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 The Game of Heaven and Hell

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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Okt 11, 2015 8:12 pm

Midori

Als ich an diesem Morgen aufwachte, war ich sofort hell wach und machte mich rasch fertig. Camael hatte mir zwar ein sehr schönes Kleid gekauft, doch wollte ich es nicht zum Training anziehen, da es mich sicherlich nur behindern würde und ich es auch nicht kaputt machen wollte. Daher entschied ich mich dazu, etwas von meinen Klamotten zu tragen, die ich auch schon auf der Erde trug. Ich achtete jedoch darauf, dass sie zugeknöpft genug waren, immerhin wollte ich nicht, dass Camael sich wegen mir schämen musste, oder dass er mich deswegen sogar ansprechen musste. Ich zog mir eine lange Hose mit dünnen Stoff und einen leichten Pullover an, der auch ja nicht zu warm wurde, wenn ich länger Sport machte.
Als ich fertig war, machte ich mir noch schnell einen Zopf, verließ dann aber mein Zimmer und rannte direkt zu der Trainingshalle, wo bereits Camael auf mich wartete. „Guten Morgen, Sensei!“, quikte ich fast schon freudig, wurde mir dann aber meinen Fehler bewusst. „'Tschuldigung, ich meinte: Guten Morgen Camael!“, sagte ich ganz hibbelig und sah mich ein wenig um. „Womit beginnen wir? Aufwärmen? Dehnübungen? Laufen?“, fragte ich meinen Mentor und wippte hibbelig auf und wieder ab. „Ich freu mich schon so!“, sagte ich ganz begeistert, bemerkte dann aber die anderen in der Halle und musterte sie kurz, ehe ich wieder zu meinem Lehrer sah. „Machen wir das auch? Oder kämpfen wir mit den Fäusten?“, fragte ich. „Ich habe auf der Erde in sehr vielen Sportvereinen mitgemacht und hab mich sogar um ein Sportstipendium beworben, also kannst du dich heute bestimmt auf einen langersehnten Fortschritt freuen!“, sagte ich freudig. Ich war nicht nur wegen morgen unglaublich aufgeregt, sondern auch, weil ich Camael heute das aller erste mal beweisen konnte, was eigentlich in mir steckte. Klar, in der Theorie wurde ich immer besser, da ich immer mehr am Lernen war, doch hatte ich mein leben lang damit verbracht, Sport zu machen und ich hatte alles mögliche ausprobiert. Daher war ich zuversichtlich, dass ich hier schnelle fortschritte erzählte, vielleicht sogar schneller, als bei vollwertigen Engeln! Hoffentlich! Ich hatte nicht viele Sachen, in denen ich besonders gut war, doch Sport war im Grunde das, was ich von allen Dingen am besten konnte und genau das, wollte ich Camael jetzt auch demonstrieren. Ich wollte ihn überraschen, ihn aus der Fassung bringen und ihm beweisen, dass seine Schülerin sehr wohl zu etwas taugte!


Ophelia

Als ich am nächsten Morgen aufgewacht war, war ich zuerst duschen und hatte dann damit begonnen, mich zurecht zumachen, da mir gesagt wurde, dass Luzifer mit mir und ein paar anderen Dämonen speisen wollte und da Azul mir diese ganzen schönen Kleider gebracht hatte, um mich für Luzifer schön machen zu können, wollte ich das ganze ordentlich ausschöpfen. Jedoch sträubte sich auch etwas in mir. Immerhin hatte dieser Kerl in den letzten Tagen nicht eine einzige Chance vertan, um mich ins Bett zu bekommen. Ihm wäre sogar recht gewesen, wenn jemand dabei gewesen wäre. Das war doch der Wahnsinn! Dieser Kerl war komplett übergeschnappt! Gewisse Dinge sollte man einfach nicht tun, wenn andere dabei waren! Man konnte mich prüde nennen, was das anging, aber ich hing einfach zu sehr an meiner Privatsphäre.
Ich hatte meine Haare getrocknet und sie durchgekämmt, ehe ich mit dem Schminken und schließlich auch mit dem Ankleiden begann. Das Kleid war wunderschön und es war auch schon eines meiner Lieblingskleider, doch trug ich es heute zum ersten Mal. Ich legte mir noch schnell ein paar Ohrringe an, welche aus 1.5 cm länglichen, schwarzen Steinen bestanden. Noch ein letztes mal betrachtete ich mich im Spiegel und war sichtlich zufrieden mit meiner Arbeit. Dann verließ ich aber mein Zimmer und ging in de Speisesaal. Auf den Weg dorthin sahen sich immer mal wieder ein paar männliche Dämonen nach mir um und ich bekam sogar ein anzügiges Angebot. Das geschah in letzter Zeit immer häufiger und obwohl es die meisten Frauen nerven oder sogar anekeln würde, nutzte ich diese Situationen, um mein Selbstvertrauen zu stärken und es klappte sogar. Ich war viel selbstsicherer in den letzten Tagen geworden und fühlte mich sogar in meiner eigenen Haut wohl. Soetwas war im Himmel noch nie geschehen und abgesehen von der Schande, die ich meiner Familie mit meiner Bekehrung gemacht hatte, störte mich nichts mehr an meinem neuen Leben. Im Gegenteil. Ich genoss die Aufmerksamkeit der Männer und besonders die von Luzifer, da ich immer noch nicht glauben konnte, dass der Luzifer hinter mir her war. So gesehen konnte ich wirklich stolz auf mich sein. Eine gewisse Unsicherheit war zwar geblieben, aber das war halb so wild, es wäre ja auch blöd, wenn sich alles von meinem alten Ich verabschieden würde.
Ich hatte schon lange den Speisesaal erreicht und hatte begonnen mit den anderen zu speisen. Die Zeit verging wie im Flug und ich sah hin und wieder zu Luzifer. Jedes mal wenn sich unsere Blicke trafen, blitzte etwas in meinen Augen auf. Dann waren wir aber nach einiger Zeit jeder mit essen fertig und es wurde wieder abgeräumt. Eigentlich hatte ich wie die anderen vor zu gehen, doch wurde ich von Luzifer am Handgelenk zurückgehalten. Ich konnte mir schon denken, was jetzt wieder kommen würde, zumal wir alleine waren.
Ich sollte Recht behalten und Luzifer begann wieder mich zu berühren und legte schließlich wieder seine Lippen auf meine. Er hatte in gewisser Art und Weise schon recht. Ich wollte es auch. Doch hatte ich dieses typische Frauen-Denken und wollte, dass mein erstes mal etwas Besonderes war und keine schnelle Nummer auf dem Essenstisch.
Ich hatte seinen Kuss selbstverständlich erwidert und raufte mit meiner linken Hand etwas durch sein Haar, doch dann kam mir eine Idee und ich grinste innerlich frech. Ich löste mich langsam von ihm und setzte mich dann einfach auf den großen Tisch. Ich stützte mich mit meinen Händen etwas auf dem Tisch ab und überschlug dann meine Beine. Wegen des Beinausschnittes, konnte man sogar ein wenig mehr von meiner Haut sehen, dann sah ich Luzifer aber verführerisch an. „Wie könnte ich dieses heiße Vorspiel nur vergessen?“, fragte ich verführerisch und hatte mich etwas zu Luzifer vorgelehnt, doch distanzierte ich mich mit meinem Oberkörper wieder etwas und redete weiter. „Die ganze Zeit habe ich auf einen Augenblick der ungestörten Zweisamkeit gehofft“, sprach ich schon fast theatralisch. Aber auch nur fast. „Wie oft ich mich doch nach deinen heißen Berührungen verzehrt habe.“ Ich seufzte gespielt. „Und jetzt? Jetzt befinden wir uns an einem solch ungeeigneten Ort, wo uns jeder Zeit wieder jemand in die Quere kommen könnte“, sagte ich und strich dann mit meiner rechten Hand über den Tisch. Dann war jedoch als vorherige aus meiner Miene gewichen und ein Verlangender Blick legte sich in meinen Augen nieder. Ich lehnte mich erneut zu Luzifer vor und ließ ihm freie Sicht auf den großzügigen Ausschnitt meines Kleid. Dann kam ich mit meinen Lippen seinem Ohr gefährlich nah. „Du hast ja keine Ahnung wie oft sich ein und die selbe heiße Szene in meinem Kopf abgespielt hat. Wie oft ich davon geträumt habe, dass du, mein Gebieter mich endlich meiner Unschuld beraubst“, raunte ich Luzifer verlangend ins Ohr. Ich wollte ihn, dass war klar. Doch hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich solche Orte, für diese Dinge nicht geeignet fand und wartete deshalb auf Luzifers Reaktion.

Kleid:
 
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Lioness



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Do Okt 15, 2015 1:34 am

○ Camael ○

Wie nicht anders zu erwarten erschien meine Schülerin an diesem Morgen Energie geladen und voller Tatendrang zum Unterricht. Sie steckte voller Gespanntheit was als nächstes passieren würde und war wieder einmal sehr euphorisch in ihrem Auftreten. Doch das rechnete ich ihr gut an. Es tat gut zu wissen, dass sie sich wie es aussah auf das uns bevorstehende freute, nur hatte ich da meine Bedenken ob es so blieb, wenn sie erfuhr was wir heut tun würden.
Die Blonde begrüßte mich auf einer ihr geläufigen Art, die wie ich mir gut vorstellen konnte auf der Erde weit verbreitet sein musste. Dann verbesserte sie sich jedoch, worauf ich anerkennend zunickte. "Gesegneten Morgen, Midori."
Daraufhin fing auch sogleich das Fragespiel an und sie entdeckte die beiden anderen. "Ganz ruhig." Legte ich meine Hand auf Midoris schulter und sah ihr beruhigend entgegen. Ich wollte nur ungern ihre Vorfreude dämpfen. "Nein, das tun wir nicht. Dieser Schüler ist in seiner Ausbildung weiter als du. Wir beginnen dort wo auch alle anderen Angefangen haben." Teilte ich ihr mit. Ihren Blick suchend fokussierte ich mich auf sie. "Du musst wissen, dass das was wir nun tun werden äußerst wichtig ist, selbst wenn es dir nicht so erscheint. Wir werden einander vertrauen müssen, du mir und ich dir. - Diese Übung ist in einem Kampf ausschlaggebend. Deshalb achte auf meine Worte und beherzige sie." Gab ich ihr den gut gemeinten Rat. "Setz dich." Deutete ich auf den Boden und ging während dessen hinter sie. "Schließ die Augen." Mit in die Hüfte gestemmten Händen redete ich weiter eindringlich auf sie ein. "Mach dich von einen Gedanken frei. Lass all deine physischen und geistigen Belangen los. Mache deinen Geist frei. - Nun achte auf deine nächste Umgebung." Auch ich schloss jetzt die Augen. "Behalte einen wachen Geist. Während eines Kampfes entscheidet er zwischen Leben und Tod." Ich hoffte inständig, dass Midori verstand worum es ging. Wie viel davon abhing und dass es die Basis war, auf die wir unser weiteres Vorgehen aufbauen würden.
Ich wusste nicht wir lange wir brauchen würden für diese Übung, wie lange Midori bräuchte um es zu beherrschen. Doch wollte ich sie zu einem der besten Seraphim machen die das Himmelsreich je gesehen hatte.



○ Luzifer ○

Ophelia zog mich in ihren Bann. Die Art und Weise wie sie auf meine Bemühungen und Bewegungen reagierte, heizte mich bloß noch mehr an. Ich wollte sie, und das ließ ich sie auch spüren. Mit heißen Küssen begann ich ihren Hals zu bedecken, als sie mir durchs Haar raufte. Dann löste sie sich jedoch von mir und setzte sich mit einem verdammt heißen Grinsen auf den Tisch. Dabei setzte sie ihren Körper perfekt in Szene, ehe sie mir antworete ich mich merkte wie mir vor Erregung heiß wurde. Nun war wieder die andere Ophelia zu sehen, die selbstsichere, die wusste was sie wollte. Und ihr offensichtliches Verlangen nach mir ließ meines dadurch nur um so größer werden.
"An mir soll's nicht liegen. Ich kann es mit dir überall treiben. Und ein paar Zuschauer sind doch anspornend." Grinste ich ihr entgegen und trat ihr nah entgegen, sodass meine Oberschenkel den Tisch berührten. Dass sie sich nach vor zu mir beugte und mir Aussicht auf ihren gut gefüllten Ausschnitt gab, verschärfte die Situation und als sie mir ins Ohr flüsterte, sie hoffe ich würde ihr ihre Unschuld nehmen, konnte ich mich nicht mehr halten und ließ unsere Lippen ein weiteres Mal aufeinander treffen, während ich ihren Unterleib an mich zog und ihre Beine dabei öffnete, sodass ich dazwischen stand. Die Zunge mit ins Spiel bringend, wanderten meine Hände zeitgleich ihre Schenkel hinauf und waren kurz davor ihre Intimstelle zu berühren.
Etwas quietschte. "Oh, meine Güte!" Klang die Stimme Liliths überrascht hallend durch den Saal. "Lasst euch von mir nicht stören." Sagte sie und tippelte auf ihren hohen Schuhen eilig zu ihrem vorherigen Sitzplatz. "Habe bloß meine Handschuhe vergessen." Meinte sie entschuldigend. Ich sah sie genervt an und sagte bewusst nichts dazu. Mit den Seidenhandschuhen wieder durch die Tür verschwindend sah die Rothaarige nich ein letztes mal über die Schulter, aber ihren Blick konnte ich nicht ganz ddeuten.
Ich wandte meinen Blick wieder du der schwarzhaarigen Schönheit vor mir und ließ eine ihrer Strähnen durch meine Finger gleiten. "Lass uns das an einen ruhigeren Ort verlegen, wenn es dich stört." Fasste ich die Hand Ophelias und zog sie von Tisch hinunter und hinter mir her. Ich hatte nichts gegen Zuschauer, das stimmte, aber gegen ene bestimmte Person schon und ich hatte keine Lust dass sie es mitbekommen würde. Deshalb steuerte ich mein Schlafzimmer an. Doch die letzten paar Meter vor der Tür konnte ich es nicht länger aushalten und schwand das Engelchen in meine Arme, wo ich es mit einem wilden Zungenkuss empfang. Die Tür aufstoßend, bekam ich sie nur wieder mit Schwierigkeiten zu, da ich zu sehr mir Ophelia beschäftigt war. Dann fiel der Riegel ins Schloss.
Meine Hände fuhren ihren langen schmalen Rücken hinab zu ihrem Hintern, sodass ich sie nich enger an mich heran zog. Die Lippen von ihren lösend, sah ich ihr fest in die Augen. "Ich will dich."

