ihr darauf folgendes Kommentar war sehr schnippisch und respektlos, weshalb ich ich folgte als sie ins Badezimmer ging. "Midori bleib stehen! Midori!" Da knallte sie mir die Tür vor ded Nase zu. Ich musste die Zähne zusammen beißen um nicht gegen die Tür zu schlagen. Stattdessen klopfte ich gegen die Tür, wollte sie jedoch nicht öffnen. Ich senkte meine Stimme und hörte auf zu klopfen. "Midori, komm da heraus." Bat ich sie beinahe. Seltsam wie sie versucht hatte die Schuld auf mich zu lenken, obwohl die beiden Nephilim es waren die eine Straftat begangen hatten.
Als sie heraus kam sah ich zu der Kleineren hinunter. "So reagierst du also auf Anschuldigungen? Indem du aufbrausend wirst und dich zurück ziehst?" Interessant wie Menschen reagierten. Doch das war jetzt nicht das Problem. "Auch wenn ihr nichts unzüchtiges getan habt, hat der Junge gegen die Sperrstunde verstoßen und du hast ihn dazu animiert." Erklärte ich es ihr. Langsam glaubte ich daran, dass die beiden doch nichts getan hatten, dennoch war es nicht so, dass sie nichts getan hätten. "Dir muss klar werden das du deine Emotionen beherrschen musst. Auch der Junge muss das lernen. Ihr hättet bis heute früh warten sollen." Ich drehte mich von ihr weg und ging zu ihrer Tür. Davor blieb ich stehen, drehte mich wieder zu ihr und sah sie distanziert an. Ich durfte das nicht zu nah an mich heran lassen. "Dir ist hoffentlich klar, dass ihr dafür eine Bestrafung erhalten werdet." Sagte ich bestimmt, konnte aber nicht verhindern einen fast schon mitleidigen Blick aufzusetzen. "Komm mit, wir werden zu Askael gehen müssen." Ich wollte diesen Vorfall nicht allzu öffentlich machen, doch hatte es mir meine Schülerin mit ihrem Gefühlsausbruch vorhin nicht leichter gemacht. Ich konnte mir vorstellen, dass es einige Ohren mitbekommen haben und sich dadurch Probleme für uns alle herausstellen konnten. "Und Midori?" Sagte ich als sie bei mir war. "Rede nie wieder so mit mir."
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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Do Okt 08, 2015 7:27 pm