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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Do Okt 15, 2015 5:17 pm

Midori

Als Camael mir sagte, dass wir nicht das gleiche machen würden, wie der andere Schüler mit seinem Lehrer, verpasste das meiner Freude sehr wohl einen Dämpfer, doch es änderte nichts daran, dass ich nach wie vor ziemlich hibbelig war. Ich hätte es jetzt vorgezogen, einen Parkour aufzubauen und mich völlig zu verausgaben, doch schien daraus leider nichts zu werden, jedenfalls jetzt noch nicht. Stattdessen wollte Camael mit mir eine andere Übung machen, die wohl nichts mit Sport zu tun hatte, jedoch wusste ich schon jetzt, dass es für mich eine Ausdauerübung werden würde, jedenfalls Ausdauerübung im Bezug auf Geduld.
Ich musste mir ein Seufzen verkneifen und hörte stattdessen Camael zu, welcher meinte, dass diese Übung von großer Bedeutung sei und in einem Kampf zwischen Leben und Tod entscheiden würde, deshalb redete ich meinem Sensei auch nicht ins Wort. Immerhin wollte ich die Übung perfekt beherrschen wollen, um Camael im Kampf eine große Stütze zu sein! Er sollte nicht wegen meiner mangelnde Interesse an solchen Dingen verletzt werden. Das würde ich mir selbst nie verzeihen können. Und er mir wahrscheinlich auch nicht. Verübeln würde ich es ihm keinesfalls. Doch man konnte sich ja schon mal vorbereiten und das hieß es hier zu lernen. Immerhin wollte ich Camael nach wie vor eine würdige Schülerin sein!
Ich setzte mich auf den Boden -so wie er eben gewollt hatte- und hörte ihm weiter zu. Es machte mich zugegeben etwas nervös, als er so hinter mir stand, doch gewöhnte ich mich schnell an die Situation und schloss dann einfach meine Augen und versuchte mich frei von allem zu machen, jedoch blieb ich nach wie vor aufmerksam, da ich nichts verpassen wollte, sollte Camael wieder das Wort ergreifen. Doch kam erst mal nichts und ich konzentrierte mich ganz auf mich selbst.
Ich hielt meine Augen nach wie vor geschlossen und konzentrierte mich. Vor meinem inneren Augen war es komplett schwarz und ich fragte mich, ob sich daran noch etwas ändern würde. Gerade als ich Camael genau das Fragen wollte, konnte ich in meinem Kopf eine blaue Flamme erkennen, welche lichterloh brannte. Als ich dann plötzlich etwas warmes in meinen Händen spürte, öffnete ich sofort meine Augen, welche ich direkt weitete, als ich die kleine, blaue Flamme darin erkannte. Sie war angenehm warm und knisterte sogar etwas. „Camael! Sieh mal!“, sagte ich ganz aufgeregt und legte dann meinen Kopf in den Nacken, um so zu meinem Sensei aufsehe zu können, da er ja noch immer hinter mir stand und ich auf dem Boden saß, war er auch um ein Vielfaches größer als ich.


Ophelia

Ich erwiderte jeden einzelnen Kuss von Luzifer und schlang meine Beine um seine Hüfte, als er sich dichter an den Tisch drückte und meine Beine ein Stück spreizte. Eigentlich konnte ich es kaum erwarten, von ihm berührt zu werden, doch wurden wieder -wiedereinmal- gestört und wieder war es Lilith, die irgendetwas vergessen hatte. Am Anfang war ich ihr sogar dankbar gewesen, dass sie Luzifer und mich jedes mal unterbrochen hatte, doch mittlerweile wollte ich es selbst so sehr, dass ich mich beherrschen musste, nicht von alleine über Luzifer herzufallen, auch wenn er damit sicherlich kein Problem hätte.
Lilith verschwand wieder und dann ergriff Luzifer wieder das Wort und meinte, dass wir an einen ruhigeren Ort gehen sollten, wenn es mich mich stört. Ich nickte und ließ mich vom Tisch runter helfen, ehe ich dem schwarzhaarigen bis vor seine Zimmertür folgte. Denn schon dort zog Luzifer mich wieder in seine Arme und drückte seine Lippen auf die meinen. Sofort erwiderte ich den Kuss verlangend und schlang meine Arme um seinen Nacken, ehe ich ihm so ins Zimmer folgte. Glücklicherweise schloss er eben dieses ab und sorgte auf diese Weise dafür, dass uns jetzt niemand stören würde, in dem er einfach ins Zimmer platzte.
Luzifer ließ seine Hände zu meinem Hintern wandern und presste unsere Körper auf diese Weise noch dichter aneinander. Ein leises Keuchen entfloh meinen Lippen, ehe ich Luzifers Blick ebenso erwiderte. „Ich will dich.“, sagte er. „Dann nimm dir doch endlich was du willst. Ich warte schon so lange darauf“, raunte ich ihm ins Ohr, zog ihn dann aber am Kragen mit zum Bett. Noch bevor ich mich hineinfallen ließ, zog ich Luzifer sein Hemd aus und fuhr mit meinen Händen gierig über seine Brust, hinab zu seinem Bauch und schließlich zu seinem Hosenbund. Die Hose war schnell geöffnet und ich begann damit, mich selbst auszuziehen.
Schließlich hatten Luzifer und ich nur noch Unterwäsche an und ich ließ mich auf sein Bett fallen, wobei ich ihn mit mir mitzog und meine Arme wieder um seinen Nacken legte und meine Beine um seine Hüfte schlang. Sofort presste ich meinen Unterleib dichter gegen den seinen und konnte mir ein erneutes Keuchen nicht verkneifen. Dann begann ich aber, mein Becken vor und zurück zuschieben, dabei entfloh meiner Kehle ein kleines Stöhnen, doch glücklicherweise wurde es von dem Zungenkuss ein wenig gedämpft. Hoffentlich würde sich Luzifer nicht wieder so schrecklich viel Zeit nehmen!
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Lioness



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Fr Okt 16, 2015 11:18 pm

○ Camael ○

Obwohl meine Bedürfnisse und Gedanken nur noch dumpf irgendwo über mir zu schweben schienen, oder auch gerade deshalb, konnte ich auch mit geschlossenen Augen meine Umgebung genauestens wahrnehmen. Der sandige Grund unter uns, Midoris Presentz die sich vor mir befand und die beiden Kämpfenden im anderen Teil der Halle, von deinen die meisten Energien ausgingen. Doch dann änderte sich etwas. Midoris Aura erleuchtete kurz auf, ehe ein dumpfer Schein ihre ganze Person zu umgeben schien. Noch bevor sie mich ansprach hatte ich die Augen geöffnet und konnte nicht glauben was ich sah. Wie hatte sie das nun wieder geschafft? "Woran hast du gedacht?" Fragte ich sie mit Interesse. Hätte sie sich wirklich von allem losgesagt, hätte keine Flamme in ihren Händen entfachen dürfen. Ich lächelte sie leicht an. "Du bist schon einige Schritte weiter. Zu weit. Aber gut." Hob ich die Augenbrauen und ging auf meine Schülerin zu so, dass ich ihr gegenüber stand. "Wie glaubst du wirst du die Flamme löschen können?" Fragte ich sie und war auf die Antwort gespannt. Es war seltsam, dass ein Schüler sein Element ohne weiteres beschwören konnte. Nur hartes Training oder besonders intensive Emotionen konnten das herrichten und es würde mich nicht wundern, wenn es bei Midori letzteres war was zutraf.



○ Luzifer ○

Ophelia wollte es genauso wie ich. Das stellte ich an ihren Worten, aber auch an der Tatsache fest, dass sie mich und sich selbst bis auf die Unterwäsche auszog. Ich bewunderte ihren kurvigen Körper, ihre blasse Haut. Ihre roten Lippen, ihren prallen Busen, ihre geschwungenen Hüften. Ich fuhr gerade mit meinen Händen ihre Taille entlang, da zog sie mich mit aufs Bett. Dass sie ihre Beine um meine Hüfte schwang ließ mich schreg grinsen und ich begann ihr leidenschaftliche Küsse auf den Hals zu schenken. Ich kam wieder zu ihr hinauf und wir verschmolzen in einem Kuss miteinander. Das Stöhnen der schwarzhaarigen Schönheit unter mir mitsamt ihren Bewegungen ließen mich in der unteren Region hart werden. Ihren BH öffnend wanderte ich ihren Hals nun wieder herab und liebkoste ihren Brüste, während ich das Oberteil wegwarf. Über den Bauch zu ihrem Intimbereich hin übersäte ich ihre bleiche Haut mit heißblütigen Küssen. Dann ließ ich von ihr ab, zog ihr mit einem Ruck das Unterteil vom Leib und kniete mich vor sie hin. Mit den Händen die Innenseiten ihrer Oberschenkel lang streichend, drückte ich ihre Beine auseinander. Ich fuhr mit der Zunge ihre Leisten entlang bis ich an ihre Vagina kam. Meine Zunge umspielte ihren Kitzler und ich ließ sie daraufhin tiefer eindringen. Ich bewegte meine Zunge auf und ab, rein und raus. An ihrer Klitoris ließ ich meinen Daumen in leichten kreisenden Bewegungen seine Runden ziehen, um dem Engelchen ein noch schöneres Hochgefühl zu verleiten. Es war so, dass es mich scharf machte, wenn ich sie leckte, wenn sie Stöhnte und sich unter meinen Berührungen räkelte.




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Azumi
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Okt 18, 2015 11:02 am

Midori

Camael stellte sich vor mich hin und wieder musste ich meinen Kopf in den Nacken legen, um zu ihm aufsehen zu können, besonders jetzt, da ich ja noch immer auf dem Boden saß. Dann wanderte mein Blick aber von Camael zu dem kleinen, blauen Feuer in meiner Hand. „Woran ich gedacht habe?“, wiederholte ich Camaels Frage und überlegte. Eigentlich hatte ich an nichts gedacht, ich hatte wirklich versucht mich von allem loszureißen, doch schien dies nicht wirklich geklappt zu haben. Ich seufzte etwas frustriert, sah dann aber wieder zu Camael hinauf. „Keine Ahnung. Ich hatte eigentlich das Gefühl, an nichts gedacht zu haben... Aber dann habe ich plötzlich eine blaue Flamme in meinem Kopf gesehen...“, meinte ich leicht nachdenklich, stand dann aber langsam auf, so dass ich fast wieder auf Augenhöhe mit Camael war. Ich sah in die Augen meines Lehrers und erkannte, dass er ein leichtes Lächeln auf den Lippen hatte. Ich spürte, wie mein Herz etwas schneller schlug. Warum wusste ich selbst nicht so genau, nur geschah es in letzter Zeit immer öfter, wenn Camael lächelte...
Die Flamme brannte weiter und mein Sensei fragte mich, wie ich sie nun löschen wollte. Ehrlich gesagt hatte ich selbst keinen Plan, wie ich das tun sollte, immerhin wusste ich nicht einmal, wie ich die Flamme erschaffen hatte. „Hmm... Vielleicht sollte ich die Flamme einfach ersticken, so dass sie keinen Sauerstoff mehr bekommt?“, fragte ich Camael und sah zu ihm hinauf, beschloss dann aber es einfach auszuprobieren. Ich faltete meine Hände langsam zusammen und konnte deutlich spüren, wie die Wärme langsam verschwand. Kurz darauf war jedoch ein wenig Rauch zu erkennen. Ich machte meine Hände wieder auseinander und sah auf sie hinab. Keine Flamme. Ich strahlte übers ganze Gesicht und legte meine Hände an meine Wangen. „Guck mal, sie sind ganz warm!“, sagte ich freudig und legte dann ohne groß nachzudenken, meine Hände einfach an Camaels Wangen. Einige Momente lang, sah ich ihm einfach nur glücklich in die Augen, doch dann wurde mir bewusst, wie nah wir uns gerade waren. Abrupt zog ich meine Hände wieder weg und ging einige Schritte auf Abstand. „T-Tut mir leid!“, stotterte ich und versuchte auf keinen Fall rot zu werden.


Ophelia

Luzifers Lippen wanderten wieder zu den meinen. Sofort erwiderte ich den Kuss und vergrub meine Hände erneut in seinem Rabenschwarzen Haar. Doch schon kurz darauf löste Luzifer sich wieder von meinen Lippen und verlagerte, nachdem er meinen BH ausgezogen hatte, seine Küsse nach unten hin, weswegen sich eine wohlige Gänsehaut auf meinem Körper ausbreitete. Ich schloss meine Augen für einen kurzen Moment, als Luzifer damit begann, meine Brüste zu liebkosen. Doch als er seine Küsse in die untere Region verlagerte, öffnete ich sie direkt wieder und sah ihn für einen kurzen Augenblick an. Als ich jedoch seine Zunge in mir spürte, stöhnte ich laut auf und krallte mich an dem Bettlaken unter mir fest. Ich spürte, wie sich mein Atem beschleunigte und wie mir immer heißer wurde. „L-Luzifer...“, stöhnte ich leise und legte schon kurz darauf meinen Kopf in den Nacken. Ich biss mir angestrengt auf die Unterlippe, um nicht noch lauter zu werden, doch konnte ich es nicht verhindern, ins Hohlkreuz zu gehen und erneut seinen Namen zu stöhnen. „B-Bitte“, flehte ich und krallte mich noch mehr ins Bettlaken fest. Ich spürte, wie mein Körper schon vor Lust zitterte und betete innerlich, dass Luzifer endlich Gnade walten lassen würde und mich nicht noch länger auf die Folter spannte.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mi Nov 18, 2015 9:40 pm

○ Camael ○

Da hatten wir es. Sie hatte an Flammen gedacht. Wie man auf solche Bilder kam war mir ein Rätsel, aber nun wusste ich wenigstens zu welchem Element ihre Affinität gehörte. Es war ein temperamentvolles Element und passte zu der impulsiven Art Midoris. Um ehrlich zu sein, jetzt wo es offensichtlich war schien mir auch kein anderes Element besser für sie geeignet als dieses.
Auf meine Frage wie man nun das blau glimmende Feuer in der Hand meiner Schülerin löschen könnte, stellte sie die Gegenfrage auf, ob man es nicht ersticken könne, was sie prompt in die Tat umsetzte. Zufrieden mit ihr, dass sie eigenständig eine richtige Antwort darauf gefunden hatte, sah ich in das vor Freude strahlende Gesicht des Mädchens. Die praktische Erfahrung tat ihr gut, es ermutigte sie und das war genau das was ich brauchte: ein begeisterter und eifrig lernender Schüler. Dann wurde mir prompt ihre warme Hand an die Wange gelegt. Von der unvorhergesehenen Berührung überrumpelt, erstarrte ich innerlich für einen Herzschlag lang. Ich sah in funkelnde Augen. Dann breitete sich Panik in ihnen aus und Midori trat unbeholfen ein paar Schritte zurück, um sich zu entschuldigen. "Ist schon in Ordnung." Ließ ich von mir hören, fühlte mich dabei jedoch wie ein stiller Beobachter, der das ganze bloß von weitem mit angesehen hatte.
Ich ließ mich auf den Boden nieder und deutete meiner Schülerin sich neben mich zu setzen. "Jeder von uns hat eine Macht tief in seinem Inneren verborgen, Midori. Diese Macht nehmen wir nicht nur in Form von Energie und Auren wahr. Die Flammen in deiner Hand waren dein Element. Du besitzt die Gabe des Feuers.
Mit seiner Hilfe wirst du zu einer glorreichen Seraphim heranwachsen und dich für das Gute einsetzten. Doch bevor du lernst dein Element zu beherrschen, musst du erst lernen dich selbst zu beherrschen. Ansonsten könntest du noch jemanden ungewollt Schaden zufügen. Deshalb schließ deine Augen und lass von allem los."



○ Luzifer ○

Auf dem Rücken liegend verschrenkte ich die Hände hinter dem Kopf um es mir gemütlicher zu machen. Verschlagen grinste ich gegen die Decke. Ich hatte es doch tatsächlich geschafft dem Engelchen seine Unschuld zu rauben. Und es fühlte sich noch viel besser an als erwartet! Verdammt war ich gut gewesen.
Der kühle Schweiß lag noch auf meiner Haut, doch mein Körper war noch immer vor Hitze am glühen von dem wilden Spiel in das ich Ophelia mit hinein gezogen hatte. Das Grinsen auf meinen Lippen ließ nach. "Für eine Jungfrau warst du nicht schlecht." Wollte ich die Schwarzhaarige necken und sah ihr entgegen, konnte es mir dann aber doch nicht mehr verkneifen und ließ meine ernste Tarnung auffliegen.
Dann zog ich sie mit einem Arm näher an mich. Mein Brustkorb bewegte sich wegen der vergnüglichen Aktivitäten immer noch auffällig auf und ab. Mit der Hand fuhr ich den Arm Ophelias hinauf bis zu ihren Schultern. Sie wäre vom optischen her die perfekte Mutter für meine Nachfahren gewesen. Wirklich perfekt. Doch war ich nun einmal damit bestraft worden, keine Nachfahren auf diesem vergnüglichem Wege zu erzeugen. Andererseits wurde kein ungewunschtes Erbmaterial weiter gegeben, so wie ich es bei meiner Tochter getan hatte, da sie nunmal bloß aus meiner Energie geschaffen war. Nun waren meine Gedanken schon wieder bei ihr. Ohne ein Wort setzte ich mich auf und drehte mich zur Bettkante, mit dem Rücken zu Ophelia.
Nachdenklich war ich in meinen Gedanken versunken.