Midori

Ich blieb eine ganze Weile im Badezimmer und hatte mir extra viel Zeit mit dem Umziehen gelassen, da ich nicht so wirklich wusste, wie ich Camael jetzt gegenübertreten sollte. Ich wollte zwar über den Dingen stehen, die er mir an den Kopf warf, doch war das ganz schön schwer, da er mich irgendwie von oben herab zu behandeln schien. Von wegen mein Blutstatus hätte nichts mit meiner Vollwertigkeit als Engel zu tun! Der Kerl war doch der lebende Beweis dafür, dass ich nicht so viel Wert war, wie die anderen hier. Camael hatte doch von Anfang an etwas gegen mich, ob es nun Vorurteile waren oder einfach die nicht vorhandene Lust, einen Schüler zu übernehmen. Das war von vornherein keine gute Idee, uns beide in ein Team zu stecken. Wer kam denn nur auf einen solchen Schwachsinn?!
Irgendwann musste ich dann aber doch das Badezimmer verlassen und Camael stand schon direkt vor der Tür, was mich missmutig schnauben ließ. „Ich ziehe mich bloß zurück, weil ich keine Lust auf weitere Diskussionen habe!“, zischte ich und verschränkte dann meine Arme vor der Brust und sah stur nach vorne, ohne Camael auch nur eines Blickes zu würdigen. Der werte Herr wandte sich auch schon so gleich von mir ab und meinte, dass Curio und ich trotzdem eine Strafe bekommen würden. Wundern tat es mich nicht wirklich. Jedoch konnte dieser arrogante Fatzke ruhig auf diese Es-tut-mir-zwar-leid, aber-du-bekommst-trotzdem-eine-Strafe -Nummer verzichten! Der tat gerade so, als wolle er das gar nicht und als sei er dazu gezwungen. Pff! Das nannte ich pure Selbstzufriedenheit! Er markierte hier den ach so tollen Engel, stand aber nicht mal zu seiner eigenen Schülerin! So ein Arschloch!
Je länger ich darüber nachdachte, desto rasender machte es mich und Camaels Worte, dass ich nie wieder so mit ihm reden sollte, machten es auch nicht unbedingt besser. „Verdammt noch mal! Wie soll ich dich denn mit Respekt behandeln, wenn du es nicht einmal auf die Reihe kriegst mir zu vertrauen?!“, motze ich drauf los, wobei ich spürte, wie mein Kragen endgültig platzte. „Du zweifelst ja sogar an der Echtheit meiner Worte! Was hätte ich denn davon, dich anzulügen?! Ich bekomme doch ohnehin eine Strafe! Du bist so einäugig! Die ganze Zeit siehst du nur, was ich falsch mache, aber das ich gestern extra den ganzen Tag in der Bibliothek verbracht habe, nur damit wir mit dem Stoff schneller durch sind und ich dich nicht ständig mit meinen 'lästigen' Fragen nerven muss, hast du natürlich nicht bemerkt! Ist es denn wirklich zu viel verlangt etwas Verständnis für meine Lage zu zeigen?! Mein ganzes Leben war eine einzige Lüge! Ich war ungewollt und für meinen sterblichen Elternteil war ich nur ein Klotz am Bein. Was glaubst du eigentlich wie schwer es sich mit dieser Last Leben lässt?! Du hast doch nicht die leiseste Ahnung, welche Höllen ich durchlebt habe! Ich bin unzählige Male in meinem Leben gestürzt und jedes verdammte Mal bin ich aufgestanden und bin weiter gegangen, obwohl ich viel lieber liegen geblieben wäre, weil ich wusste, dass es wieder so Enden würde. Und jetzt, jetzt wo ich es endlich geschafft hatte, mir ein Leben aufzubauen, kommen irgendwelche Engel und nehmen mir auch noch den letzten Rest!“, brüllte ich zum Schluss schon und war dann einfach stehen geblieben. „Ich geb' doch schon mein Bestes! Ich versuche es doch alles und jedem Recht zu machen, aber auch ich liege mal daneben! Ich bin alles andere als perfekt und werde noch oft falsch liegen aber gerade du als mein Mentor solltest da sein, um mir einen Schubser in die richtige Richtung zu geben und nicht um mir vorzuenthalten, was ich falsch gemacht habe“, sagte ich und klang im Nachhinein nicht mehr wütend, sondern eher gebrochen. Wieder kamen diese nervtötenden Tränen hervor und wieder fühlte ich mich elendig. „Wieso sieht denn nie jemand meine Bemühungen, obwohl ich mich so sehr anstrenge?“, fragte ich schluchzend und legte dann meine beiden Handrücken an meine Augen, fast so, als würde ein kleines Kind vor Camael stehen, welches am weinen war. Ich erinnerte mich daran, wie oft ich als kleines Mädchen geweint hatte, wie oft der Schmerz unerträglich wurde und ich damals das Gefühl hatte, an meinen eigenen Tränen zu ersticken. In diesem Moment fühlte ich genauso wie schon vor 10 Jahren. Kaputt, gebrochen, müde, traurig, einsam. Einfach alles.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Do Okt 08, 2015 8:53 pm