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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Fr Nov 20, 2015 9:52 pm

Midori

Ich konnte gar nicht sagen, wie unglaublich erleichtert ich war, dass Camael es mir nicht übel nahm, dass ich ihm so nahe gekommen war und ihm meine Hände an seine Wangen gelegt hatte. Dann erklärte er mir aber schon, dass das Feuer in meiner Hand mein Element war. „Mein Element also...?“, fragte ich etwas nachdenklich und sah auf meine Handflächen. Dann sah ich aber zu Camael, welcher sich schon wieder auf den Boden setzte und mir ein Zeichen gab, dass ich mich neben ihn setzen sollte. Sofort tat ich, wie mir befohlen und setzte mich neben meinen Lehrer auf den Boden. Ich schloss meine Augen und versuchte wie zuvor schon, mich von allem loszusprechen.
Doch wie erwartet hatte ich wieder meine Probleme damit, überhaupt nur still zu sitzen, geschweige denn, meine Gedanken an Morgen beiseite zu schieben. Ständig wackelte ich mit meinen Beinen und bewegte mich auch hin und wieder auf und ab, oder nach links und rechts. Doch schließlich erkannte ich, dass diese Übung heute wenig Sinn machen würde, weshalb ich meine Augen wieder öffnete und mich nach hinten auf den Boden fallen ließ und frustriert seufzte. „Tut mir leid, Sensei“, sagte ich schuldbewusst. „Ich kann nicht aufhören, aufgeregt wegen morgen zu sein!“ Ich starrte an die Decke und legte meine Hände auf den Bauch. „Schon seltsam, dass ausgerechnet Feuer mein Element ist. Vor einigen Jahren hätte es mich beinahe mein Leben gekostet“, murmelte ich, schüttelte dann aber meinen Kopf, um die Bilder dort raus zu bekommen. „Duu? Camael?“, fragte ich. „Wieso ist mein Feuer eigentlich blau und nicht rot, orange. Und hast du auch ein eigenes Element? Wenn ja, welches ist es?“, fragte ich ihn und sah dann zu ihm. Doch dann bemerkte ich, dass er versuchte, sich auf die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. „'Tschuldigung“, murmelte ich leise und sah schnell wieder an die Decke. Ich seufzte wieder leise, schloss dann aber meine Augen, um es erneut zu versuchen.
Mein Atem ging gleichmäßiger und mein Körper fühlte sich leichter an. Meine Gedanken schob ich vorübergehend in irgendeine Ecke meines Kopfes und versuchte meinen Kopf ganz freizubekommen. Mit dem darauffolgenden Gefühl der Leichtigkeit konnte ich nicht ganz so viel anfangen. Normalerweise war ich es gewohnt, durchgehend unter Strom zustehen. Doch sollte ich es nicht lieber genießen? Wer wusste schon, wann ich das nächste mal die Möglichkeit bekommen würde, mich derart beim Training entspannen zu können? Ich hoffte nur, dass ich auch wirklich alles richtig machte, denn im Grunde hatte ich das Gefühl zu schweben, aber auch gleichzeitig jeden Moment einzuschlafen. Davon wäre Camael sicherlich alles andere als begeistert...


Ophelia

Atemlos und keuchend lag ich auf meinem Rücken und starrte gegen die Decke. Mein Körper kribbelte noch immer, während meine Haut förmlich am Brennen war. Mein Unterleib war am Schmerzen, doch hatte ich es mir schlimmer vorgestellt. Schlimmer war, dass es mir wieder unangenehm war, so entblößt neben Luzifer zu liegen und als er mich dann auch noch darauf ansprach, dass ich für eine Jungfrau gar nicht so schlecht war, konnte ich mir einen kleinen Rotschimmer nicht verkneifen. Es wurde auch nicht gerade besser, als er mich näher zu sich heranzog und ich wieder seine Haut auf meiner spüren konnte. Im Gegenteil. Das Kribbeln wurde stärker und ich glaubte auch, dass ich röter im Gesicht geworden bin. „M-Musst du denn immer erwähnen, dass ich noch Jungfrau bin... war?“, fragte ich Luzifer und versuchte dabei sauer zu klingen, schaffte es aber nicht, meine schüchtern sein, zu überwinden, weshalb die Frage, wohl weniger tadelnd und mehr eingeschüchtert klang.
Doch dann änderte sich schlagartig seine Laune und Luzifer entfernte sich von mir, drehte mir den Rücken zu und saß schließlich auf der Kante des Bettes. Mein Blick wanderte zu seinem Rücken, wo ich neben den zwei riesigen Narben, unzählige kleine Kratzer sah. Ich erinnerte mich, wie oft ich mich an Luzifer festgekrallt hatte, weil die Gefühle unerträglich wurden und mich praktisch überrannten.
Mein Blick wanderte zu seinem Gesicht, welches ich nur von der Seite betrachten konnte und erkannte dann seinen Gesichtsausdruck. Er wirkte nachdenklich und Schmerz schien seine Gesichtszüge zu durchziehen. Ich konnte mir schon denken, worum es geht. Filia war seine Tochter, seine Familie. Sie waren schon so lange voneinander getrennt...
Ich setzte mich langsam auf, drückte ab die Decke an meinen Körper und starrte kurz auf meinen Schoß. Dann umfasste ich den weißen Stoff aber etwas fester, bis ich mich dazu entschied, Luzifer irgendwie aufzumuntern. Also robbte ich langsam zu ihm heran, legte meine Hände sanft auf seinen Rücken und lehnte langsam meinen Kopf dagegen. „Sie wird wiederkommen. Schon bald“, sagte ich leise und streichelte sanft mit den Fingern meiner linken Hand über seinen Rücken. „Und dann wird sie dir niemand mehr wegnehmen können. Außerdem...“ Ich legte meine Arme um Luzifers Hals und sah ihm über seine rechte Schulter ins Gesicht. „Kannst du diese Zeit nutzen, um dich auf sie vorzubereiten!“, sagte ich nun mit einer aufmunternden Stimme. „Mädchen sind in diesem Alter furchtbar anstrengend! Sie mögen dies nicht, sie mögen das nicht. Sie wollen dies, sie wollen das und wenn du es ihnen dies gibst, verziehst du sie.“ Ich seufzte. „Und als Vater sagst du aus Prinzip IMMER das Falsche. Sie fragt dich, wie du ihr Outfit findest, du sagst toll und sie denkt, dass es total doof ist, weil Eltern in diesem Alter einfach nicht cool sind. Solltest du aber sagen, dass es doof ist... naja, das kannst du dir ja selbst denken“, meinte ich und schmunzelte etwas. Dann ließ ich aber von Luzifer ab, stand auf und zog mich an. „Und wenn sie krank ist, musst du sie solange pflegen, bis sie wieder gesund ist. Du hast ihr gegenüber Pflichten, die du nicht wie einen deiner Termine aufschieben kannst. Du musst für sie da sein, ihr ein Zuhause geben und sie durch die wohl größte Veränderung ihres Lebens begleiten.“ Ich machte mein Kleid zu, hielt dann aber inne. „Vergiss was ich gesagt habe. Mein Vater ist schon lange tot , ich war genug damit beschäftigt, die Familie irgendwie zusammenzuhalten. Gar nicht so leicht mit einer Mutter, die ständig am weinen ist und einer Schwester, die im Sterben liegt.“ Ich lachte und unterdrückte meine Tränen, bei den aufkommenden Bildern in meinem Kopf, welche mir Schmerzen bereiteten. „Ich glaube das Beste was du tun kannst, ist einfach nicht auf eine Chaotin wie mich zu hören, sonst ist das Chaos vorprogrammiert.“ Ich lachte erneut, öffnete dann aber die Zimmertür. „Naja, man sieht sich“, sagte ich hastig und trat dann aus dem Zimmer und schloss die Tür hinter mir.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Nov 21, 2015 12:04 am

○ Camael ○

Als Mentor nahm ich eine gewisse Art von Vorbild ein. Ich musste das verkörpern, was ich meinem Schüler gedachte beizubringen, also war es für mich selbstverständlich die Übungen mit ihr gemeinsam zu absolvieren und ihr nicht mit Vorschriften zu befehlen was sie zu tun hatte.
Durch meinen befreiten mentalen Zustand konnte ich Midoris nervösen und hecktischen Geist neben mir eindeutig spüren. Ebenso gut wie ich die anderen beiden in der Halle spüren konnte, die nun vom offensiven Angriff zur passiven Abwehr übergegangen waren. Und die Sonne die auf das Dach des Gebäudes schien und wie Midoris Worte sich ihren Weg durch die erhitze Luft bahnten. Ich beschloss erst einmal nur zu zuhören und ihr keine direkte Antwort darauf zu geben - und es half. Nachdem sich meine Schülerin ausgesprochen hatte, beruhigte sich ihr Wesen, sie wurde spürbar konzentrierter und ihre Nervosität ließ für den Augenblick nach. Nun war sie auf einen guten Weg um einen freien und offenen Geisteszustand zu erlangen.
Der andere Mentor und sein Schüler hatten die Halle seit ein einhalben Stunde bereits verlassen, als ich beschloss dass es nun auch für uns genug war. Es war spät am Mittag geworden. Die Augenlider öffnend sah ich zu Midori. "Midori. Komm du solltest etwas essen gehen." Ich stand auf und klopfte den Sand von meiner Kleidung ab.
"Du hast heute einen guten Fortschritt gemacht." Lobte ich sie während wir die Halle verließen. Dabei wollte ich nicht zu optimistisch klingen, sie aber trotzdem zu weiterem Einsatz auffordern. "Du fragtest doch, warum dein Feuer blau ist und nicht die gewöhnliche Farbe einer Flamme hat. Bei Feuer ist es so, dass es verschiedene Hinzezustände gibt. Daher kommen die verschiedenen Färbungen zustande. Dein Hinzezustand hat nichts mit besonderer Kraft zu tun... es ist deine individuelle Ausprägung für dieses Element, wobei andere ebenfalls auch blaue Flammen erzeugen können, wenn es in ihnen veranlagt ist. Ich glaube es gibt sowohl organe, gelbe, blaue und durchsichtige Flammen. Sogar grüne." Erklärte ich ihr und schloss dabei die doppelschwingige Tür hinter uns zu. Auf ihre Frage welches mein Element war antwortete ich dann jedoch nicht mehr, sondern schickte sie zum Essen. "Wenn du fertig bist treffen wir uns wieder hier und fahren fort." Verabschiedete ich mich von der Goldblonden.


○ Luzifer ○

Währed ich vor mich auf den Boden starrte, hörte ich die Stimme Ophelias immer wieder in meinen Ohren wiederhallen, die sagte, dass ich meiner Tochter anders als bisher Zeichen setzten musste. Das ließ mich mit den Zähnen knirschen. Nie hatte ich beabsichtigt meine Filia Schmerzen zuzufügen, geschweige denn sie zu quälen! Dieser verdammte Magier war Schuld daran! Meine Hand hatte sich zu einer Faust begallt, da spürte ich eine sanfte Berührung. Es war Ophelia. Natürlich. Es war immer das Engelchen. Ihre Bemühungen, so vertraut und sanftmütig standen zu einem kompletten Gegensatz zu ihrer vorherigen wilden Art. Ich saugte förmlich ihre Nähe auf, es tat gut jemanden um sich zu haben, der einen nicht bloß aus eigenem Nutzen zur seite stand. Jemanden an seiner Seite zu haben von dem man wusste, dass sie einem nicht einen Dolch in den Rücken jagte, sobald es für sie von größeren Vorteil wäre. Und das verrückteste daran: ich glaubte dem was Ophelia mir sagte. Mochte sie noch so jung sein, oder war es gerade deshalb? Weil sie wusste wovon sie sprach?
Dann vernichtete sie jedoch diesen Moment und verschwand.
Zurück blieb ich. Wieder einmal allein.
Meine Finger führen die Stelle an meiner Schulter entlang auf der ihre Hand zuvor noch gelegen hatte. Seltsam wie ein Engel eine solche Auswirkung auf mich haben konnte.
Mich aufraffend zog ich meine Hose an und ein Hemd über. Ich hatte beschlossen heute Nacht meiner Filia einen Traum zu senden. Ja, damit hörte ich auf den Rat des Engelchens, doch hatte ich nichts mehr zu verlieren. Meine Tochter war schließlich bereits schon im Himmel.
Und Ophelia würde ich dabei haben wollen. Warum konnte ich nicht sagen. Ich wollte es eben.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Nov 21, 2015 2:23 pm

Midori

Ich hatte keine Ahnung, wie lange ich auf dem Boden lag und meine Konzentration wahrte. Auf jeden Fall war es zu lange. Es kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor und außerdem hatte ich mich echt zusammenreißen müssen, nicht bei jedem kleinen Geräusch meine Augen aufzumachen, denn sonst wäre die Konzentration mit Sicherheit weg gewesen. Das seltsame daran war, dass ich im Grunde alles sehen konnte, was sich hier abspielte und dennoch wollte ich diese Dinge jedes mal mit meinen eigenen Augen sehen können. Ich fragte mich wirklich, wie Camael so ruhig und konzentriert bleiben konnte. Ob es an der Erfahrung lag die er hatte? Wer wusste schon, wie oft er diese Übung absolviert hatte. Außerdem schien er ohnehin ein ziemlich ausgeglichener Charakter zu sein. Ganz anders als bei mir. Ich war impulsiv, nah am Wasser gebaut und allgemein ziemlich emotional. Diese Aufgabe, die Camael mir aufgetragen hatte, war eine der ersten und damit gehörte sie sicherlich zu den einfachen und vielleicht auch wichtigsten Dingen -so ähnlich hatte es Sensei zu mindestens erklärt. Ich wollte gar nicht wissen, wie schwer die nachkommenden Übungen waren, wenn ich schon für diese einen ganzen Tag brauchte.
Plötzlich ertönte Camaels Stimme und ich öffnete meine Augen mit einem Schlag. Sofort stand ich auf und klopfte mir den Sand von meiner Kleidung, ehe ich zu meinem Mentor sah und als er mir sagte, dass ich jetzt etwas essen gehen sollte, nickte ich. Ich hatte tatsächlich den ganzen Tag noch nichts gegessen, aber ich war seitdem Camael mir erzählt hatte, dass wir morgen auf die Erde gehen würden, viel zu aufgeregt dafür! Ich meine, ich würde morgen meine Familie und Freunde wiedersehen! Etwas schöneres konnte ich mir nicht vorstellen!
Ich musste meine Gedanken an morgen vorerst beiseite schieben und hörte stattdessen Camael dabei zu, wie er mir die Sache mit dem blauen Feuer erklärte. Als er geendet hatte, nickte ich leicht nachdenklich. Auf meine Frage, welches Element er besitzen würde, antwortete er nicht. Ich war ja schon etwas neugierig und würde es zu gerne wissen, doch wollte ich Camael nicht mit meinen Fragen belästigen. Sicherlich hatte er einen guten Grund, mir auf meine Frage nicht zu antworten und das sollte ich respektieren. Auch wenn ich es ein wenig schade fand. Immerhin wollte ich ihn noch ein bisschen besser kennenlernen, doch dies ging sicherlich auch auf andere Wege!
Draußen angekommen, streckte ich mich einmal, sah dann aber wieder zu Camael hinauf. „Okay, bis dann, Sensei!“, sagte ich lächelnd, als er sich von mir verabschiedete und rannte dann in Richtung Mensa, wo ich mir etwas zu Essen schnappte und mich auf einen freien Platz setzte. Die Blicke der anderen Engel ignorierte ich gekonnt, da ich viel zu gut gelaunt war. Das sie mich so angafften, war kein Wunder, bei meiner Kleidung fiel ich hier auf wie ein bunter Pudel -war mir aber egal. Ich freute mich einfach riesig darüber, dass mich Camael heute gelobt hatte und das ich morgen auf die Erde gehen würde!