○ Camael ○

"Du kannst dich nicht immer allem entziehen. Du musst dich auch unangenehmen Situationen stellen." Ging ich auf Midoris Antwort ein.
So langsam wurde ich zornig als sie nach meinem ruhigeren Ton wieder lauter wurde. Begriff sie denn gar nichts? Dabei hatte sie den Eindruck gemacht eine gute Schülerin zu werden, trotz ihres aufmüpfigen Verhaltens. Aber genau das war nun der Grund, warum sie noch weit davon entfernt war sich als Engel, geschweige denn Seraphim nennen zu dürfen. Meiner Ansicht nach reagierte sie völlig über. Wir waren noch nicht lange einander zugeteilt worden und schon sah sie nur die schlechten Seiten an mir. Aber wie sollte es auch anders sein? Ich war ihr Mentor, nicht ihr Freund.
Als die Blonde aber damit begann, dass sie es schon immer schwer gehabt hätte, legte sich meine Wut. Ich verstand sie. Die ausbleibende Rückmeldung wenn man etwas gut gemacht hatte, das scheinbare Desinteresse des Mentors, der glaubte man würde es nie zu etwas bringen. Obwohl ich Midori ruhig entgegen sah, war ich innerlich entsetzt. Ich erkannte in meinen Handlungen meinen eigenen Vater wieder. Er hatte mich genauso behandelt und um ehrlich zu sein sogar noch schlimmer. Er hatte mich gezüchtigt, wenn es sein musste auch mit der Hand. Ich hatte nie so ein Mentor werden wollen, wie mein Vater. Doch wie sollte ich anders lehren, wenn ich in meinem gesamten Leben nie etwas anderes als den harten Weg gelernt hatte? Zuneigung und Vertrauen zu zeigen war für mich unvorstellbar, wie sollte ich dann Midori mitteilen wenn ich ihr etwas anerkannte? Nun erkannte ich, dass ich vor den paar Tagen meinem Vater nicht widersprochen hatte, weil ich etwas gegen die Nephilim hatte. Es war weil ich mir selbst solch eine Aufgabe nicht zutraute. Und wenn ich nicht zuversichtlich an die Verbindung heran ging, wie sollte es meine Schülerin dann tun? Es war einfach ein Fehler von Vater gewesen mich bereits jetzt einem Schüler zu zuteilen. Ich war noch gar nicht all so lange ein Seraphim. Jemand mit mehr Erfahrung hätte es übernehmen sollen und in Midoris Fall jemand der sich mit den Menschen besser auskannte, so könnte er ihr mehr Verständnis entgegen bringen. Aber so sah es aussichtslos aus. Für uns beide.
Als dann das Mädchen vor mir stand, weinend und hilflos, wusste ich nicht wie ich reagieren sollte. Ich war immer noch wütend auf sie, dennoch tat es mir leid, dass sie mich als Mentor hatte. Ein paar Leute im Gang sahen uns mit großen Augen an, ein paar mit Interesse. Ich ging auf Midori zu und legte meinen Arm um sie und führte sie so aus dem Blickfeld der Schaulustigen.
Sie in eines der Unterrichtsräume bringend, schloss ich hinter uns die Tür und wandte mich dann meiner Schülerin zu. Ich hatte nicht gewusst, dass sie mich so sah. Dass sie sich das alles so sehr zu Herzen nahm und mich praktisch als ihren Feind ansah. "Wenn du jetzt schon nach zwei Tagen das so siehst, glaubst du, dass wir überhaupt eine Zukunft haben?" Fragte ich Midori gerade heraus und erwartete eine ehrliche Antwort von ihr. "Ich wusste nicht, dass du mich so siehst. Als solch ein..." ich suchte nach ein Wort. Dann fand ich es. "...Monster." Gestand ich und es fühlte sich seltsam an auf einer solch vertrauten Ebene mit jemand anderen zu reden. Es verlangte mir sehr viel Kraft ab, doch wollte ich wissen ob es nicht doch besser wäre wenn Midori einen anderen Mentor bekam. Schließlich wollte ich, dass sie eine gute Schülerin wurde. Woher der Sinneswandel kam den ich seit der ersten Begegnung mit ihr zu jetzt hatte wusste ich nicht. Vielleicht war es das was die anderen Mentoren als diese Verbindung zu ihren Schülern beschrieben. Man fühlte sich plötzlich für diese eine Persönlichkeit verantwortlich und wünschte ihr nur das Beste, selbst wenn das bedeutete, dass man sich von ihr trennen musste. "Wenn es dein Wunsch ist - und damit meine ich wirklich nur deinen Wunsch - dann veranlasse ich dass du anderen Mentor bekommst."




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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Fr Okt 09, 2015 4:44 pm

Midori

Ich ließ mich von Camael einfach irgendwo hinführen, ohne das ich einen Protest begann. Zu sehr war ich mit weinen beschäftigt, als das ich noch irgendetwas um mich herum wahr nahm. Mein Kopf war gefüllt mit tausenden von Fragen. Wie sollte es jetzt weiter gehen? Hatten Camael und ich tatsächlich eine so düstere Zukunft, als Mentor und Schülerin? Welche Strafe würde er mir auferlegen? Ich hatte keine Ahnung. Es könnte so viele verschiedene Antworten auf diese Frage geben, doch galt es, die einzig richtige zu finden.
Camael sprach seine Bedenken aus und fragte mich zum Schluss, ob ich einen neuen Lehrer haben wolle. Ich schüttelte sofort meinen Kopf, weinte aber weiter. „I-Ich habe dir doch schon gesagt, dass ich dir dankbar dafür bin, dass du mein Lehrer bist! Ich will auch gar keinen Neunen! Ich will doch nur...“ Ich weinte noch mehr und schluchzte lauter, während ich mir immer wieder die Tränen aus dem Gesicht wischte, was jedoch nicht viel brachte, da immer wieder neue nachkamen und mir erneut die Sicht erschwerten.
„Ich will nur endlich wieder zu ihnen zurück!“, schluchzte ich nahezu verzweifelt und weinte direkt noch mehr. Dann lief ich aber auf Camael zu und schlug mit meinen Fäusten gegen seine Brust. Nicht doll, so dass er Schmerzen haben könnte, aber doch doll genug, um ihn wissen zu lassen, wie es mir gerade ging. „Warum musstet ihr mich finden?! Warum konntet ihr mich nicht in aller Ruhe weiterleben lassen?! Warum? Warum nur?“, fragte ich und hatte mittlerweile aufgehört, gegen Camaels Brust zu hämmern, stattdessen legte ich langsam meine Arme um ihn und lehnte meinen Kopf gegen seinen Oberkörper. „Wieso muss es nur so schrecklich schmerzen?“, fragte ich schluchzend. Dann kam mir aber ein Gedanke und ich sah zu meinem Mentor hinauf. „Wirst du mich am Ende auch alleine lassen? Werde ich erneut von vorne beginnen müssen, wenn meine Ausbildung abgeschlossen ist?“, fragte ich Camael mit Tränen in den Augen.
Ich hatte Angst vor seiner Antwort und wusste nicht, was passieren würde, wenn sich meine Angst bewahrheitete. Ich hatte doch jetzt schon Probleme damit, mich irgendwie durchzuschlagen, wie sollte das erst werden, wenn ich wusste, dass ich irgendwann erneut alleine war? Das könnte ich nicht aushalten! Die Schmerzen schienen für mich ja jetzt schon unerträglich zu sein, was würde erst passieren, wenn noch jemand Salz in die Wunde streute? „Lass mich nicht auch noch alleine... bitte!“, flehte ich nahezu und begann dann etwas zu zittern, während mein Atem nach wie vor unregelmäßig ging und ich Camael immer noch in die Augen sah, um seine Antwort abzuwarten.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Fr Okt 09, 2015 7:13 pm