Ophelia

Ich ging einige Schritte den Flur entlang, lehnte mich dann aber gegen die Wand und erinnerte mich an die Zeiten mit meinem eigenen Vater zurück. Es waren glückliche Tage. Tage ohne Sorgen und Ängste. Wir hatten keinerlei Probleme und selbst meine kleine Astera war damals noch kerngesund gewesen. Doch nach dem Tod meines Vaters verschlechterte sich ihr Zustand von Tag zu Tag immer mehr und dann kam schon die Diagnose, dass man meine Schwester nicht heilen könnte. Sowohl meine Mutter als auch ich, hatten versucht, Astera ihr weiteres Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, dennoch war die Ungewissheit, wann meine kleine Schwester sterben würde, ein ständiger Begleiter.
Ich schüttelte meinen Kopf und die Bilder verschwanden vor meinem inneren Auge wieder. Ich stieß mich von der Wand ab und ging weiter. Ich ging in mein eigenes Zimmer und lief direkt weiter in das angrenzende Badezimmer, wo ich die Tür abschloss, mich wieder auszog und unter die Dusche stieg. Ich befreite mich von dem Schweiß, welcher noch immer auf meiner Haut lag, doch jedes mal kamen mir einzelne Bilder in den Sinn. Ich sah Luzifers Augen vor mir, spürte seinen heißen Atem auf meiner Haut... Seine Berührungen...
Ich klatschte mir mit meinen Händen gegen meine Wangen und schüttelte den Kopf. „Jetzt bloß nicht denken, da wäre mehr, Ophelia!“, ermahnte ich mich selbst streng, machte dann aber das Wasser aus und stieg aus der Dusche. Ich schlang mir ein Handtuch um die Hüfte und trocknete mit einem zweiten meine Haare -so gut es halt ging. Dann zog ich mir Unterwäsche und ein kurzes, schwarzes Schlafkleid an. Ich hatte ja eh nicht vor, mein Zimmer heute noch einmal zu verlassen, daher würde das Stückchen Stoff zum Schlafen schon ausreichen.
Ich trat aus der Tür und ging in mein Zimmer, wo ich mich einmal streckte und dann umsah. Ich ging zu dem Bücherregal und kramte einige heraus. Dann ging ich zu dem Schreibtisch, legte sie dort ab, setzte mich auf den Stuhl vor dem Tisch und kramte Stift und Papier hervor, ehe ich damit begann, die Bücher zu lesen und mir das wichtigste herauszuschreiben. Doch schon am frühen Abend fielen mir die Augen zu und ich legte mich mit meinem Oberkörper auf den Schreibtisch, ehe ich auch schon einschlief.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Nov 21, 2015 8:12 pm

○ Camael ○

"Heiliger Vater! Das hatte ich nicht gedacht!" Lächelte Askael sichtlich überrascht und gleichermaßen beeindruckt, als ich ihm von der heutigen Beherrschung meines Schützlings erzählte. Es erfüllte mich mit Stolz. Auch wenn ich es zuerst nicht wirklich erkannte. "Ich auch nicht, aber ich schätze ihre Bemühungen. Für sie muss es nochmals schwerer sein als für uns damals." Stimme ich ihm zu und nahm einen Schluck des Saftes. Askael seufzte. "Mercutio ist das genaue Gegenteil. Er schläft mir dabei immer ein." Ein zweifelhaftes Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen. Es war doch amüsant sich vorzustellen wie der große kräftige Junge tiefenentspannt vor sich her döste, während mein Gefährte aus Schulzeiten ihn etwas vorpredigte. "Ich kann es ihm nicht verübeln," begann der Engel, "wie oft bin ich damals eingeschlafen." "Und du wurdest jedes mal erwischt." Gab ich ihm zu bedenken. "Dafür hatte ich andere Stärken. Wo wir gerade bei Stärken sind: er ist wirklich stark." Wurde Askael zum Ende hin ernst und schien zu überlegen. "Weist du schon welches Element er besitzt?" "Nein, so weit sind wir noch nicht. Er muss erst mal seinen Gleichgewichtssinn weiter ausarbeiten. Mag er noch so stark sein, in jeder Kampfübung legt er sich hin oder stolpert, weil er zu tölpelhaft ist."
Nach dem Mittagessen waren Midori und ich noch einmal zusammen gekommen um weiter zu üben. Doch anders als zuvor wollte ich nun ihre körperliche Ausdauer testen, damit ich wusste wo ich ansetzen konnte. Wir trabten im lockeren Lauf. Dafür waren wir nach draußen auf das freie Trainingsfeld gegangen. Hier war eindeutig mehr los als in der Halle. Viele Flugübungen wurden gemacht, auch einige Kampfübungen. Doch ich ließ Midori laufen. Immer und immer weiter. Minute für Minute, Stunde für Stunde. Sie stellte sich im Vergleich zu allen anderen Schülern nicht schlecht an. Sie war sogar im oberen Bereich was ihre Leistung anging. Das freie Trainingsfeld war einige Hektar groß, weshalb wir ungefähr vierzehn Runden schafften, ehe ich das Training für heute als beendet erklärte. Ich musste zugeben, auch an mir war es nicht einfach ohne weiteres vorbei gegangen und hatte ich bis zum Sonnenaufgang weiterlaufen müssen wäre ich sicher auch an meine Grenzen gekommen.
Ich lobte Midori für ihren Einsatz heute und schenkte ihr ein zuversichtliches Lächeln. "Wegen Morgen: wir treffen uns vor Sonnenaufgang am Gebäudeeingang." Gab ich ihr noch Bescheid und wir gingen dann wieder getrennte Wege. Ich eusste dass sie sich auf den morgigen Tag sehr freute und es kaum erwarten konnte. Es stand ihr schon die ganze Zeit aufs Gesicht geschrieben und irgendwie stimmte mich das fröhlich.
Ich ging duschen und zog mir frische Kleidung an, ehe ich mich auf den Weg zur Bücherei machte um die nächsten theoretischen aber auch praktischen Stunden vorzubereiten.



○ Luzifer ○

Ich stand vor dem kleinen runden Tisch, der sich im Zimmer des früheren Sehers befand. Der damalige Besitzer hatte sich als nutzlos erwiesen und war somit vernichtet worden. Nun war der Raum zu meinem persönlichen Rückzugsort geworden, wenn ich mit meiner Filia in Verbindung treten wollte. Das letzte Mal hatte ich es nicht getan, weil der schwarze Magier viel Equipment benötigt hatte, das nicht alles hier hinein gepasst hätte. Außerdem hatte ich nicht gewollt dass sogesehen ein Fremder in diesen Raum trat. Lilith hatte in diesem Zimmer noch nicht gewütet und so besaß es seinen ganz eigenen Charme. In den kleinen Raum passten bloß zwei Bücherregale die direkt an die Wand  gestellt waren. Der bereits genannte kleine Tisch und ein Stoffsessel. Insgesamt ungefähr fünfzehn Quadratmeter. Auf dem Holztisch mit weißer Marmorplatte lag ein noch zusammmen gerolltes Pergamentsstück, daneben eine Goldschale und eine noch verschlossene Schatulle.
Ich hatte nach Ophelia schicken lassen, denn wollte ich noch mit ihr reden, bevor ich eine Filia kontaktierte. Vor einigen Stunden hatte ich mit Lilith gesprochen, sie hatte mich wegen dem akuten Mangel an Seelen angesprochen und Bedenken wegen der steigenden Mord und Selbstmord Rate in unseren Reihen. Ich veranlasste sie ein Ratstreffen zu organisieren. Doch bevor sie gegangen war, wollte ich ihre Einschätzung zu Ophelia hören. Die Dämonin wirkte überrascht, machte dann aber wieder einen gefassten Eindruck und meinte, dass sie für einen Engel sehr viel dunkle Energie in sich trug. Dabei hatte sie wahrscheinlich gehofft, ich würde etwas in der Richtung andeuten, ob ich mit Ophelia geschlafen hatte oder noch nicht, doch erwähnte ich nichts in der Art.
Ich wusste immer noch nicht was Lilith nun von ihr hielt, war eber auch zu stolz um sie ein weiteres Mal danach zu fragen und hatte sie weggeschickt.
Mit hinter dem Rücken verschränkten Armen betrachtete ich eines der Bücherregale und wartete.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Nov 21, 2015 10:58 pm

Midori

Nach dem Mittagessen war ich wie vereinbart zurück zu den Trainingsgebäuden gegangen, wo ich auch Camael vorfand. Es erfüllte mich mit Freude, als er meinte, dass wir nun Laufen würde. Dies fiel mir doch wesentlich leichtere, als diese andere Übung, bei der ich so konzentriert und tiefen entspannt sein musste. Körperlich war ich wirklich fit, doch hatte ich eine große innerliche Unruhe, weswegen mir die letzte Aufgabe echt schwierig gefallen war, besonders weil ich die ganze Zeit an den morgigen Tag denken musste. Ich fragte mich ununterbrochen, wie es meinen Freunden und meiner Familie dort unten erging, ob sie mich vermissten und ob ein Tag überhaupt ausreichte, um mich von jedem von ihm zu verabschieden. Vor allem war ich am Überlegen, wie ich mich von ihnen verabschieden sollte. Ich konnte ja schlecht sagen, dass einer meiner Elternteile Himmlisch ist und ich in den Himmel gerufen wurde, um meinen Aufgaben als Nephilim nachzukommen. Okay, Marta, die Erzieherin in dem Heim, würde mir wahrscheinlich glauben, da sie eine sehr gläubische Frau war und mich auch jeden Sonntag in die Kirche geschickt hatte. Aber der Rest... der würde mich für wahnsinnig erklären! Absolut geisteskrank und ein Pflegefall für die geschlossenen Anstalt!

Camael und ich liefen einige Stunden lang, es freute mich, dass ich tatsächlich bis zum Ende durchgehalten hatte und ich dennoch das Gefühl hatte, noch ein Weilchen weiter zu laufen. Als mich mein Mentor dann auch noch lobte, strahlte ich ihn regelrecht an. „Danke, Sensei!“, sagte ich, hörte Camael aber noch zu, was er zu sagen hatte. Morgen vor Sonnenaufgang ging es also schon los... Super! Dann hatte ich umso mehr Zeit, auf der Erde! Auch wenn ich bezweifelte, dass abgesehen von Marta niemand um diese Uhrzeit wach war. Naja egal, so konnte ich ihr morgen wenigstens unter die Arme greifen und ihr beim Vorbereiten helfen. Es war sicherlich nicht leicht für sie, dass sie jetzt auf sich alleine gestellt war...
Camael war bereits gegangen und ich seufzte bloß, ging dann aber auf mein Zimmer, wo ich zuerst duschen ging und mich dann Bett fertig machte. Um für morgen neue Kräfte zu sammeln. Ich zog mir ein langes, weißes Schlafkleid an, legte mich in mein Bett und schlief auch nach einiger Zeit ein.


Ophelia

Die Tür meines Zimmers wurde aufgestoßen und schon kurz darauf spürte ich zwei Hände, welche mich an meinen Schultern rüttelten. Ich öffnete verschlafen meine Augen und sah verschlafen in das Augenpaar, welches ich als die von Azul ausmachte. „Ist es schon Morgen?“, fragte ich verschlafen und setzte mich langsam auf, wobei ich stechende Schmerzen in meinem Rücken spürte, was wahrscheinlich daran lag, dass ich die ganze Zeit im Sitzen geschlafen hatte und mein Rücken somit die ganze Zeit krumm war.
Azul begann etwas zu Grinsen, schüttelte dann aber den Kopf. „Nope. Aber Luzifer hat mich geschickt. Er will das du zu ihm kommst“, meinte er grinsend und ich stöhnte nur genervt. Ich wollte noch viel lieber schlafen! Aber okay, Luzifer war jemand, den man lieber nicht allzu lange warten sollte. Nicht, dass er mir im Nachhinein auch noch den Kopf abriss, oder mich derart zu richtete, wie den Magier vom letzten Mal. Die Bilder wollten mir noch immer nicht aus dem Kopf gehen und würden es wahrscheinlich auch nicht so ohne weiteres. Aber wenigstens hatte ich keine schlaflosen Nächte oder Alpträume wegen ihm. Daher sollte mich das ganze nicht mehr allzu lange beschäftigen. In Kämpfen hatte ich immerhin schon Leute gesehen, die mindestens genauso -wenn nicht sogar schlimmer- zugerichtet waren.
„Na los, Luzifer wird nicht gerne warten wollen“, erinnerte mich Azul und ich seufzte nur. „Ist ja gut“, nuschelte ich nach wie vor verschlafen und stand dann langsam von meinem Stuhl auf, ehe ich Richtung Tür ging. Eigentlich wollte ich durch eben diese durch, doch räusperte sich Azul und ich drehte mich mit einem fragenden Blick in den Augen zu ihm um. „Was?“, fragte ich. „Willst du wirklich in diesem Aufzug zu Luzifer gehen? Wer weiß was er mit dir anrichtet, wenn du so freizügig bei ihm aufkreuzt~“, sagte Azul zweideutig grinsend. Ich sah an mir herunter. Abgesehen von dem knappen, schwarzen Schlafkleid hatte ich nichts weiter an. Ich zuckte mit den Schultern. „Ist mir egal“, meinte ich bloß desinteressiert und trat dann endlich auf den Flur.
Barfuß lief ich hinter Azul, da ich ihm den Vortritt gelassen hatte. Er blieb nach einiger Zeit vor einer Tür stehen und klopfte an, ehe er sie öffnete. „Ich habe Ophelia hergebracht“, meinte Azul und trat dann beiseite, damit ich in den Raum gehen konnte. Er verbeugte sich noch kurz vor Luzifer, verschwand dann aber und schloss die Tür hinter sich. Ich sah mich ein wenig in dem Zimmer um und nahm schließlich auf dem kleinen, bequemen Sessel Platz. Ich setzte mich seitlich hin und zog meine Beine zu meinem Körper und umschlang sie mit meinen Armen, ehe ich meinen Kopf an den Sessel lehnte und müde die Augen wieder schloss. „Was gibt es so wichtiges, dass du mich um diese Uhrzeit noch zu dir bittest?“, fragte ich ihn verschlafen.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Nov 22, 2015 12:10 am


○ Luzifer ○

Im Grunde machte ich mir nicht viel aus Büchern. Klar ich war nicht dumm und Vater hatte mich so erschaffen, dass ich ein belesender Mann war, doch waren bloße Buchstaben auf einem Fetzen Papier nicht so intensiv zu erleben wie das echte Leben. Chroniken von alten Kriegen waren nichts, im Vergleich dazu wenn man selbst auf einem Schlachtfeld gekämpft hatte. Wie gesagt, ich machte mir nicht viel aus Büchern und trotzdem weckte das ein oder andere doch mein Interesse. Wohl möglich dass ich es bloß derzeit so empfand, weil mich die Themen momentan beschäftigten. So trug eines den Titel "Die dunkle Kunst der Träume - Wie man Alpträume kreiert." Ein anderes hieß "Visionen der Apokalypse." Und mein Favorit: "Böse Vorahnungen - das Spiel mit Bildern des Unterbewusstseins."
Es dauerte nicht all zu lange, da klopfte es an der Tür und auf mein Hereinbitten, wurde sie von Azul geöffnet der verkündete, dass er Ophelia hergebracht habe. Ich nickte ihm zu, woraufhin er wieder verschwand und mich mit dem Engelchen alleine ließ. Die dunkelhaarige Schönheit ließ sich auf den Sessel nieder und fragte mich, was es denn sei, dass ich sie um eine solch unmögliche Zeit zu mir reif. Mich von dem Anblick der Bücher abwendend, drehte ich mich um und sah mit einem charmanten, gerade zu spitzbübischen Grinsen zu Ophelia. "Habe ich dir deinen Schönheitsschlaf geraubt?" Legte ich den Kopf schreg und sah sie unschuldig an. "Das war nun wirklich nicht meine Absicht." Trat ich zu ihr und bemerkte nun den Hauch von Stoff der sie bloß umgab. Da hätte sie genauso gut in Dessous zu mir kommen können, bei solch einen eleganten weiblichen Körper fiel es mir nun einmal schwer meine Triebe in Zaun zu halten.
"Wir hatten doch über meine Tochter gesprochen, erinnerst du dich?" Hatte ich die Hände in die Hosentasche gesteckt. "Nun, deine Worte waren äußerst einleuchtend. Ich habe meiner Filia zwar das Leben geschenkt, doch blieb es mir verwehrt sie auf zu ziehen, sie wachsen zu sehen. Daher habe ich keinerlei Erfahrung im Umgang mit Kindern und Heranwachsenden." Ich ließ meine Worte erstmal im Raum stehen, war bewegungslos vor Ophelia wie eine Statur verankert. Dann ging ich langsam vor ihr in die Hocke und legte meine Hand auf ihren Oberarm. "Du sagtest ich solle ihr immer den selben Traum schicken. Welchen hältst du für geeignet, dass sie sich ebenso nach mir sehnt wie ich mich nach meiner Tochter?" Ich sah Ophelia tief in die Augen. "Sag mir, was wünscht sich ein vaterloses Kind zu hören?"