○ Camael ○

Ich verstand gar nichts mehr als Midori anfing zu weinen, dass sie keinen anderen Mentor haben wollte. Was hatte sie dann gegen mich? Was war denn los mit ihr? Ich verstand es einfach nicht. Ich verstand meine eigenen Gefühle noch nicht einmal und unterdrückte sie, wie sollte ich dann aus solch heftigen fremden Gefühlen schlau werden?
Dann endlich sprach sie aus nach wem sie sich sehnte. Es waren ihre Menschen auf der Erde die sie vermisste. Und das schon nach so kurzer Zeit? Uriel hatte mich gewarnt, dass sie dieses Gefühl irgendwann mal gekommen würde, das was die Menschen 'Heimweh' nannten. Aber konnten die Emotionen die dabei entstanden wirklich so heftig sein? War es für Menschen so wichtig andauernd an dem Ort zu verweilen an dem sie aufgewachsen waren? Ich hatte immer von der Neugier neues zu erkunden und dem Tatendrang der Menschen gehört, doch das widersprach sich völlig mit Midoirs Verhalten. Was gab es denn an den Menschen, dass sie sich so sehr an sie gebunden fühlte? Dieses Mädchen bereitete mir bloß Kopfzerbrechen und Fragen über Fragen auf die ich keine Antwort wusste.
Warum ich sie in den Himmel geholt hatte war einfach zu beantworten: es war ihre Bestimmung. Gottes Plan, wenn man es so wollte. Und seinen Plänen konnte sich niemand entziehen. Aber das was mich aus der Bahn warf war dass sich die Blonde gegen mich schmiss und gegen meine Brust hämmerte. Sie litt scheinbar unter Verlustängsten und bat mich sie nicht auch noch zu verlassen, indem sie mich umarmte. Nicht genau wissend was ich nun tun sollte stand ich erst mit pochendem Herzen da. So nah war mir noch nie jemand gewesen. Dann wollte ich etwas ausprobieren. Ich hob die Arme an, legte einen auf ihren Rücken und mit dem anderen streichelte ich ihr langsam über den Kopf. "Ich werde dich nicht verlassen." Versicherte ich ihr und ließ ihre goldenen Strähnen durch meine Finger gleiten. "Solange es nicht dein Wille ist." Ich wusste ja das ich kein Mann großer Worte war. Ich wusste ich war was Gefühle anging ein absoluter Nichtskönner. Aber wenn ich etwas sagte, dann meinte ich das auch genau so. Es gab keinen Grund warum ich von ihrer Seite weichen sollte. Ich sah zu Midori hinunter. "Du wirst nicht allein sein. Nie mehr."
Dann löste ich mich von ihr. "Trockne deine Tränen." Sagte ich sanft und hielt ihr ein Tuch hin. "Dir scheint gar nicht bewusst zu sein, dass du beide bist dir hier ein Leben aufzubauen. Du bist gerade mal zwei Tage hier und hast schon einen Freund, der für dich gegen Regeln verstößt, einen Mentor der an dich glaubt und auch irgendwo hier ein Elternteil. Du gehörst hierher." Redete ich ihr gut zu und war nicht für ein weiteren Gefühlsausbruch Midoris bereit. Würde sie mich nun noch einmal derart überfallen, würde ich nicht mehr wissen was ich tun oder sagen sollte. Ich ging zur Tür und streckte die Hand nach meiner Schülerin aus, damit ich ihr die Hand auf die Schulter legen konnte, wenn wir hinaus traten.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Okt 10, 2015 10:03 am

Midori

Um ehrlich zu sein, hatte es mich doch mehr, als nur überrascht, dass Camael meine Umarmung erwiderte und mich nicht wegstieß. Auch mit seinen Versuchen mich zu trösten hatte ich nicht gerechnet und obwohl er nicht zu denen gehörte, die ihre Emotionen auf Anhieb zeigten, war er ungewöhnlich gut darin, andere zu tröten. Auch mit der darauf folgenden Sanftheit hatte ich nicht gerechnet, doch ich wollte jetzt nicht darüber nachdenken, dass mein Mentor zu solchen Dingen fähig war, sondern einfach nur seine Taten genießen.
Meiner Meinung nach, löste Camael die Umarmung viel zu schnell und brachte so auf diese Weise wieder etwas Abstand zwischen uns beiden. Dann reichte er mir ein Tuch und meinte sanft, dass ich meinen Tränen trocknen sollte. Ich nickte langsam und nahm das Tuch danken an, ehe ich meine Tränen wegwischte und Camael wieder zuhörte. Mit seinen nächsten Worten hatte ich nicht gerechnet, doch war es schön, sie aus seinem Mund zuhören. Er sagte mir, er würde an mich glauben und das gab mir neuen Lebensmut. Außerdem wäre es doch gelacht, wenn ich das mit diesem Engel nicht zurecht kommen würde! Immerhin hatte ich schon viel größere Hürden überwunden, als einen Lehrer, mit dem ich nicht so gut auskam. Die Umstände sind zwar andere, aber ich würde nicht aufgeben und nach wie vor mein Bestes geben. Und wer weiß, vielleicht würde ich eines Tages zurück auf die Erde kehren können. Wie ich ihnen dann erklären sollte, wo ich war und was ich die Zeit über gemacht habe, wusste ich zwar nicht so recht, aber mir würde schon etwas einfallen.
Camael gab das Zeichen zu gehen und ich folgte ihm. „Du? Ich hab doch noch ein paar Fragen, wegen dem, was ich in der Bibliothek gelesen habe...“, fing ich an und ging dann durch die Tür, ehe ich anfing los zu brabbeln und Camael wieder unter einem Berg von Fragen zu begrub. Man hatte es wirklich nicht leicht mit mir als Schülerin, aber er würde das schon hinbekommen. Wir würden das gemeinsam hinbekommen! Aber fürs Erste musste Camael sich wohl noch wie ein Schweizer Käse von mir durchlöchern lassen.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Okt 11, 2015 4:46 pm

○ Camael ○

Die Sonne ging auf und ich war unterwegs zur Trainingshalle. Seit dem Gefühlsausbruch meiner Schülerin war inzwischen eine Woche unserer Zeitrechnung vergangen. Ich hatte auf meine Weise versucht es ihr hier bei uns angenehm zu gestalten, ob es wirklich funktionierte wusste ich nicht. Aber ich zwang mich ab und an über meinen eigenen Schatten zu springen und ihr gegenüber lobende Worte auszusprechen, wenn sie etwas gut gemacht hatte. Ihre Strafe die sie und der andere Nephilim aufgetragen hatten, mussten sie noch bis Ende diesen Monats erledigen. Das bedeutete jeden Tag nach dem Abendmahl mussten die beiden den Esssaal fegen und die Tische abwischen. Außerdem hatten sie darauf zu achten, dass die Trainingshalle und die Außenarena sauber blieb. Eintönige und trockene Arbeit, doch hatten Askael und ich uns darauf als das geringste Übel geeinigt, da wir nicht wollten dass sich einer der Abteilungsleiter des Instituts in die Angelegenheit einmischt. Trotz ihres Vergehens machte Midori einen viel versprechenden Eindruck. Sie war fleißig und wissbegierig. Sie wusste inzwischen, dass hier oben die Zeit anders verging als auf der Erde, sodass die Engel deshalb so schnell alterten. Ich hatte ihr aufgrund dessen versprochen morgen eine Exkursion auf die Erde zu ihren Menschen zu unternehmen, damit sie sich bei ihnen verabschieden konnte. Die Blonde hatte außerdem gelernt, dass es eine gewisse Hierarchie gab. Auf ihrem bisherigen Wissen über die Erzengel und ihren Aufgaben aufbauend, hatte ich ihr erklärt dass jede Berufung wichtig war und keine stand der anderen an Ansehen nach, doch gab es innerhalb der Berufungen Rangordnungen. In ihrem Fall hatte ich ihr es bei den Seraphim erklärt: unser Oberhaupt war Michael. Dann kamen seine Generäle, nach ihnen die Hauptleute, dann die Leutnante - zu denen ich zählte -, die Oberoffiziere und zu guter Letzt die Unteroffiziere, die die meisten Seraphim waren. Die Hierarchie lief wie eine Pyramide nach oben hin zusammen, sodass nur ein einziger der Oberbefehlshaber sein konnte.
Doch heute stand die erste praktische Stunde an. Während ich in einer der Hallen auf meine Schülerin wartete, bemerkte ich, dass ein weiterer Mentor mit seinem Schüler in die Halle trat. Sie war groß genug sodass wir uns nicht in die Quere kommen würden, doch wusste ich nicht ob Midori sich schnell von den Künsten vortgeschrittener Schüler irritieren lassen würde, weshalb ich auch diese Halle ausgesucht hatte, da nicht häufig hier trainiert wurde. Ich grüßte die anderen beiden, die es erwiderten und den Zweikampf mit Holzschwertern übten. Ich sah ihnen zu. Würde ich je so mit meiner Schülerin üben können? Man sah das dieser Schüler mehr Disziplin besaß und ohne Wiederworte die Ratschläge seines Mentors annahm. Ja sogar die Fehlerzuweisungen! Ich seufzte. So einfach würde ich es wohl nie mit Midori haben.