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Nov 22, 2015 12:53 am

Ophelia

Luzifer begann wie so oft schon mich wieder zu necken und fragte mich, ob er meinen Schönheitsschlaf gestört hätte. Dann meinte er, dass es nicht in seiner Absicht lag, mich zu stören. „Aber gewiss doch nicht“, gab ich meinen sarkastischen Kommentar ab und sah aus dem Augenwinkel zu dem dem schwarzhaarigen. Dann lehnte ich meinen Kopf aber wieder gegen den Sessel und döste ein wenig vor mich hin, wobei ich meine Augen geschlossen hielt. Luzifers Blicke konnte ich dennoch auf mir spüren, was mir nach einiger Zeit auf die Nerven ging. „Bist du dann auch mal fertig mit gaffen?!“, fragte ich nun schon ein wenig gereizter. Ich konnte wirklich ätzend sein, wenn ich nicht genug Schlaf bekam. Manchmal konnte ich mich sogar selbst nicht ertragen. Klingt seltsam, war aber so.
Als Luzifer dann endlich fertig damit war, mich zu necken und zu begaffen, kam er auf den eigentlich Grund weshalb ich hier war, zu sprechen. „Ich hätte nicht gedacht, dass du dir die Ratschläge einer anderen Person zu Herzen nimmst“, meinte ich leicht nachdenklich und starrte an die Wand, mir gegenüber. Dann sah ich aber auf die eine Sessellehne vor mir und war am überlegen, ob ich mich nicht ein wenig breiter auf dem Sessel machte. Entschied mich dann aber dagegen, da es gerade doch relativ gemütlich war -mal abgesehen von der zweiten Sessellehne in meinem Rücken.
Dann kniete sich aber Luzifer plötzlich vor mich, legte mir seine Hand auf den Oberarm und sah mich an. Ich öffnete meine Augen, welche ich eben wieder für einen kurzen Moment geschlossen hatte, da sie einfach viel zu schwer waren. Kurz sah ich Luzifer an, wanderte dann aber wieder mit meinem Blick zu der gegenüber liegenden Wand und schloss meine Augen erneut. „Warum stellst du ausgerechnet mir diese Frage? Ist es weil mein eigener Vater tot ist und ich ähnliche Gedanken und Gefühle wie deine Tochter haben muss, oder ist es, weil ich die einzige bin, die dir unter diesen ganzen emotional kaputten Haufen eine Antwort geben kann?“, fragte ich Luzifer. Vielleicht war es ja ein wenig von beidem. Mich würde es schon wundern, wenn ein Mann wie Azul Einfühlungsvermögen hätte und die Frage verstehen und sich in Filia hineinversetzen könnte. Die anderen Dämonen waren auch nicht anders. Azul war zwar bisher der brutalste von allen gewesen, doch im Grunde waren sie alle gleich.
Ich schob meine Gedanken vorerst beiseite und überlegte etwas. „Verrate ihr nicht wer du bist. Im Alter von 17 kann sie bereits Gut von Böse unterscheiden und ich bin mir sicher, dass man ihr im Himmel bereits erklärt hat, dass du der Fein bist... vielleicht hat man ihr das auch schon auf der Erde eingetrichtert“, sagte ich und behielt meine Augen geschlossen. „Sag ihr, dass du sie schon so lange kennenlernen möchtest und nun endlich die Chance dazu hast. Mach ihr klar, welch eine schöne Zeit auf sie wartet, wenn sie zu dir kommt, dass du ihr alles erzählen möchtest. Versuch ihr klar zu machen, dass du ihr alle Fragen beantworten kannst, die sie sich jemals gestellt hat. Gib ihr das Gefühl, die Leere in ihrem Herzen füllen zu können.“ Ich machte eine kurze Pause und öffnete meine Augen ein Stück, wodurch ich wieder an die Wand sah. Mein Körper verspannte sich etwas und ich atmete tief ein, ehe ich zu Ende sprach. „Sag ihr wie sehr du sie liebst und sie mit jedem Tag, jeder Stunde, jeder Minute immer mehr vermisst.“
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mo Nov 30, 2015 11:24 pm

○ Luzifer ○

Als ich so vor dem schwarzhaarigen Engel hockte und ihr entgegen sah, ohne dass sie sich bei ihrer Gegenfrage um Augenkontakt mit mir bemühte, ließ mir das genügend Zeit um mir ihren grazilen Körperbau, mit seinen kurvigen Windungen, endlos langen Beinen und eleganten Hals gebührend anzusehen. Sie war eine Augenweide, daran bestand kein Zweifel. Doch wusste ich, dass ich selbst nicht von schlechten Eltern abstammte und mit meinem Erscheinungsbild mit Leichtigkeit so einige Herzen in der Damenwelt höher schlagen lasse.
Mich wieder auf das Wesentliche konzentrierend, sah ich in Ophelias Gesicht. "Spielt das eine Rolle?" Entgegnete ich ihr, als sie mich fragte warum ich gerade sie um Rat erbat. Ernst war mein Tonfall geworden und meine Stimme klang um eine Oktave tiefer. Sicher hätte ich auch Lilith fragen können, sie hatte schließlich eine unzählige Menge an Kindern das Leben geschenkt, war sowohl Mutter von Dämonen, als auch Mutter der ersten Menschen, wenngleich diese ihr das nicht anerkannten und diese Eva, von der ich bisher bloß gehört hatte, als ihr, nun nennen wir es mal 'Stammesmutter' betrachteten. Lilith hatte eben Erfahrung in der Kinderaufzucht und das war es worauf es mir ankam. Das einzige was mich bisher davon abgehalten hatte, sie um ihren Rat zu erbitten, ist die Tatsache dass ich gut auf ihre Pralerei verzichten konnte. Sie würde es mir ewig vorhalten, wenn ich - der Fürst der Finsternis, Herr über die Unterwelt - sie um einen Rat bitten würde.
Ich hörte Ophelia aufmerksam zu was sie mir zu sagen hatte und was sie sich wünschte. Im Grunde war es doch immer gleich: jeder sehnte sich nach der Liebe und Anerkennung seines Elternteils, die einem auf die eine oder andere Weise verwehrt blieb. Dem einen, wegen eines Streits zwischen ihn und seinem Elternteil, dem anderen weil sie von ihrem besagten Elternteil getrennt war. Und wiederum andere weil ihr Elternteil tot war. Wie man es dreht und wendet, vom Prinzip her ist es alles das gleiche, das selbe melancholische Trauerspiel, welches jeder auf seine eigene Weise zu verarbeiten zu versucht.
Ich stand auf, ging auf den kleinen runden Holztisch zu, rollte das sich darauf befindende Pergament auf und fixierte jede der vier Ecken mit einem kleinen abgerundeten Stein, damit es sich nicht wieder zusammen rollte. Auf der weißen Mamorplatte lag in der Goldschale die Schatulle, welche ich aus ihrem Kräuterbett heraus hob und über das Pergament legte. Dann schnippte ich mit Daumen und Zeigefinger, woraufhin Funken struhten und eine Flamme auf meinen Fingerspitzen zu zügeln begann, mit der ich die Kräutermischung in der Schale anzündete. Rauchschwadan stiegen empor, als die ausgetrockneten Blätter und Halme glühend aufgefressen wurden. Von ded Flamme war nichts mehr übrig. Ich verteilte den Rauch mit ein paar Wedelbewegungen über das Pergament.
Dann sah ich zu Ophelia auf. Mit ausgestreckter Hand vorderte ich sie auf. "M' Lady, wenn ich bitten darf?" Grinste ich düster und ließ mit der anderen Hand den Deckel der Schatulle aufspringen, sodass der Blick frei auf den weiß-silbern funkelnden Dolch frei wurde, der in einer roten Samtpolsterung schlummerte.

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Di Dez 01, 2015 6:01 pm

Ophelia

Ich verdrehte etwas genervt meine Augen, als Luzifer es sich einfach nicht verkneifen konnte, den Blick von mir abzuwenden, selbst nachdem ich ihn schon drauf hingewiesen hatte, dass ich es nicht wollte. Aber Luzifer war nun einmal Luzifer. Er tat das was er wollte und ließ sich von niemandem etwas sagen. „Wer hat dich eigentlich damals erzogen?“, fragte ich etwas genervter als zuvor und sah dem schwarzhaarigen in seine leuchtende Augen. „Und wenn es für mich keine Rolle spielen würde, hätte ich wohl nicht gefragt, oder?“, fragte ich und ließ mich von seinem ernsten Blick und seiner tiefen, rauen, männlichen Stimme nicht beeinflussen.
Dann ließ er endlich von mir ab und wandte sich dem kleinen runden Holztisch zu. Ich bemerkte erst jetzt, dass dort etwas drauf lag. Es war definitiv zu spät. Sonst war ich nie so unaufmerksam. Das musste einfach an der späten Uhrzeit liegen. Vielleicht war es aber auch Luzifer der mich ein wenig ablenkte... Ich meine, sooo unattraktiv war er ja nicht... Im Gegenteil. Er hatte detaillierte Wangenknochen, einen muskulösen Oberkörper, ein breites Kreuz und war auch groß. Ich bin mir sicher, dass etliche Frauen sich danach sehnten, nur ein wenig Aufmerksam von ihm zu bekommen und ausgerechnet ich -ein Engel!- verbrachte Tage und Nächte mit Luzifer. Ich musste mit Sicherheit das Hassobjekt aller Frauen in der Hölle sein.
Ich bemerkte erst zu spät, dass ich Luzifer wohl die ganze Zeit über angegafft hätte und als mir dies bewusst wurde, wurde ich augenblicklich rot und rümpfte schnippisch meine Nase. „Du darfst“, sagte ich fast schon ein wenig hochnäsig, als Luzifer mir seine Hand hinhielt. Ich nahm sie an, sah ihn dabei jedoch nicht an. „Aber beeil dich!“, zischte ich aufbrausend, da ich noch immer ziemlich müde war und am liebsten direkt wieder ins Bett gegangen wäre. Am liebsten ja noch mit ihm zusammen, abe... Moment. Was dachte ich denn da?! Wir sprachen hier von Luzifer! Dem Luzifer! Und ich dachte daran, wie wir beide zusammen im Bett lagen?! Oh Ophelia, du bist sehr, wirklich tief gesunken...
Ich musste mir ein Seufzen verkneifen und versuchte stattdessen weiterhin tadelnd zu klingen. „Und wehe du lässt mich nicht ausschlafen. Wenn ich keinen Schlaf bekomme, kann ich anstrengender sein, als alle Dämonen zusammen!“, warnte ich den Schwarzhaarigen schon mal vor.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Di Dez 01, 2015 8:37 pm

○ Luzifer ○

Ich bemerkte ihre genervte Geste und schloss zufrieden schnurrtend die Augen. Schadenfreude war eben doch eine der schönsten Freuden. Mochte sie ruhig etwas schnippisch sein, ich hatte schon mit schlimmeren Exemplaren zu tun gehabt. Daher gab ich auch ihr große Geheimnistuerei die Antwort auf die Frage, wer mich eigentlich erzogen hätte, selbst wenn sie es eher rhetorisch meinte. "Vater. Zumindest hat er es versucht." Zwinkerte ich ihr zu und begann mit dem Zeigefinger Bahnen zu ziehen auf der unteren Hälfte ihres Oberschenkels zu ihrem Knie hin. Als sie dann jedoch mir auf meine vorherige Gegenfrage antwortete, hörte ich damit auf. Wieder das charmante Lächeln meine Lippen umspielen lassend, legte ich den Kopf schief und sah ihr freundlich entgegen, während meine Worte nur so vor mahnender Feindlichkeit sprühten. "Zerbrech dir darüber mal nicht deinen hübsches Köpfchen."
Während ich die Vorbereitungen für den Fluch traf und nur noch zwei Zutaten dafür fehlten, bemerkte ich nebensächlich wie die Schwarzhaarige mich anstarrte. Mich brachte das zum schmunzeln, lenkte mich jedoch nicht von meinen Aufgaben ab. "Fasziniert vom Ausblick?" Fragte ich lediglich und schenkte ich einen schelmischen Seitenblick.
"Ich habe schon mit schwereren Fällen zu tun gehabt. Dagegen bist du ein kleines Kätzchen." Sobald Ophelia mir nach meiner Aufforderung ihre Hand reichte, zog ich sie rasch in meine Arme, dass wir uns so nah waren, dass sich unsere Körper aneinander drückten. Der Hauch von Stoff den Sie trug und die Tatsache, dass ich bloß mit einer Hose bekleidet war, verschärften die Situation und ließen die Luft vor Spannung knistern. Ich atmete nun nur noch sehr flach in den Brustkorb, spürte ihren Körper an meinem, ihre Atmung, ihre Wärme. Ich beugte mich zu ihr hinunter, hob die linke Hand um mit ihr durch das pechschwarze Haar Ophelias zu streichen. Ich näherte mich ihrem Gesicht immer mehr mit meinem, war nur noch Zentimeter mit meinen Lippen von ihren entfernt und konnte mich an ihren Anblick nicht satt sehen. Doch noch bevor sich unsere Münder endlich zu einem Kuss vereinten, hatte ich mit dem sich in meiner Rechten befindenden Dolch ihr eine dünne Haarsträhne abgeschnitten und wandte mich von ihr ab. "Wenn es dir beliebt kannst du nun gehen." Schenkte ich ihr keine weitere Aufmerksamkeit.
Das weiche schwarze Haar ließ ich in meinen Händen Feuer fangen und die Goldschussel fallen. Der Gestank versenkten Haares stieg mir in die Nase. Mit der Dolchspitze schnitt ich mir in den Zeigefinger. Mit diesen zeichnete ich auf das Pergament in schwungvollen Linien ein Pentagram, nahm dann mit der anderen Hand die Asche aus der Schale und bustete sie über das noch nasse Blut. Der Dampf füllte den kleinen Raum aus, umhüllte mich. Ich überlegte wie die Menschen meine Tochter genannt hatten... einer meiner Späher hatte es mir verraten. Es war... M... Mir... Miriam? Ein biblischer Name? Nein es war kein biblischer Name gewesen.
"Midori..." formten meine Lippen wie von selbst. "Midori. Ich warte schon so lange auf dich." Meine gesamte Sehnsucht, meine ganze liebevolle Verzweiflung lag in diesem nichtigen kleinen Satz. In meinen Gedanken wiederholte ich die Worte immer wieder wie ein Flüstern, ich warte. Warte auf dich. Ich warte.





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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Dez 05, 2015 7:25 pm

Ophelia

Ich stolperte regelrecht in Luzifers Arme, doch störte mich das nicht wirklich. Er hatte einen ziemlich starken Griff und irgendwie fühlte ich mich bei ihm sehr wohl und auch... geborgen? Beschützt? Dann schnaubte ich aber kurz abfällig. „Er hat versagt! Auf ganzer Linie!“, sagte ich nur schnippisch, als der Schwarzhaarige mir auf meine eher rhetorische Frage antwortete, wer ihn denn erzogen habe. Dann hob sich meine Laune aber wieder etwas und ich musste sogar ein wenig schmunzeln. „Du solltest vorsichtig sein, auch kleine Kätzchen können ihre Krallen ausfahren“, raunte ich Luzifer schon beinahe ins Ohr. Doch dann kam er mit seinen Lippen den meinen immer näher. Anstatt wie sonst meine Augen zu schließen, behielt ich sie dieses mal offen und sah unweigerlich in diese goldenen Augen vor mir. Ich konnte mir nicht helfen, aber seine Augen waren einfach atemberaubend! Fesselnd und sogleich auch anziehend, dennoch waren es die Augen eines Raubtieres, in denen etwas lauerte. Etwas auf das ich Acht geben musste, sonst würde es mir vielleicht eines Tages teuer zu stehen kommen...?
Wie erwartet war Luzifer nicht an einem Kuss interessiert, sondern schnitt stattdessen etwas von meinem schwarzen Haar ab, ehe er mich aus seinem festen Griff frei ließ. „Ich denke ich werde noch ein wenig bleiben“, meinte ich schmunzelnd und macht es mir dann wieder auf dem Stuhl bequeme. „Ich werde noch etwas hier bleiben und dem einsamen Wolf etwas Gesellschaft leisten“, schmunzelte ich und sah dann in Luzifer Richtung, welcher mir den Rücken zugedreht hatte. Dort fielen mir die kleinen Kratzspuren auf, welche ich ihm bei unserer gemeinsamen Nacht verpasst hatte.
Ich wusste nicht, wie lange ich Luzifer noch beobachtet hatte, doch irgendwann schlief ich einfach ein.


Midori

Eigentlich hatte ich eine relativ ruhige Nacht. Bin jetzt. Denn plötzlich hörte ich eine Stimme in meinem Kopf und mein ruhiger Schlaf wurde durch einen Traum gestört. Alles um mich herum wurde in tiefe Schwärze gehüllt und bloß eine einzige Stimme war zu hören. Eine Stimme, welche ich schon so oft gehört und mich scheinbar nicht in Ruhe lassen wollte. Ich wusste immer noch nicht, wem diese Stimme gehört und was sie von mir wollte, doch hatte sie mir schon oft das Leben gerettet, weshalb ich glaubte, dass diese Person nicht ganz unwichtig in meinem Leben sein kann, vielleicht gehörte sie ja auch zu dem Teil meines Lebens, nach dem ich schon so lange verzweifelt gesucht hatte...?
Die Stimme sprach zu mir. Sie sagte, sie würde schon so lange auf mich warten. Ich verstand nicht ganz und sah mich in der Dunkelheit immer wieder nach einer Person um, doch war hier weit und breit niemand zu sehen. „Wer bist du?“, fragte ich. „Warum zeigst du dich nicht und woher kennst du mich?“, wollte ich wissen, zumal es das erste Mal war, dass ich vielleicht wirklich in Kontakt mit dieser Person treten konnte. Sonst war sie meist schon Sekunden nach ihrem Auftreten wieder verschwunden. Warum wusste ich nicht. Ich wusste vieles nicht, was diese Stimme anging, doch war ich mir so sicher, wie schon lange nicht mehr, dass ich diese Person finden und kennenlernen wollte, der diese Stimme gehörte.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Dez 05, 2015 8:30 pm

○ Luzifer ○

Es war beruhigend, dass Ophelia einschlief und nicht wirklich etwas von dem mitbekam, was ich mit meiner Filia sprach, denn war mir das dann doch zu intim, alsdass eine dritte Person dabei zuhören sollte.
Dunkelheit umhüllte mich, als wäre ich ins Nichts eingetaucht. Doch ich war nicht allein. Ich spürte eine andere Presentz, eine mir nur all zu gut bekannte. Die meiner Tochter. Und sie antwortete mir, oder fragte mich eher. Es funktionierte also. Perfekt.
"Ich bin ein Teil deiner Vergangenheit. Ich bin der nachdem du schon dein ganzes Leben lang suchst." Sprach ich ruhig und deutlich. Wie gesagt, die Dunkelheit umhüllte mich, so konnte ich keinen Blick auf meine geliebte Filia erhaschen, doch schlug mein Herz bereits jetzt schneller vor Freude und Aufregung in ihrer Nähe zu sein. Ihre Gegenwart zu spüren erfüllte mich mit etwas von dem ich glaubte es nie wieder zu finden. Es war als wäre ich die ganze Zeit über nicht vollständig, als hätte ein Teil gefehlt und nun war ich wieder komplett. Sie erfüllte mein Herz.
In der Trance war es mir nicht nur gestattet, mich zu zeigen, sondern auch das Bild von mir was sie sehen würde, nach meinem Belieben zu gestalten. Lilith hatte mir diesen kleinen Trick verraten und nun war die Gelegenheit gekommen ihn zu nutzen.
Ich suchte nach der Quelle dieser starken und reinen Aura und wurde fündig. Als stünde sie in einem Lichtstrahl, sah ich meine Filia. Sie stand mit dem Rücken zu mir und ihr langes goldenes Haar erinnerte mich an meins, damals als ich noch an Vaters Seite vor meinem Abstieg in die Hölle im Himmel gelebt hatte. Nur war ihres noch perfekter. Ich stand noch im Dunklen, trat aber mit den Händen in den Hosentaschen meines durchgehend grauen Anzugs nach den Worten meiner Filia hinaus ins Licht, dass sie auch mich sehen konnte. Die Sohlen meiner schwarzen Schuhe lösten bei jedem Schritt ein Geräusch aus, wenn sie auf den Boden aufkamen. In meiner gesamten Erscheinung ähnelte ich einen gepflegten Geschäftsmann, mit dem Anzug, den glänzenden Schuhen und dem rasierten Gesicht mit ordentlich zurück gekämmten Haar. Ihre Frage woher ich sie kennen würde, erübrigte sich mit meiner vorherigen Antwort. Sanft lächelnd blieb ich vor ihr stehen. "Ich hoffe ich habe sich nicht erschrecht." Sprach ich in dem Gedanken an das letzte mal als ich sie wirklich sah, als sie noch ein kleines Geschöpf gewesen war, das gerade so in meine Arme passte. Und sie war immer noch das gleiche Geschöpf von damals, als ich sie das erste mal hielt. Als sie das erste mal ihre blauen Augen öffnete und mich ansah. Sie hatte sich zwar vom optischen verändert, war größer geworden und auf dem besten Weg eine junge Frau zu werden, doch spürte ich dass sie noch immer meine Tochter war. Es mag für Außenstehende seltsam klingen, doch war es als gäbe es zwischen uns eine Verbindung, ein Band das sich nicht genauer beschreiben lässt.


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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Dez 05, 2015 10:03 pm

Midori

Als die Stimme endlich näher zu kommen schien, sah ich mich erneut um und dann endlich, endlich konnte ich jemanden erkennen. Es war ein Mann -Ende 30 schätzte ich ihn. Er hatte ein sehr gepflegtes äußeres und wirkte wie ein Geschäftsmann in einer sehr hohen Position. Doch konnte ich mich darauf kaum konzentrieren, denn die Tatsache, dass mir scheinbar wirklich mein Vater gegenüber stand, ließ mich meinen Verstand ausschaltet und ich konnte mich für einen Augenblick nicht vom Fleck bewegen. Mein Herz raste und ich konnte nur noch intuitiv handeln. Auch wenn mir der Mann vor mir im Grunde total fremd war, konnte ich nicht anders, als auf ihn zu zurennen und ihm um den Hals zu fallen. Ich vergrub meinen Kopf in seiner Brust und begann vor Freude zu weinen. „W-Wo warst du nur all die Jahre?“, schluchzte ich meine Frage, sah meinem Vater aber nicht in die Augen. „Und warum hast du mich überhaupt weggegeben?“, wollte ich wissen und sah nun auch hinauf.
Diese eine Frage brannte mir schon seit Ewigkeiten auf der Seele und ich konnte es kaum abwarten sie endlich jemandem zu stellen, der darauf eine Antwort wusste. Auch wenn ich große Angst vor eben jener hatte. Ich hatte Angst, dass der Mann mir sagen würde, dass wir uns auch in Zukunft nicht mehr sehen könnten, oder mich im schlimmsten Fall, gar nicht sehen wolle. Was sollte ich sagen, wenn er mir erzählen würde, dass ich ungewollt war? Nur ein Klotz am Bein? Und was war überhaupt mit meiner Mutter? War sie noch am Leben? Wollte sie mich überhaupt kennenlernen? Und wer war sie und wer er? War dieser Mann vor mir mein sterblicher Elternteil? Er sah immerhin aus, wie ein Geschäftsmann auf der Erde, doch war ich mir sicher, dass sterbliche nicht in der Lage waren, solche Träume zu kreieren. Hatte er vielleicht Hilfe dabei?
Nun sah ich doch hinauf und blickte in die Augen meines Vaters. „Und was ist mit meiner Mutter? Lebt sie noch? U-Und wer von euch beiden ist mein himmlischer Elternteil?“, fragte ich ihn nun einfach direkt, da mir diese Fragen einfach auf der Zunge brannten und nun endlich ausgesprochen werden wollten, so wie vieles anderes auch.
Plötzlich hörte ich aber ein lautes Klirren und die Gegend um mich herum verschwamm. Ich schreckte aus meinem Traum hoch und sah mich schwer atmend in meinem Zimmer um. Es war dunkel, bloß das blaue Feuer um mein Bett spendete mir Licht. Sofort suchte ich den Lichtschalter meiner Nachttischlampe und betätigte schließlich. Ich sah auf den Boden, auf welchem Glasscherben in einer kleinen Wasserpfütze lagen. Ich musste mich wohl so sehr im Bett gewälzt haben, dass ich aus Versehen das Glas runter gerissen hatte. Was anderes konnte ich mir zu mindestens erklären. „Ausgerechnet jetzt musste ich aufwachen“, seufzte ich ein wenig frustriert. „Egal, heute geht es erst mal auf die Erde und am Abend versuche ich wieder zu träumen!“, versuchte ich mich selbst zu trösten und musste sogar ein wenig lächeln, als ich daran dachte, dass ich meinen Vater nun -mehr oder weniger- kennenlernen durfte. „Ich hoffe wir sehen uns bald wirklich“, sagte ich leise und ließ mich zurück in die Kissen fallen, ehe ich gegen die Decke starrte.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Sa Dez 05, 2015 11:34 pm

○ Luzifer ○

Sobald sie sich umdrehte glaubte ich, dass mein Herz für den Moment lang aussetzte. Sie war von solcher Schönheit, dass es mir schwer viel zu glauben, dass diese Menschen tatsächlich dachten sie wäre eine von ihnen. Meine Tochter war eindeutig um ein Vielfaches hübscher - ach was - engelsgleicher - gottlich! - als dass sie je hätte einer dieser Mensch sein können. Ihre Reaktion auf meine Enthüllung als ihren Vater, war unvorhergesehenen, doch auch mindestens genauso nachvollziehbar. Auch mich überkamen die Gefühle wie eine mächtige Welle die auf mich einstürzte und ich schloss mit stolz geschwellter Brust die Arme um sie, als sie ihr Gesicht vergrub und vor Freude weinte. Ich hielt sie in den Armen. Ich hielt meine über alles geliebte Filia nun endlich in meinen Armen! Ich war das glücklichste Wesen in allen Welten und fühlte mich so beflügelt, wie lange nicht mehr. "Es tut mir so leid, meine Kleine." Begann ich und die Szene, wie ich sie damals Lilith übergab, damit die Dämonin das kleine Bündel in die Menschenwelt brachte, spielte sich vor mir ab, in ihrer ganzen herzzertrümmernden Qual. "Ich musste es tun. Man hätte uns - dich - getötet, wenn du bei mir geblieben wärst. Ich wollte nicht, dass dir etwas zustößt. Deshalb gab ich dich fort. Auch wenn das bedeutete, dich nicht mehr sehen zu dürfen. - Doch ich habe stets über dich gewacht." Sachte über ihren Kopf streichelnd sah ich voller leidvollem Glück auf meine Tochter hinunter. Ich wollte sie nicht mehr loslassen. Nie wieder. Und mir viel ein riesiger Stein vor Herzen, dass sie mich anscheinend genauso vermisst hatte wie ich sie.
Filia - also Midori - (ich war vor so viel Freude und Glück zu durcheinander, um mir darüber jetzt Gedanken zu machen) fragte nach ihrer Mutter und wer von uns der himmlische Part war. Sie hatte viele Fragen, doch konnte ich sie nicht alle beantworten, zumindest nicht sofort. Ich sah in ihr unschuldiges Gesicht und seufzte dann. "Ich hätte dich nie weggeben dürften. Stünde ich heute noch einmal vor der gleichen Entscheidung wie damals, ich hatte ..." es würde mir verwert bleiben, den Satz zuende zu führen, da ein lautes Klirren zu hören war und eh ich mich versah, war ich wieder in der Hölle, vor dem eingerauchten Raum vor dem kleinen runden Tisch. Und obwohl ich nin allein im Zimmer war, so war ich doch wieder einsam.


○ Camael ○

Vor der Sonne aufstehend, durchlief ich meine morgendliche Routine. Das hieß, Bett machen nach dem Aufstehen, duschen, umziehen und zur Tür hinaus. Bevor ich zum Eingang des Instituts gehen würde hatte ich noch vor in der Aula etwas kleines zum Essen mitzunehmen, was man mehr oder weniger als 'Frühstück' bezeichnen konnte. Eben so gut wie am zwei Pfirsiche als Frühstück durchgehen ließ.
Am Toreingang dann angekommen überlegte ich welches Portal zur Erde wir am besten nehmen könnten. Ich hatte vor einigen Tagen gehört, dass das Portal, durch welches Uriel und ich vor einer Woche Midori hergeholt hatten war defekt. Was genau da passiert war und alle näheren Umstände wusste ich nicht, aber wir mussten uns dann ein etwas weiter entfernteres Portal widmen, doch wozu gab es denn Flügel wenn man sie nicht nutzte?



Lilith

Es war früh, wie früh wusste ich nicht genau, aber ich hatte noch genügend Zeit, um mich zurecht zu machen, ehe die Raben die ich entsendet hatte auch das letzte Mitglied des Rats mit der Nachricht eines dringlichen Treffens informiert hatten. Es taten sich nämlich außenpolitisch einige Problemchen auf, von denen ich glaubte, dass sie uns noch zu einem Problem wurden, wenn wir nichts dagegen unternehmen würden.
Meine Frisur zurecht gemacht und mein Make Up in perfektion aufgetragen, machte ich mich zufrieden an meinem heutigen Outfit zu schaffen. Ich fühlte mich heute nach etwas Wilderem als sonst. Vielleicht mochte es ja auch mit den Ereignissen zusammmen hängen, denn ich wählte eine braune Ledercorsage mit einer ledernden Hose mit Spitze-Elementen in schwarz mit dazugehörigen schwarzen Highheals. Mir selbst im Spiegel zu zwinkernd posierte ich, ehe dann mein Reich verließ und kich auf den weg in die Ratskammer machte. Im Grunde war es gar keine Kammer eher ein Saal, von daher wusste ich nicht wer auf diesen verwirrenden Namen gekommen war.