○ Luzifer ○

Ich hatte Ophelia zu diesen frühen Stunden mit an meinen Tisch eingeladen. Sie gefiel mir und irgendwie unterhielt mich ihre Gegenwart. Es war nicht nur dass das Engelchen für mich eine Herausforderung darstellte, es war mehr. Ich verzehrte mich nach ihr. Und obwohl ich in den letzten Tagen keinen Versuch ausgelassen hatte sie ins Bett zu bekommen, war jedes verdammte Mal etwas dazwischen gekommen! Meist hatte Lilith nach mir geschickt oder war selbst der Störfaktor gewesen. Mir hätte es ja nichts ausgemacht auch bei Publikum zu arbeiten, immerhin hatte ich nichts was das anging zu verbergen. Ich war gut bestückt, sah passabel aus und war mir mehr als sicher, dass ich Ophelia so glücklich machen könnte wie es zuvor noch niemand getan hatte. Doch wollte das Engelchen nicht wenn jemand dazu kam. Schade, aber ich würde schon das bekommen was ich wollte. Am Ende bekam ich immer meinen Willen. Was mich nicht verwunderte war, dass Lilith sich selbst und den gesamten Rat im Schlepptau zum Frühstück eingeladen hatte. Die Dämonin war schon immer eigenwillig gewesen, doch so langsam ging sie mir auf die Nerven. Während des Essens unternlhielt man sich belebt, die Stimmung war gut, wenn auch viel schwarzer Humor vorherrschte. Dann als abgedeckt wurde, gingen viele, doch Ophelia hielt ich am Handgelenk fest. "Warte noch." Durchbohrte ich sie mit meinem Blick und als endlich alle weg waren und die Türen sich schlossen hatte ich freie Bahn. "Ich will dich schon so lange." Kam ich ihr näher und legte eine Hand auf ihren Hals, während ich die andereauf ihre Hüfte nieder ließ. "Du willst es doch auch. Weißt du nicht mehr in meinem Zimmer?" Oh diese Erinnerung! Ophelias entblößter Körper auf meinem Bett, wie ich über ich stand und so kurz davor war. Ich drücke meinen Körper gegen ihren und legte meine Stirn gegen ihre. Spannung herrschte zwischen uns, wer den ersten Schritt tun würde.
Ich ertrug es nicht mehr und drückte voller Begierde meine Lippen auf die ihren.

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