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Dez 06, 2015 6:20 pm

Midori

Ich hatte zwar versucht noch ein wenig Schlaf zu bekommen, doch wurde mir schnell bewusst, dass ich dies vergessen konnte, deshalb entschied ich mich dafür, mich fertig zu machen. Ich ging unter die Dusche, kämmte anschließend mein Haar und zog mir etwas über. Eine lange, eng sitzende Jeanshose, ein weißes Top, eine schwarze Lederjacke und weiße Chuks. Da Camael und ich gleich auf die Erde gehen würden, hielt ich es für wesentlich besser, wenn ich „normal“ angezogen war. Sonst würden wir beide nur seltsame Blicke ernten. Nicht das es mich interessierte, was andere sagten, aber dennoch... man musste ja nichts provozieren. Zumal Camael es ja nicht mochte, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen.
Als ich mit allem fertig war, machte ich mir noch schnell einen Zopf und ging dann zum Gebäudeeingang, dort wo ich mich auch mit meinem Mentor treffen wollte. Hunger hatte ich nicht wirklich, dafür war ich viel zu aufgeregt. Mir fiel auf, dass ich in letzter Zeit ziemlich wenig aß -vor allem für meine Verhältnisse- aber es drückte einfach immer etwas auf meinen Magen. Ich hoffte nur, dass meine Leistungen nicht drunter litten. Als Nephilim -und vor allem als Schülerin von Camael- musste ich besser werden als alle anderen hier im Himmel. Ich wollte meinen Sensei stolz machen und ihm einen Grund geben, stolz auf mich zu sein!
Je näher ich dem Toreingang kam, desto schneller wurde ich und als ich Camael sah, rannte ich auf ihn zu. „Guten Morgen, Sensei!“, sagte ich schon ganz freudig. „Lass uns beeilen! Ich will so viel Zeit wie möglich auf der Erde verbringen!“, meinte ich aufgeregt und sah meinem Lehrer aus strahlende blauen Augen an.


Ophelia

Als ich wieder aufwachte, spürte ich einen unangenehmen Schmerz in meinem Nacken und Rücken. Es ließ sich also nicht ganz so gut auf einem Sessel schlafen, mag er noch so bequeme aussehen. Ich verzog mein Gesicht kurz, setzte mich dann aber auf. Mein Blick huschte durch den Raum und ich erkannte Luzifer, welcher mit dem Rücken zu mir stand. Ich war mir sicher, dass es geklappt haben muss, sonst würde er wie ein Irrer alles nieder hauen, was er nur finden würde und ich selbst wäre sicherlich auch schon tot. Ich zögerte kurz, stand dann aber von dem Sessel auf und umarmte Luzifer ganz vorsichtig von hinten. Ich achtete darauf, dass meine Berührungen behutsam waren, um ihn nicht irgendwie aufzuregen und ihn zur Ruhe kommen zu lassen, damit er das Geschehene erst einmal verarbeiten konnte. Außerdem wollte ich ihm damit zeigen, dass er nicht alleine war. Wer war das schon gerne? Niemand. Nicht einmal der Fürst der Unterwelt höchstpersönlich. Egal wie sehr er es zu leugnen versuchen würde. In diesem Punkt waren wir doch alle gleich.
„Heute Nacht wirst du sie wieder in deine Arme schließen können. Jede Nacht, solange bis sie wieder an deiner Seite ist“, sagte ich leise und streichelte dann mit den Fingern meiner linken Hand, sanft über Luzifers Schulter. „Du... hast jetzt sicherlich noch eine Menge zu erledigen“, meinte ich nun fast schon ein wenig traurig. „Würdest du mir einen Gefallen tun? Wenn du mit deinen ganzen Aufgaben fertig bist, würdest du dann noch einmal zu mir kommen? Ich habe noch ein paar Fragen und ich befürchte, dass du der einzige bist, der sie mir beantworten kann.“ Ich hielt kurz inne und sah beiseite. „Außerdem bist du der einzige, dem ich vertrauen kann...“ Ich legte meine rechte Hand an Luzifers linke Wange und drehte seinen Kopf zu mir. Sanft streichelte ich mit meinem Daumen über seine Lippen. Ich fixierte diese mit meinem Blick, ehe ich ihn sanft küsste.

Azul

Als ich am nächsten Morgen die Nachricht bekam, dass eine Ratsversammlung stattfinden würde, musste ich breit Grinsen. Das war die erste Versammlung für mich, seit dem ich im Rat aufgenommen wurde. Lilith wusste es zwar bereits, doch wollte ich noch einmal ihr Gesicht sehen, wenn ich ihr heute gegenüber sitzen würde. Deshalb beeilte ich mich auch mit meiner üblichen Katzenwäsche und ging, als ich endlich fertig war los zur Versammlung. Dort angekommen waren Lilith und ich die ersten. Sofort ging ich zu ihr und rückte ich selbstverständlich den Stuhl zurecht. „Wenn ich bitten darf, Mademoiselle“, grinste ich charmant. „Ich bin mal gespannt wie das ganze hier ablaufen wird, obwohl ich mir das Ende fast schon ausmalen kann. Jeder wird Vorschläge bereiten und Luzifer hört sich keinen einzigen bis zum Ende an, sondern geht seinen eigenen Weg“, schmunzelte ich. „Wenn man Fürst der Unterwelt ist, kann man sich wirklich alles erlauben“, musste ich grinsen.
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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Dez 06, 2015 10:10 pm

○ Camael ○

Ich brauchte gar nicht so lange warten, da hörte ich schon eilige Schritte immer näher kommen und drehte mich zu ihnen um. Es war niemand anderes als Midori, die nun zu laufen, dann zu rennen begann und mich freudestrahlend begrüßte. "Ich wünsche auch dir einen gesegneten Morgen." Nickte ich ihr zu. "Ganz ruhig, hast du denn keinen Hunger?" Fragte ich erst einmal nach und versuchte das aufgedrehte Mädchen vor mir wenigstens etwas zu beruhigen. Dann musste ich ihr leider etwas sagen, was sie nicht so gerne hören würde. "Midori, wir werden ein weiter entferntes Portal benutzen müssen, um auf die Erde hinab zu steigen. Das Portal mit dem wir mit Uriel vor einer Woche hier her gekommen sind ist defekt. Das nächste ist einige Meilen weiter entfernt." Ich streckte ich die Hand entgegen. "Deshalb sollten wir uns beeilen."
Ich wusste ja wie sehr sich Midori auf diesen Ausflug heute gefreut hatte, da wollte ich ihr nicht auch noch unnötige Steine in den Weg werfen.


○ Luzifer ○

Ich hatte alles zurück gepackt, wie in einer monotonen Trance der Routine. Ich nahm die kleinen Steinchen von den Ecken des Pergaments und rollte es wieder zusammen. In meiner Hand ließ ich das Papier dann zu Asche in die Schale zerfallen. Den Dolch legte ich in die Schatulle zurück und schloss sie. Als wäre es mir schon zur Gewohnheit geworden, in Fleisch und Blut über gegangen.
Am Ende stand ich da. Mit leerem Herzen auf den Tisch vor mir starrend und betrachtete ausdruckslos mein Ebenbild, dass sich in der glänzenden Marmorfläche widerspiegelte. Was war ich denn für ein Mann ohne einer Familie? Was war ich denn ohne meine Tocher? Es fühlte sich genauso an, wie damals als ich meine Filia abgab. Genauso leer.
Mich vom Anblick meiner selbst losreißend, wandte ich mich zur Schrankseite um. Ich las mit hastigen Augen die Titel der Einbände durch, ehe ich dann eines der Bücher hinaus zog. 'Die Kunst der Visionen. Von ihren Sendern und Visionären.' stand darauf und ich ging zurück zum Tisch, dabei erhaschte ich einen Blick auf die schlafende Ophelia. Wie gesagt, ich war froh dass sie nichts von all dem mitbekommen hatte. Ansonsten würde sie mich noch für schwach halten und das war etwas was ich mir nicht erlauben durfte. Der tiefe Atem des Engelchens verriet mir, dass sie tief und fest schlief. Ich wollte sie nicht stören, zu sehr beruhigte mich ihr Anblick, weshalb ich sie dort ließ und mich einfach dazu entschloss das Buch im stehen zu lesen. Die ersten Kapitel hatte ich übersprungen, das war eh nur einleitendes Gesülze was keiner braucht. Spannend wurde es ab dem dritten Kapitel. Mein Ziel war es die Träume die ich meiner Tochter schickte zu perfektionieren. Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren und wie ein Besessener bereits die Hälfte des ducken Wälzers durch. Ich musste etwas finden, womit ich es für uns noch einfacher machen konnte, noch angenehmer. Aber wie? Und würde es überhaupt ein nächstes Mal geben? Was wenn sie ihren Geist verschließt und mich nicht mehr hinein lässt? Das würde ihr plötzliches Verschwinden erklären. Mich übermannte wieder dieses unbehagliche Gefühl der Einsamkeit. Wenn ich keinen Kontakt mehr zu ihr aufbauen konnte, würde ich daran verzweifeln. Ich mochte es nicht laut aussprechen, aber es war nun mal Tatsache. Ich würde daran zerbrechen. Aus Angst sie zu verlieren, aus Angst sie nie wieder sehen zu können las ich schneller und immer schneller, blätterte sie ein Wilder in den Seiten - da spürte ich, dass sich zwei Arme um mich legten. So leicht wie eine sanfte Brise schloss Ophelia mich in den Arm. Zuerst verstand ich nicht, war noch völlig von meinem Ziel besessen und vor allem von dem Gedanken meine Filia verlieren zu können. Erst jetzt bemerkte ich meinen hektischen Atem und aufgewühlten Gedanken. Ich sah mich vor mir um, als würde ich nach etwas suchen. Ophelias Worte, verschafften mir eine Gänsehaut. "Ja. Das stimmt wohl." Gab ich ihr zwar recht, konnte mich aber nicht selbst davon ganz überzeugen. Ich war noch viel zu sehr mit meinen Befürchtungen beschäftigt, als dass ich in der Lage war etwas bei vollem Bewusstsein zu tun, weshalb ich auch meinen Kopf zu ihr drehen und es dann zu ließ dass sie mich küsste. Während des Kusses hatte ich die Augen offen gehalten und sah jetzt nachdem es geschehen war, damit beschäftigt meine Gedanken zu ordnen vor uns auf den Boden. "Vertrauen..." begann ich und bekam mit jeder Millisekunde die verstrich mehr und mehr Ordnung in mein Gehirn. Mehr und mehr fand ich wieder zu mir und ins hier und jetzt. "Wieso solltest du gerade mir vertrauen?" Dieses mal war die Frage ernst gemeint, offen und ehrlich und nicht hinter einer sarkastischen Maske versteckt. "Weil wir uns das Bett geteilt haben? Oder weil du noch lebst? Sag mir warum vertraust du mir?" Sah ich ihr in die tiefroten Augen.



◇ Lilith ◇

Bereits in der Ratskammer angekommen legte ich die Unterlagen auf meinen Platz am Kopf des langen Tisches ab und ließ meine Kammerdienerin die restlichen Bescheide an jeden Platz verteilen. Während sie ihrer Arbeit nachging, schenkte ich mir etwas Wein ins Glas ein und befahl ihr dann zwei weitere Kanne zu holen, da eine sicherlich nicht ausreichen würde. Sie war gerade einmal eine Minute weg und ich hatte mir fünf Gläser einverleibt und wollte mich hinsetzen, dachte daran wie ich die Neuigkeiten am besten den anderen Ratsmitgliedern zu Kunde gab, da wurde für mich schon der Stuhl zurück gesetzt. Verwundert blickte ich auf sah in die charmant lächelnden Zuge Azuls, in dessen Mimik etwas Stitzbübisches mitschwang. Ich fasste mich auf sein Kommentar hin und ließ mich erhobenen Hauptes nieder, ehe ich mit halben Ohr dem Dämonen zu hörte, während ich damit beschäftigt war mir die Papiere nochmals durchzulesen und von meinem sechsten Glas zu trinken. "Da kann ich dich beruhigen, Luzifer wird nicht kommen. Er nimmt bei den Versammlungen nur seltend teil. Zu seltend, wenn du mich fragst, aber wie dem aus sei..." Gab ich ihm eine recht nüchterne Antwort. Heute musste ich mich zurück halten und sollte lieber nicht zu viel mit Azul flirten, auch wenn mich unsere kleinen Neckereien zugegeben sehr reizten, nun hatte ich allerdings zu arbeiten! Und ich war schließlich nicht umsonst Luzifers rechte Hand! Die Papiere nun zum gefühlt tausendsten Mal gelesen, bemerkte ich dass meine Kammerdienerin nun mit den zwei bestellten Krügen wieder kam und sie auf den Tisch verteilte. "Du kannst gehn." Winkte ich sie fort. Wartend tippte ich mit den hohen Absätzen meiner Schuhe auf den Boden. Wann kamen die anderen endlich?



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   So Dez 13, 2015 9:37 am

Midori

Bei Camael angekommen, fragte dieser mich erst mal, ob ich denn keinen Hunger habe und erst mal Frühstücken wolle. Sofort schüttelte ich hastig den Kopf. „Nein! Desto eher wir auf der Erde sind, desto besser ist es!“, sagte ich schon voller Vorfreude. Was Camael dann aber sagte, dämpfte meine Freude ein kleines wenig. Wieso mussten solche Dinge immer nur an so besonderen Tagen passieren?! Ich musste mir ein genervtes Grummeln verkneifen, nahm dann aber Camaels Hand. Ich konnte es kaum abwarten, bis ich solche Flügel hatte! Wir hoben ab und schon kurz darauf wurde das Gebäude immer kleiner und entfernte sich mit jeder Sekunde ein Stückchen mehr. Die Höhe in der Camael und ich uns nun befanden war etwas schwindelerregend, doch war dies zur Nebensache geworden, da wieder meine Vorfreude auf den heutigen Tag die Oberhand hatte. „Senseeeeei!“, jammerte ich ungeduldig. „Wie weit ist es denn noch?“, fragte ich nach einer mir schier unendlich langen Zeit. Dann erkannte ich ein prächtig aussehendes Gebäude ganz in der Nähe. „Ist es das?“, fragte ich. „Müssen wir dahin? Bitte sag ja!“, fragte ich mit hoffnungsvollen Augen meinen Lehrer. Dieser war sicherlich schon unglaublich genervt von mir. Aber was sollte ich tun? Ich konnte mich einfach nicht mehr zusammenreißen!


Ophelia

Ich bemerkte schon, dass ich Luzifer nicht ganz davon überzeugen konnte, dass er seine Tochter wiedersehen würde. Er schien Angst zu haben, dass ihr Unterbewusstsein ein Riegel davorschieben würde und sie nicht mehr zulassen würde, dass die beiden sich im Traum trafen. Im Grunde war es egal, was ich Luzifer sagen würde, in diesem Zustand würde er mir sowieso kein einziges Wort glauben, was seine Tochter und ihn anging. Er schien tatsächlich davon überzeugt zu sein, dass das ihr erstes und ihr letztes Treffen war. Zu mindestens bis zu dem Augenblick, bis sie vor ihm stehen würde.
Dann lenkte Luzifer das Thema wieder in eine andere Richtung und ließ mir somit auch keine weitere Chance, ihm vom Gegenteil zu überzeugen. Stattdessen fragte er mich, warum ich ausgerechnet ihm vertrauen würde. Um seinen Augen auszuweichen, wanderte mein Blick auf dem Boden. „Nein..., dass ist es nicht“, sagte ich leise, als er mich fragte, ob ihm nur vertrauen würde, weil wir miteinander das Bett geteilt hatten, oder weil er mich noch nicht getötet hatte. „Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich mit einem Mann schlafen würde, dem ich nicht vertraue, oder? Außerdem weiß ich, dass ich nur noch lebe, weil ich für dich ein kleiner Zeitvertreib bin. Würde sich jemand anderes in meiner Position besser machen als ich, dann...“ Ich hielt inne und beendete den Satz nicht, da ich ihn nicht zu Ende sprechen wollte. Luzifer konnte sich ja schon selbst denken, was ich damit sagen wollte. „Vielleicht vertraue ich dir aus Respekt und Dankbarkeit“, sagte ich leise, aber deutlich. „Aus Respekt vor deiner Person und aus Dankbarkeit dafür, dass du mir die Augen geöffnet hast“, sprach ich meinen Gedanken.
Ich zog meinen Oberkörper wieder zurück und stand wieder direkt hinter Luzifer. Ich lehnte meinen Kopf gegen seine Schulter und streichelte mit den Fingern meiner linken Hand sanft über seinen Rücken. „Bei dir habe ich das Gefühl, mich fallen lassen zu können und nicht an die Konsequenzen denken zu müssen, die mein Verhalten mit sich bringt. Ich habe das Gefühl, bald einen Platz zu finden, an dem ich mich nieder lassen und ausruhen kann“, sagte ich leise. Kurz hielt ich inne und zögerte etwas, ehe ich es doch aussprach: „Mein Leben ist noch immer vergleichbar mit dem eines Vogels im Käfig, doch warst du es, der meinen Horizont ein kleines Stückchen erweitert hat.“


Azul

Ich musste etwas grinsen, als Liliths Antwort so nüchtern ausfiel und sie scheinbar nicht daran dachte, noch ein bisschen zu flirten, bis die anderen kamen. Diese Art und Weise, wie sie zierte, fand ich unglaublich heiß an ihr. Sie wusste schon, wie man es schaffte, einen Mann zappeln zu lassen. Aber da war sie gewiss doch nicht die einzige! Ich wanderte mit meinen Lippen zu ihrem Ohr und kam ihr auf so ganz nah. „Ist doch nicht schlimm, wenn Luzifer nicht teil nimmt. So haben wir noch ein bisschen mehr Zeit für uns beide“, raunte ich der rothaarigen Schönheit ins Ohr. „Nur du und ich“, regte ich Liliths Fantasien an. Mir waren ihre Blicke in letztere Zeit nicht entgangen, daher konnte sie noch so auf cool tun. Lange würde sie sich sicherlich nicht mehr zurückhalten können~ Hoffte ich zu mindestens, denn sonst wäre ich am Arsch. Immerhin wollte ich es selbst mehr, als alles andere!
Ich wollte gerade noch etwas sagen, als ich plötzlich Schritte hörte. Ich schnaubte etwas. „Immer müssen diese Idioten zu einem so ungünstigen Zeitpunkt kommen“, meinte ich genervt. Dann grinste ich aber wieder und erhob meinen Oberkörper. „Dann müssen unsere kleinen Spielchen wohl noch ein bisschen warten“, grinste ich die Dämonin an, ehe ich mich auf meinem Platz ihr direkt gegenüber setzte. Ich stützte meine Ellenbogen auf dem Tisch ab und verschränkte meine Finger ineinander, ehe ich mit einem nahezu diabolischen Grinsen Lilith fixierte und mir auch nicht sonderlich Mühe dabei gab, meine Lust ihr gegenüber zu verstecken. Dann füllte sich aber langsam der Raum und als auch noch der letzte eintraf begannen wir endlich. Desto schneller wir damit durch waren, desto besser! Ich wollte immerhin nicht mehr allzu lange auf !MEINE! Diva verzichten.
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Lioness



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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mi Dez 23, 2015 12:49 pm

○ Camael ○

Ich flog noch nicht lange, da begann Midori zu jammern. "Hab noch etwas Geduld, wir sind bald da." Wollte ich sie besänftigen und versuchte krampfhaft die Tatsache aus meinen Gedanken zu verdrängen, dass die Blauäugige Nephilim direkt in meinen Armen lag, während ich nach außen hin wieder eine steinerne Maske der Neutralität aufsetzte.
Als  die Ausbildungsstätte der Botenengel am Horizont auftauchte, wurde ich auch sogleich gefragt, ob dies das besagte Tor sei. "Nein. Das ist das Institut der Botenengel.  Dahinter werden wir allerdings ein Portal finden." Klärte ich Midori auf und flog sogleich über die Stätte hinüber. Aus dieser Höhe konnte man das in einiger Entfernung dazu stehende Portal bereits ausmachen. Ich ließ immer weniger Distanz zwischen uns und den Boden und landete schlussendlich.  Es war wie ein Tor welches für sich allein, abgeschieden von dem riesigen Gebäudekomplex stand.
"Das  ist es." Setzte ich meine Schülerin auf festen Untergrund ab und hielt aber eine Hand auf ihrer Schulter, da ich befürchtete sie würde ansonsten sofort durch das Portal springen.  "Bevor wir gehen, hier, nimm das." Übergab ich ihr einen Dolch mitsamt Seelenklinge. Falls etwas unvorhergesehenes geschehen sollte. Ich habe auch einen. Du kennst doch die Seelenklingen oder?" Fragte ich nach, da ich nicht wissen konnte, ob man auf der Erde schon einmal davon gehört hatte oder ob Midori den Dolch erkannte, mitdem ich sie zu uns brachte."



○ Luzifer ○

Ich ließ ein abschätziges Schnauben von mir hören, das beinahe schon wie ein freudloses Lachen klang. "Du kannst dir ja nicht vorstellen wie viele Frauen nur zum Vergnügen mit Männern verkehren. Das ist hier unten so und übernimmt auf der Erde ebenfalls an Zuspruch. Das hat bei denen nichts mit Vertrauen zu tun." Gab ich ihr quf ihren Vorwurf hin wider, als sie meinte dass sie nur mit einer Person schlafen würde dee sie vertraut. Dann folgte ihre Erklärung, warum sie mir vertraute.
Ophelia zog sich von mir zurück und lehnte stattdessen ihren Kopf auf meine Schulter. Sie sagte Worte die ich in diesen Zusammenhang und über meiner Person noch nie gehört hatte. Ruhig hörte ich ihr zu und es verstrich noch ein Moment, nachdem sie geendet hatte, ehe ich mich zu ihr umdrehte und ihr tief in die Augen sah. "Du solltest mir nicht vertrauen, Ophelia. Ich bin der Böse." Näherte ich mich ihr und hob ihr Kinn an, um dann unsere Lippen miteinander zu versiegeln und mit meinen Händen ihren schmalen Hals entlang, hinunter um ihre Brüste und Seite fahren und sie dann auf ihren Hintern liegen zu lassen und Ophelia dabei näher an mich zog, während ich mit meinem Mund den ihren öffnete und meine Zunge ihre berühren ließ.
Was hatte diese junge Frau bloß an sich, dass ich mich in ihrer Nähe nur schwer beherrschen konnte? Was war es, dass ich so verrückt nach ihr war? Ich begann mich von ihren Lippen zu lösen und besiedelte ihren Hals mit tausend heißen Küssen.
Sie hatte also das Gefühl sich bei mir fallen lassen zu können? Sie glaubte sie hatte einen Platz gefunden? Ich wusste dass sie bereits einen Platz gefunden hatte, glaubte es nicht nur. Tief in meinem Inneren wollte ich sie an meiner Seite. Ich wollte nur sie und keine andere! Doch konnte ich das nicht so einfach vor mir unf noch weniger vor ihr zugeben. Nicht mit Worten.
Ich stieß mit meinen Küssen bis zu ihren Dekolleté vor und labte mich an ihren weiblichen Körper. Ich leckte an ihrem Ohr und flüsterte dann hinein, "Obwohl ich deinen Horizont erweitert habe, steckst du immer noch im Käfig gefangen."


◇ Lilith ◇

Trotz dessen ich gegenüber Azul hart blieb, drohte ich in dem Qugenblick weich zu werden, als er mir ine Ohr raunte, dass wir noch ein bisschen Zeit für uns hätten, nur wir beid. Säße ich nicht, hätte ich weiche Knie bekommen. Doch ich kämpfte dagegen an, gegen das Verlangen Azul seine Sachen vom Leib zu reisen und ihn so zu reiten, sie es noch keine vor mir gewagt hatte! Ich blieb standhaft, doch fragte ich mich für wie lange noch?
Da trafen endlich die anderen ein und erretten mich auch dieser verzwickten Lage! Zur Hölle noch mal, wo sind die denn so lange geblieben?! Insgesamt waren wir fünf an der Runde: Der Meister der Seelen, mit denen wir uns finanzierten und der sogesehen unsere Einnahmen und Ausgaben regulierte als oberster Schatzmeister und Buchhalter des Reiches Luzifers, dann Azul der Meister der Folterei, welcher sich schon von Namen her selbst erklärt. Die Meisterin er Flüsterer, die meine kleine Eisprinzessin war, welche selbst der oberste Spion war und an ein ausgedehntes Netzwerk von Spitzeln verfügte. Der Meister des Krieges war oberster Befehlshaber der teuflischen Heeresschaaren und die Rechte Hand war ich.
Ein tiefes Gemurmel entstand am Tisch, als sich fats alle begannen zu unterhalten, was denn so wichtiges an der Tagesordnung stehen würde? Ich erhob mich. "Wie ihr euren Brifen wahrscheinlich entnommen habt, ist die heutige Tagung eine äußerst wichtige Angelegenheit. Azazel, der Dämon der meint er wäre ein Kriegsherr und Herrscher, plant einen Angriff auf uns zu starten. Er sitzt wie ihr wisst, östlich von uns und hat sich mit den nord-westlichen Feind Baphomet verbündet!" Kaum hatte ich den Satz zusenden gesprochen, regte sich Dragul, der Meister des Krieges auf. "Einen Zwei-Fronten-Krieg können wir auf lange Sicht nicht überstehen!" "Wenn uns der Feind eingestellt, müssen wir eben schneller als er sein." Erwiderte der Meister der Seelen, dabei wirkte er meiner Meinung nach zu gelassen. "Von wem wissen wir überhaupt dass dies stimmt." Nach diesen Worten sank die Temperatur im Raum merklich rapide und ich sah meinen eigenen Atem sich zu weißlichen Wolken wölben. Die kleine helle Mädchenstimme Anastasias war zu hören. "Ich bin der Sache persönlich nachgegangen. Würde es nicht stimmen, hätte ich es nicht weiter geleitet." Sagte sie in ihrem üblichen kühlen Ton. "Ich meine ja nur, woher wissen wir dass es keine Täuschung um uns einzuschüchtern?" "Willst du damit sagen dass ich lüge?" Schimmerte durch die kalte Maske Abneigung hindurch, als der Meister der Seelen seine Zweifel aussprach.
Ich merkte schon, das würde eine lange Sitzung werden...

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BeitragThema: Re: The Game of Heaven and Hell   Mi Dez 30, 2015 9:15 am

Midori

Ich musste mich wirklich bemühen, vor Ungeduld nicht zu zappeln, sonst wäre ich Camael am Ende noch von den Armen gefallen und ich war mich nicht so sicher, ob man einen Sturz aus dieser Höhe überleben würde. Dann sagte er mir aber, dass da unten eines der Portale sei und meine Miene hellte sich augenblicklich auf. Wir landeten sanft auf dem Boden und mein Mentor ließ mich von seinen Armen runter. „Danke“, sagte ich freudig und wollte augenblicklich durch das große Tor springen, hätte mich Camael nicht zurückgehalten. Er drückte mir ein Messer in die Hand und ich sah es mir genauer an. „Damit hast du mich beim letzten Mal abgestochen“, meinte ich trocken, als würde ich ihm einen Vorwurf machen wollen. Dann grinste ich ihn aber an. „Nur ein Scherz“, schmunzelte ich, auch wenn es wirklich so gewesen war. „Also ich weiß nur, dass du mich darüber in den Himmel gebracht hast“, sagte ich und sah von dem Ding zu Camael hinauf. „Ist ja auch egal. Lass uns lieber los gehen!“, quiekte ich ganz freudig, stellte mich hinter meinen Lehrer, schubste ihn durch das Tor und sprang dann selbst hindurch.
Meine Freude, wieder auf der Erde zu sein, wurde durch kurze, aber heftige Kopfschmerzen ein wenig gedämpft. Ich musste auch einige Male husten, da die Luft hier unten ganz anders war, als oben im Himmel. Nicht annähernd so rein. Aber egal!
Ich öffnete meine Augen und sah mich um. „Ich glaub es nicht!“, quiekte ich voller Freude. „Ich auf der Erde!“ Ich befand mich in der Parkanlage, in der mich Camael und Uriel in den Himmel gebracht haben. Jedoch konnte ich meinen Mentor nirgendswo sehen. Dann erinnerte ich mich. „Achja... Er muss ja einen anderen Körper übernehmen... Aber woher weiß ich denn, welchen er übernommen hat?!“, fragte ich mich selbst entsetzt. „Egal, er wird mich schon finden“, meinte ich gut gelaunt und verließ die Parkanlage und machte mich auf den Weg zu Marta und den Kindern.


Ophelia

„Nur weil das bei den Menschen auf der Erde und den Leuten hier in der Hölle so ist, muss das noch lange nicht bedeuten, dass ich genauso bin wie sie. Du scheinst zu vergessen wo ich her komme und wie ich erzogen worden bin“, sagte ich, als Luzifer mir erzählte, dass die Frauen hier unten und auf der Erde nur zum Vergnügen mit Männern verkehrten und dies bei ihnen nichts mit Vertrauen zu tun hatte. Das mochte ja vielleicht bei denen so sein, aber bei mir war es nicht so und ich hoffte auch inständig, dass sich daran nie etwas ändern würde.
Es herrschte einige Momente lang Stille zwischen Luzifer und mir, doch dann drehte sich der schwarzhaarige zu mir um, sagte mir, ich solle ihm nicht vertrauen. Für Außenstehende mag das völlig logisch sein, dass ein Engel Luzifer nicht vertrauen sollte, doch mir fiel es tatsächlich schwer. Ich fühlte mich zu ihm angezogen, war gerne in seiner Nähe und genoss seine Aufmerksamkeit, welche er mir schenkte. „Warum glaube ich, dass du lügst, wenn du sagst, dass du der Böse bist?“, fragte ich ihn leise in den Kuss hinein, wurde dann aber schon wieder von seinen Lippen unterbrochen. Er berührte mich wieder, zog mich dichter an seinen Körper heran. Und ich ließ es einfach zu. Ich wollte mich nicht gegen seine Berührungen wehren, sondern sie genießen. Dann raunte mir Luzifer aber etwas ins Ohr, was mir eine Gänsehaut verschaffte. Ich hielt kurz inne, dachte über seine Worte nach, ehe ich selbst zu einem Satz ansetzte: „Aber wenigstens hat der Käfig einen neuen Besitzer erhalten.“ Ich wollte nicht mehr an die Zeit zurückdenken, die ich da oben verbracht habe. Es war grauenvoll gewesen. Natürlich vermisste ich meine Familie. Meine Mutter und meine Schwester. Doch würde ich jetzt vor der Wahl stehen, zu ihnen in den Himmel zu kommen oder hier unten bei Luzifer in der Hölle zu bleiben, würde ich vielleicht sogar lieber hier bleiben.
„Ich bin wirklich ein furchtbarer Engel“, kam es mir leise über die Lippen.


Azul

Scheiße waren diese Versammlungen langweilig! Ich konnte schon verstehen, warum sich Luzifer so selten blicken ließ. Würde Lilith nicht zu diesen Ratsversammlungen erscheinen, würden mich diese Kerle auch nicht zu Gesicht bekommen. Sie war eigentlich der Grund, warum ich mich heute morgen aus dem Bett gequält habe und hier her gekommen bin. Aber jetzt saßen wir beide ja nicht ein mal nebeneinander! Ich konnte sie nicht heimlich unterm Tisch befummeln, ihr keine Schweinereien zu flüstern und nicht einmal Händchen halten. Wie frustrierend! Ich seufzte ein wenig und versuchte meine Haltung zu bewahren, auch wenn mir das gar nicht so leicht fiel, da ich nur daran denken konnte, Lilith endlich flachzulegen. Ich meine, sie sah einfach zu heiß aus. Wie sollte sich ein Mann da nur im Zaun halten können?
Plötzlich aber, wurde ich in meinen kleinen, perversen Gedankengängen unterbrochen, da die Raumtemperatur rapide sank und sich zwei der hier Versammelten zu streiten begannen. Ich musste einfach nur lachen. Endlich wurde das ganze hier mal interessant. Hat ja auch lange genug gedauert! „Dadurch, dass die Anzahl der Seelen so stark zurück gegangen ist, wäre ich dafür, wenn wir auf der Erde ein bisschen wüten und die Anzahl so wieder ein wenig hochkurbeln. Die Seelen können wir dann als Kanonenfutter benutzen um uns einige Vorteile zu schaffen. Luzifer ist schon lange hinter dem Ziel her, die ganze Hölle ganz für sich einzunehmen und ich, als treuer Diener und Untertan bin dafür zuständig, dass er seine Ziele erreicht, selbst wenn ich dafür über Leichen gehen muss“, sagte ich grinsend und meine Augen funkelten auf.
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The Game of Heaven and Hell
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